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Bewertung von Festpreis- und Mengenregulierungssystemen für die Projektfinanzierung

Title: Bewertung von Festpreis- und Mengenregulierungssystemen für die Projektfinanzierung

Seminar Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Haufert (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls im Jahre 1997 haben sich die teilnehmenden Staaten völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen gesetzt, welche die Hauptursache der globalen Erwärmung sind.
Die EU geht mit der Richtlinie 2001/77/EG zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aus dem Jahre 2001 sowie den Beschlüssen des europäischen
Rats vom Frühjahr 2007 und der Verabschiedung der Ende Juni 2009 in Kraft getretenen EU Richtlinie 2009/28/EG für erneuerbare Energien gegen den Klimawandel vor. Bis 2020 sollen 20% des gesamten Endenergieverbrauchs der EU mit erneuerbaren
Energien gedeckt werden. Für Deutschland ist ein Ziel von 18% verbindlich. Die Mitgliedsstaaten haben freie Wahl auf welche Weise und mit welchen Instrumenten sie diese Ziele erreichen wollen. Es wird hierbei zwischen preisbasierten und mengenbasierten Förderinstrumenten unterschieden, also Instrumente die entweder den Preis oder die Menge als instrumentelle Steuergröße verwenden
und damit die Produzentenseite beeinflussen wollen. Bei preisbasierten Instrumenten
steht der Fokus auf der Einspeisevergütung, bei den mengenbasierten Instrumenten auf der Quotenregelung.
Die Charakteristika von Investitionsprojekten erneuerbarer Energie, wie langfristig stabile Stromerträge, lange Laufzeiten, hohe Anfangsinvestitionen sowie später geringe Betriebskosten eignen sich gut für eine Finanzierung durch die Projektfinanzierung.
Diese Finanzierungsform zeichnet sich unter anderem dadurch aus,
dass sie sich durch die zukünftigen projektspezifischen Cashflows refinanziert. Diese Cashflows müssen neben den jährlich anfallenden Betriebskosten auch den kompletten zukünftigen Schuldendienst decken.
Mit dieser Arbeit soll untersucht werden, inwieweit die Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien für eine Projektfinanzierung geeignet sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Förderinstrumente

2.1 Preisbasierte Förderinstrumente

2.1.1 Einspeisevergütungssysteme

2.1.2 Finanzierungshilfen / Subvention / Förderprogramme

2.1.3 Grüner Strom / Green Pricing

2.1.4 Ökologische / CO2 Steuer

2.2 Mengenbasierte Förderinstrumente

2.2.1 Quotenregelung

2.2.2 Ausschreibungsmodelle

3 Vor- und Nachteile der Förderinstrumente

4 Bedeutung des Förderinstruments für die Projektfinanzierung

5 Beispielrechnung an einem Windparkprojekt

6 Zusatzaspekt – Welche Anforderungen sollte ein Regulierungsumfeld erfüllen, damit es für CSP-Projektfinanzierungen in Afrika geeignet ist?

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung verschiedener Förderinstrumente für erneuerbare Energien im Kontext von Projektfinanzierungen. Dabei wird analysiert, wie preis- und mengenbasierte Systeme die Planungs- und Investitionssicherheit sowie die Kapitaldienstfähigkeit von Projekten beeinflussen.

  • Vergleich von preisbasierten und mengenbasierten Förderinstrumenten
  • Analyse der Auswirkungen von Förderregimen auf die Projektfinanzierung
  • Bewertung von Risiko- und Rentabilitätsparametern bei Windparkprojekten
  • Anforderungen an das regulatorische Umfeld für CSP-Projekte in Afrika

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Einspeisevergütungssysteme

Einspeisevergütungsmodelle können als das dominierende Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien in der EU-27 aber auch weltweit bezeichnet werden. Abbildung 1 zeigt einen solchen Überblick. Den Ausbau erneuerbarer Energien mit einer Einspeiseregelung als Hauptinstrument fördern 19 der 27 EU-27 Länder, unter anderem auch Deutschland und Frankreich. Außerhalb Europas haben Länder wie Indien, Israel und seit neuestem auch Südafrika eine Einspeiseregelung eingeführt (Tariff Watch 2009). Modellländer für die Einspeisevergütung sind Deutschland seit 1991 sowie Dänemark seit 1992 (Bechberger et al. 2003:2).

Bei Einspeisevergütungssystemen wird der aus erneuerbaren Energiequellen erzeugte Strom mit einen fixen, vom Gesetzgeber garantierten (Mindest-) Preis pro kWh vergütet. Liegt dieser Abnahmepreis auf einem für Investoren von Anlagen erneuerbarer Energien attraktiven Niveau, kann hierdurch der Ausbau regenerativer Stromerzeugungsanlagen angeregt werden (Häder 2005:8). In der Theorie entspricht der Mindestabnahmepreis den marginalen Erzeugungskosten (Ragwitz 2005:2).

Die Vergütung des Mindestpreises ist über einen vertraglich festgelegten Zeitraum festgelegt und das EVU ist in diesem Zeitraum gesetzlich verpflichtet den erzeugten Strom zu übertragen, abzunehmen und mit dem Mindestpreis zu vergüten. Man spricht hierbei von der sogenannten Abnahme- und Vergütungspflicht (Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit 2008: §8, §16). Die durch die Vergütungs- und Abnahmepflicht entstehenden Differenzkosten werden in Form einer Umlage an den Endkunden weitergegeben, wodurch sich der Preis pro kWh etwas erhöht (Wenzel et al. 2008:59). Dies kann auch als eine Internalisierung eines Teils der externen Kosten der konventionellen Stromproduktion verstanden werden (KFW-Research 2002:6).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der klimapolitischen Ziele und der Relevanz von Projektfinanzierungen für erneuerbare Energien.

2 Förderinstrumente: Systematische Unterteilung und Erläuterung der gängigen preis- und mengenbasierten Steuerungsinstrumente.

3 Vor- und Nachteile der Förderinstrumente: Kritische Analyse der Anreizstrukturen, Innovationswirkungen und Zielpräzision der verschiedenen Fördermodelle.

4 Bedeutung des Förderinstruments für die Projektfinanzierung: Untersuchung der Eignung der Förderinstrumente unter Berücksichtigung der Kapitaldienstfähigkeit und des Schuldendienstdeckungsgrads.

5 Beispielrechnung an einem Windparkprojekt: Illustration der Auswirkungen unterschiedlicher Förderregime anhand von Szenario-Berechnungen für ein Windparkprojekt.

6 Zusatzaspekt – Welche Anforderungen sollte ein Regulierungsumfeld erfüllen, damit es für CSP-Projektfinanzierungen in Afrika geeignet ist?: Diskussion über regulatorische Rahmenbedingungen für großskalige CSP-Projekte unter Berücksichtigung von Investitionssicherheit.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Förderinstrumente hinsichtlich ihrer Eignung für die Projektfinanzierung.

Schlüsselwörter

Projektfinanzierung, Erneuerbare Energien, Einspeisevergütung, Quotenmodell, Investitionssicherheit, Cashflow, Schuldendienstdeckungsgrad, DSCR, Strommarkt, Klimapolitik, CSP-Projekte, Risikomanagement, Förderinstrumente, Netzparität, Energiewende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Fördersysteme für erneuerbare Energien und bewertet deren Eignung für die spezielle Finanzierungsform der Projektfinanzierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen preisbasierten (Einspeisevergütung) und mengenbasierten (Quoten) Fördersystemen sowie deren Einfluss auf die Planungssicherheit von Investitionsprojekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, welche regulatorischen Rahmenbedingungen ein stabiles Umfeld für die langfristige Refinanzierung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ökonomische Analyse der bestehenden Fördersysteme und illustriert die theoretischen Ergebnisse durch quantitative Beispielrechnungen anhand von fiktiven Windparkprojekten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Instrumente, der Diskussion ihrer Vor- und Nachteile sowie einer Untersuchung ihrer Auswirkungen auf die Kapitaldienstfähigkeit, gemessen durch Kennzahlen wie den DSCR.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Projektfinanzierung, Einspeisevergütung, Quotenregelung, Investitionssicherheit und Schuldendienstdeckungsgrad (DSCR).

Warum schneiden Quotenmodelle in der Beispielrechnung schlechter ab?

Quotenmodelle führen zu einer höheren Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Cashflows aufgrund schwankender Marktpreise für Zertifikate, was die Prognostizierbarkeit für Investoren erschwert.

Welche Bedingungen sind laut Autor für CSP-Projekte in Afrika essenziell?

Neben einer Absatzgarantie zur Sicherung der Cashflows sind Inflationsanpassungen und Maßnahmen gegen das Wechselkursrisiko entscheidend, um das Projekt für internationale Investoren attraktiv zu machen.

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Details

Title
Bewertung von Festpreis- und Mengenregulierungssystemen für die Projektfinanzierung
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Professur für Statistik und Ökonometrie)
Course
Projektfinanzierung von erneuerbaren Energien
Grade
1,7
Author
Andreas Haufert (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V150241
ISBN (eBook)
9783640618026
ISBN (Book)
9783640617869
Language
German
Tags
Erneuerbare Energien Projektfinanzierung Festpreissystem Mengensystem Festpreisregulierungssystem Mengenregulierungssystem Einspeisevergütung Feed-in-Tariff Quotenregelung Einspeisetarif
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Haufert (Author), 2009, Bewertung von Festpreis- und Mengenregulierungssystemen für die Projektfinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150241
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