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Kindeswohlgefährdung - Unterstützung in Konfliktsituationen

Leistungen und Handlungsmöglichkeiten in der Erziehungshilfe

Titre: Kindeswohlgefährdung - Unterstützung in Konfliktsituationen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 18 Pages , Note: 1,2

Autor:in: Katharina Hilberg (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

In Familien läuft nicht immer alles glatt. Immer wieder geraten Eltern an ihre Grenzen, wenn sie das Kindeswohl aus eigener Kraft nicht mehr gewährleisten können. Nicht gerade selten sehen wir in den Medien schwerwiegende Fälle von Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung, die die Öffentlichkeit wachrütteln und ein Erschrecken in der Gesellschaft mit sich bringen. Daher steht in der öffentlichen Diskussion immer wieder die Frage über das Verständnis und Spannungsfeld zwi¬schen Kontrolle und Hilfemaßnahmen. Es gibt eine breite Palette an Hilfen zur Erziehung von der Erziehungsberatung über die soziale Gruppenarbeit, sozialpädagogische Familienhilfe bis hin zu teilstationären und stationären Angeboten. Dazu zählen die Tagesgruppen, Einzelbetreuungen sowie die Heimerziehung und die Vollzeitpflege. Diese Hilfen zur Erziehung sind in dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) gesetzlich geregelt. Nach diesem Gesetz besteht ein Anspruch auf Hilfen zur Erziehung, wenn ohne sie eine positive Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen gefährdet wird, so dass kör¬perliche, geistige, soziale oder seelische Beeinträchtigungen entstehen können oder befürchtet werden müssen. Jedoch muss betont werden, dass nicht immer ein schuldhaftes Versagen der Erziehungspersonen vorliegen muss. Wenn Schulschwierigkeiten überhand nehmen, Kinder ver¬haltensauffällig sind, Probleme im Freundeskreis auftreten, schlechte Lebensbedingungen in der Familie wie Trennung oder Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Armut auftreten, können diese zu Situationen führen, Hilfen zur Erziehung in Anspruch zu nehmen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kindeswohlgefährdung

2.1. Definitionen

2.1.1. Kindeswohl

2.1.2. Kindeswohlgefährdung

2.2. Folgen von Kindeswohlgefährdung für Kinder

2.3. Merkmale der Fälle von Kindeswohlgefährdung

3. Zuständige Institutionen: Handeln des Jugendamtes

4. Formen von Hilfe zur Erziehung

4.1. Erziehungsberatung (§28)

4.2. Soziale Gruppenarbeit (§29)

4.3. Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer (§30)

4.4. Sozialpädagogische Familienhilfe (§31)

4.5. Erziehung in einer Tagesgruppe (§32)

4.6. Vollzeitpflege (§33)

4.7. Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform (§34)

4.8. Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§35)

5. Kinderschutz- Die Aufgaben und rechtlichen Grundlagen des SGB VIII

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit setzt sich mit der Problematik der Kindeswohlgefährdung auseinander, analysiert die Handlungsmöglichkeiten des Jugendamtes und untersucht die rechtlichen Grundlagen sowie die daraus resultierenden Hilfen zur Erziehung.

  • Begriffsbestimmung von Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
  • Rolle und Aufgaben des Jugendamtes bei Verdachtsfällen
  • Rechtliche Grundlagen nach dem SGB VIII
  • Instrumente der Hilfen zur Erziehung gemäß §§ 27-35 SGB VIII
  • Herausforderungen in der praktischen Fallbearbeitung und Kooperation

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Kindeswohlgefährdung

Kurz gefasst wird Kindeswohlgefährdung als die „Vernachlässigung des Kindes (in unterschiedlichen Bereichen), die missbräuchliche Ausübung der elterlichen Sorge, das unverschuldete Elternversagen oder das Verhalten eines/einer Dritten“ bezeichnet. Hierzu ergänzen möchten ich eine Definition, die diesen Sachverhalt etwas differenzierter beschreibt, indem sie Kindeswohlgefährdung als eine andauernde oder wiederholte Unterlassung fürsorglichen Handelns durch sorgeberechtigte oder sorgeverantwortliche Personen, welches zur Sicherstellung der seelischen und körperlichen Versorgung des Kindes notwendig wäre, betrachtet. Hierbei lässt sich differenzieren, dass die Unterlassung aktiv oder passiv erfolgen kann.

Passive Kindeswohlgefährdung entsteht durch mangelnde Einsicht, Nichterkennen von Bedarfssituationen oder unzureichende Handlungsmöglichkeiten der sorgeberechtigten Person (z.B. Alleinlassen, des Kindes über eine unangemessen lange Zeit, Vergessen von notwendigen Versorgungsleistungen, unzureichende Pflege, Mangelernährung etc.). Aktive Kindeswohlgefährdung meint die wissentliche Verweigerung von Handlungen, welche als nachvollziehbarer Bedarf für ein Kind erkannt wird (Verweigerung von Versorgung, Körperhygiene, Nahrung, Schutz etc.). Eine Kindeswohlgefährdung kann sich in unterschiedlicher Form und Intensität darstellen bzw. ausgeübt werden. Kindeswohlgefährdung im Sinne einer Vernachlässigung liegt vor, wenn über eine längere Zeit bestimmte Versorgungsleistungen materieller, emotionaler und kognitiver Art ausbleiben. Eine akute Kindeswohlgefährdung liegt bei Kindesmisshandlung oder Kindesvernachlässigung vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Kindeswohlgefährdung und Darstellung der persönlichen Motivation sowie der zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2. Kindeswohlgefährdung: Definition der zentralen Begriffe, Darstellung der Folgen für betroffene Kinder sowie Analyse charakteristischer Merkmale solcher Fälle.

3. Zuständige Institutionen: Handeln des Jugendamtes: Erläuterung des gesetzlichen Auftrags des Jugendamtes und Darstellung des strukturierten Prozesses bei der Bearbeitung von Gefährdungsmeldungen.

4. Formen von Hilfe zur Erziehung: Vorstellung der verschiedenen Leistungskataloge und Betreuungsformen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes zur Unterstützung von Familien.

5. Kinderschutz- Die Aufgaben und rechtlichen Grundlagen des SGB VIII: Detaillierte Betrachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere des Schutzauftrages gemäß § 8a SGB VIII.

6. Fazit: Kritische Reflexion der Arbeitsweise, Diskussion von Verfahrensdefiziten und Ausblick auf notwendige Professionalisierungsansätze im Kinderschutz.

Schlüsselwörter

Kindeswohlgefährdung, Jugendamt, SGB VIII, Hilfe zur Erziehung, Kinderschutz, Vernachlässigung, Fallbearbeitung, Kindeswohl, Jugendhilfe, Prävention, Beziehungsarbeit, Rechtsgrundlagen, Schutzauftrag, soziale Integration, Familiengericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexe Thematik der Kindeswohlgefährdung, analysiert die Rolle des Jugendamtes und stellt die gesetzlich verankerten Hilfemaßnahmen zur Unterstützung von Familien in Krisensituationen dar.

Welches ist das zentrale Themenfeld?

Das zentrale Feld ist das Handeln der Kinder- und Jugendhilfe bei Kindeswohlgefährdung unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben und pädagogischer Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, welche Handlungsmöglichkeiten das Jugendamt bei einer Kindeswohlgefährdung hat und auf welche rechtlichen Grundlagen sowie Hilfsangebote es dabei zurückgreifen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, welche sich auf aktuelle Gesetzestexte des SGB VIII sowie fachwissenschaftliche Publikationen zum Kinderschutz stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Definitionen, die Abläufe der Fallbearbeitung, konkrete Hilfsformen der Erziehungshilfe sowie die rechtliche Absicherung durch das SGB VIII detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kindeswohlgefährdung, SGB VIII, Jugendamt, Hilfe zur Erziehung, Schutzauftrag und präventive Fallbearbeitung.

Welche Bedeutung hat der § 8a SGB VIII in dieser Arbeit?

Der Paragraph 8a ist zentral, da er den Schutzauftrag des Jugendamtes bei Kindeswohlgefährdung formuliert und die methodischen Anforderungen an die Risikoeinschätzung und das Handeln der Fachkräfte vorgibt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen aktiver und passiver Gefährdung?

Passive Gefährdung resultiert meist aus Unwissenheit oder Überforderung der Sorgeberechtigten, während aktive Gefährdung die bewusste Verweigerung notwendiger Versorgung für das Kind beschreibt.

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Résumé des informations

Titre
Kindeswohlgefährdung - Unterstützung in Konfliktsituationen
Sous-titre
Leistungen und Handlungsmöglichkeiten in der Erziehungshilfe
Université
University of Marburg
Note
1,2
Auteur
Katharina Hilberg (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
18
N° de catalogue
V150216
ISBN (ebook)
9783640617999
ISBN (Livre)
9783640617852
Langue
allemand
mots-clé
Kindeswohlgefährdung Unterstützung Konfliktsituationen Leistungen Handlungsmöglichkeiten Erziehungshilfe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Hilberg (Auteur), 2010, Kindeswohlgefährdung - Unterstützung in Konfliktsituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150216
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Extrait de  18  pages
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