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Maria Weißenstein. Entstehung, frühe Entwicklung und Legitimation des Wallfahrtsortes

Título: Maria Weißenstein. Entstehung, frühe Entwicklung und Legitimation des Wallfahrtsortes

Tesis (Bachelor) , 2022 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Luca Sebastiani (Autor)

Historia - Otros
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Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist die Untersuchung der Faktoren, die einen bedeutenden Einfluss auf den Ursprung, die frühe Entwicklung und Legitimation des Wallfahrtsortes Maria Weißenstein in Südtirol hatten. Durch die Analyse verschiedener historischer Überlieferungen über den Beginn der Wallfahrt sollen die historischen Umstände ermittelt werden, die den Start der Wallfahrt nach Maria Weißenstein geprägt haben. Zudem werden zentrale Forschungspositionen einander gegenübergestellt, um zu verstehen, welche Faktoren die Wallfahrt begünstigt haben. In weiterer Folge wird die Bedeutung des Gnadenbildes von Weißenstein für diese Entwicklungen vor dem Hintergrund des Trienter Konzils kritisch reflektiert. Ein letzter Teil wird dann durch die Betrachtung verschiedener Berichte über Weißenstein versuchen, den Ursprung, die frühe Entwicklung und offizielle bischöfliche Anerkennung des Gnadenortes nachzuzeichnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Thema und Zielsetzung der Arbeit

1.2. Forschungsstand

1.3. Aufbau und Methodik der Arbeit

2. Historischer Rahmen: Die katholische Reform in Tirol

2.1. Die erste Hälfte des 16. Jh.

2.2. Der Zeitraum zwischen 1550 und 1630

3. Das Gnadenbild von Maria Weißenstein

3.1. Die katholische Kultbildtradition in der frühen Neuzeit

3.2. Die Sichtweise Trients: Das Bilddekret von 1563

3.3. Die Bedeutung des Gnadenbildes für die Wallfahrt nach Weißenstein

4. Der Wallfahrtsort Maria Weißenstein

4.1. Der Ursprung – Die Legende der Marienerscheinung

4.2. Die Wallfahrt ging vom Volk aus – Mirakelberichte und Wallfahrtsanliegen

4.3. Frühe Entwicklung und offizielle Anerkennung des Wallfahrtsortes

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Faktoren und religiösen Entwicklungen, die zur Entstehung, frühen Blüte und offiziellen kirchlichen Legitimation des Wallfahrtsortes Maria Weißenstein in Südtirol führten. Die Arbeit widmet sich insbesondere der Frage, wie Krisenzeiten, die katholische Kultbildtradition und der Prozess der bischöflichen Anerkennung das Wachstum der Pilgerstätte beeinflussten.

  • Historische Rahmenbedingungen der Reformation und katholischen Reform in Tirol
  • Die Rolle und Bedeutung des Gnadenbildes vor dem Hintergrund des Trienter Konzils
  • Analyse verschiedener Ursprungslegenden und Mirakelberichte
  • Prozesse der offiziellen Legitimierung durch die kirchliche Obrigkeit

Auszug aus dem Buch

Die Sichtweise Trients: Das Bilddekret von 1563

Trotz der Leichtigkeit, mit der das Konzil von Trient die Wunderwirksamkeit von Heiligenbildern anerkennen hätte können, sprachen sich die Vertreter der katholischen Geistlichkeit 1563 gegen eine Legitimation aus. Im Bilddekret des 3. Dezembers entzog das Tridentinum dem Gnadenbild jegliche Form der Heiligkeit, wodurch auch dessen wunderwirkende Kraft geleugnet wurde. Das Hauptargument, welches in diesem Zusammenhang angeführt wurde, ist, dass nur das Dargestellte Anspruch auf Heiligkeit hätte und nicht die Darstellung an sich. Im spezifischen Beispiel des marianischen Gnadenbildes komme also die wunderwirkende „virtus“ nur von der Muttergottes selbst und nicht von deren Abbildung. Damit wurde zwar der Gebrauch von Gnadenbildern in der Kirche gestattet, die Verehrung sollte aber lediglich dem dargestellten Gegenstand und nicht dem Bildnis gelten.

In diesem Kontext muss der Blick allerdings nicht nur auf die Entscheidung Trients gerichtet werden, sondern vielmehr auf die mangelnde Durchsetzungskraft des Dekrets. Auch wenn es förmlich nie zu einer Legitimation der Wirkmächtigkeit von Heiligendarstellungen seitens des Konzils kam, erlebten die Wallfahrt und die damit zusammenhängende Verehrung von Gnadenbildern in der posttridentinischen Zeit einen massiven Aufschwung. In diesem Zusammenhang ist besonders die Uneinigkeit zwischen Trient und Rom hervorzuheben: „[...] denn während die Kirchenprovinzen durchaus bereit waren, das Bilddekret umzusetzen, kamen aus der Zentrale in Rom Signale der Toleranz und Gnadenbildfreundlichkeit.“ Im Zuge dieser Hochkonjunktur des Gnadenbildes und der Wallfahrt hatten die kirchlichen Behörden eine große Anzahl an Mirakelberichten zu bearbeiten und zu überprüfen. Nicht selten konnten dabei Falschmeldungen und Fehlinformationen verzeichnet werden. Dies veranlasste die Geistlichkeit dazu, solchen Berichten mit einer grundsätzlich sehr skeptischen Haltung entgegenzutreten und die Wahrhaftigkeit der Aussagen genau zu überprüfen. Dabei wurden die Kontrollen in den prädominant protestantischen Gebieten viel strenger und genauer durchgeführt als in den katholischen Regionen. Diese Skepsis könnte möglicherweise ein Grund dafür sein, dass den Mirakelberichten von Maria Weißenstein anfänglich wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, was zur Verlängerung der Dauer zwischen dem Beginn der Wallfahrt und der Legitimation des Wallfahrtsortes führte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den Forschungsstand und legt den methodischen Aufbau der Arbeit dar.

2. Historischer Rahmen: Die katholische Reform in Tirol: Das Kapitel beleuchtet die religiösen und sozioökonomischen Bedingungen in Tirol während der Reformationszeit und die daraus resultierenden Spannungen.

3. Das Gnadenbild von Maria Weißenstein: Hier werden die Rolle des Gnadenbildes in der damaligen katholischen Theologie sowie die widersprüchlichen Positionen gegenüber der Bildverehrung analysiert.

4. Der Wallfahrtsort Maria Weißenstein: Dieses Kapitel untersucht die Entstehungslegenden, die Mirakelberichte und den langwierigen Prozess der offiziellen Anerkennung des Ortes als Wallfahrtsstätte.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchungen zusammen und bewertet die Bedeutung von Krisenerfahrungen für die Entstehung der Wallfahrt.

Schlüsselwörter

Maria Weißenstein, Südtirol, Wallfahrt, Gnadenbild, Katholische Reform, Konzil von Trient, Mirakelberichte, Leonhard Weissensteiner, Tridentinisches Bilddekret, Volksfrömmigkeit, Legendenbildung, Karl Emanuel Madruzzo, Alabaster, Pilgerwesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursprünge und die Entwicklung des Wallfahrtsortes Maria Weißenstein in Südtirol vom 16. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die katholische Reform in Tirol, die Bedeutung von Kultbildern in der frühen Neuzeit, die Rolle von Sagen und Mirakeln bei der Entstehung von Wallfahrtsorten sowie die offizielle kirchliche Legitimation durch die Diözese Trient.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die historischen Faktoren nachzuzeichnen, die zur Entstehung und Anerkennung der Wallfahrtsstätte Maria Weißenstein beigetragen haben, und dabei die Rolle des Gnadenbildes kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen, Reiseberichte, Mirakelaufzeichnungen und bestehender Forschungsliteratur, um die Entwicklung des Wallfahrtsortes historisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Kontext der Reformationszeit, die theologische Debatte um Gnadenbilder, die verschiedenen Überlieferungen zur Gründungslegende sowie die Mirakelberichte analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Maria Weißenstein, Gnadenbild, Katholische Reform, Wallfahrt und Wunderberichte.

Welche Rolle spielte der Bauer Leonhard für die Wallfahrt?

Leonhard Weissensteiner gilt laut Legende als Gründer der Stätte, der nach einer Marienerscheinung eine Kapelle errichtete und das Gnadenbild fand, was den Ausgangspunkt für die Legendenbildung und den Pilgerstrom darstellte.

Warum dauerte die offizielle kirchliche Anerkennung so lange?

Die Anerkennung dauerte fast achtzig Jahre, da die kirchlichen Behörden aufgrund des allgemeinen Klimas der Skepsis gegenüber Mirakelberichten und der schwierigen Zeit der tridentinischen Kirchenreformen sehr zögerlich und prüfend agierten.

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Detalles

Título
Maria Weißenstein. Entstehung, frühe Entwicklung und Legitimation des Wallfahrtsortes
Universidad
University of Innsbruck  (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)
Curso
SE Seminar mit Bachelorarbeit: Die Katholische Reform im 17. und 18. Jahrhundert
Calificación
1,0
Autor
Luca Sebastiani (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
26
No. de catálogo
V1503479
ISBN (PDF)
9783389067420
ISBN (Libro)
9783389067437
Idioma
Alemán
Etiqueta
Maria Weißenstein Wallfahrtsort Südtirol Legitimation Entwicklung der Wallfahrt Atlas Marianus Südtirol im 16. Jahrhundert Reformation Wallfahrt Mirakelberichte Votivschriften Muttergottes Gnadenbild
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Luca Sebastiani (Autor), 2022, Maria Weißenstein. Entstehung, frühe Entwicklung und Legitimation des Wallfahrtsortes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1503479
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