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Die Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege

Title: Die Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege

Presentation (Elaboration) , 2008 , 32 Pages

Autor:in: Dr. Phil. Kathrin Kiss-Elder (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Ausgehend von einem modernen Krankheitsverständnis und den Grundlagen wertschätzender Kommunikation und ihrer Dynamik in der Pflege werden am Beispiel unterschiedlicher Pflegesettings Unterstützungsmodelle inklusive psychoedukativer Formen diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Verortung

1.2. Fragestellung

1.3. Gesetzlicher Rahmen

2. Wertschätzende Kommunikation: Grundlagen

2.1. Überblick

2.2. Bestandteile der Kommunikation

2.3. Wahrnehmung

2.4. Reaktanz / Motivation

2.5. Kulturelle Besonderheiten

2.6. Jenseits der Sprache

3. Besonderheiten der Kommunikation in der Pflege

3.1. Beispiele

3.2. Krankheitsverständnis – Heilungsverständnis

3.3. Unterschiedliche Pflegesettings

Setting Psychiatrie

Setting Kinderintensivstation

4. Effekte der Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege

4.1. Effekte guter Kommunikation in der Pflege

4.2. Pflegeplan

5. Unterstützung der Pflege in Kommunikation

5.1. Allgemeine Unterstützungsmodelle

5.2. Psychoedukation

Grundlagen

Vorteile der Psychoedukation

5.3. Situationsgerechte Kommunikation – zwei Beispiele

Unterstützung bei der Begrüßung / Neuaufnahme eines Patienten

Kommunikation bei eingeschränkter Äußerungsfähigkeit

6. Schlussbetrachtungen

6.1. Zusammenfassung

6.2. Bewertung

7. Quellen

7.1. Bücher und Zeitschriften

7.2. Internet

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung wertschätzender Kommunikation im pflegerischen Alltag. Dabei wird analysiert, wie Kommunikation als wesentliche Schlüsselqualifikation zur Verbesserung des Wohlbefindens von Patienten sowie zur Arbeitszufriedenheit der Pflegenden beitragen kann, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, praktische Grundlagen und Unterstützungsmodelle – insbesondere die Psychoedukation – für unterschiedliche Pflegesettings zu identifizieren.

  • Grundlagen und Bestandteile wertschätzender Kommunikation in der Pflege
  • Umgang mit kritischen Situationen und Reaktanz bei Patienten
  • Vergleichende Betrachtung pflegerischer Settings (Psychiatrie und Kinderintensivstation)
  • Rolle der Psychoedukation als Methode zur Unterstützung des Trialogs
  • Einfluss von Menschenbildern auf Kommunikation und Behandlungsansätze

Auszug aus dem Buch

2.4. Reaktanz / Motivation

Wenn Kommunikation immer konfliktfrei wäre, bräuchte man darüber nicht schreiben. Eine der kritischen Situationen im kommunikativen Prozess, der in der Pflege öfter zu beobachten ist, ist Reaktanz bzw. ein plötzliches „Absacken“ der Motivation. Reaktanz ist in der Pflege ein häufig wahrgenommener Zustand. Die Patienten oder Angehörigen scheinen zu „bocken“ und zu „trotzen“, die Mitarbeit wird weniger oder ganz eingestellt, die Kommunikation wird weniger wertschätzend, weniger dialogisch. Die Patienten wirken mürrisch, angespannt und insgesamt weniger erreichbar, die Vertrauensbasis, die zwischen Patient und Pfleger für eine effektive Pflege und für das Wohlbefinden beider Seiten so wichtig ist, brökelt. Es ist für Pfleger sehr zeitintensiv und unangenehen.

Reaktanz meint nach Hausmann einen Spannungszustand, wenn die innere oder äußere Freiheit als bedroht erlebt wird. Sie ist der oft verzweifelte Versuch, diese Freiheit wieder herzustellen. Wenn es Mitarbeiter betrifft, wird dieser Zustand oft als „innere Kündigung“ oder burnout wahrgenommen, also etwas, was für Mitarbeiter und Vorgesetzte, aber natürlich auch für die Patienten hochproblematisch ist. Bleiben wir im Rahmen dieser Arbeit bei der Patientensicht: Aus Patientensicht und oft auch aus Sicht der Angehörigen sind die Freiheitseinschränkungen enorm. Patienten haben teilweise nicht mehr die Freiheit, zu gehen. Essen zu kochen. Sex zu haben. Ohne Tabletten oder Dauermedikation zu existieren. Ihren rechten oder linken Arm zu benützen. Realistische Zukunftspläne für das nächste Jahr zu machen. Ihren Hausschlüssel zu benützen. Ins Café zu gehen. Zur Arbeit zu fahren. Den Kopf zu heben. Ihre Kleidung selbst auszusuchen. Erst mittags zu frühstücken. Etc. etc. Der Grad der erlebten Freiheitseinschränkung hängt einerseits von der Symptomatik ab, andererseits etwa von dem Leitbild der Einrichtung, der Anzahl der Pfleger, der aktuellen Arbeitsbelastung der Pfleger etc.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema in der heutigen Pflegelandschaft und benennt die zentralen Fragen sowie den gesetzlichen Rahmen.

2. Wertschätzende Kommunikation: Grundlagen: Hier werden die theoretischen Basisbestandteile und psychologischen Faktoren wie Wahrnehmung und Reaktanz erläutert.

3. Besonderheiten der Kommunikation in der Pflege: Dieser Teil beleuchtet konkrete Herausforderungen in verschiedenen Settings wie der Psychiatrie und der Kinderintensivmedizin.

4. Effekte der Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege: Das Kapitel analysiert die positiven Auswirkungen wertschätzender Interaktion auf die Patientenversorgung und den Pflegeplan.

5. Unterstützung der Pflege in Kommunikation: Hier werden Modelle zur Kommunikationsförderung, insbesondere die Psychoedukation und situative Ansätze, dargestellt.

6. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Kommunikation als notwendige, aber durch Rahmenbedingungen begrenzte Kompetenz.

7. Quellen: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Wertschätzung, Pflege, Psychoedukation, Psychiatrie, Kinderintensivstation, Reaktanz, Patientenzentrierung, Trialog, Pflegealltag, Compliance, Gesundheitswesen, Psychohygiene, Menschenbild, Patientenwohl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und den Anwendungsmöglichkeiten wertschätzender Kommunikation als zentrales Element im professionellen Pflegealltag.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Kommunikation, der Umgang mit Reaktanz bei Patienten, der Vergleich pflegerischer Settings sowie der Einsatz von Psychoedukation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie wertschätzende Kommunikation die Pflegequalität verbessert und welche praktischen Strategien Pflegekräfte anwenden können, um Patienten besser zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die psychologische Modelle, rechtliche Vorgaben und fachspezifische Literatur integrativ zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bestandteile der Kommunikation, die Auswirkungen auf den Pflegeplan, die Spezifika von psychiatrischen Stationen und Kinderintensivstationen sowie Methoden der psychologischen Unterstützung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kommunikation, Wertschätzung, Pflege, Psychoedukation, Trialog und Patientenwohl sind die zentralen Begriffe.

Wie kann Psychoedukation die Arbeit der Pflegenden entlasten?

Durch Psychoedukation erhalten Pflegende ein tieferes Verständnis für Krankheitsdynamiken, was ihnen hilft, Patientenverhalten besser einzuordnen, Ängste abzubauen und den Genesungsprozess effektiver zu unterstützen.

Welche Tipps gibt die Autorin für die Begrüßung eines neuen Patienten?

Sie empfiehlt, dem Patienten Zeit zum Ankommen zu geben, sich vorzustellen, ihn mit der Umgebung vertraut zu machen und erst dann die Anamnese in einer ruhigen Atmosphäre durchzuführen.

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Details

Title
Die Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege
Author
Dr. Phil. Kathrin Kiss-Elder (Author)
Publication Year
2008
Pages
32
Catalog Number
V150498
ISBN (eBook)
9783640618163
ISBN (Book)
9783640617883
Language
German
Tags
Psychiatrie Kinderintensivstation Kommunikation Pflege Psychoedukation Beispiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Phil. Kathrin Kiss-Elder (Author), 2008, Die Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150498
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