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Die Konzeption von Literaturkritik von Alfred Kerr und Walter Benjamin im Vergleich

Titre: Die Konzeption von Literaturkritik von Alfred Kerr und  Walter Benjamin im Vergleich

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2020 , 13 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Luca Sebastiani (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Das 20. Jh. wird als Zeitalter der Kritik bezeichnet. Durch eine große Anzahl an Veröffentlichungen literarkritischer Schriften und die Entwicklung neuer Methoden der Wertbestimmung literarischer Werke kann die Einnahme eines sehr bedeutenden Stellenwerts der Kritik in der Literaturszene dieses Jahrhunderts festgestellt werden. Die vorliegende Arbeit, welche im Rahmen der Lehrveranstaltung „Literatur im Kontext der Moderne“ verfasst wurde, wird zwei bedeutende Berliner Literaturkritiker
des 20. Jh. gegenüberstellen, auf einer Seite den bekannten Theaterkritiker Alfred Kerr und auf der anderen Seite den marxistischen Walter Benjamin. Im Fokus dieser Gegenüberstellung wird vor allem ihre Konzeption von Literaturkritik stehen. Diese soll hauptsächlich anhand von in der Lehrveranstaltung behandelten Schriften der beiden Kritiker erläutert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Die Weltstadt Berlin in den „Goldenen Zwanzigern“

2.2. Neue Massenmedien

3. Das Kunstwerk bei Kerr und Benjamin

4. Definition und Verständnis von Literaturkritik

4.1. Gegenstand der Kritik

4.2. Art und Weise der Kritikausübung

4.3. Sinn und Zweck von Kritik

4.3.1. Politisierung der Kritik bei Walter Benjamin

4.3.2. Kritik als Kunst

4.3.3. Für wen wurde rezensiert?

5. Schreibstil

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Konzeptionen der Literaturkritik der Berliner Kritiker Alfred Kerr und Walter Benjamin. Ziel ist es, deren theoretische Ansätze vor dem gesellschaftlichen Hintergrund der Weimarer Republik zu vergleichen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in ihrer Kritikpraxis herauszuarbeiten und ihre jeweilige Rolle im "Literaturkampf" der Moderne zu analysieren.

  • Historischer Kontext: Berlin und die Massenmedien in den 1920er Jahren.
  • Begriffliche Analyse: Definition des Kunstwerks bei Kerr und Benjamin.
  • Vergleichende Kritiktheorie: Literaturkritik als Kunstgattung versus politisches Instrument.
  • Praktische Umsetzung: Untersuchung von Rezensionsstilen und Zielgruppenorientierung.

Auszug aus dem Buch

4.2. Art und Weise der Kritikausübung

Nachdem der Gegenstand Benjamins und Kerrs Kritik analysiert wurde, soll es nun um charakteristische Merkmale in der Art und Weise ihrer Kritikausübung gehen.

Alfred Kerr, der einen besonderen Wert auf ästhetischen Umgang mit Sprache legte, tendierte dazu, in der Rezension von Werken, von denen er begeistert war, den Autor durch großen Lob zu ehren und dabei weniger genau auf die Analyse des Werks einzugehen. Bei Texten und Stücken, die er nicht besonders gut fand, waren seine Sprachanalysen deutlich detaillierter. Walter Benjamin hingegen war insgesamt ein sehr kritischer Denker und Schreiber, er versuchte seine Gedanken transparent durch Information und Argumentation darzulegen und ging, im Gegensatz zu Kerr, sehr sparsam und überlegt mit der Äußerung von Lob um.

Gemeinsame Gedanken über die Ausübung von Literaturkritik können im Vergleich zweier Werke der beiden Rezensenten identifiziert werden, einerseits in Alfred Kerrs Einführung in seine Werksammlung „Das neue Drama“ und andererseits in Walter Benjamins Text „Die Technik des Kritikers in dreizehn Thesen“.

Ein gemeinsames Element der beiden Texte ist beispielsweise der militante Gestus in der Darstellung der Konzepte von Literaturkritik. In Kerrs Vorwort von „Das neue Drama“ ist beispielsweise vom „Marsch der Davidsbündler gegen die Philister“ und von der „Schleuder“ als ein symbolisches Werkzeuge des Kritikers im Literaturkampf die Rede. Walter Benjamin bezeichnet hingegen den Kritiker als „Stratege im Literaturkampf“ und spricht vom Kunstwerk als „blanke Waffe im Kampfe der Geister“. Für beide Kritiker geht es also, wenn von Literaturkritik die Rede ist, um einen Kampf, indem nicht Objektivität, sondern eine klare Stellungnahme vom Literaturkritiker erwartet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den zeitgeschichtlichen Rahmen und legt die methodische Vorgehensweise des Vergleichs zwischen Kerr und Benjamin fest.

2.1. Die Weltstadt Berlin in den „Goldenen Zwanzigern“: Dieses Unterkapitel beleuchtet den Einfluss der Berliner Metropole und des gesellschaftlichen Umbruchs nach 1918 auf das Wirken der beiden Kritiker.

2.2. Neue Massenmedien: Hier wird diskutiert, wie moderne Kommunikationsmittel wie Rundfunk und Presse die Verbreitung von Literatur beeinflussten und bei Benjamin eine kritische Reflexion über den Verfall der Kritik auslösten.

3. Das Kunstwerk bei Kerr und Benjamin: Dieses Kapitel vergleicht die theoretischen Definitionen des Kunstwerks, wobei Kerr den Lebensinhalt und Benjamin den Aura-Begriff in den Mittelpunkt stellt.

4. Definition und Verständnis von Literaturkritik: Diese Sektion bildet den Hauptteil und analysiert Gemeinsamkeiten und Differenzen in der kritischen Praxis.

4.1. Gegenstand der Kritik: Fokus auf die unterschiedlichen Schwerpunkte: Kerrs Theater- und Filmkritik versus Benjamins politisch-marxistische Analyse kultureller Zustände.

4.2. Art und Weise der Kritikausübung: Untersuchung der stilistischen Unterschiede, unter anderem Kerrs ästhetisierende Sprache und Benjamins strategische, argumentative Herangehensweise.

4.3. Sinn und Zweck von Kritik: Vertiefende Auseinandersetzung mit der Intention interner Literaturkämpfe und der notwendigen Parteinahme des Kritikers.

4.3.1. Politisierung der Kritik bei Walter Benjamin: Erläutert Benjamins marxistisch geprägten Ansatz, bei dem Kritik als politisches Instrument zur Gesellschaftsgestaltung fungiert.

4.3.2. Kritik als Kunst: Diskutiert Kerrs Auffassung von Kritik als eigenständige Kunstform gegenüber Benjamins Forderung nach der Sprache der Artisten.

4.3.3. Für wen wurde rezensiert?: Analyse der Adressaten, wobei hervorgehoben wird, dass beide Kritiker nicht für das breite Publikum, sondern für eine intellektuelle bzw. professionelle Elite schrieben.

5. Schreibstil: Zusammenfassende Betrachtung der charakteristischen Ausdrucksweisen, von Kerrs ironischer Brillanz bis zu Benjamins komplexen und verschlüsselten Metaphorik.

6. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die zentralen Erkenntnisse der Arbeit.

Schlüsselwörter

Alfred Kerr, Walter Benjamin, Literaturkritik, Weimarer Republik, Berliner Moderne, Literaturkampf, Kunstwerk, Aura, Massenmedien, Feuilleton, Rezension, marxistische Kritik, Ästhetik, Literaturwissenschaft, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Konzeptionen von Literaturkritik der beiden bedeutenden Berliner Kritiker Alfred Kerr und Walter Benjamin und vergleicht diese kritisch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen den historischen Kontext Berlins in den 1920er Jahren, die Rolle der Massenmedien, die Definition des Kunstwerks sowie die methodische Ausübung der Kritik.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der kritischen Praxis der beiden Autoren aufzuzeigen und zu verstehen, wie sie das Verständnis von Literaturkritik ihrer Zeit geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturrecherche und einen vergleichenden Ansatz (Gegenüberstellung), um Schriften der beiden Kritiker sowie einschlägige Fachliteratur zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den Gegenstand der Kritik, die Art der Kritikausübung, den Sinn und Zweck von Kritik, die Politisierung bei Benjamin sowie die Selbstauffassung als Künstler bei Kerr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Literaturkritik, Moderne, Aura, Kunstwerk, Literaturkampf, Marxismus und Weimarer Republik.

Inwiefern unterscheiden sich Kerr und Benjamin in ihrer Zielsetzung?

Während Kerr Kunstkritik als eigene, ästhetisch anspruchsvolle Kunstform etablieren wollte, betrachtete Benjamin Kritik aus einer marxistischen Perspektive als funktionales, politisches Werkzeug im Kampf der Geister.

Was versteht man unter dem Literaturkampf in dieser Untersuchung?

Der Begriff beschreibt die Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Positionen in der Literaturszene, bei der der Kritiker laut Kerr oder Benjamin zwingend Farbe bekennen und Partei ergreifen muss.

Wie gehen beide Kritiker mit der Erwartungshaltung des Publikums um?

Interessanterweise schrieben beide nicht für das breite Publikum: Kerr wollte von seinem eigenen Schreibstil und von Kunstenthusiasten gelesen werden, während für Benjamin eher andere Kritiker die Instanz bildeten.

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Résumé des informations

Titre
Die Konzeption von Literaturkritik von Alfred Kerr und Walter Benjamin im Vergleich
Université
University of Innsbruck  (Institut für Germanistik)
Cours
PS Literatur im Kontext der Moderne
Note
2,0
Auteur
Luca Sebastiani (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
13
N° de catalogue
V1503453
ISBN (PDF)
9783389066492
ISBN (Livre)
9783389066508
Langue
allemand
mots-clé
Alfred Kerr Walter Benjamin Literaturkritik
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Citation du texte
Luca Sebastiani (Auteur), 2020, Die Konzeption von Literaturkritik von Alfred Kerr und Walter Benjamin im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1503453
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Extrait de  13  pages
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