Four soil profiles from coast areas in Scandinavia were examined. Three of them developed under forests and one soil under grass habitat. The parent material of positions under wood is a deposit of granite, and acidic gneiss. From the coarse grained, highly skeletal parent material very acid, sandy, shallow soils develop. The occurrence of organic matter accumulation and decomposition at the surface, together with translocation of organic material, iron and aluminium in both organically bound and inorganic forms indicate the operation of podzolation. High organic matter accumulation and forest litter demonstrate harmed chemical alteration and clay mineral regeneration.
In case of microclimatic favour positions the cambisol develop could be possible on soliflucated parent material. However, the fluvisol is generated on marine sediments. All soils are aged between 6000-10000 years (ELLIS & MATHEWS 1984, MELLOR 1987). The nemo- to south-boreal climate indicates a high intersection of annual precipitation, especially at the west coast of Norway. The high acidification in soils under forests takes influence in functions of soil buffering. This process involves a change of naturally soil functions. The resulting ecological problems are already known from the north boreal region which is even more affected (BÉRDEN et al. 1987, HAUHS & WRIGHT 1990, VENZKE 1990).
Problemstellung und Motivation
Obwohl die ökologische Erforschung Skandinaviens auf eine reiche Tradition zurückblickt gibt es nur wenige wissenschaftliche Arbeiten, die vergleichbare Standorte untersuchten. Die vorliegende Arbeit soll folgende Fragen beantworten:
Welche Böden bilden sich unterhalb der natürlichen Waldgrenze an küstennahen Standorten, und welches sind ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften?
Wie und in welchem Maße beeinflussen die Standortfaktoren die Bodenbildung?
Zur Beantwortung dieser Fragen wurden vier Bodenprofile küstennaher skandinavischer Standorte untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Stand der Forschung
1.3 Überblick: Physiogeographie Skandinaviens
1.3.1 Standorte
2. Untersuchungsmethoden
2.1 Geländearbeit
2.2 Bodenchemische, -physikalische Analysen
2.2.1 Korngrößenanalyse und Korngrößenparameter
2.2.2 pH-Wert
2.2.3 Organischer Kohlenstoff und Stickstoff
2.2.4 Dithionit- und oxalatlösliches Eisen
2.2.5 Kationenaustauschkapazität
2.2.6 Chloridtest
2.2.7 Messung der elektrischen Leitfähigkeit
3. Ergebnisse der Feldbodenkunde
3.1 Standortfaktoren
3.1.1 Bioklimatische Bedingungen
4. Ergebnisse der Laborarbeit
4.1 Profil 1: Halmstadt (Schweden)
4.2 Profil 2: Sognefjord (Norwegen)
4.3 Profil 3: Südkapp (Norwegen)
4.4 Profil 4: Hirtshals (Dänemark)
5. Diskussion und Bewertung
6. Zusammenfassung
7. Anhang
7.1 Bodenprofile und Kenndaten
7.2 Bodenkarten von Schweden und Norwegen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine vergleichende Analyse von Bodenprofilen an küstennahen skandinavischen Standorten neue Erkenntnisse über deren physikalische und chemische Beschaffenheit sowie die Einflussfaktoren der Bodenbildung unterhalb der natürlichen Waldgrenze zu gewinnen.
- Vergleichende Analyse von Bodenprofilen in Schweden, Norwegen und Dänemark.
- Untersuchung von Bodenbildungsprozessen und deren Abhängigkeit von Standortfaktoren.
- Ermittlung bodenchemischer und -physikalischer Eigenschaften (z.B. pH-Wert, Kationenaustauschkapazität).
- Diskussion von ökologischen Auswirkungen wie Bodenversauerung und anthropogenen Einflüssen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung und Motivation
Die Erhaltung natürlicher Lebensräume mit einem spezifischen Wirkungsgefüge von Boden, Vegetation, Tierwelt, Wasser, Luft und Temperatur ist erstrebenswert. Das gilt auch für eine eventuelle Beeinflussung durch den Menschen. Böden sind damit selbstverständlich vor Zerstörung oder anthropogener Veränderung zu bewahrende Schutzgüter. Der konventionelle Naturschutz neigt dazu, Fauna und Flora als primäre Schutzgüter zu betrachten und die anderen Standortfaktoren als gegeben anzusehen. Besonders Böden werden daher oft nur oberflächig, manchmal sogar oberflächlich betrachtet. Dabei beinhaltet jeder Standort eine Entwicklungsgeschichte, die sich im Bodenprofil und den ausgebildeten Horizonten manifestiert.
Im Rahmen dieser Arbeit soll eine vergleichende Analyse von Bodenprofilen in Skandinavien neue Erkenntnisse über den Zustand der Böden im nordeuropäischen Raum bringen. Die Böden wurden während einer Exkursion nach Skandinavien im Sommer 2008 beprobt und anschließend im Bodenlabor des Departments für Geographie der LMU München analysiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse sowie die Fragestellungen zur Bodenbildung und den Eigenschaften an küstennahen Standorten Skandinaviens vor.
2. Untersuchungsmethoden: Erläutert die angewandten Feld- und Laborverfahren zur Analyse der Bodenprofile, inklusive der chemischen und physikalischen Parameter.
3. Ergebnisse der Feldbodenkunde: Beschreibt die untersuchten Bodenstandorte sowie die bioklimatischen Rahmenbedingungen vor Ort.
4. Ergebnisse der Laborarbeit: Präsentiert die spezifischen Analysedaten für die vier Bodenprofile (Halmstadt, Sognefjord, Südkapp, Hirtshals) und deren Interpretation.
5. Diskussion und Bewertung: Analysiert und diskutiert die Bodenprozesse wie Versauerung und Pufferkapazität unter Berücksichtigung der anthropogenen und natürlichen Standortfaktoren.
6. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen, insbesondere die beobachtete Bodenentwicklung und die ökologische Relevanz der untersuchten Standorte.
7. Anhang: Enthält detaillierte Tabellen zu den Profilkenndaten sowie Kartenmaterial zu den Bodenverhältnissen in Schweden und Norwegen.
Schlüsselwörter
Bodenprofil, Skandinavien, Bodenbildung, Standortfaktoren, Podsole, Braunerde, Ranker, Marschboden, Bodenversauerung, Kationenaustauschkapazität, Pedogenese, Humusakkumulation, Bodenschutz, Bodenkartierung, physikalisch-chemische Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht vergleichend vier unterschiedliche Bodenprofile in skandinavischen Küstengebieten, um deren physikalische und chemische Eigenschaften zu bestimmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der pedogenetischen Bodenentwicklung, der Analyse von Bodenparametern wie pH-Wert und Nährstoffgehalt sowie der ökologischen Bewertung unter Einfluss von Klima und Vegetation.
Welches primäre Ziel wird verfolgt?
Das Ziel ist es, neue Erkenntnisse über den Zustand der Böden im nordeuropäischen Raum zu gewinnen und zu klären, in welchem Maße spezifische Standortfaktoren die Bodenbildung beeinflussen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden sowohl bodenkundliche Feldaufnahmen als auch laboranalytische Verfahren (wie Korngrößenanalyse, pH-Wert-Bestimmung, Extraktion von Eisenoxiden) angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die detaillierten Ergebnisse der vier Bodenprofile (Podsole, Braunerde, Ranker, Marsch) vorgestellt, in Bezug auf ihre Genese interpretiert und anschließend hinsichtlich Pufferkapazität und Versauerung diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Bodenprofil, Pedogenese, Bodenversauerung, Skandinavien, Bodenpufferung und standortspezifische Bodenbildung stehen im Zentrum der Arbeit.
Warum spielt die Unterscheidung der Bodenarten (Podsole, Ranker etc.) eine so große Rolle?
Jeder Bodentyp spiegelt eine spezifische Entwicklungsgeschichte und Anpassung an das lokale Ausgangsmaterial und Klima wider, was für die Beurteilung der ökologischen Stabilität essentiell ist.
Welche Rolle spielt die Bodenversauerung in den untersuchten Gebieten?
Die Versauerung ist ein zentrales ökologisches Problem, das durch saure atmosphärische Depositionen und die spezifische Vegetation verstärkt wird und die natürlichen Bodenfunktionen nachhaltig beeinflussen kann.
- Quote paper
- Bachelor Sebastian Löppmann (Author), 2009, Ein Vergleich ausgewählter Bodenprofile skandinavischer Standorte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150418