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Die Figurenkonzeption des Tristan von Gottfried von Straßburg

Analyse und Vergleich mit dem "Erec" des Hartmann von Aue

Titre: Die Figurenkonzeption des Tristan von Gottfried von Straßburg

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 18 Pages , Note: 3,0

Autor:in: B.A. Janine Sarah Hammelmann (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ich werde mich in der vorliegenden Arbeit mit der Figurenkonzeption des
Tristan von Gottfried von Straßburg befassen. Ich habe dieses Thema
gewählt, da mich die Ideale, denen ein Held im höfischen Roman zu
entsprechen hatte, interessieren und weil ich Tristan in diesem
Zusammenhang für eine herausragende Figur halte, die weiterer
Beschäftigung wert ist. Die Untersuchung der Figurenkonzeption in
höfischen Romanen kommt meistens viel zu kurz und hat in diesem Fall
zudem noch einen besonderen Reiz für mich, da die Figur Tristan mich
bereits seit längerer Zeit fasziniert.
Ich werde so vorgehen, dass ich zunächst einiges zur Figurenkonzeption
höfischer Romane schreibe. Anschließend werde ich die Figur des
Tristans analysieren. Das darauf folgende Kapitel wird die Konzeption
Tristans mit der Konzeption des Erecs vergleichen. In einem
abschließenden Kapitel werde ich meine Folgerungen aus der Analyse
festhalten und schließlich meine Ergebnisse im Schlussteil noch einmal
zusammenfassen.

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Allgemeines zur Figurenkonzeption höfischer Romane

2. Historischer Hintergrund

3. Analyse der Konzeption Tristans

4. Konzeption Tristans im Vergleich mit der Konzeption Erecs

5. Folgerung aus der Analyse

Schlussteil

Bibliographie

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Figurenkonzeption von Gottfried von Straßburgs "Tristan" und stellt diese dem Heldenbild des Erec aus Hartmann von Aues Epos gegenüber, um die unterschiedlichen Ideale und Charakterdarstellungen im höfischen Roman herauszuarbeiten.

  • Figurenkonzeption im höfischen Roman des Mittelalters
  • Analyse der spezifischen Eigenschaften Tristans (Bildung, List, Musikalität)
  • Gegenüberstellung von Tristan und Erec als Heldenfiguren
  • Die Rolle körperlicher Stärke versus kultureller Kompetenz
  • Einfluss gesellschaftlicher Ideale auf die literarische Gestaltung

Auszug aus dem Buch

3. Analyse der Konzeption Tristans

Die herausragenden Eigenschaften Tristans sind seine Bildung, seine Schönheit, seine Listigkeit und seine Geschicklichkeit in Bezug auf kulturelle oder künstlerische Tätigkeiten. Es ist sehr auffällig, dass uns mit Tristan nicht der typische Held begegnet, der sich durch seine übermäßige Körperkraft und seine enorme Kampffähigkeit auszeichnet, sondern ein Held, der gänzlich anders konzipiert ist. Um dies zu verdeutlichen, möchte ich auf einige Ausschnitte der Szene eingehen, in der Tristan an den Hof Markes kommt.

„a herre, ez ist ein Parmenois / so wunderlichen curtois / und also rechte tugentsam, / daz ich’z an kinde nie vernam / […] / A herre, er ist so tugenthaft. / Seht,diese niuwe meisterschaft, / als wir nu zu hove sin komen, / die haben wir gar von ime genomen.

[…] / sus begunde er sinem herren sagen / von ende siniu maere, / wie vollekomen er waere / an höfischer jegerie / und wie er die curie / den hunden vür leite.“

Tristan wird hier von dem Jäger als überaus „tugendhaft“ und „vollkommen“ in der höfischen Jagdkunst beschrieben. Tristan bringt den Jägern zuvor eine neue Form des kunstvollen Zerlegens und Entbästens der Beute nach französischem Brauch bei, nämlich die Furkie und die Curie. Tristan gilt im Mittelalter als „vollendeter aristokratischer Jäger“ und Geschick bei der Jagd musste ein höfischer und gebildeter junger Mann im Mittelalter unbedingt besitzen. Durch seine überragenden Kenntnisse wird Tristan bereits hier schon in seinem Künstlertum, wie auch später bei seinem Horn- und Harfenspiel, bestätigt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Forschungsthemas und des methodischen Vorgehens bei der Analyse der Tristan-Figur.

1. Allgemeines zur Figurenkonzeption höfischer Romane: Erläuterung der klassischen Ideale, an denen sich Helden höfischer Romane orientieren mussten.

2. Historischer Hintergrund: Darstellung der Entstehungskontexte des Tristan-Fragments und der allgemeinen ritterlichen Lebenswelt.

3. Analyse der Konzeption Tristans: Untersuchung der spezifischen Merkmale Tristans, die ihn von konventionellen, rein auf physische Kraft ausgerichteten Helden abheben.

4. Konzeption Tristans im Vergleich mit der Konzeption Erecs: Detaillierte Gegenüberstellung von Tristans Bildungs- und Listkonzept mit Erecs Fokus auf physische Stärke und aggressivem Ehrgefühl.

5. Folgerung aus der Analyse: Synthese der Ergebnisse über die divergierenden Heldenideale der beiden untersuchten Werke.

Schlussteil: Reflexion über die Ergebnisse und eine abschließende persönliche Einschätzung zur Charakterkonzeption.

Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Nachschlagewerke.

Schlüsselwörter

Tristan, Erec, Gottfried von Straßburg, Hartmann von Aue, höfischer Roman, Figurenkonzeption, Heldenbild, Mittelalter, Tugend, Kampf, Bildung, List, Minne, Rittertum, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Figurenkonzeption im höfischen Roman des Mittelalters, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen Gottfried von Straßburgs Tristan und Hartmann von Aues Erec liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die höfischen Heldenideale, das Verhältnis von physischer Kraft zu Bildung und kultureller Kompetenz sowie die individuelle Charakterisierung der Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Tristan als untypischer Held konzipiert ist und inwiefern sich diese Konzeption durch den Vergleich mit der traditionellen, auf Stärke basierenden Figur des Erec abgrenzen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Textanalyse, wobei sie zentrale Szenen aus den Werken (wie die Jagd- oder Kampfszenen) zitiert und in Bezug auf die jeweiligen Charaktereigenschaften interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Einführung in das höfische Heldenbild, eine detaillierte Analyse der Eigenschaften Tristans und einen direkten Vergleich mit Erec, inklusive der jeweiligen Beweggründe für deren Handlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "Figurenkonzeption", "Tristan", "Erec", "höfischer Roman", "Heldenideal" und "Literarische Analyse" beschreiben.

Warum wird gerade der Erec als Vergleichsfigur herangezogen?

Erec wurde gewählt, da er das Gegenmodell zu Tristan darstellt – eine Figur, die fast ausschließlich durch physische Kraft, Aggressivität und ein traditionelles, stark auf Ehre basierendes Weltbild definiert ist.

Wie unterscheidet sich Tristans Verhalten bei Kampfszenen von dem des Erec?

Tristan ist körperlich oft unterlegen und nutzt List, Taktik und Geduld, während Erec den Kampf als primäres Mittel der Durchsetzung und zur Wahrung seiner Ehre sucht, wobei er Aggression nicht scheut.

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Résumé des informations

Titre
Die Figurenkonzeption des Tristan von Gottfried von Straßburg
Sous-titre
Analyse und Vergleich mit dem "Erec" des Hartmann von Aue
Université
Ruhr-University of Bochum  (Germanistik)
Note
3,0
Auteur
B.A. Janine Sarah Hammelmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
18
N° de catalogue
V150350
ISBN (ebook)
9783640618293
ISBN (Livre)
9783640618590
Langue
allemand
mots-clé
Figurenkonzeption Tristan Gottfried Straßburg Analyse Vergleich Erec Hartmann
Sécurité des produits
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Citation du texte
B.A. Janine Sarah Hammelmann (Auteur), 2006, Die Figurenkonzeption des Tristan von Gottfried von Straßburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150350
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Extrait de  18  pages
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