Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Literature - Romance Literature

Das Doppelgänger-Motiv in Mary Shelleys "Frankenstein". Eine Analyse der Charakterparallelen zwischen Viktor Frankenstein und seiner Kreatur

Title: Das Doppelgänger-Motiv in Mary Shelleys "Frankenstein". Eine Analyse der Charakterparallelen zwischen Viktor Frankenstein und seiner Kreatur

Term Paper , 2022 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Lang (Author)

Literature - Romance Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird das komplexe Verhältnis zwischen Viktor Frankenstein und seiner Kreatur in Mary Shelleys "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" untersucht, insbesondere die parallele Entwicklung ihrer Charakterzüge. Trotz der Erklärung von Frankenstein, dass sie Feinde sind, ist ihre Verbindung als Schöpfer und Geschöpf unbestreitbar. Die Arbeit analysiert die Ähnlichkeiten in ihren Charaktereigenschaften und die sich gegenseitig beeinflussten Lebensverläufe, die schließlich in einer existenziellen Verfolgungsjagd münden. Anhand von Thesen und Textstellen aus dem Roman sowie ergänzenden Ansichten aus der Sekundärliteratur wird die Ambiguität beider Protagonisten betrachtet, und es wird die Frage erörtert, ob die Kreatur als Spiegelbild Frankensteins fungiert. Ziel der Arbeit ist es, die charakterlichen Ähnlichkeiten der beiden Figuren darzustellen und das Doppelgänger-Motiv in diesem Kontext zu beleuchten, ohne jedoch auf die historischen Hintergründe des Motivs einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Parallele Entwicklung der Charakterzüge beider Protagonisten

2.1 Grundlegende Ähnlichkeit ihrer Charaktereigenschaften

2.1.1 Intellektuelles Niveau

2.1.2 Hochmut

2.1.3 Besessenheit

2.1.4 Egoismus

2.2 Tiefergehende Ursachen der gegenseitigen Hassbeziehung

2.3 Das Doppelgängermotiv als Seelenspiegelmotiv

3. Fazit

4. Primärliteratur

5. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, die Hypothese einer parallelen Entwicklung der Charakterzüge zwischen Viktor Frankenstein und seiner Kreatur im Roman "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwiefern beide Protagonisten durch ihre Verbindung als Schöpfer und Geschöpf zu Spiegelbildern des jeweils anderen werden und wie sich dies in ihrem Verhalten widerspiegelt.

  • Analyse der charakterlichen Übereinstimmungen (Intellekt, Hybris, Egoismus)
  • Untersuchung der gegenseitigen Abhängigkeit und Hassbeziehung
  • Anwendung der literaturwissenschaftlichen Theorie des Doppelgängermotivs
  • Deutung der parallelen Entwicklung als Spiegelung der Seele
  • Beurteilung der gemeinsamen Suizidalität bzw. des Lebensendes als Resultat der unzertrennlichen Bindung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Intellektuelles Niveau

Sowohl Schöpfer als auch Geschöpf weisen eine überdurchschnittliche Intelligenz und Lernbereitschaft auf; beide sind regelrecht süchtig nach Wissen. Bereits in seiner Kindheit bekundet Frankenstein sein großes Interesse an verschiedenen Teilbereichen der Wissenschaft. Während des Studiums vertieft er rasch seine bisher erworbenen Kenntnisse und sticht unter den Kommilitonen durch seinen extremen Fleiß hervor. In seiner beruflichen Laufbahn als Naturwissenschaftler kreiert er nach monatelangen Versuchen einen Körper aus Leichenteilen von Tieren und Menschen und erweckt ihn schließlich zum Leben. Dieser lange, aufwendige Prozess und die damit verbundenen Experimente verdeutlichen den für ein solches Unterfangen notwendigen Ehrgeiz und seinen Wissensdurst. Die Tatsache, dass nur er allein über das Wissen verfügt, „unbelebter Materie Leben einzuhauchen“, zeugt ebenfalls von einem außergewöhnlichen Intellekt.

Auch seine Kreatur „[verfügt] über außergewöhnliche kognitive Fähigkeiten“. „[D]as hochintelligente […], wißbegierige und außergewöhnlich schnell lernende Geschöpf“ eignet sich durch gezielte Beobachtung der Familie De Lacey in sehr kurzer Zeit menschliche Verhaltensweisen an und lernt sprechen, schreiben und lesen. Sein Wille, immer weiter in die Welt der Menschen einzutauchen, äußert sich unter anderem darin, dass es im Wald gefundene Bücher als Lernmaterialien nutzt. Als es in einer Jackentasche das Labortagebuch seines Schöpfers findet, in dem alle Schritte seines eigenen Enstehungsprozesses detailliert beschrieben werden, ist das Wesen nicht nur in der Lage, den Text zu lesen, sondern besitzt auch die Kompetenz, ihn zu verstehen, was noch ein zusätzlicher Beweis für dessen hohe Auffassungsgabe ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung des Schöpfer-Geschöpf-Verhältnisses und Präsentation der zentralen Forschungsfrage zur parallelen Charakterentwicklung.

2. Parallele Entwicklung der Charakterzüge beider Protagonisten: Analyse der grundlegenden Ähnlichkeiten wie Intelligenz, Hochmut, Besessenheit und Egoismus sowie deren Auswirkung auf die Dynamik zwischen den Figuren.

2.1 Grundlegende Ähnlichkeit ihrer Charaktereigenschaften: Darstellung der übertragenen Wesenszüge von Viktor auf die Kreatur während des Schöpfungsaktes.

2.1.1 Intellektuelles Niveau: Vergleich der hohen Auffassungsgabe und Wissbegierde beider Protagonisten.

2.1.2 Hochmut: Untersuchung der Hybris beider Figuren, die sich durch ihre Machtansprüche gottgleich zu positionieren versuchen.

2.1.3 Besessenheit: Betrachtung der einseitigen Fixierung auf Ziele, die zur Vernachlässigung des eigenen Umfelds und zu persönlichem Scheitern führt.

2.1.4 Egoismus: Analyse des skrupellosen Verhaltens beider Figuren, das den zentralen Konflikt des Romans auslöst.

2.2 Tiefergehende Ursachen der gegenseitigen Hassbeziehung: Erörterung der wechselseitigen Abhängigkeit und der psychologischen Hintergründe, die zum Rachewahn führen.

2.3 Das Doppelgängermotiv als Seelenspiegelmotiv: Zusammenführende Analyse der Doppelgänger-Thematik und der wechselseitigen Spiegelung der Qualen bis zum gemeinsamen Ende.

3. Fazit: Zusammenfassende Bestätigung der parallelen Entwicklung und der unauflösbaren Bindung zwischen Frankenstein und seiner Kreatur.

4. Primärliteratur: Auflistung der verwendeten Primärquellen zur Romananalyse.

5. Sekundärliteratur: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Literatur zur theoretischen Stützung.

Schlüsselwörter

Frankenstein, Mary Shelley, Doppelgängermotiv, Schöpfer-Geschöpf-Verhältnis, Charakterentwicklung, Hybris, Egoismus, Besessenheit, Rachewahn, Literaturwissenschaft, Seelenspiegel, Romantik, Identität, Abhängigkeit, Ambiguität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologische und charakterliche Verbindung zwischen Viktor Frankenstein und seinem Geschöpf in Mary Shelleys Roman.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Doppelgängermotiv, der Übertragung von Persönlichkeitsmerkmalen vom Schöpfer auf sein Werk sowie der Eskalation von Hass durch gegenseitige Abhängigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass eine parallele Entwicklung der Charakterzüge zwischen Viktor Frankenstein und der Kreatur vorliegt, die sie zueinander in ein Doppelgängerverhältnis rückt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine textbasierte Modellanalyse in Verbindung mit literaturwissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Interpretation der Motivik im Roman.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse spezifischer Charaktereigenschaften, der Ursachen für die Hassbeziehung und eine abschließende theoretische Einordnung als Seelenspiegelmotiv.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Doppelgängermotiv, Hybris, Besessenheit, Schöpfer-Geschöpf-Verhältnis und Selbsthass.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Geschöpfes von der eines klassischen Monsters?

Das durch die Analyse hervorgehobene "intellektuelle Niveau" und die Fähigkeit des Geschöpfes zur Reflexion und emotionalen Entwicklung lassen es eher als Ebenbild denn als bloßes, gefühlloses Monster erscheinen.

Warum wird die Bezeichnung des "Seelenspiegels" verwendet?

Weil beide Figuren im Verlauf des Romans derart stark aufeinander reagieren und sich in ihren destruktiven Verhaltensweisen gleichen, dass sie die dunklen Schattenaspekte des jeweils anderen widerspiegeln.

Welche Rolle spielt der Suizid am Ende für die Argumentation der Arbeit?

Der Suizid des Geschöpfes nach dem Tod Frankensteins dient als Beleg für die unauflösbare, existenzielle Verbindung zwischen beiden Figuren, die über den Tod hinaus besteht.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Das Doppelgänger-Motiv in Mary Shelleys "Frankenstein". Eine Analyse der Charakterparallelen zwischen Viktor Frankenstein und seiner Kreatur
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Germanistik und Komparatistik)
Course
Historische Modellanalysen
Grade
1,0
Author
Katharina Lang (Author)
Publication Year
2022
Pages
13
Catalog Number
V1503253
ISBN (PDF)
9783389071465
ISBN (Book)
9783389071472
Language
German
Tags
doppelgänger-motiv mary shelleys frankenstein eine analyse charakterparallelen viktor kreatur Romantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Lang (Author), 2022, Das Doppelgänger-Motiv in Mary Shelleys "Frankenstein". Eine Analyse der Charakterparallelen zwischen Viktor Frankenstein und seiner Kreatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1503253
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint