Die Hausarbeit behandelt zwei zentrale Themen, die für die Bildung und Entwicklung von Schüler:innen der Sekundarstufe I mit dem Förderschwerpunkt Lernen von großer Bedeutung sind: Schreibflüssigkeit und Schulabsentismus.
Der erste Teil der Arbeit widmet sich der Schreibkompetenz, insbesondere der Schreibflüssigkeit, die als Schlüsselqualifikation für gesellschaftliche Teilhabe gilt. Schreiben ist nicht nur ein Lernwerkzeug, sondern auch ein wichtiges Kommunikations- und Dokumentationsmittel. Schüler:innen mit dem Förderschwerpunkt Lernen zeigen jedoch oft Defizite in ihrer Schreibkompetenz. Die Arbeit untersucht die Frage, welche Rolle die Schreibflüssigkeit bei der Textproduktion dieser Schüler:innen spielt.
Der zweite Teil thematisiert Schulabsentismus, ein Phänomen, das tiefgreifende negative Auswirkungen auf den Lebensverlauf von Jugendlichen hat, insbesondere wenn es zu einem fehlenden Schulabschluss führt. Die Arbeit untersucht, welche präventiven Maßnahmen auf Klassenebene, speziell durch Unterrichtsgestaltung und Klassenführung, gegen Schulabsentismus eingesetzt werden können.
Die Arbeit verbindet somit bildungstheoretische Fragen der Schreibförderung mit Aspekten der Schulabwesenheit, um Ansatzpunkte zur Unterstützung von Schüler:innen mit besonderem Förderbedarf zu erarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Bibliographie zum Thema "Schreibflüssigkeit"
3 Literaturexzerpte – „Schreibflüssigkeit“
4 Bibliographie zum Thema „Schulabsentismus“
5 Literaturexzerpte – „Schulabsentismus“
6 Schreibflüssigkeit
7 Prävention von Schulabsentismus
8 Fazit
9 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht zwei zentrale Einflussfaktoren auf die Bildung und Entwicklung von Schüler:innen mit dem Förderschwerpunkt Lernen in der Sekundarstufe I: die Bedeutung der Schreibflüssigkeit für die Textproduktion sowie Möglichkeiten der schulischen Prävention von Schulabsentismus.
- Bedeutung der Schreibflüssigkeit und ihre Komponenten (Transkriptions- und Formulierungsflüssigkeit)
- Zusammenhang zwischen Schreibflüssigkeit und Textqualität
- Ursachen und Auswirkungen von Schulabsentismus
- Präventive Maßnahmen zur Verhinderung von Schulabsentismus auf Klassenebene
- Rolle der Unterrichtsgestaltung und Klassenführung (Classroom Management)
Auszug aus dem Buch
Schreibflüssigkeit
Die Schreibflüssigkeit steht als Kompetenzerwartung in den Bildungsstandards der Grundschule, d.h. in der Sekundarstufe I wird davon ausgegangen, dass die Schüler:innen selbstständig Texte verfassen können. Jedoch wird die Schreibflüssigkeit zu diesem Zeitpunkt nicht von allen Schüler:innen in ausreichendem Maße beherrscht (Schulze Brüning, 2011). Das Konstrukt der Schreibflüssigkeit wird in der deutschen und englischen Literatur unterschiedlich definiert. Im engeren Sinne wird darunter die handschriftliche Flüssigkeit verstanden, im weiteren Sinne die Fähigkeit zur flüssigen Produktion von Texten (Stephany et al., 2020). Stephany et al. (2020, S. 163) definieren die Schreibflüssigkeit so: „Schreibflüssigkeit umfasst sowohl (1) die automatisierte Fertigkeit, auf Buchstaben-, Wort- und Satzebene sprachliche Einheiten leserlich und grammatikalisch korrekt sowie mühelos zu verschriften (= Transkriptionsflüssigkeit), als auch (2) auf Textebene das zügige Formulieren kohärenter Propositionen (= Formulierungsflüssigkeit).“ Diese beiden Komponenten arbeiten unterschiedlich. Das Transkribieren geschieht automatisiert und isoliert von Einflüssen anderer Teilprozesse, wohingegen das Formulieren Aufmerksamkeit und mentale Kontrolle erfordert, da Entscheidungen über sprachliche Formen getroffen werden müssen. Die Entstehung von Schreibunflüssigkeit lässt sich durch das Schreibmodell nach Hayes erklären. Auf der Ebene des Schreibprozesses wird zwischem dem sogenannten Translator und Transcriber unterschieden. Der Translator übersetzt Ideen in sprachliche Einheiten und der Transcriber verschriftet diese anschließend (Chenoweth & Hayes, 2001). Wenn nun abgerufene Inhalte aufgrund von Kapazitätsbeschränkungen des Translators nicht schnell genug in Sprache umgewandelt werden können, verlangsamt sich das Schreiben. Gleiches gilt, wenn versprachlichte Inhalte durch den Transcriber nicht schnell genug verschriftet werden können (Linnemann et al., 2022).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Themengebiete Schreibflüssigkeit und Schulabsentismus bei Jugendlichen mit Förderschwerpunkt Lernen ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen.
2 Bibliographie zum Thema "Schreibflüssigkeit": Dieses Kapitel listet relevante Literaturquellen zur Schreibflüssigkeit auf.
3 Literaturexzerpte – „Schreibflüssigkeit“: Hier werden zentrale wissenschaftliche Texte zur Schreibflüssigkeit analysiert und im Hinblick auf deren Bedeutung für die Forschung zusammengefasst.
4 Bibliographie zum Thema „Schulabsentismus“: Dieses Kapitel enthält eine Zusammenstellung wissenschaftlicher Quellen zum Thema Schulabsentismus.
5 Literaturexzerpte – „Schulabsentismus“: Dieses Kapitel liefert eine inhaltliche Auswertung und Analyse der ausgewählten Literatur zum Thema Prävention von Schulabsentismus.
6 Schreibflüssigkeit: Das Kapitel erläutert das Konstrukt der Schreibflüssigkeit, ihre Komponenten sowie deren maßgeblichen Einfluss auf die Textqualität von Schüler:innen.
7 Prävention von Schulabsentismus: Dieses Kapitel beleuchtet Ansätze zur Prävention von Schulabsentismus durch Unterrichtsgestaltung und Klassenführung auf Klassenebene.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Relevanz für Bildungspraxis und Forschung.
9 Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Literaturangaben vollständig aufgeführt.
Schlüsselwörter
Schreibflüssigkeit, Schreibkompetenz, Transkriptionsflüssigkeit, Formulierungsflüssigkeit, Schulabsentismus, Schulabbruch, Prävention, Klassenführung, Classroom Management, Förderschwerpunkt Lernen, Sekundarstufe I, Unterrichtsgestaltung, Textqualität, Bildungsforschung, handlungsorientierter Unterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zwei Schwerpunktthemen Schreibflüssigkeit und Schulabsentismus und deren Relevanz für Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Lernen in der Sekundarstufe I.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die fachdidaktischen Grundlagen des Schreibens sowie Strategien zur Prävention von schulischem Absentismus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es wird untersucht, welche Rolle die Schreibflüssigkeit bei der Textproduktion einnimmt und welche Möglichkeiten es auf Klassenebene gibt, um dem Schulabsentismus präventiv entgegenzuwirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle wissenschaftliche Quellen und Studien zum Thema kritisch ausgewertet und in Bezug auf die Forschungsfragen reflektiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Exzerpte zur Literatur sowie inhaltliche Kapitel zur Definition der Schreibflüssigkeit und zu präventiven Maßnahmen gegen Schulabsentismus wie Classroom Management.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben den Hauptbegriffen Schreibflüssigkeit und Schulabsentismus sind Klassenführung, Förderschwerpunkt Lernen und Schreibkompetenz als prägende Begriffe zu nennen.
Wie lässt sich Schreibunflüssigkeit laut dem Schreibmodell von Hayes erklären?
Schreibunflüssigkeit entsteht, wenn der Translator Inhalte nicht schnell genug in Sprache umwandelt oder der Transcriber diese nicht zügig genug verschriftet, was jeweils das Arbeitsgedächtnis belastet.
Warum ist handlungsorientierter Unterricht ein effektives Mittel gegen Schulabsentismus?
Handlungsorientierter Unterricht verknüpft Lerninhalte mit intensivem emotionalen Erleben und fördert die Partizipation, wodurch die Schule als bedeutsamer und motivierender wahrgenommen wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Förderung der Schreibkompetenz und Prävention von Schulabsentismus in der Sekundarstufe I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1504347