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Kulturtheorie und Interkulturalität: Performanz

Title: Kulturtheorie und Interkulturalität: Performanz

Essay , 2009 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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„Es ist durchaus verzeihlich, nicht zu wissen, was das Wort performativ bedeutet.“ schrieb John L. Austin (1961) in seinem Aufsatz „Performative Äußerungen“. In der Tat ist der Begriff nicht leicht zu erklären oder gar zu fassen. Sowohl Sprachphilosophen, Theaterwissenschaftler, Psychologen, Ethnologen als auch Medienwissenschaftler versuchen Antworten auf die Frage „Was ist Performanz?“ zu finden. Einen Überblick über das tatsächliche Ausmaß der Bedeutungen die dieser Begriff zulässt macht die Enyclopaedia Britannica(2001) mit insgesamt 3442 Eintragungen. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Französischen und wurde später ins Englische (performance) übernommen. Performanz bedeutet nach Aldo Legnaro grob gesagt „Aufführung“, „Darstellung“ oder „Vollzug einer Handlung“. Oder detaillierter nach Uwe Wirth: „das ernsthafte Ausführen von Sprechakten, das inszenierende Aufführen von theatralen oder rituellen Handlungen, das materiale Verkörpern von Botschaften im ,Akt des Schreibens‘ oder [...] die Konstitution von Imaginationen im ,Akt des Lesens‘ beziehen“. Es gilt zu erörtern in welchen Anwendungsbereichen der Performanzbegriff in Theorie und Praxis angewandt wird, was ihn unterscheidet und ausmacht. Im Folgenden betrachtet der Essay die unterschiedlichen Performanzbegriffe in der Theorie der Sprechakte, den Kulturwissenschaften,
einschließlich der Auffassungen der kulturwissenschaftlichen Theaterwissenschaften und denjenigen der Praxis, insbesondere der wirtschaftlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Was ist Performanz?

Performanz in der Theorie der Sprechakte

Kulturwissenschaftliche Verwendung des Performanzbegriffs

Performanzbegriff in der Praxis - Performanz als Maß von Weiterentwicklung

Wie lässt sich nun die theatralische Darstellung mit dem Maß von Weiterentwicklung verbinden?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den vielschichtigen Begriff der Performanz in unterschiedlichen Disziplinen. Ziel ist es, die theoretischen Ursprünge in der Sprechakttheorie sowie kulturwissenschaftliche Deutungen mit praktischen Anwendungen in der Wirtschaft zu verknüpfen und aufzuzeigen, wie Performanz soziale Realität konstituiert und messbar macht.

  • Grundlagen der Performanz in der Theorie der Sprechakte
  • Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Identität und Verkörperung
  • Wirtschaftliche Bedeutung von Performance als Maßstab für Leistung
  • Interdisziplinäre Verbindung von Theatralik und Ökonomie
  • Soziologische Betrachtung der Performance als soziale Rolle

Auszug aus dem Buch

Was ist Performanz?

„Es ist durchaus verzeihlich, nicht zu wissen, was das Wort performativ bedeutet.“1 schrieb John L. Austin (1961) in seinem Aufsatz „Performative Äußerungen“. In der Tat ist der Begriff nicht leicht zu erklären oder gar zu fassen. Sowohl Sprachphilosophen, Theaterwissenschaftler, Psychologen, Ethnologen als auch Medienwissenschaftler versuchen Antworten auf die Frage „Was ist Performanz?“ zu finden. Einen Überblick über das tatsächliche Ausmaß der Bedeutungen die dieser Begriff zulässt macht die Enyclopaedia Britannica (2001) mit insgesamt 3442 Eintragungen. 2 Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Französischen und wurde später ins Englische (performance) übernommen. Performanz bedeutet nach Aldo Legnaro grob gesagt „Aufführung“, „Darstellung“ oder „Vollzug einer Handlung“.3 Oder detaillierter nach Uwe Wirth: „das ernsthafte Ausführen von Sprechakten, das inszenierende Aufführen von theatralen oder rituellen Handlungen, das materiale Verkörpern von Botschaften im ,Akt des Schreibens‘ oder [...] die Konstitution von Imaginationen im ,Akt des Lesens‘ beziehen“. 4

Es gilt zu erörtern in welchen Anwendungsbereichen der Performanzbegriff in Theorie und Praxis angewandt wird, was ihn unterscheidet und ausmacht. Im Folgenden betrachtet der Essay die unterschiedlichen Performanzbegriffe in der Theorie der Sprechakte, den Kulturwissenschaften, einschließlich der Auffassungen der kulturwissenschaftlichen Theaterwissenschaften und denjenigen der Praxis, insbesondere der wirtschaftlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

Was ist Performanz?: Dieses Kapitel führt in die terminologische Vieldeutigkeit des Begriffs ein und umreißt das Spektrum von der Sprachphilosophie bis zur Theaterwissenschaft.

Performanz in der Theorie der Sprechakte: Der Abschnitt erläutert Austins Ansatz, bei dem Sprechakte als Handlungen verstanden werden, die soziale Zustände schaffen.

Kulturwissenschaftliche Verwendung des Performanzbegriffs: Hier wird Performanz als Prozess der Identitätsbildung und als soziale Inszenierung nach Ansätzen von Butler und Goffman analysiert.

Performanzbegriff in der Praxis - Performanz als Maß von Weiterentwicklung: Dieser Teil untersucht die Transformation von Performance in messbare wirtschaftliche Indizes.

Wie lässt sich nun die theatralische Darstellung mit dem Maß von Weiterentwicklung verbinden?: Dieses Kapitel verknüpft die Konzepte, indem es wirtschaftliche Leistung als eine Form der Theatralisierung deutet.

Schlüsselwörter

Performanz, Performance, Sprechakttheorie, John L. Austin, Judith Butler, Erving Goffman, Identität, Soziale Praxis, Wirtschaftstheorie, Messbarkeit, Theatralisierung, Handlung, Verkörperung, Kulturwissenschaft, Leistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Begriff der Performanz in verschiedenen theoretischen und praktischen Kontexten, von der Sprachphilosophie bis zur ökonomischen Leistungsbewertung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Sprechakttheorie, kulturwissenschaftliche Identitätskonzepte sowie die betriebswirtschaftliche Anwendung von Performance-Indikatoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Bedeutungsdimensionen von Performanz aufzuzeigen und eine Verbindung zwischen der theoretischen Beschreibung und der praktischen Anwendung in der Wirtschaft herzustellen.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Der Essay stützt sich primär auf die Sprachphilosophie (Austin), die Kulturwissenschaft (Butler, Legnaro) und die Soziologie (Goffman).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sprechakten, die kulturelle Konstruktion von Identität durch Performance und die ökonomische Übersetzung von Leistung in messbare Werte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Performanz, Sprechakte, Identität, Theatralisierung und ökonomische Messbarkeit.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen ernsten und unernsten Äußerungen?

Ernste Äußerungen beziehen sich auf reale Konsequenzen und ein echtes Publikum, während unernste Äußerungen (wie im Theater) in einer fiktiven Welt ohne unmittelbare reale Handlungskonsequenzen stattfinden.

Welche Rolle spielt die Metapher der "Bühne" nach Goffman in diesem Text?

Die Arbeit nutzt Goffmans Bühnenmetapher, um zu zeigen, dass auch soziale Akteure in der Wirtschaft permanent "performen" und ihr gewöhnliches Selbst in eine soziale Rolle verwandeln.

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Details

Title
Kulturtheorie und Interkulturalität: Performanz
College
Zeppelin University Friedrichshafen  (CCM)
Course
Kulturtheorie
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
9
Catalog Number
V150368
ISBN (eBook)
9783640615131
ISBN (Book)
9783640615438
Language
German
Tags
performance performanz geertz kulturtheorie sprechakte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Kulturtheorie und Interkulturalität: Performanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150368
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