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Franchising als Vertriebsform

Motive der Vertragspartner, Vertragsgestaltung, rechtliche Einzelfragen

Title: Franchising als Vertriebsform

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 71 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tim Clausen (Author), Bradley R. Garcia (Author)

Business economics - Law
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In der BRD ist das Franchising (F) noch ein junges Vertriebssystem, welches dennoch kontinuierlich positive Wachstumszahlen aufweisen kann. Die Bedeutung des F nimmt konsequenterweise in der heutigen Zeit immer mehr zu.

Diese Arbeit soll Ursachen für den Erfolg des F beleuchten, die Systematik der F-Verträge darstellen und Gründe dafür aufzeigen, warum die Nachfrage potenzieller FN nach etablierten Systemen immer mehr zunimmt. Ein Grund hierfür ist die Prob-lematik junger Unternehmen, sich Zugang zu Ressourcen und -Gebern zu verschaf-fen- oftmals aufgrund mangelnder Erfahrung und fehlender Kompetenzen. Mit Hilfe eines Franchise-Gebers (FG) können die potenziellen Entrepreneure als Franchise-Nehmer (FN) dieses Problem größtenteils umgehen. Der FN erhält durch den FG ein erprobtes und durchdachtes, durch Schulungen vermitteltes Geschäftskonzept und ihm wird dadurch der Start in die Selbständigkeit deutlich erleichtert. Auch der FG profitiert von dieser Art der Partnerschaft. FN sind in den meisten Fällen hoch motivierte, engagierte selbständige Agenten, die im Auftrag des FG Waren oder Dienst-leistungen anbieten. Der FG profitiert zusätzlich vom Kapitaleinsatz des FN und von den durch ihn gesammelten Informationen, die er dem FG zur Verfügung stellen muss. Eine kritische Betrachtung der weiteren Vor- und Nachteile des F bildet den Abschluss der beiden einleitenden Teile dieser Arbeit.

Den Hauptteil dieser Arbeit bilden die rechtlichen Aspekte des F, wobei insbesondere auf den F-Vertrag eingegangen wird. Dieser stellt das zentrale Fundament der Part-nerschaft zwischen FG und FN dar. Im deutschen Rechtssystem existiert kein ein-heitliches F-Gesetz, sondern das F-Recht setzt sich aus einer Anzahl verschiedener Gesetzesregelungen zusammen. Ferner beschäftigt sich diese Seminararbeit mit den beim F häufig auftretenden Problemen. Das F wird in diesem Zusammenhang mit Hilfe des Prinzipal-Agenten-Theorem und der damit verbundenen Moral Hazard Problematik interpretiert. Diese kann durch eine geschickte Vertragsgestaltung ge-mindert und/oder sogar beseitigt werden. Die wesentlichen Bestandteile des F-Vertrags, die diese Thematik teilweise aufgreifen, werden hierbei explizit dargestellt und erläutert.

Abschließend wird sich kritisch mit der Vertriebsform F auseinandergesetzt und es werden Implikationen für das Management sowie weitere potenzielle Forschungsbe-reiche und -möglichkeiten aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen

2.1 Definition und Grundstruktur des Franchising

2.1.1 Definition

2.1.2 Know-how

2.1.3 Ziele

2.1.4 Geschichtliche Entwicklung des Franchising

2.1.5 Ökonomische Relevanz und Aktualität des Franchising

2.1.6 Typologie des Franchising

2.2 Abgrenzung zu ausgewählten Betriebsformen

2.2.1 Filialsysteme

2.2.2 Lizenzsysteme

2.2.3 Handelsvertreter

2.2.4 Vertragshändler

2.3 Motive der Vertragspartner

2.3.1 Motive des Franchisegebers

2.3.2 Motive des Franchisenehmers

3. Vor- und Nachteile des Franchising

3.1 Vorteile des Franchising

3.1.1 Vorteile für den FG

3.1.2 Vorteile für den FN

3.2 Nachteile des Franchising

3.2.1 Nachteile für den FG

3.2.2 Nachteile für den FN

3.3 Zwischenfazit

4. Rechtliche Aspekte des Franchising

4.1 Besonderheiten des Franchisevertrags

4.1.1 Vorvertragliche Aufklärungspflicht des FG gegenüber des FN

4.1.2 Kartellrechtlich relevante Aspekte des Franchising

4.1.3 Weisungsrechte des FG

4.1.4 Prinzipal-Agenten-Ansatz beim Franchising

4.1.5 Komplementäre Elemente des Franchisevertrags

4.2 Zentrale Bestandteile des Franchisevertrags

4.2.1 Leistungen des FG

4.2.2 Leistungen des FN

4.2.3 Informationsaustausch

4.2.4 Franchisegebühren

4.2.5 Ausschließlichkeitsbindungen des FN

4.2.6 Gebietsschutz

4.2.7 Werbekooperation

4.2.8 Vertragsbeendigung

5. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Vertriebssystem Franchising, beleuchtet dessen Erfolgsfaktoren und analysiert die Systematik der Franchiseverträge sowie die damit verbundenen rechtlichen Herausforderungen im deutschen Rechtssystem.

  • Wachstumsdynamik und wirtschaftliche Relevanz des Franchisings
  • Anreizstrukturen und Motive für Franchisegeber und Franchisenehmer
  • Vergleich des Franchisings zu anderen Betriebsformen wie Filial- oder Lizenzsystemen
  • Vertragliche Ausgestaltung und Risikominimierung durch den Prinzipal-Agenten-Ansatz
  • Kartellrechtliche Aspekte und Bedeutung des Wissens- sowie Know-how-Transfers

Auszug aus dem Buch

4.1.4 Prinzipal-Agenten-Ansatz beim Franchising

Im Folgenden soll eine Betrachtung des F unter dem Gesichtspunkt der Agency-Theorie erfolgen. Hierzu wird zuerst der Begriff der Prinzipal-Agenten-Theorie und das damit verbundene Moral Hazard Problem und deren Bedeutung erläutert. Im Anschluss erfolgt ein Beispiel des PAP beim F und eine Interpretation der Stellung des F in der Agency-Problematik.

Die Prinzipal-Agenten-Theorie untersucht die Problematik wirtschaftlicher Beziehungen bei uneinheitlichem Wissensstand. Das sog. Prinzipal-Agenten-Problem (PAP) liegt vor, wenn ein Beauftragter (Agent) gegenüber seinem Auftraggeber (Prinzipal) einen Wissensvorsprung hat. Überträgt man dies auf das F, ist der FG risikoneutraler Prinzipal und der FN risikoaverser Agent. Das PAP stellt das Kernproblem der Innenbeziehung eines Unternehmens schlechthin dar, da Informationsasymmetrien bspw. bei Managern in der Praxis alltäglich anzutreffen sind. Die Theorie versucht hier Lösungsvorschläge anzubieten, insbesondere die Frage betreffend, wie verhindert werden kann, dass der Agent gegen die Interessen des Prinzipal handelt (vgl. Schneider 1987, S. 26-27).

Ross (1973, S. 134) macht deutlich: „The relationship of agency is one of the oldest and commonest codified modes of social interaction. [...] Examples of agency are universal. Essentially all contractual arrangements, as between employer and employee or the state and the governed, for example, contain important elements of agency.“

Das PAP ist eng verknüpft mit der Problematik des sog. Moral Hazard, dem moralischen Risiko. Im Allgemeinen ist hierunter eine Änderung des Verhaltens nach dem (scheinbaren) Wegfall eines Risikos zu verstehen. Der Begriff des Moral Hazard kommt ursprünglich aus der Versicherungswirtschaft, wird aber oftmals verwendet, um ökonomische Problematiken zu erläutern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des Franchisings als junges, wachstumsstarkes Vertriebssystem in Deutschland und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit sowie des Fokus auf rechtliche Aspekte.

2. Grundlagen: Definition des Franchising, detaillierte Abgrenzung zu anderen Vertriebsformen sowie Analyse der Motive von Franchisegebern und Franchisenehmern.

3. Vor- und Nachteile des Franchising: Kritische Gegenüberstellung der spezifischen Vor- und Nachteile für beide Vertragsparteien unter Berücksichtigung von ökonomischen Gesichtspunkten.

4. Rechtliche Aspekte des Franchising: Detaillierte Untersuchung des Franchisevertrags, kartellrechtlicher Fragen sowie Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie zur Vertragsoptimierung.

5. Schlussfolgerungen und Ausblick: Zusammenfassung der kritischen Erfolgsfaktoren und Implikationen für das Management sowie Identifikation von Potenzialen für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Franchising, Franchisegeber, Franchisenehmer, Franchisevertrag, Know-how, Prinzipal-Agenten-Theorie, Moral Hazard, Kundenbindung, Vertriebssystem, Kartellrecht, Risikominimierung, Anreizkompatibilität, Selbstselektion, Vertragshändler, Filialsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Vertriebssystem Franchising mit besonderem Fokus auf die Motive der Vertragspartner, die rechtliche Vertragsgestaltung und die Bewältigung typischer ökonomischer Probleme.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Relevanz des Franchisings, dem Vergleich zu anderen Betriebsformen, der Bedeutung des Wissens- und Know-how-Transfers sowie der Gestaltung von Franchiseverträgen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Erfolgsursachen des Franchisings zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie durch eine geschickte Vertragsgestaltung zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer Anreizprobleme gemindert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung, unter anderem durch die Agency-Theorie (Prinzipal-Agenten-Theorie), kombiniert mit einer Analyse bestehender Literatur und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Vor- und Nachteile des Franchising sowie eine tiefgehende Analyse der rechtlichen Aspekte, inklusive kartellrechtlicher Rahmenbedingungen und der Funktionsweise von Franchiseverträgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Franchising, Franchisevertrag, Know-how-Transfer, Prinzipal-Agenten-Theorie, Moral Hazard, Kundenbindung und Anreizkompatibilität.

Was bedeutet "Take-It-Or-Leave-It" in Bezug auf Franchiseverträge?

Es beschreibt, dass die Vertragsinhalte in der Praxis meist einseitig durch den Franchisegeber vorgegeben werden, ohne dass der Franchisenehmer hierbei nennenswerte Verhandlungsspielräume besitzt.

Welche Rolle spielt das "Moral Hazard Problem" im Franchising?

Es bezeichnet das Risiko, dass sich eine der Vertragsparteien nach Abschluss des Vertrages nicht mehr im Sinne des Gesamterfolgs verhält, etwa durch mangelnde Unterstützung des Franchisegebers oder mangelnde Sorgfalt des Franchisenehmers.

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Details

Title
Franchising als Vertriebsform
Subtitle
Motive der Vertragspartner, Vertragsgestaltung, rechtliche Einzelfragen
College
University of Wuppertal
Grade
1,3
Authors
Tim Clausen (Author), Bradley R. Garcia (Author)
Publication Year
2008
Pages
71
Catalog Number
V150523
ISBN (eBook)
9783640620463
ISBN (Book)
9783640620135
Language
German
Tags
Strategie Wirtschaftsprivatrecht Franchise Franchisenehmer Franchisegeber Unternehmensgründung Franchisevertrag Typologie Nachteile des Franchisings Vorteile des Franchising Know-How Vertrieb McDonald's Burger King Fast-Food Marketing Lizenzen Wirtschaftsrecht Vertreibskonzept Rechtliche Apekte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Clausen (Author), Bradley R. Garcia (Author), 2008, Franchising als Vertriebsform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150523
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