Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Armut und Gesundheit - Eine sozialpolitische Analyse

Title: Armut und Gesundheit - Eine sozialpolitische Analyse

Diploma Thesis , 2007 , 80 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Soz.arb./Soz.päd. (FH) Florian Sondermann (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit analytisch darzulegen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei zum einen auf der epidemiologischen Darstellung dieser Korrelation und zum anderen auf den sozialpolitischen Begleitumständen. Handlungsleitend ist demnach die Frage, ob und inwiefern sich ein niedriger sozialer Status auf die individuelle Verfassung auswirkt. Insofern das zutrifft, bleibt zu klären, warum dies so ist und wie die Gesellschaft, respektive der Staat auf diese gesundheitliche Ungleichheit reagiert. Die zu diesem Thema vorliegenden Datenmengen, Veröffentlichungen, Theorien und politischen Konzepte sind nahezu unüberschaubar; daher soll hier an keiner Stelle ein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Vielmehr handelt es sich bei dieser Arbeit um den Versuch einer interdisziplinären Darstellung, in die selektiert sowohl epidemiologische, soziologische und politische Fakten eingebracht werden, um einen Gesamtüberblick der gesellschaftlich relevanten Zusammenhänge zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Datengrundlagen und methodisches Vorgehen

2. Armut – Soziale Ungleichheit

2.1 Der Ressourcenansatz

2.2 Der Lebenslagenansatz

2.3 Amartya Sens Konzept der Verwirklichungschancen

3. Gesundheit und Krankheit

4. Schnittstellen von Armut und Gesundheit

4.1 Einkommen

4.1.1 Einfluss des Einkommens auf Morbidität und Mortalität

4.1.2 Einfluss des Einkommens auf das Gesundheitsverhalten

4.2 Bildung

4.2.1 Einfluss der Bildung auf Morbidität und Mortalität

4.2.2 Einfluss der Bildung auf das Gesundheitsverhalten

4.3 Arbeit und Gesundheit

4.3.1 Statusabhängige Arbeitsunfähigkeit und Krankheit

4.3.2 Denk- und Erklärungsansätze

4.4 Gesundheitliche Konsequenzen von Arbeitslosigkeit

4.4.1 Krankheitsrisiken und erhöhte Sterblichkeit

4.4.2 Arbeitslosigkeit und Gesundheitsverhalten

4.5 Alleinerziehende

4.5.1 Krankheiten und Beschwerden

4.5.2 Gesundheitsverhalten Alleinerziehender

4.6 Kinder und Jugendliche

4.6.1 Entwicklungsstörungen & Krankheiten

4.6.2 Gesundheitsverhalten

4.7 Alte Menschen

4.7.1 Krankheitsentwicklung im Alter

4.7.2 Lebenslage und Gesundheit

4.8 Migration und Gesundheit

4.8.1 Gesundheitliche Lage

4.8.2 Gesundheitsverhalten

5. Erklärungsansätze gesundheitlicher Ungleichheit

5.1 Das makro-soziologische Kausalitätsmodell

5.1.1 Die erste Ebene – Soziale Schicht

5.1.2 Die zweite Ebene: Soziale Lage

5.1.3 Die dritte Ebene: Lebensstile

5.2 Der meso-soziologische Ansatz

5.3 Zur Problematik von Kausationsmodellen

6. Sozial- und Bildungspolitik

6.1 Einkommensumverteilungspolitik

6.1.1 Einkommensverteilungsarten

6.1.2 Politische Beeinflussung der Einkommensverteilung

6.1.3 Verteilungsungleichheit und Hartz IV

6.2 Arbeitsmarktpolitik

6.2.1 Aktivierende Arbeitsmarktpolitik

6.2.2 Arbeit, Arbeitsmarktpolitik und Gesundheit

6.3 Bildungspolitik

7. Gesundheitspolitik

7.1 Präventionspolitik

7.1.1 Primärprävention

7.1.2 Gesundheitsförderung und Salutogenese

7.1.3 Theoretische Intervention

7.1.4 Akteure & Richtlinien

7.1.5 Praktische Intervention: Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“

7.2 Ungleichheit in Krankenversicherung und –versorgung

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit analytisch zu durchdringen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie ein niedriger sozialer Status die individuelle Verfassung beeinflusst und wie der Staat auf diese gesundheitliche Ungleichheit reagiert.

  • Sozialepidemiologische Korrelation zwischen Armut und Gesundheit
  • Einflussfaktoren wie Einkommen, Bildung, Arbeit und Migrationshintergrund
  • Kausale Erklärungsmodelle auf Makro- und Mesoebene
  • Analyse sozial- und bildungspolitischer Interventionen
  • Bedeutung der praktischen Sozialarbeit bei der Gesundheitsförderung

Auszug aus dem Buch

4.1 Einkommen

Das individuelle bzw. Haushaltsnettoeinkommen ist bei den verschiedenen Armutsdefinitionen generell der am meisten ausschlaggebende Faktor. Ein ähnlich bedeutsamer Zusammenhang zeigt sich zwischen Einkommens- und gesundheitlicher Ungleichheit; für die Ursachenanalyse stehen dabei zwei gegenläufige Erklärungsmuster zur Verfügung (Heinzel-Gutenbrunner 2001).

So behauptet die „Selektionshypothese“, Krankheit bewirke Armut, was beispielsweise dadurch untermauert werden kann, dass ein Drittel aller Kündigungen aus Krankheitsgründen erfolgt. Außerdem wird der begrenzte Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung als Grund angeführt. Dagegen sieht die „Kausationshypothese“ Armut als Verursacher von Krankheit und belegt dies durch die nachweislich höheren Belastungen in der Gruppe der geringeren Einkommensempfänger, also z.B. schlechte Wohnverhältnisse, schwere körperliche Tätigkeiten im Beruf sowie ungesunde oder Mangelernährung. Darüber hinaus ist empirisch nachweisbar, dass Armut im Kindesalter ein höheres Morbiditätsrisiko in späteren Jahren zur Folge hat.

Es steht zu vermuten, dass beide Hypothesen zutreffend sind und dass sie sich in tatsächlichen Lebenslagen mitunter sogar gegenseitig potenzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie des analytischen Fokus auf die Korrelation zwischen Armut und Gesundheit.

1. Datengrundlagen und methodisches Vorgehen: Vorstellung der verwendeten Studien und Erhebungsinstrumente zur sozialepidemiologischen Analyse.

2. Armut – Soziale Ungleichheit: Definition und Operationalisierung des Armutsbegriffs durch verschiedene wissenschaftliche Ansätze.

3. Gesundheit und Krankheit: Theoretische Abgrenzung der Gesundheitsbegriffe aus medizinischer, psychologischer und soziologischer Sicht.

4. Schnittstellen von Armut und Gesundheit: Detaillierte Analyse der Auswirkungen von Einkommen, Bildung, Arbeit und sozialen Statusmerkmalen auf die Gesundheit.

5. Erklärungsansätze gesundheitlicher Ungleichheit: Vorstellung soziologischer Modelle, die den Zusammenhang zwischen Schichtzugehörigkeit und Krankheitsrisiken begründen.

6. Sozial- und Bildungspolitik: Kritische Auseinandersetzung mit den steuernden Auswirkungen von Umverteilungspolitik, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik.

7. Gesundheitspolitik: Untersuchung präventiver Ansätze und Interventionen zur Minderung gesundheitlicher Ungleichheit.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Handlungsmöglichkeiten in der Sozialarbeit angesichts der strukturellen Kopplung von Armut und Krankheit.

Schlüsselwörter

Armut, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Einkommen, Bildung, Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik, Prävention, Lebenslagenansatz, Salutogenese, Krankheitsrisiko, Morbidität, Mortalität, Gesundheitsverhalten, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den komplexen Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit unter sozialpolitischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen von ökonomischen Ressourcen, Bildungschancen und Arbeitsbedingungen auf die gesundheitliche Verfassung der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob ein niedriger sozialer Status Krankheit verursacht und wie der Sozialstaat auf die daraus resultierende gesundheitliche Ungleichheit reagiert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine interdisziplinäre Auswertung bestehender sozialepidemiologischer Daten und Berichte des Robert-Koch-Instituts sowie politischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Schnittstellen (Einkommen, Arbeit, Migration, Alter) und die Erläuterung theoretischer Kausalitätsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Prävention, prekäre Beschäftigung und strukturelle Benachteiligung.

Welche Rolle spielt die Bildung in diesem Kontext?

Bildung wirkt sich als wesentliche Dimension der Lebenslage direkt auf die Arbeitsmarktchancen und damit indirekt auf die körperliche sowie psychische Gesundheit aus.

Warum ist das Fazit für die Sozialarbeit von Bedeutung?

Es verdeutlicht, dass Sozialarbeiter eine aktive beratende Rolle bei der Begleitung benachteiligter Klienten einnehmen müssen, um trotz struktureller Probleme gesundheitsförderliche Wege aufzuzeigen.

Excerpt out of 80 pages  - scroll top

Details

Title
Armut und Gesundheit - Eine sozialpolitische Analyse
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe
Grade
1,3
Author
Dipl.-Soz.arb./Soz.päd. (FH) Florian Sondermann (Author)
Publication Year
2007
Pages
80
Catalog Number
V150287
ISBN (eBook)
9783640617616
ISBN (Book)
9783640617487
Language
German
Tags
armut gesundheit ungleichheitsforschung ungleichheit sozialpolitik gesundheitspolitik Thema Armut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Soz.arb./Soz.päd. (FH) Florian Sondermann (Author), 2007, Armut und Gesundheit - Eine sozialpolitische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150287
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  80  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint