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Neurokrisenkommunikation

Krisenkommunikation im Lichte der neueren Erkenntnisse der Neurowissenschaft

Title: Neurokrisenkommunikation

Diploma Thesis , 2010 , 63 Pages , Grade: 2

Autor:in: Diplom Kaufmann (FH) Carsten Koch (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Diese Arbeit befasst sich auf den folgenden Seiten mit dem Zusammenhang zwischen Krisenkommunikation und Neurowissenschaft. Der Fokus richtet sich dabei auf das Erkennen von Spielräumen, mit deren Hilfe die Krisenkommunikation optimiert werden kann. Diese Optimierungen basieren auf den aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaft.

Krisensituationen können vielfältige Erscheinungsformen haben. So erscheinen Unternehmen beispielsweise mit negativen Schlagzeilen in den Medien, etwa mit Bestechung, Steuerhinterziehung oder Umweltskandalen. Eine gelungene Kommunikation ist dann unter anderem wichtig, um entstandenen Schaden zu begrenzen, in einigen Fällen überlebenswichtig, da die Existenz des gesamten Unternehmens gefährdet ist. Für die professionelle Krisenkommunikation gilt, dass sie nicht erst in der konkreten Krisensituation beginnt, sondern weit im Vorfeld des Akutstadiums.
Der Krisenkommunikation kommt dabei die Aufgabe zu, für das Unternehmen relevante Themen an die Bezugsgruppen zu kommunizieren. Da die Kommunikation zwischen Menschen zu einem seht großen Teil unterbewusst gesteuert wird, liegt es nahe, zu untersuchen, wie das Unterbewusstsein kommuniziert und wie in Krisensituationen mit dem Unterbewusstsein der Bezugsgruppen zu kommunizieren ist.
Die Neurowissenschaft hat sich in den letzten Jahren insbesondere mit dem Unterbewusstsein des Menschen befasst und mit der Hilfe bildgebender Verfahren wichtige neue Erkenntnisse über die Steuerung menschlichen Entscheidens und Handelns sammeln können.
Unter anderem vom Ansatz des Neuromarketing inspiriert, legt das die Frage nahe, wie das Unterbewusstsein kommuniziert und – hier von zentraler Bedeutung – wie in Krisensituationen zukünftig mit dem Unterbewusstsein von Bezugsgruppen zu kommunizieren ist. Wie lassen sich in dieser Konstellation, die neurowissenschaftlichen Erkennt-nisse über das Unterbewusste für eine weitere Optimierung der Krisenkommunikation transdisziplinär einsetzen?
Diese Arbeit stellt sich demnach einer zweifachen Aufgabe, zum einen stellt sie den „State of the Art“ bezogen auf die Krisenkommunikation dar, zum anderen erarbeitet sie das Optimierungspotential, welches die aktuellen Erkenntnisse der Neurowissenschaften ermöglichen, und leitet somit eine Überschreitung der gegenwärtigen Konzeption der Krisenkommunikation ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krisenkommunikation

2.1. Definition des Begriffes „Krise“

2.2. Ursachen von Krisen

2.3. Aufgaben der Publics Relations

2.3.1. Definition des Begriffs „Publics Relations“

2.3.2. Bezugsgruppen

2.3.3. Kernaufgaben der Publics Relations

2.4. Eingrenzung des Begriffes „Krisen- PR“

2.5. Image

3. Neurowissenschaft

3.1. Definitionen

3.1.1. der Begriff „Neurowissenschaft“

3.1.2. der Begriff „Neuroökonomie“

3.1.3. der Begriff „Neurokommunikation“

3.1.4. Beschreibung des Begriffs „Neurokrisenkommunikation“

3.2. Kenntnisstand in den Neurowissenschaften

3.3. Neurobiologische Grundlagen

3.3.1. Das Gedächtnis

3.3.1.1. Das explizite Gedächtnis

3.3.1.2. Das implizite Gedächtnis

3.3.1.3. Das Gedächtnis und die Emotionen (das emotionale Gedächtnis)

3.3.2. Der Hypothalamus

3.3.3. Die Amygdala

3.4. Das Bewusstsein und das Unterbewusstsein

3.4.1. Das Bewusstsein

3.4.2. Das Unterbewusstsein

3.4.3. Das limbische System

3.4.4. Die Theorie der somatischen Marker

3.4.5. Der Einfluss des Unterbewussten auf das Handeln

4. Implikationen der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation

4.1. Relevanz der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation

4.2. Altruistische Bestrafung

4.3. Priming Effekt

4.4. Framing Effekt

4.5. Motive und Motivsysteme

4.5.1. Drei Grundmotive

4.5.2. Die Big 3

4.5.3. Limbic Map

4.6. Gehirngerichtete Kommunikation

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Krisenkommunikation und Neurowissenschaft, um Optimierungspotenziale in der Unternehmenskommunikation durch ein besseres Verständnis des menschlichen Unterbewusstseins zu identifizieren.

  • Grundlagen der Krisenkommunikation und die Rolle der Medien
  • Neurowissenschaftliche Erkenntnisse über Gedächtnis, Bewusstsein und Emotionen
  • Einfluss des Unterbewusstseins auf menschliches Entscheiden und Handeln
  • Anwendung neurowissenschaftlicher Methoden wie Priming und Framing in der Krisen-PR
  • Analyse von Motiven und Wertewelten mittels der Limbic Map

Auszug aus dem Buch

3.4.2. Das Unterbewusstsein

Das Unbewusste wird überwiegend in der wissenschaftlichen Diskussion mit unterschwelliger Wahrnehmung beschrieben. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Bedeutung für das Lernen, das Gedächtnis und die Emotionen. Handfeste wissenschaftliche Hinweise darauf, wie es zu einer unterbewussten Wahrnehmung kommt, gibt es bisher nicht (vgl. Raab, Gerhard/ Gernsheimer, Oliver/ Schindler, Maik (2009), S. 169).

Bewusste und Unbewusste Zustände treten zwar zeitversetzt auf, stehen aber in einem kausalen Zusammenhang. Die unbewusste Wahrnehmung und die von ihr ausgelösten emotionalen und vegetativen Reaktionen treten zwar vor der bewussten Wahrnehmung auf, zeichnen sich jedoch durch eine flache Informationsverarbeitung aus. Eine Gefahrensituation wird vom Unterbewusstsein nur schemenhaft erkannt und relativ stereotyp gelöst. Beispielsweise wird ein drohender Schatten als etwas Schlangenähnliches identifiziert und es wird mit Erstarren oder Flucht reagiert. Die daran anschließende bewusste Wahrnehmung der Gefahrensituation ist meist fassettenreicher und lässt flexible Handlungsalternativen zu. Das bewusste Erleben einer Gefahrensituation versetzt uns in die Lage, den Sachverhalt genauer zu erkennen und situationsadäquat zu reagieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert den Bedarf an neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zur Optimierung der professionellen Krisenkommunikation und formuliert das Ziel einer transdisziplinären Untersuchung.

2. Krisenkommunikation: Es werden die Grundlagen von Krisen, deren Ursachen sowie die zentrale Rolle der Public Relations und der emotionalen Kommunikation in Krisenzeiten aufgearbeitet.

3. Neurowissenschaft: Dieses Kapitel liefert ein Fundament zu neurowissenschaftlichen Begriffen, Hirnstrukturen sowie der Funktionsweise von Gedächtnis und Bewusstsein.

4. Implikationen der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation: Hier erfolgt die Verknüpfung der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse mit der Krisenkommunikation, um durch Methoden wie Priming, Framing und Motivanalysen die Kommunikation mit Bezugsgruppen effektiver zu gestalten.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass das Wissen über unterbewusste Entscheidungsprozesse einen wertvollen Wettbewerbsvorteil bietet und die Krisenkommunikation nachhaltig optimieren kann.

Schlüsselwörter

Krisenkommunikation, Neurowissenschaft, Unterbewusstsein, Public Relations, Krisenmanagement, Emotionen, Gedächtnis, Priming, Framing, Limbic Map, Entscheidungsprozesse, Wahrnehmung, Vertrauen, Neurokrisenkommunikation, Motivsysteme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den interdisziplinären Zusammenhang zwischen Krisenkommunikation und der Neurowissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Krisenmanagement, die Rolle des Unterbewusstseins bei Entscheidungsprozessen sowie die psychologischen Mechanismen der menschlichen Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften genutzt werden können, um die Krisenkommunikation von Unternehmen gezielter und effektiver an die Bedürfnisse der Bezugsgruppen anzupassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Da für das spezifische Thema der "Neurokrisenkommunikation" kaum Literatur existiert, nutzt der Autor Erkenntnisse aus Nachbardisziplinen wie dem Neuromarketing und führt Analogieschlüsse zur Krisenkommunikation durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Krisen-PR sowie eine umfassende Darstellung neurologischer Grundlagen, die anschließend auf praktische Aspekte der Kommunikation angewendet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den prägenden Begriffen gehören Krisenkommunikation, Unterbewusstsein, Neurowissenschaft, Limbic Map, Priming-Effekt und Framing-Effekt.

Wie kann das Modell der "Big 3" in der Krisenkommunikation helfen?

Die "Big 3" helfen dabei, die Motivsysteme Balance, Stimulanz und Dominanz bei Bezugsgruppen besser zu verstehen, um beruhigende oder motivierende Botschaften gezielter zu adressieren.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Pilot" und "Autopilot" eine Rolle?

Die Analogie verdeutlicht, dass ein Großteil unseres Verhaltens unbewusst (Autopilot) gesteuert wird; erfolgreiche Krisenkommunikation muss daher Wege finden, auch diese unbewusste Ebene anzusprechen.

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Details

Title
Neurokrisenkommunikation
Subtitle
Krisenkommunikation im Lichte der neueren Erkenntnisse der Neurowissenschaft
College
University of Applied Sciences Berlin
Grade
2
Author
Diplom Kaufmann (FH) Carsten Koch (Author)
Publication Year
2010
Pages
63
Catalog Number
V150516
ISBN (eBook)
9783640660001
ISBN (Book)
9783640659937
Language
German
Tags
Neurokrisenkommunikation Neurowissenschaften implizit explizit Krisenkommunikation MArketing Kommunikation Public Relations Image PR Neurowissenschaft Unterbewusstsein Bewusstsein Neuromarketing Gedächtnis Unternehmenskommunikation krise bezugsgruppen krisen PR issues management Szenario Technik Konflikte Konfliktbewältigung krisenstab krisenhandbuch krisenübungen mediatraining Neuroökonomie Neurobiologische Grundlagen neurobiologie emotion emotionen Hypothalamus Amygdala limbische System Theorie der somatischen Marker Altruistische Bestrafung Priming Effekt Framing Effekt Motive Motivsysteme Grundmotive Big 3 Limbic Map Gehirngerichtete Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Kaufmann (FH) Carsten Koch (Author), 2010, Neurokrisenkommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150516
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