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Wirksamkeit von Literatur im Amerika der 1950er Jahre unter besonderer Berücksichtigung des Dramas „Hexenjagd“ von Arthur Miller

Title: Wirksamkeit von Literatur im Amerika der 1950er Jahre unter besonderer  Berücksichtigung des Dramas „Hexenjagd“ von Arthur Miller

Term Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anica Petrovic-Wriedt (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Arthur Millers Drama „Hexenjagd“ nimmt Bezug auf das historische Ereignis der Hexenverfolgungen und -prozesse in Salem, Massachusetts, im Jahr 1692. Ausschlaggebend für das Verfassen des Dramas war weniger ein geschichtliches Interesse Millers an einem Phänomen der Vergangenheit. Miller, der sich selbst nicht als Historiker versteht, versucht vielmehr durch sein Drama auf aktuelle Ereignisse im Amerika der 1950er Jahre zu reagieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der amerikanischen Literatur von 1900 bis 1950

2.1. Exkurs: Zur Amerikanistik in der DDR

3. Der McCarthyismus und sein Einfluss auf die Autoren

4. Arthur Millers „Hexenjagd“ als gesellschaftskritische Antwort

4.1. Parallelen zwischen Salem 1692 und dem Amerika der 1950er Jahre

4.2. Die Wirkungsgeschichte des Dramas

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftspolitische Rolle der Literatur im Amerika der 1950er Jahre, wobei der Schwerpunkt auf Arthur Millers Drama „Hexenjagd“ liegt. Ziel ist es, den Einfluss des McCarthyismus auf das künstlerische Schaffen zu analysieren und zu hinterfragen, ob Literatur trotz politischer Repression und Selbstzensur eine wirksame Form der Gesellschaftskritik leisten kann.

  • Wandlung der amerikanischen Literatur von den gesellschaftskritischen 1930er Jahren zu den konformistischen 1950er Jahren.
  • Die Auswirkungen des McCarthyismus auf die Meinungsfreiheit von Autoren und Künstlern.
  • Die Funktion von Arthur Millers „Hexenjagd“ als Spiegel und Diagnoseinstrument für gesellschaftliche Missstände.
  • Das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, politischer Verfolgung und Selbstzensur.

Auszug aus dem Buch

Die Hexenjagd in Salem, Massachusetts

Die Hexenjagd in Salem, Massachusetts, kostete 20 Menschen, insbesondere Frauen, die als Hexen verfolgt wurden, das Leben. Dort hüllte sich „eine auf ökonomischen, sexuellen und privaten Frustrationen beruhende öffentliche Hysterie in den Mantel des Erhabenen“. Dinge, die die Menschen früher verwirrt hatten, „kamen ihnen plötzlich plausibel vor [- sie waren] das Werk des Teufels“. Wann immer die Menschen in Salem, Massachusetts, durch was auch immer frustriert wurden, beschuldigten sie vermeintliche „Hexen“, an den Geschehnissen schuld zu sein, denn „Beweise waren anstrengend“. Hätte es diese „Schuld“ nicht gegeben, wäre eine Unterdrückung in der Art, wie sie in Salem durch die Denunziation vermeintlicher Hexen zustande kam, „no outbreak would have been possible“. Die Leichtgläubigkeit lebte auf und die Sitzungen brachten: „a wonderful pleasure, and for a while there was a highly charged joy in Salem, for now that they could see through everything to the frightful plot that was daily being laid bare in court sessions, their days, formerly so eventless and long, were swallowed up in hourly revelations, news, surprises.“

Somit waren Hexen zum einen eine Erklärung für unverständliche Ereignisse und zum anderen waren sie eine Medienattraktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Wirksamkeit von Literatur in den 1950er Jahren unter Berücksichtigung von Arthur Millers „Hexenjagd“.

2. Die Entwicklung der amerikanischen Literatur von 1900 bis 1950: Hier wird der Wandel von einer sozialkritischen Literatur der 1930er Jahre hin zum Konformismus der 1950er Jahre nachgezeichnet.

2.1. Exkurs: Zur Amerikanistik in der DDR: Dieser Abschnitt reflektiert die Perspektive und die methodischen Voraussetzungen der DDR-Amerikanistik für die Analyse der US-Literaturgeschichte.

3. Der McCarthyismus und sein Einfluss auf die Autoren: Es wird analysiert, wie Joe McCarthy und das politische Klima der „Schwarzen Listen“ Druck auf Autoren ausübten und zu Selbstzensur oder politischem Stillschweigen führten.

4. Arthur Millers „Hexenjagd“ als gesellschaftskritische Antwort: Das Kapitel untersucht Millers Motivation, durch das historische Sujet auf die zeitgenössische Bedrohung der Bürgerrechte zu reagieren.

4.1. Parallelen zwischen Salem 1692 und dem Amerika der 1950er Jahre: Hier werden die strukturellen Ähnlichkeiten, wie die Sündenbockmechanismen und die Angst vor verborgenen Komplotten, detailliert gegenübergestellt.

4.2. Die Wirkungsgeschichte des Dramas: Dieser Teil betrachtet die Rezeption von „Hexenjagd“ und diskutiert, inwieweit das Stück seine intendierte Wirkung als gesellschaftskritisches Werk entfalten konnte.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Literatur auch in restriktiven Zeiten einen bedeutenden politischen Wert behalten kann, indem sie zum Nachdenken anregt und den Sündenbockmechanismus entlarvt.

Schlüsselwörter

Arthur Miller, Hexenjagd, McCarthyismus, Amerika der 1950er Jahre, Gesellschaftskritik, Literaturgeschichte, Selbstzensur, politische Repression, Sündenbockmechanismus, Schwarze Listen, Kalter Krieg, künstlerische Freiheit, Widerstand, American Way of Life, Kommunismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die gesellschaftspolitische Rolle der US-Literatur in den 1950er Jahren und analysiert, wie Autoren wie Arthur Miller unter dem Druck des McCarthyismus gesellschaftskritische Impulse setzen konnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen des McCarthyismus auf die kulturelle Produktion, der Übergang vom gesellschaftskritischen Schreiben der 1930er zur Konformität der 1950er Jahre sowie die Analyse des Sündenbockmechanismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arthur Miller durch sein Drama „Hexenjagd“ auf die damalige politische Unterdrückung reagierte und ob Literatur als Mittel gegen ein Klima der Angst und staatliche Zensur fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse, die historische Kontexte mit der Werkbiografie von Arthur Miller verbindet und durch einen Exkurs die Forschungsperspektive der DDR-Amerikanistik reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung der amerikanischen Literatur, die politischen Mechanismen des McCarthyismus und eine tiefgehende Analyse der Parallelen zwischen den Hexenprozessen von 1692 und der Kommunistenjagd im 20. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen McCarthyismus, „Hexenjagd“, gesellschaftliche Verantwortung des Autors, Zensur, Sündenbockmechanismus und politische Wirksamkeit von Kunst.

Inwiefern diente die Hexenjagd in Salem für Miller als „Verkleidung“?

Miller nutzte das historische Setting als Metapher, um die absurde Hysterie und den Konformismus der 1950er Jahre zu kritisieren, ohne direkt die aktuellen politischen Behörden angreifen zu müssen, was unter dem herrschenden Druck gefährlich gewesen wäre.

Warum war die öffentliche Reaktion auf „Hexenjagd“ zunächst feindselig?

Da das Stück während der McCarthy-Ära erschien und direkt oder indirekt die damals herrschenden Methoden der Denunziation und Verfolgung anprangerte, wurde es von Kritikern als „unsaubere Analogie“ abgewertet und das Klima der Angst verhinderte zunächst eine breite Akzeptanz.

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Details

Title
Wirksamkeit von Literatur im Amerika der 1950er Jahre unter besonderer Berücksichtigung des Dramas „Hexenjagd“ von Arthur Miller
College
University of Potsdam  (Anglistik und Amerikanistik)
Grade
2,0
Author
Anica Petrovic-Wriedt (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V150151
ISBN (eBook)
9783640613922
ISBN (Book)
9783640614059
Language
German
Tags
Wirksamkeit Literatur Amerika Jahre Berücksichtigung Dramas Arthur Miller
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anica Petrovic-Wriedt (Author), 2009, Wirksamkeit von Literatur im Amerika der 1950er Jahre unter besonderer Berücksichtigung des Dramas „Hexenjagd“ von Arthur Miller, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150151
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