Diese Hausarbeit untersucht das Phänomen des Schulabsentismus und dessen Bedeutung für die Schulsozialarbeit. Nach einer Begriffsbestimmung werden die Ursachen des unentschuldigten Fernbleibens und seine Auswirkungen auf die schulische Entwicklung erörtert. Zusätzlich wird die historische Entwicklung der Schulpflicht in Deutschland beleuchtet, um die Verbindung zwischen Schulpflicht und Schulabsentismus zu verdeutlichen. Im zweiten Teil der Arbeit liegt der Fokus auf der Schulsozialarbeit: deren Zielgruppen, Aufgabenbereiche und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren. Schließlich wird analysiert, warum das Thema Schulabsentismus eine besondere Herausforderung für die Schulsozialarbeit darstellt und welche Unterstützungsmöglichkeiten angeboten werden können, um dieses Verhalten präventiv zu behandeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Schulabsentismus
2.1. Begriffsvielfalt: Schulabsentismus
2.1.1. Das Schulschwänzen
2.1.2. Die angstbedingte Schulverweigerung
2.1.3. Das elterliche Zurückhalten
2.2. Ursachen Schulabsentismus
2.2.1. Schulische Faktoren
2.2.2. Familiäre Faktoren
2.2.3. Peergroup
2.2.4. Ängste und Phobien
2.3. Die Folgen: Schulabbruch oder Schuldropout
3. Die Schulpflicht in Deutschland
4. Schulsozialarbeit
4.1. Zielgruppe
4.2. Aufgabenbereiche
4.3. Zusammenarbeit
5. Schulabsentismus: Herausforderung für die Schulsozialarbeit
6. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Schulabsentismus als pädagogische Herausforderung für die Schulsozialarbeit, mit dem Ziel, die Ursachen des Fernbleibens zu analysieren und die Rolle der Schulsozialarbeit in diesem Kontext zu bestimmen.
- Phänomenologie und verschiedene Formen des Schulabsentismus
- Ursachenanalyse des absenten Verhaltens (schulisch, familiär, psychisch)
- Zusammenhang zwischen Schulpflicht und schulmeidendem Verhalten
- Aufgabenspektrum und Arbeitsansätze der Schulsozialarbeit
- Herausforderungen der Kooperation und Intervention bei Schulabsentismus
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Das Schulschwänzen
Von Schulschwänzen wird gesprochen, wenn Schüler*innen willkürlich und ohne hinreichende Entschuldigung dem Unterricht und der Schule fern bleiben und sich während dieser Unterrichtszeit eine für sich andere sinnvolle Tätigkeit suchen. Begründungen wie Schule ist langweilig, nervend, öde oder sinnlos führen zu einer „Null-Bock“ - Einstellung, welche sich anfänglich zu einer geringen oder gänzlichen Leistungsbereitschaft gegenüber dem Unterricht äußert und somit der Weg in den willkürlichen Schulabsentismus nicht mehr weit ist. Dieses Verhalten kann sich zum einen auf einzelne Stunden oder Fächer, sowie auf bestimmte Tage oder auf den gesamten Unterricht auswirken. Zu berücksichtigen ist auch das Leistungsvermögen der betroffenen Schüler*innen, da eine Überforderung oder Unterforderung Auslöser für sporadisches Schwänzen sein kann (vgl. Claßen/Nießen 2015: 9).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des unentschuldigten Fernbleibens vom Unterricht ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Hausarbeit.
2. Schulabsentismus: Dieses Kapitel definiert verschiedene Spielarten des Schulabsentismus (wie Schulschwänzen oder Schulphobie) und analysiert deren vielfältige Ursachen.
3. Die Schulpflicht in Deutschland: Es wird die geschichtliche Entwicklung der Schulpflicht und deren heutige Umsetzung sowie die damit verbundenen staatlichen Zwangsmaßnahmen beleuchtet.
4. Schulsozialarbeit: Hier werden das Selbstverständnis der Schulsozialarbeit, ihre Zielgruppen und die konkreten Aufgabenfelder innerhalb des Schulalltages definiert.
5. Schulabsentismus: Herausforderung für die Schulsozialarbeit: Das Kapitel diskutiert spezifische Herausforderungen bei der Intervention, wie Rollenkonflikte oder die schwierige Kontaktaufnahme zu betroffenen Schülern und deren Eltern.
6. Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert die Analyseergebnisse und unterstreicht die Notwendigkeit eines pädagogischen Ansatzes für die Arbeit mit absenten Kindern und Jugendlichen.
Schlüsselwörter
Schulabsentismus, Schulsozialarbeit, Schulpflicht, Schulschwänzen, Schulphobie, Schulangst, Schulabbruch, Schuldropout, Pädagogische Herausforderung, Beratung, Netzwerkarbeit, Prävention, Erziehungsberechtigte, Intervention, Kindeswohl
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit thematisiert das Phänomen Schulabsentismus und die damit verbundenen Herausforderungen für die professionelle Schulsozialarbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Formen und Ursachen des Schulfernbleibens, die Geschichte der Schulpflicht sowie die Interventions- und Beratungsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Hintergründe von Schulabsentismus zu entwickeln und aufzuzeigen, warum dieses Verhalten eine pädagogische Herausforderung darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fachdiskursen und Eigendarstellungen zur Schulsozialarbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die phänomenologische Beschreibung des Absentismus, die historische Einordnung der Schulpflicht und die detaillierte Darstellung der Aufgabenfelder der Schulsozialarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Schulabsentismus, Schulsozialarbeit, Prävention, Netzwerkarbeit, Schulpflicht und Kooperation.
Wie unterscheidet sich Schulschwänzen von einer Schulphobie?
Während Schulschwänzen bei Schülern eher eine freiwillige, oft lustgesteuerte Wahl darstellt, ist die Schulphobie psychisch bedingt, meist mit Trennungsängsten verknüpft und entzieht sich der bewussten Kontrolle des Kindes.
Warum stellt das System Schule eine Hürde für die Sozialarbeit dar?
Der organisierte, regulierte Schulalltag und die Schulpflicht wirken oft eher ausgrenzend oder druckvoll, während die Schulsozialarbeit als freiwilliges, offenes und wertschätzendes Angebot fungiert, was zu Rollenkonflikten führen kann.
- Arbeit zitieren
- Samanta Warnecke (Autor:in), 2021, Schulabsentismus als pädagogische Herausforderung für die Schulsozialarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1504226