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Gewaltdarstellungen in den Medien

Title: Gewaltdarstellungen in den Medien

Intermediate Diploma Thesis , 2010 , 24 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Katharina Hilberg (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Das Thema „Gewaltdarstellungen in den neuen Medien“ ist in der empirischen Medienforschung eines der umfangreichsten und meist diskutierten Themen. Medien spielen im alltäglichen Leben unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gewalt in den Medien ist längst ein Teil unseres alltäglichen Lebens und unserer Medieneindrücke geworden. Das Thema Gewalt bildet also einen wichtigen Bereich in unserer Gesellschaft, auch und gerade dann, wenn sich Gewaltdelikte von Jugendlichen nach einer offensichtlichen Vorlage aus den Medien ereignen. Daher kommt die Frage auf, inwieweit mediale Gewaltinhalte die Betrachter beeinflussen und ihr Denken und Handeln verändern. Heutzutage wachsen Kinder und Jugendliche in einer von zahlreichen und vielfältigen Medien geprägten Umwelt auf, mit der sie sich auseinandersetzen müssen. Immer mehr Nachrichten, Wissen, Inhalte und Erfahrungen werden über die Medien vermittelt. So spielen die Einflüsse der Medien auf unseren Alltag und unsere Meinungen eine gravierende Rolle. Sie sind nicht nur allgegenwärtig, sondern sie intensivieren sich immer weiter durch die stetige Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Medien wie das Fernsehen und Internet üben auf Kinder und Jugendliche eine große Faszination aus. Kinder und Jugendliche sind sehr experimentierfreudig und zeigen schon früh Erfahrungen mit diesen Medien. Für viele Heranwachsende ist es inzwischen schon selbstverständlich, Zugang zu einem Fernseher und/oder Computer mit Internetanschluss zu haben. Je einfacher ein Fernseher oder das Internet für Kinder und Jugendliche zugänglich sind, desto eher gewöhnen sich Kinder daran, dass die Inhalte und Fernsehprogramme jederzeit verfügbar sind. Dazu zählen auch Sendungen und Inhalte, die eigentlich nicht für ihr Alter geeignet sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1. Neue Medien

2.2. Gewalt

3. Gewalt als alltägliches Medienerlebnis

3.1. Fernsehen

3.2. Internet

4. Theorien

4.1. Stimulationstheorie

4.2. Inhibitions- und Katharsistheorie

4.3. Lerntheorien

5. Auswirkungen von Gewalt

6. Rechtliche Grundlagen: Jugendmedienschutz

7. Präventionsmaßnahmen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss medialer Gewaltdarstellungen auf die Entwicklung und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus auf den neuen Medien Fernsehen und Internet liegt. Ziel ist es, die Auswirkungen dieses Medienkonsums zu analysieren sowie präventive Ansätze für Eltern und Erziehende aufzuzeigen.

  • Wahrnehmung von Gewalt durch Kinder und Jugendliche in neuen Medien
  • Einfluss von Fernseh- und Internetkonsum auf die Sozialisation
  • Theoretische Grundlagen und Wirkungsmechanismen medialer Gewalt
  • Rechtliche Rahmenbedingungen des Jugendmedienschutzes
  • Strategien der Medienerziehung und Präventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.1. Fernsehen

Viele Heranwachsende verbringen einen Großteil ihrer Freizeit vor den Bildschirmmedien, in besonderem Maße vor dem Fernsehen und Filmen. Durch die schnelle technologische Weiterentwicklung besitzen bereits viele Heranwachsende ihren eigenen Fernseher, über den sie jederzeit verfügen können. So berichtet Daniel Süss, dass in einer Studie 2004 bereits 19% der befragten Kinder zwischen 6-16 Jahren ein eigenes Fernsehgerät in ihrem Zimmer haben. Die Befragungen ergaben, dass vorwiegend nach der Schule und am frühen Abend ferngeschaut wird. Zudem zeigte sich, dass Kinder ihre Filme und Sendungen eher allein schauen als mit Familienangehörigen.

Im Vergleich der Fernsehgewohnheiten von Mädchen und Jungen ließ sich sagen, dass Jungen eher alleine Sendungen schauen als Mädchen. Für viele Heranwachsende ist der Umgang mit dem Fernseher selbstverständlich. „Die Fernsehsender, an erster Stelle die privaten, verbreiten im Kampf um Einschaltquoten immer mehr derartige Darstellungen, darunter Filme, die in hohem Maße jugendgefährdend bzw. sozialethisch desorientierend und aggressionsfördernd sind und bei anfälligen Kindern und Jugendlichen zur Imitation der gewalttätigen Verhaltensmodelle der Medien in der Realität führen, einschließlich krimineller Handlungen.“ So werden viele Gewaltakte als Spannungshöhepunkte in einen Film eingebunden. Die Dauer des Medienkonsums der Vielseher liegt in einer Woche bei bis zu 30 Stunden und mehr vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die ein eigenes Fernsehgerät haben. Als Vielseher werden diejenigen Kinder und Jugendlichen bezeichnet, die länger als 60 Minuten täglich vor den Bildschirmmedien verbringen. Dabei werden die Filme und Fernsehsendungen sogar bis Mitternacht oder darüber hinaus angesehen. „Je älter die Kinder werden, desto weniger liegt die zeitliche Beschränkung bei 20.00Uhr.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Gewaltdarstellungen in neuen Medien ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie den Schwerpunkt auf Fernsehen und Internet.

2. Begriffsdefinition: Hier werden die zentralen Termini „Neue Medien“ sowie „Gewalt“ in ihren verschiedenen Formen definiert und in den Kontext der medienpädagogischen Betrachtung gesetzt.

3. Gewalt als alltägliches Medienerlebnis: Dieses Kapitel beleuchtet den hohen Medienkonsum von Heranwachsenden und zeigt auf, wie mediale Gewaltdarstellungen durch Fernsehen und Internet zum alltäglichen Bestandteil der Medienrezeption werden.

4. Theorien: Es werden wichtige wissenschaftliche Erklärungsmodelle wie die Stimulationstheorie, die Inhibitions- und Katharsistheorie sowie Lerntheorien zur Wirkung von Gewaltmedien vorgestellt.

5. Auswirkungen von Gewalt: Hier wird der Zusammenhang zwischen Medienkonsum und kindlicher Entwicklung diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Aggressionsbereitschaft und die Bedeutung des sozialen Umfelds.

6. Rechtliche Grundlagen: Jugendmedienschutz: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland, darunter das Jugendschutzgesetz und die Aufgaben relevanter Kontrollinstanzen wie der KJM und FSK.

7. Präventionsmaßnahmen: Hier werden konkrete Handlungsfelder für Medienerziehung und Prävention diskutiert, um Kinder und Jugendliche im Umgang mit neuen Medien zu stärken.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer bewussten Medienerziehung in einem positiven sozialen Umfeld.

Schlüsselwörter

Medienpädagogik, Gewaltdarstellungen, neue Medien, Fernsehen, Internet, Jugendmedienschutz, Medienkonsum, Aggressionsbereitschaft, Sozialisation, Medienerziehung, Medienkompetenz, Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, Prävention, Entwicklung, Lernprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von medialen Gewaltdarstellungen auf Kinder und Jugendliche in der heutigen, von neuen Medien geprägten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse umfasst die Begriffsbestimmung von Medien und Gewalt, die Rolle des Medienalltags, theoretische Wirkungsmodelle, rechtliche Rahmenbedingungen des Jugendschutzes sowie präventive Erziehungskonzepte.

Welches Ziel verfolgt die Verfasserin mit dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Gewaltinhalten im Fernsehen und Internet auf Heranwachsende zu erfassen und Strategien zur Förderung von Medienkompetenz abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die den aktuellen Forschungsstand und einschlägige Theorien zur Medienwirkung kritisch zusammenfasst und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil behandelt neben theoretischen Modellen zur Wirkung medialer Gewalt vor allem die spezifischen Herausforderungen durch Fernsehen und Internet sowie die rechtliche Absicherung des Jugendschutzes.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mediensozialisation, Jugendschutz, Mediengewalt und Prävention charakterisiert.

Warum ist das Internet laut der Studie „Gewalt im Web 2.0“ so kritisch zu betrachten?

Das Internet wird kritisch gesehen, da Jugendliche dort vermehrt mit ungefilterten, oft extremen Gewaltdarstellungen in Kontakt kommen und die elterliche Kontrolle aufgrund der Nutzungsgewohnheiten oft schwierig ist.

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld bei der Verarbeitung medialer Gewalt?

Das soziale Umfeld ist entscheidend, da ein unterstützendes, positives Umfeld negative Medieneinflüsse kompensieren kann, während schwierige Sozialisationsbedingungen das Risiko für aggressive Verhaltensmuster erhöhen können.

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Details

Title
Gewaltdarstellungen in den Medien
College
University of Marburg
Grade
1,2
Author
Katharina Hilberg (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V150220
ISBN (eBook)
9783640613151
ISBN (Book)
9783640613304
Language
German
Tags
Gewaltdarstellungen Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Hilberg (Author), 2010, Gewaltdarstellungen in den Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150220
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