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Wie Lobbyisten den Gesetzgebungsprozess beeinflussen

Título: Wie Lobbyisten den Gesetzgebungsprozess beeinflussen

Trabajo de Seminario , 2010 , 18 Páginas

Autor:in: Peter Seybold (Autor)

Sociología - Economía e industria
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Wie können Lobbyisten den Gesetzgebungsprozess in Deutschland beeinflussen? Haben sie wirklich den Griff zum Scheckbuch nötig?

An verschiedenen Beispielen wird in dieser Hausarbeit geschildert, wie Lobbyisten auf Ministerialbürokratie, Kabinett und Bundestag einwirken, um Gesetze ihrem Interesse entsprechend zu formen. Erwähnt werden ebenso die Praxis der „Leihbeamten“ wie die wichtigste Ressource eines jeden Lobbyisten: Informationen. Um ein genaues Verständnis der verschiedenen Einflussmöglichkeiten zu gewährleisten, werden zu Beginn der Arbeit die verfassungsrechtlichen Regelungen des Gesetzgebungsverfahrens in Deutschland detailliert erläutert. Die Arbeit endet mit einem Resumée, in dem die in den Ausführungen gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst und bewertet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B Der Einfluss von Lobbyisten auf den Gesetzgebungsprozess

I Das Gesetzgebungsverfahren in der BRD

II Möglichkeiten der Einflussnahme für Lobbyisten

1) Einflussnahme auf Ministerialbürokratie und Kabinett

1.1 Setzung eines Themas

1.2 Bereitstellung von Informationen

1.3 Platzierung von Leihbeamten

2) Einflussnahme auf Bundestagsabgeordnete

C Resumée

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Methoden und Mechanismen, durch die Lobbyisten den gesetzgeberischen Prozess in Deutschland beeinflussen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Interessenvertreter durch Themenplatzierung, Informationsbereitstellung und die Platzierung von Personal direkt auf die Arbeit von Ministerien und Abgeordneten einwirken.

  • Struktur und Ablauf des deutschen Gesetzgebungsverfahrens
  • Strategien der Lobbyarbeit gegenüber der Ministerialbürokratie
  • Die Rolle von "Leihbeamten" im Entscheidungsprozess
  • Einflussnahme auf Bundestagsabgeordnete durch Informationsvorsprünge
  • Die mediale Steuerung zur Setzung politischer Themen

Auszug aus dem Buch

1.2 Bereitstellung von Informationen

Bernd Pfaffenbach drückt es noch harmlos aus: „Die Informationsgrundlage, auf der in den Ministerien ein Gesetz entsteht, ist heute stärker von der Wirtschaft oder einzelnen Unternehmen geprägt als vor 30 Jahren“13, sagt Pfaffenbach. Bernd Pfaffenbach ist beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und zuvor Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Finanzpolitik im Bundeskanzleramt. Noch sehr viel klarer beschreibt Thomas Leif: „Das moderne Lobbying ist längst in der Wissensgesellschaft angekommen. Information wird zum entscheidenden Rohstoff“, sagt der Journalist. „Expertisen, Gutachten, Entwürfe, Informationen aber auch Einladungen, Gesprächskreise“ würden von den Interessenvertretern „als Mittel der Einflussnahme eingesetzt“14.

Pfaffenbach und Leif beschreiben dasselbe Phänomen. In vielen Ministerien sind Lobbyisten heute Informationszulieferer. Sie senden den Beamten Statistiken und andere Fakten, recherchieren Details zu komplexen Themenfeldern. Sie verfügen in manchen Themen über Wissen, über das die teilweise ausgedünnten Beamtenapparate nicht zurückgreifen können. Lobbyisten beeinflussen so die Entstehungsphase der Gesetzesentwürfe. In der Ministerialbürokratie werden sie zu teilweise gerne gesehenen Gästen. Informationen werden zur Ressource ihres Einflusses, die Quelle für gute Kontakte in der Ministerialbürokratie. Lobbyisten bewerten die Entwürfe der Gesetzestexte, stellen ihre Einwände da. Bereits bevor der Kabinettsentwurf in den Bundestag eingebracht wird, sind sie so voll im Verfahren integriert. Bisweilen erhalten Lobbyisten sogar „die Rohentwürfe von Gesetzestexten früher als die Bundestagsabgeordneten“15, beobachtet ARD-Journalist Wagner.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Thematik des Lobbyismus ein und stellt die Relevanz der Einflussnahme auf politische Entscheidungsprozesse dar.

B Der Einfluss von Lobbyisten auf den Gesetzgebungsprozess: Dieses Kapitel analysiert die formale Struktur der Gesetzgebung in der BRD und identifiziert verschiedene Einfallstore für Lobbyarbeit.

I Das Gesetzgebungsverfahren in der BRD: Hier wird der Prozess von der Initiative bis zur Verabschiedung eines Gesetzes detailliert erläutert.

II Möglichkeiten der Einflussnahme für Lobbyisten: Dieses Kapitel untersucht systematisch, wie Lobbyisten durch Themensetzung, Informationsvorsprünge und Personaltransfer auf Ministerien und Parlament einwirken.

1) Einflussnahme auf Ministerialbürokratie und Kabinett: Dieser Abschnitt fokussiert auf die enge Verzahnung zwischen Wirtschaftsvertretern und der Ministerialverwaltung.

1.1 Setzung eines Themas: Beschreibt, wie durch gezielte Medienarbeit und Lobbyarbeit politische Prioritäten in der öffentlichen Wahrnehmung und der Regierung gesetzt werden.

1.2 Bereitstellung von Informationen: Erläutert die Rolle von Lobbyisten als faktische Zulieferer von Fachwissen für politisch überlastete Ministerien.

1.3 Platzierung von Leihbeamten: Analysiert den direkten personellen Austausch zwischen Unternehmen und Ministerien zur effizienteren Interessenvertretung.

2) Einflussnahme auf Bundestagsabgeordnete: Untersucht die Unterstützung von Abgeordneten durch Lobbyisten in Form von Vorarbeit, Gutachten und Datensammlungen.

C Resumée: Das abschließende Kapitel bewertet die gewonnenen Erkenntnisse und ordnet die Macht von Lobbyisten als „fünfte Gewalt“ ein.

Schlüsselwörter

Lobbyismus, Gesetzgebung, Ministerialbürokratie, Interessenvertretung, Leihbeamte, Politikberatung, Einflussnahme, Informationstransfer, Bundestagsabgeordnete, Gesetzesentwurf, Lobbyisten, Politikgestaltung, Wissensgesellschaft, Machtstrukturen, politische Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, auf welche Weise und mit welchen Strategien Lobbyisten den gesetzgeberischen Prozess in Deutschland beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Einflussnahme gegenüber der Ministerialbürokratie, dem Kabinett und den Mitgliedern des Deutschen Bundestages.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die gängigen Methoden der Lobbyarbeit aufzuzeigen und zu belegen, dass Interessenvertreter durch ihre Ressourcen (Informationen, Personal) tief in den Gesetzgebungsprozess integriert sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor nutzt eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf einer Auswertung von Fachliteratur, journalistischen Recherchen und der Veranschaulichung anhand konkreter Praxisbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Gesetzgebungsverfahrens sowie in die Analyse spezifischer Einflusskanäle wie Themensetzung, Informationszulieferung und die Platzierung von „Leihbeamten“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lobbyismus, Gesetzgebungsprozess, Informationsmonopol, Ministerialbürokratie und die informelle Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger.

Was genau sind „Leihbeamte“ im Kontext dieser Arbeit?

„Leihbeamte“ sind Mitarbeiter aus privaten Unternehmen oder Verbänden, die zeitweise in Ministerien tätig sind und dort an der Ausarbeitung von Gesetzen mitwirken, wobei sie oft weiterhin vom Unternehmen bezahlt werden.

Welche Bedeutung kommt der Informationsbereitstellung durch Lobbyisten zu?

Die Bereitstellung von Informationen gilt als einer der wichtigsten Hebel, da Beamte in komplexen Themenfeldern häufig auf die Expertise und Vorarbeit von Interessenvertretern angewiesen sind.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Lobbyisten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Lobbyisten aufgrund ihrer tiefen Integration in den Prozess und ihrer Rolle als Informationszulieferer einen erheblichen Einfluss ausüben, der sie zu einer maßgeblichen politischen Kraft macht.

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Detalles

Título
Wie Lobbyisten den Gesetzgebungsprozess beeinflussen
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät)
Curso
Fach- und Ressortjournalismus – Der Einfluss von PR und Lobbyismus auf die Demokratie
Autor
Peter Seybold (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V150048
ISBN (Ebook)
9783640614981
ISBN (Libro)
9783640615650
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lobbyisten Gesetzgebungsprozess
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Peter Seybold (Autor), 2010, Wie Lobbyisten den Gesetzgebungsprozess beeinflussen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150048
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