Der Watzmann wie auch der Jenner sind Teil der Berchtesgadener Alpen und liegen
im Nationalpark Berchtesgaden im äussersten Südosten der Bundesrepublick
Deutschland. Der Watzmann ist mit seinen 2713 m (ü.NN) (vgl. STATISTISCHES
BUNDESAMT: 2005) zweithöchster Berg Deutschland und steht als imposanter
Einzelberg für den Gesamten Nationalpark Berchtesgaden. Der Hauptkamm des
Watzmann besteht aus drei Hauptgipfeln (Hocheck 2651 m, Mittelspitze 2713 m und
Südspitze 2712 m) welche östlich durch die Watzmannkinder und den kleinen
Watzmann (auch Watzmannfrau genannt) abgeschlossen weden (vgl. ECKERT
1992).
Am nordöstlichen Ende des Königssee erhebt sich mit 1874 m (ü.NN) der Jenner. Er
gehört zum Göllstock im Nordosten und ist aufgrund seiner touristischen
Erschließung nicht Teil des Nationalparks Berchtesgaden.
Bergrenzt ist die Watzmann-Jenner Region im Nord-Osten vom Göllstock, dem sich
im Süden das Hagengebirge anschließt. Im Süden des Watzmann steht die
Gebirgskette des Steinernen Meers welches wiederum nördlich vom
Hochkaltermassiv begrenzt ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographische Lage
2 Physisch geographische Bertrachtung
2.1 Gestein
2.2 Vergetscherung
2.3 Vegetation
2.4 Klima
2.5 Böden
3 Humangeographische Betrachtung
3.1 Erstbesteigung
3.2 Touristische Nutzung
3.2.1 Watzmann und Jenner als Sportgebiete
3.2.2 Hütten und Routen
4 Mythos Watzmann
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen geographischen Überblick über das Watzmann-Massiv und den Jenner im Berchtesgadener Land. Ziel ist es, sowohl die physisch-geographischen Grundlagen des Naturraums als auch die humangeographischen Aspekte der touristischen Erschließung und kulturellen Bedeutung zu beleuchten.
- Geologische Entstehung und physische Beschaffenheit der Berchtesgadener Alpen
- Gletscherschwankungen und vegetationsgeographische Höhenstufen
- Alpinistische Geschichte und touristische Infrastruktur der Region
- Kulturelle Bedeutung durch Sagenbildung und Mythos Watzmann
Auszug aus dem Buch
2. Physisch geographische Betrachtung
Der Watzmann wie auch der Jenner sind , geologisch gesehen, Teil der nödlichen Kaltkalpen. Durch Gletscherbewegungen entstandene Trogtäler (Königsseetal und Wimbachtal) trennen die Hauptkämme (Hochkalter, Watzmann und Göllstock) der Berchdesgadener Aplen. Der Prozess der Alpenbildung begann vor ca. 210 Mio. Jahren durch die Ablagerung von Kalk der von Coelenteraten wie Quallen aber auch von Molluscen wie Schnecken und Muscheln gebildet wurde. Eine Überlagerung der Kalksedimente verfestigte diese und schuf eine über 1500 m dicke Kalkschicht. Die anschließenden tektonischen Hebungen führten in über 100 Mio. Jahren zu Orogenese der Alpen. Die schon angesprochenen Gleschterbewegungen in den 5 Eiszeiten der letzten 2 Mio. Jahre gestalteten das Relief der Alpen zum heutigen Zustand.
Der dem Trias entstammende Dachsteinkalt bildet die Oberflächen der Berchtesgadener Alpen und ist meist in den Gipfelregionen und in den weiten Flanken sichtbar (vgl. NATIONALPARK BERCHDESGADEN: 2001). Die auffallende „Bänderstruktur“ der Watzmann Ostwand war einst Horizontal und wurde durch tektonische Kippungsprozesse zum heutigen Winkel von 30° - 40° verschoben. Die Strucktur ist die Folge eines Wechsels in der Ablagerungshistorie zwischen dolomitischen Stromatolithlagen und mächtigen Megalodonten-Bänken. „Diese Bänke können, manchmal in Rythmen über hunderte von Metern, mit dolomitschen Stromatolithlagen abwechseln.“(BÖGEL: 1976). Die heute noch gut zu erkennenden Fossilieneinlagerungen (Muschelreste wie Kuhtritt) sind Zeugen dieser Ablagerungen (vgl. BÖGEL: 1976).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Geographische Lage: Der Watzmann und der Jenner werden als markante Gebirgsformationen innerhalb der Berchtesgadener Alpen geografisch verortet.
2 Physisch geographische Bertrachtung: Dieses Kapitel analysiert die geologischen Prozesse der Alpenbildung sowie klimatische und botanische Besonderheiten der Region.
3 Humangeographische Betrachtung: Hier werden die alpinistische Erschließung und die touristische Nutzung von Watzmann und Jenner thematisiert.
4 Mythos Watzmann: Das Kapitel widmet sich der kulturellen Bedeutung des Watzmann-Massivs als Sagenwelt der einheimischen Bevölkerung.
Schlüsselwörter
Watzmann, Jenner, Berchtesgadener Alpen, Geologie, Gletscher, Vegetation, Alpinismus, Tourismus, Watzmannhaus, König Watzmann, Sagen, Nationalpark, Kalkgestein, Sportgebiete, Erschließung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt eine geographische Skizze des Watzmanns und des Jenners, wobei der Fokus auf dem Naturraum und der touristischen Nutzung liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder sind die physische Geographie (Gestein, Klima, Vegetation), die touristische Infrastruktur sowie der kulturelle Mythos der Region.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die detaillierte Darstellung der physischen und humangeographischen Merkmale dieser markanten Berge im Berchtesgadener Land.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine deskriptive geographische Zusammenfassung unter Rückgriff auf Fachliteratur und kartographische Quellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die physische Beschreibung der Berge, die alpinistische Geschichte, die heutige touristische Erschließung und die Sage um König Watzmann.
Was zeichnet die Arbeit inhaltlich besonders aus?
Besonders ist die Verbindung von wissenschaftlicher Faktenbeschreibung (Geologie, Glaziologie) mit der lokalen kulturellen Tradition (Mythos).
Wie hat sich der Watzmanngletscher historisch entwickelt?
Der Gletscher zeigt eine starke Veränderung; nach einem massiven Flächenverlust in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stabilisierte sich die Fläche in den letzten Jahrzehnten des Jahrhunderts.
Welche Bedeutung hat das Watzmannhaus für den Alpinismus?
Das Watzmannhaus dient als wichtiger Stützpunkt für den Normalweg zur Watzmannbesteigung und ermöglicht Übernachtungen im hochalpinen Gelände.
Warum wird der Jenner anders touristisch genutzt als der Watzmann?
Der Jenner ist durch die Seilbahn frühzeitig touristisch erschlossen worden und dient heute primär als Aussichtsberg und Sportgebiet für Gleitschirmflieger, während der Watzmann für Bergsteiger und Kletterer relevant ist.
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- Christoph Böhm (Autor), 2007, Watzmann und Jenner, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150439