Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Didactique - Philologie Allemande

Leseförderung in der Unterstufe der Sekundarstufe I

Zur Erschließung von Sachtexten mit Lesestrategien

Titre: Leseförderung in der Unterstufe der Sekundarstufe I

Thèse de Bachelor , 2009 , 39 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Rohde (Auteur)

Didactique - Philologie Allemande
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu ungeträumten Möglichkeiten, zu einem berauschend schönen, sinnerfüllten Leben.“ (Aldous Huxley)

Mit diesem Zitat hat die damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Renate Schmidt die Frankfurter Buchmesse 2004 eröffnet. Die Frage danach, ob Huxleys Ausspruch in multimedialen Zeiten auf Bücher bezogen noch Gültigkeit besitzt, werden viele Schülerinnen und Schüler, die sich mit der schwierigen Erlernung des Lesens konfrontiert sehen, verneinen. Gerade, weil die heutigen SuS die Wahl zwischen dem Medium Buch und anderen Medien wie z. B. Fernsehen, Hörbücher, Internetapplikationen u.v.m. haben, scheint das Buch an sich häufig veraltet. Dennoch steht außer Frage, dass erst schriftliche Medien den Leser zu einer hohen Rezeptionstätigkeit führen, sodass die gelesenen Inhalte produktiver in das mentale Modell des Lesers integriert werden. Hier wird deutlich, dass gerade die Sachtextrezeption von hoher Lesekompetenz profitiert. PISA 2000 hat gezeigt, dass die deutschen SuS häufig nicht in der Lage sind, komplexe Texte selbstständig zu erlesen, zu bearbeiten und zu reflektieren. Hier stellt sich die Frage nach Lösungsstrategien von Seiten der Institution Schule.
Diese Arbeit entwickelt anhand der PISA-Ergebnisse Förderungsansätze, durch die schon in Unterstufe der Sekundarstufe I, die Lesefähigkeit der SuS gesteigert werden kann. Diese zu entwickelnde Leseförderung kann de facto nur gelingen, wenn sich zunächst bewusst gemacht wird, welche Kompetenzbereiche Lesen eigentlich umfasst. Daran anknüpfend wird der Leseprozess unter Bezugnahme auf kognitive Prozesse dargestellt. Um das Sachtextverständnis zu fördern, muss nun abgegrenzt werden, was genau mit Sachtexten gemeint ist und wie sie sich von literarischen Texten unterscheiden.
Erst auf diese theoretischen Hintergründe aufbauend ist es sinnvoll, vorhandene Lesestrategien exemplarisch zu analysieren und zu kritisieren, woraufhin diese eigenen Leseförderungsansätze zum Sachtextverständnis entstehen können. Die Frage, mit der sich die vorliegende Arbeit beschäftigt ist demnach, auf welche Weise es gelingen kann schulinterne Leseförderung zu betreiben und mit welchen Hilfsmitteln ein möglichst umfassendes Konzept zu realisieren ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Reading Literacy – Lesekompetenz

2.1 Empirische Grundlegung

2.2 Kompetenzbegriff

2.3 Kognitionstheoretisches Modell von Textverständnis

2.4 Resümee

3 Textgattung: Sachtexte

3.1 Einordnung: Sachtext – literarischer Text

3.2 Probleme beim Sachtextverständnis

3.3 Resümee

4 Praxis: Leseförderung

4.1 Lesestrategien

4.2 „Die Textdetektive“ – exemplarische Darstellung

5 Kritische Auseinandersetzung

5.1 Leseförderung für unterdurchschnittlich schwache Schüler

5.2 Workshop statt Lebensinhalt

5.3 Freude am Lesen

6 Ansätze eines Förderungskonzepts

6.1 Rahmenbedingungen

6.2 Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit

6.2.1 Förderung auf Ebene der hierarchieniedrigen Prozesse

6.2.2 Förderung auf Ebene der hierarchiehohen Prozesse

6.3 Langzeitförderung

6.4 Resümee & Anwendungsbeispiel

7 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Steigerung der Lesekompetenz in der Unterstufe der Sekundarstufe I. Ausgehend von PISA-Ergebnissen und theoretischen kognitionstheoretischen Modellen wird analysiert, warum Sachtexte für Schüler besondere Herausforderungen darstellen, und es werden Förderansätze entwickelt, die über kurzfristige Trainingskonzepte hinausgehen.

  • Empirische Grundlagen der Lesekompetenz (PISA/IGLU)
  • Kognitionstheoretische Modelle des Textverständnisses
  • Gattungsspezifische Unterschiede zwischen Sachtexten und literarischen Texten
  • Analyse und Kritik bestehender Leseförderkonzepte
  • Entwicklung eines integrierten Förderungskonzepts für die Schulpraxis

Auszug aus dem Buch

3.2 Probleme beim Sachtextverständnis

Literarische Texte, die für SuS der Unterstufe der Sekundarstufe I publiziert werden, befinden sich in aller Regel nah an der Erfahrungs- und Empfindungswelt der Zielgruppe. Durch identifikatorische Elemente und ein plausibles Erzählkonstrukt bindet sich die Erzählung in die soziale Lebenspraxis der SuS ein. Bei Lehrtexten ist das anders. Diese „abstrahieren […] stark von solchen lebensweltlichen Konzepten der Schüler(innen), eben um ihnen neue Konzepte, also neues Wissen über situationsferne Felder zu vermitteln“ [Hervorhebungen vom Verfasser]. 52 Hier wird das Problem deutlich: Ist der Text nicht in die Alltagswelt der Schüler kontextuiert und enthält ferner selbst nur das nötigste Fachvokabular, schlägt sich dies durchaus übergreifend auf die Motivation nieder, da es scheint, als ob der Text nur zum reinen Selbstzweck bearbeitet wird. Selbst wenn die Bearbeitung nicht zum Selbstzweck geschieht, muss der eigentliche Zweck dem Schüler vermittelt werden.

Literarischen Texten gelingt dies, indem Strukturen aufgebaut werden, die Identifikation und Problemlösungsansätze für die wirkliche Welt schaffen und vor allem Spannung zum Weiterlesen aufbauen. Für Sachtexte ist das natürlich deutlich schwieriger, wenn nicht unmöglich umzusetzen.

Weiterhin ist es sowohl für geübte, als auch für ungeübte Leser schwieriger, Texte, die Fremdwörter beinhalten, zu lesen und zu verstehen. Bei literarischen Texten, die Fachvokabular enthalten, gelingt es auch ungeübten Lesern oft, den Inhalt zu verstehen, obwohl sie nicht jedes Wort verstehen. Selbst wenn dadurch eine inhaltliche Ebene verloren geht, wird häufig noch der Gesamtzusammenhang verstanden. Sachtexte hingegen sind – gerade wenn der Fachterminus nicht erklärt wird – nur mit Mühe gehaltvoll durchzulesen, weil umständlich Begrifflichkeiten nachgeschlagen oder erfragt werden müssen. Durch die Pause im Lesefluss ist dann auch oft der Prozess der Inferenzbildung (Bildung einer Schlussfolgerung) so geschwächt, dass der betreffende Abschnitt erneut gelesen werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Lesekompetenz in multimedialen Zeiten und stellt die Forschungsfrage nach effektiven Lösungsstrategien für die Schule.

2 Reading Literacy – Lesekompetenz: Dieses Kapitel legt die empirische Basis durch PISA dar, definiert Lesekompetenz und erläutert das kognitionstheoretische Modell des Textverständnisses.

3 Textgattung: Sachtexte: Es wird analysiert, warum Sachtexte aufgrund ihrer sprachlichen Gestaltung und notwendigen Vorwissensstrukturen kognitiv anspruchsvoller als literarische Texte sind.

4 Praxis: Leseförderung: Das Kapitel führt in das Konzept der Lesestrategien ein und präsentiert das Programm „Die Textdetektive“ als exemplarischen Förderungsansatz.

5 Kritische Auseinandersetzung: Hier wird das Konzept der „Textdetektive“ hinterfragt, insbesondere in Bezug auf die Förderung schwacher Schüler, die langfristige Anwendung und den Aspekt der Lesefreude.

6 Ansätze eines Förderungskonzepts: Es werden eigene Vorschläge zur Leseförderung skizziert, die Rahmenbedingungen, kognitive Leistungsfähigkeit und langfristige Ansätze integrieren.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit individueller Förderung und kooperativer Arbeit im Kollegium für eine erfolgreiche Lesekompetenzentwicklung.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Leseförderung, Sachtexte, PISA, Lesestrategien, Kognition, Textverständnis, Lesefluss, Lehrtexte, Kooperatives Lernen, Schulpraxis, Lesesozialisation, Motivation, Anschlusskommunikation, Mentale Modelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Möglichkeiten zur systematischen Leseförderung in der Unterstufe der Sekundarstufe I, um Schülern den Umgang mit Sachtexten zu erleichtern.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die kognitiven Voraussetzungen des Lesens, die Differenz zwischen Sachtexten und literarischen Texten sowie die praktische Anwendung von Lesestrategien im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Entwicklung eines Förderungskonzepts, das auf theoretischen Erkenntnissen basiert und Nachteile bestehender Konzepte überwindet, um nachhaltig die Lesekompetenz der Schüler zu steigern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung basierend auf PISA-Studien und kognitionstheoretischen Modellen, kombiniert mit einer kritischen Analyse eines bestehenden Förderkonzepts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Lesekompetenz, die Abgrenzung von Sachtexten, die Evaluation des „Textdetektive“-Programms und die Skizzierung eigener Förderungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Lesekompetenz, Leseförderung, Sachtexte, Kognition, Lesestrategien, Kooperatives Lernen und Schulpraxis.

Warum sind Sachtexte für Schüler der Unterstufe schwieriger zu lesen als literarische Texte?

Sachtexte abstrahieren stärker von der Alltagswelt, verwenden verdichtete Fachsprache und erfordern spezielles domänenspezifisches Vorwissen, um das mentale Modell des Textinhaltes korrekt aufzubauen.

Welche Rolle spielt die „Anschlusskommunikation“ für die Leseförderung?

Sie gilt als eine der elementaren Funktionen der Schule, da erst durch den Austausch über das Gelesene die Reflexion und Integration von Textinhalten in das mentale Modell des Schülers erfolgt.

Fin de l'extrait de 39 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Leseförderung in der Unterstufe der Sekundarstufe I
Sous-titre
Zur Erschließung von Sachtexten mit Lesestrategien
Université
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Note
1,3
Auteur
Stefan Rohde (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
39
N° de catalogue
V150353
ISBN (ebook)
9783640621149
ISBN (Livre)
9783640621569
Langue
allemand
mots-clé
Lesekompetenz Lesen Pisa Pisa 2000 Unterstufe Sachtexte Lesestrategien Leseförderung Reading Literacy Desi
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Rohde (Auteur), 2009, Leseförderung in der Unterstufe der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150353
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint