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Kindheit im Schatten des Nationalsozialismus. Alltag in Kindertagesstätten von 1933-1945 und die ideologische Erziehung der NS-Zeit

Titel: Kindheit im Schatten des Nationalsozialismus. Alltag in Kindertagesstätten von 1933-1945 und die ideologische Erziehung der NS-Zeit

Hausarbeit , 2024 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Paula Herms (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie gestaltete sich der Alltag für Kinder in Kindertagesstätten unter der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland von 1933-1945 und welche Aktivitäten wurden durchgeführt, um ideologische Prinzipien zu vermitteln?

Während der Zeit des Nationalsozialismus wird deutlich, dass Kinder systematisch beeinflusst wurden, besonders in Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten.
Zunächst werden die Konzepte des Nationalsozialismus und die Kindertagesstätten dieser Zeit definiert, gefolgt von einer Betrachtung der NS-Pädagogik sowie der Rolle des Kindes in diesem Kontext. Im Hauptteil wird der Alltag in den Kindertagesstätten sowie die erzieherischen Maßnahmen untersucht. Abschließend erfolgt eine Beantwortung der Forschungsfrage und ein Fazit wird gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theoretische Rahmung

2.1 Nationalsozialismus in Deutschland

2.2 Der Kindergarten im Nationalsozialismus

2.3 Die NS-Pädagogik und die Rolle des Kindes

Hauptteil

3.1 Umsetzung der NS-Pädagogik in Kindergärten

3.2 Zeitgenössische und erziehungswissenschaftliche Bedeutung

Diskussion

4.1 Beantwortung der Fragestellung

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich der Alltag in Kindertagesstätten während der Zeit des Nationalsozialismus gestaltete und welche spezifischen Aktivitäten und Lehrmittel eingesetzt wurden, um Kinder frühzeitig ideologisch im Sinne der NS-Ideologie zu indoktrinieren.

  • Struktur und Zielsetzung der NS-Pädagogik in vorschulischen Einrichtungen.
  • Methoden der ideologischen Beeinflussung durch Lieder, Spiele und Literatur.
  • Die Rolle der körperlichen Ertüchtigung und militärischen Erziehung.
  • Die Instrumentalisierung von Traditionen und Festtagen zur Verankerung des NS-Weltbildes.
  • Auswirkungen der ideologischen Prägung auf die Entwicklung des Kindes.

Auszug aus dem Buch

3.1 Umsetzung der NS-Pädagogik in Kindergärten

Die Einführung der NS-Pädagogik in Kindergärten während der nationalsozialistischen Ära bedeutete einen drastischen Wandel in der frühkindlichen Erziehung, der weitreichende Folgen für die Entwicklung und Sozialisierung der jüngsten Mitglieder der Gesellschaft hatte. Im Fokus stand die gezielte Vermittlung ideologischer Inhalte, die eine frühe Indoktrination der Kinder in dem nationalsozialistischen Gedankengut gewährleisten sollte. Im Gegensatz zur ganzheitlichen Förderung der kindlichen Entwicklung, die von Pädagogen wie Friedrich Fröbel gefordert wurde, betonte die NS-Pädagogik vor allem die körperliche Ertüchtigung und die Verbreitung eines spezifischen Weltbildes, das von rassistischen und nationalistischen Idealen geprägt war. (Feldman, 2021).

Vermittelt wurden die Aspekte der NS-Pädagogik hauptsächlich über Texte wie Bücher, Lieder, Gedichte und Gebete. Außerdem über Spiele und Feste (Berger, 2019).

Zu den Festen zählten beispielweise „der Tag der Arbeit, der Machtübernahme, Hindenburgs Heimang, Schemms Tod, Heldengedenktag“ (Kanz 1984, S. 241). Es wurden christliche Feste umgedeutet, indem beispielsweise Weihnachten mit dem germanischen Wintersonnenfest verknüpft wurde. Zudem wurden auch volkstümliche germanische/deutsche Geschichten, Märchen, Sagen und Bräuche in Kindergärten verbreitet und teilweise zu Gunsten nationalsozialistischer Ideologie umgedeutet. Hierzu zählen beispielsweise „Grimms Hausmärchen“ oder „Thule-ausgewählte Sagas von altgermanischen Bauern und Helden“ (Hasbach, o.J.). Ferner wurde Maria als Sinnbild einer deutschen Hausfrau und Mutter präsentiert. Dadurch christliche Werte in den Hintergrund gedrängt (Konrad, 2012). Das Erntedankfest bot eine willkommene Gelegenheit, die Leistungen der deutschen Bauern auf der Grundlage der "Blut und Boden"-Ideologie zu würdigen. Grundsätzlich wurde auch in Kindergärten häufig das idealisierte Bauernleben und die damit verbundene Natur behandelt, was beispielsweise im Bilderbuch „Die Gründorfer“ von Julius Lerche geschah (Hasbach, o.J.). Durch das "Gesetz über die Feiertage" vom 27. Februar 1934 wurde der Erntedanktag zum gesetzlichen Feiertag, der am ersten Sonntag nach dem 29. September (Michaelis) begangen wurde. Diese Maßnahme bedeutete eine Verschiebung weg vom traditionellen kirchlichen Erntedankfest, bei dem die Gläubigen Gott für die Erntegaben dankten, hin zu staatlich angeordneten Feierlichkeiten, die die Leistungen der deutschen Bauernschaft betonten und somit Nationalismus stärkten (Berger, 2019).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Relevanz der NS-Erziehung und Verdeutlichung der Zielsetzung der Arbeit.

Theoretische Rahmung: Definition der nationalsozialistischen Ideologie, ihrer Entwicklung in Deutschland sowie die Stellung des Kindergartens in dieser Zeit.

Hauptteil: Analyse der konkreten Umsetzung der NS-Pädagogik durch Alltagsgestaltung, Spiele und Lehrmittel im Kindergarten.

Diskussion: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Beantwortung der zentralen Fragestellung.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der weitreichenden und teils langfristigen Auswirkungen der NS-Indoktrination auf die frühkindliche Bildung.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, NS-Pädagogik, Kindergarten, frühkindliche Bildung, Indoktrination, Blut und Boden, körperliche Ertüchtigung, Ideologie, Erziehung, Adolf Hitler, Kameradschaft, Volksgemeinschaft, Kleinkinderziehung, Propaganda, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Kindertagesstätten im Nationalsozialismus instrumentalisiert wurden, um Kinder bereits im frühen Alter ideologisch zu formen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zu den Schwerpunkten zählen die NS-Ideologie, die Rolle der Erzieher, der Einsatz von Lehrmitteln wie Bilderbüchern und Liedern sowie die militärische Ausrichtung der Erziehung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der Gestaltung des Alltags in Kindertagesstätten von 1933 bis 1945 und den spezifischen Aktivitäten zur Vermittlung nationalsozialistischer Prinzipien.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Fachliteratur, zeitgenössischen Quellen und erziehungswissenschaftlichen Studien basiert.

Was steht im Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der praktischen Umsetzung der NS-Pädagogik im Kindergartenalltag durch Feste, militärische Übungen und ideologisch gefärbte Lehrmittel.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie NS-Pädagogik, Indoktrination, Volksgemeinschaft und totalitäre Erziehung kennzeichnen.

Welche Rolle spielte die "Blut und Boden"-Ideologie im Kindergarten?

Sie diente dazu, das Bauernleben zu idealisieren und eine Bindung an deutschen Boden zu schaffen, was besonders durch Erntedankfeste und entsprechende Bilderbücher vermittelt wurde.

Wie wurde der Widerstand gegen die Gleichschaltung in Kindergärten beschrieben?

Es gab punktuellen Widerstand durch Eltern oder konfessionelle Träger, jedoch setzte sich die NS-Volkswohlfahrt (NSV) weitgehend mit ihrem Anspruch auf Kontrolle durch.

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Details

Titel
Kindheit im Schatten des Nationalsozialismus. Alltag in Kindertagesstätten von 1933-1945 und die ideologische Erziehung der NS-Zeit
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Paula Herms (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
16
Katalognummer
V1504821
ISBN (PDF)
9783389068786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kindheit schatten nationalsozialismus alltag kindertagesstätten erziehung ns-zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paula Herms (Autor:in), 2024, Kindheit im Schatten des Nationalsozialismus. Alltag in Kindertagesstätten von 1933-1945 und die ideologische Erziehung der NS-Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1504821
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Leseprobe aus  16  Seiten
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