Bewertung von Festpreis- und Mengenregulierungssystemen für die Projektfinanzierung


Seminararbeit, 2009
26 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Förderinstrumente
2.1 Preisbasierte Förderinstrumente
2.1.1 Einspeisevergütungssysteme
2.1.2 Finanzierungshilfen / Subvention / Förderprogramme
2.1.3 Grüner Strom / Green Pricing
2.1.4 Ökologische / CO2 Steuer
2.2 Mengenbasierte Förderinstrumente
2.2.1 Quotenregelung
2.2.2 Ausschreibungsmodelle

3 Vor- und Nachteile der Förderinstrumente

4 Bedeutung des Förderinstruments für die Projektfinanzierung

5 Beispielrechnung an einem Windparkprojekt

6 Zusatzaspekt - Welche Anforderungen sollte ein Regulierungsumfeld erfüllen, damit es für CSP-Projektfinanzierungen in Afrika geeignet ist?

7 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Instrumente zur Förderung emeuerbarer Energien in der EU-27

Abb. 2: Preise für Windstrom im Vergleich 2004/2005

Abb. 3: Formel Debt Service Cover Ratio

Abb. 4: Szenario eines Windparks mit einem Einspeisetarif

Abb. 5: Downside-Szenario eines Windparks mit einem Quotenmodell

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls im Jahre 1997 haben sich die teil­nehmenden Staaten völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen gesetzt, welche die Hauptursache der globalen Erwärmung sind.

Die EU geht mit der Richtlinie 2001/77/EG zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aus dem Jahre 2001 sowie den Beschlüssen des europäischen Rats vom Frühjahr 2007 und der Verabschiedung der Ende Juni 2009 in Kraft ge­tretenen EU Richtlinie 2009/28/EG für erneuerbare Energien gegen den Klimawan­del vor. Bis 2020 sollen 20% des gesamten Endenergieverbrauchs der EU mit er­neuerbaren Energien gedeckt werden. Für Deutschland ist ein Ziel von 18% ver­bindlich. Die Mitgliedsstaaten haben freie Wahl auf welche Weise und mit welchen Instrumenten sie diese Ziele erreichen wollen. Es wird hierbei zwischen preis­basierten und mengenbasierten Förderinstrumenten unterschieden, also Instrumente die entweder den Preis oder die Menge als instrumentelle Steuergröße verwenden und damit die Produzentenseite beeinflussen wollen. Bei preisbasierten Instrumenten steht der Fokus auf der Einspeisevergütung, bei den mengenbasierten Instrumenten auf der Quotenregelung.

Die Charakteristika von Investitionsprojekten erneuerbarer Energie, wie langfristig stabile Stromerträge, lange Laufzeiten, hohe Anfangsinvestitionen sowie später ge­ringe Betriebskosten eignen sich gut für eine Finanzierung durch die Projekt­finanzierung. Diese Finanzierungsform zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie sich durch die zukünftigen projektspezifischen Cashflows refinanziert. Diese Cashflows müssen neben den jährlich anfallenden Betriebskosten auch den kom­pletten zukünftigen Schuldendienst decken.

Mit dieser Arbeit soll untersucht werden, inwieweit die Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien für eine Projektfinanzierung geeignet sind. Zunächst werden in Kapital zwei die verschiedenen Förderinstrumente unterteilt und vorgestellt. Kapi­tel drei beschäftigt sich dann mit den Vor- und Nachteilen der Hauptinstrumente.

Im vierten Kapitel werden diese Instrumente nach ihrer Tauglichkeit für die Projekt­finanzierung untersucht. Die Bedeutung wird in Kapitel fünf mit einer Beispiel­rechnung unterstrichen. Der Zusatzaspekt - Welche Anforderungen sollte ein Regu­lierungsumfeld füllen, damit es für CSP-Projektfinanzierungen in Afrika geeignet ist? - wird in Kapitel sechs dargelegt. Abschließend wird mit dem Fazit die Eignung der Förderinstrumente erneuerbarer Energien für eine Projektfinanzierung resümiert.

2 Förderinstrumente

2.1 Preisbasierte Förderinstrumente

2.1.1 Einspeisevergütungssysteme

Einspeisevergütungsmodelle können als das dominierende Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien in der EU-27 aber auch weltweit bezeichnet werden. Abbil­dung 1 zeigt einen solchen Überblick. Den Ausbau erneuerbarer Energien mit einer Einspeiseregelung als Hauptinstrument fördern 19 der 27 EU-27 Länder, unter ande­rem auch Deutschland und Frankreich. Außerhalb Europas haben Länder wie Indien, Israel und seit neuestem auch Südafrika eine Einspeiseregelung eingeführt (Tariff Watch 2009). Modellländer für die Einspeisevergütung sind Deutschland seit 1991 sowie Dänemark seit 1992 (Bechberger et al. 2003:2).

Abbildung in dieser Lesepr]obe nicht enthalten

Abb. 1: Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien in der EU-27 (Ragwitz et al. 2008:3)

Bei Einspeisevergütungssystemen wird der aus emeuerbaren Energiequellen erzeugte Strom mit einen fixen, vom Gesetzgeber garantierten (Mindest-) Preis pro kWh ver­gütet. Liegt dieser Abnahmepreis auf einem für Investoren von Anlagen erneuerbarer Energien attraktiven Niveau, kann hierdurch der Ausbau regenerativer Stromerzeu­gungsanlagen angeregt werden (Häder 2005:8). In der Theorie entspricht der Min­destabnahmepreis den marginalen Erzeugungskosten (Ragwitz 2005:2).

Die Vergütung des Mindestpreises ist über einen vertraglich festgelegten Zeitraum festgelegt und das EVU ist in diesem Zeitraum gesetzlich verpflichtet den erzeugten Strom zu übertragen, abzunehmen und mit dem Mindestpreis zu vergüten. Man spricht hierbei von der sogenannten Abnahme- und Vergütungspflicht (Bundes­ministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit 2008: §8, §16). Die durch die Vergütungs- und Abnahmepflicht entstehenden Differenzkosten werden in Form einer Umlage an den Endkunden weitergegeben, wodurch sich der Preis pro kWh etwas erhöht (Wenzel et al. 2008:59). Dies kann auch als eine Internalisierung eines Teils der externen Kosten der konventionellen Stromproduktion verstanden werden (KFW-Research 2002:6).

Die genaue Ausgestaltung bezüglich der Förderhöhe, Förderdauer, Vergütungsde­gression und technologiespezifischen Differenzierung sind unter anderem abhängig von den meteorologischen Bedingungen sowie den zukünftigen technologie­spezifischen Kostensenkungspotentialen und unterliegen der jeweiligen gesetzlichen Regelung (Bechberger et al. 2003:3).

2.1.2 Finanzierungshilfen / Subvention / Förderprogramme

Finanzierungshilfen bzw. Subventionen lassen sich wie folgt unterteilen:

- Steuervergünstigungen bzw. -befreiungen,
- Investitionsförderungen,
- Verbilligtes Kapital,
- Verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten,
- Prämien und Boni

Die oben genannten finanziellen Mittel werden in der Regel durch Förderprogramme zur Verfügung gestellt. In Deutschland vergibt z.B. die Kreditanstalt für Wiederauf­bau verbilligte Kredite, um den Ausbau der Erneuerbaren zu fördern (Bechberger et al. 2003:5).

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Bewertung von Festpreis- und Mengenregulierungssystemen für die Projektfinanzierung
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Professur für Statistik und Ökonometrie)
Veranstaltung
Projektfinanzierung von erneuerbaren Energien
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V150241
ISBN (eBook)
9783640618026
ISBN (Buch)
9783640617869
Dateigröße
914 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erneuerbare Energien, Projektfinanzierung, Festpreissystem, Mengensystem, Festpreisregulierungssystem, Mengenregulierungssystem, Einspeisevergütung, Feed-in-Tariff, Quotenregelung, Einspeisetarif
Arbeit zitieren
Andreas Haufert (Autor), 2009, Bewertung von Festpreis- und Mengenregulierungssystemen für die Projektfinanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150241

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