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Die Finanzverfassung der Bundesrepublik Deutschland

Titre: Die Finanzverfassung der Bundesrepublik Deutschland

Dossier / Travail , 2008 , 21 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Michael Bollow (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Die Finanzverfassung und das bundesstaatliche Finanzausgleichssystem in Deutschland stehen seit ihrem Bestehen immer wieder im Mittelpunkt der wissenschaftlichen und politischen Auseinandersetzung, zuletzt im Jahre 1999. Nachdem die hessische Landesregierung im Januar 1999 einen Normenkontrollantrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hatte, der darauf abzielte, die Verfassungswidrigkeit des Finanzausgleichsgesetzes festzustellen, kam das Bundesverfassungsgericht im November 1999 zu dem Urteil, dass der damalige Finanzausgleich teilweise verfassungswidrig sei. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das das damalige Finanzausgleichsgesetz nur noch als Übergangsgesetz bis Ende 2004 für anwendbar erklärte, wurde dem Gesetzgeber ein enger Zeitrahmen gesetzt. Bis zum 1. Januar 2003 musste ein Maßstäbegesetz in Kraft treten und auf der Grundlage dieses Maßstäbegesetzes bis zum 1. Januar 2005 das Finanzausgleichsgesetz neu geregelt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgehensweise

3. Die Finanzverfassung

4. Die Aufgaben der Finanzverfassung

5. Der Finanzausgleich

5.1. Die Darstellung des horizontalen Finanzausgleichs der

Länder bis 2004 geltenden Finanzausgleichssystems

5.1.1. Stufe 0 – Aufteilung der Steuereinnahmen

5.1.2. Stufe 1 – Umsatzsteuervorwegausgleich

5.1.3. Stufe 2 – Horizontaler Finanzausgleich (Länderfinanzausgleich i.e.S)

5.1.3.1. Die Finanzkraftmesszahl

5.1.3.2. Die Ausgleichsmesszahl

5.1.4. Stufe 3 – Bundesergänzungszuweisungen

5.1.5. Stufe 4 – Weitere Bundesergänzungszuweisungen

5.1.5.1. Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen

(Kosten politischer Führungen)

5.1.5.2. Sonderbedarf-Bundesergänzungszuweisungen (neue Länder)

5.1.5.3. Übergangs-Bundesergänzungszuweisungen

5.1.5.4. Sonder-Bundesergänzungszuweisungen

6. Die Neuordnung des seit 2005 geltenden horizontalen Finanzausgleichs der Länder gegenüber dem

bis 2004 geltenden Finanzausgleichssystems

6.1. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts

6.2. Der Finanzausgleich seit 2005

6.2.1. Horizontale Umsatzsteuerverteilung

6.2.2. Länderfinanzausgleich

6.2.2.1. Tarifverlauf

6.2.2.2. Bemessungsgrundlage

6.2.2.3. Einwohnerwertung

6.2.2.4. Prämienmodell

6.3. Bundesergänzungszuweisungen

6.3.1. Allgemeine Bundesergänzungszuweisungen –

bisher Fehlbetrags-Bundesergänzungszuweisungen

6.3.2. Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen

7. Sind die Ziele der Reform des Länderfinanzausgleichs erreicht worden?

Kritische Überlegungen anhand des Beispiels der Grenzbelastungen

7.1. Grenzbelastungen bezogen auf eine Erhöhung der Finanzkraft

7.2. Grenzbelastungen bezogen auf eine Erhöhung der Einnahmen aus der Lohnsteuer

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das bundesstaatliche Finanzausgleichssystem in Deutschland, insbesondere die durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1999 angestoßene Neuregelung ab dem Jahr 2005. Ziel ist die kritische Analyse, ob die gesetzten Reformziele, wie die Absenkung von Grenzbelastungen und die Erhöhung von Anreizeffekten für die Bundesländer, durch die neuen Mechanismen tatsächlich erreicht werden konnten.

  • Strukturen und Aufgaben der Finanzverfassung
  • Aufbau und Stufen des Finanzausgleichs vor 2005
  • Die Auswirkungen der Reform des Länderfinanzausgleichs ab 2005
  • Berechnung von Grenzbelastungen bei erhöhter Finanzkraft und Lohnsteuereinnahmen
  • Kritische Bewertung der Anreizwirkungen des neuen Systems

Auszug aus dem Buch

7.1. Grenzbelastungen bezogen auf eine Erhöhung der Finanzkraft

Ausgangspunkt sind die Länderfinanzausgleichstarife 2004 und 2005. Sie beantworten unter anderem die Frage, wie sich die Finanzkraft nach dem Länderfinanzausgleich, aber vor den Bundesergänzungszuweisungen verändert, wenn die Finanzkraft um einen Euro steigt. Danach verlieren die Empfängerländer nach dem Tarif 2004 bis zu 100 % der zusätzlichen Finanzkraft durch sinkende Ausgleichszuweisungen, die Zahlerländer büßen bis zu 80 % der zusätzlichen Finanzkraft durch wachsende Ausgleichsbeiträge ein. Nach dem Tarif 2005 liegen die entsprechenden Grenzbelastungen bei maximal 75 %.

Im Gegensatz zum Tarif 2005 stellt der asymmetrische Tarif 2004 nicht sicher, dass die Ausgleichszuweisungen den Ausgleichszahlungen entsprechen. Die Ausgleichszahlungen werden proportional gesenkt oder erhöht, so dass die effektiven Grenzbelastungen der Zahlerländer auch über 80 % liegen können. Für die Veränderung der Ausgleichszuweisungen (Δ AZ) im Falle einer Veränderung der Finanzkraft gilt (Δ FK):

(1) Δ AZ = - t Δ FK mit t für die marginale Auffüllungs- bzw. Abschöpfungsquote im Länderfinanzausgleich. Sie gibt an, wie viel von einem Euro an zusätzlicher originärer Finanzkraft durch sinkende Ausgleichszahlungen oder steigende Ausgleichsbeiträge aufgezehrt wird. Für Zahlerländer ist nur dieser Effekt relevant.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung des Finanzausgleichs und das Bundesverfassungsgerichtsurteil von 1999 als Auslöser für die gesetzliche Neuregelung.

2. Vorgehensweise: Erläutert den Aufbau der Hausarbeit und die thematische Abfolge der fünf Bestandteile.

3. Die Finanzverfassung: Definiert die Rolle der Finanzverfassung als rechtliches Grundgerüst für die finanzielle Ordnung im föderativen System.

4. Die Aufgaben der Finanzverfassung: Beschreibt die Bestimmungen zur Steuerhoheit sowie die geteilte Finanzverantwortung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.

5. Der Finanzausgleich: Detailliert die fünf Stufen des Systems vor 2005, von der Steueraufteilung bis hin zu verschiedenen Formen der Bundesergänzungszuweisungen.

6. Die Neuordnung des seit 2005 geltenden horizontalen Finanzausgleichs der Länder gegenüber dem bis 2004 geltenden Finanzausgleichssystems: Analysiert die Reformen nach 2005, inklusive des neuen Tarifverlaufs, der Einwohnerwertung und des Prämienmodells.

7. Sind die Ziele der Reform des Länderfinanzausgleichs erreicht worden?: Prüft kritisch mittels des Beispiels der Grenzbelastungen, ob die Reform die angestrebten Anreizeffekte für die Bundesländer erzielen konnte.

8. Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zieht ein Fazit über die Effektivität des seit 2005 gültigen Systems.

Schlüsselwörter

Finanzverfassung, Länderfinanzausgleich, Bundesergänzungszuweisungen, Grenzbelastung, Steuerkraft, Finanzkraftmesszahl, Ausgleichsmesszahl, Steueraufteilung, Reform, Anreizeffekte, Bundesverfassungsgericht, Solidarpakt, Länder, Bund, Gemeinden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Finanzverfassung der Bundesrepublik Deutschland und das System des Länderfinanzausgleichs, mit einem speziellen Fokus auf die strukturellen Reformen ab dem Jahr 2005.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Finanzverfassung, die verschiedenen Stufen des Finanzausgleichs, die Auswirkungen des Bundesverfassungsgerichtsurteils von 1999 sowie die mathematische Analyse der Grenzbelastungen für die Bundesländer.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist zu evaluieren, ob die Reform des Länderfinanzausgleichs von 2005 die beabsichtigte Absenkung der Grenzbelastungen erreichte und ob die neuen Regeln für die Länder tatsächlich höhere Anreize zur Stärkung ihrer eigenen Steuerkraft bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine politik- und finanzwissenschaftliche Analyse, die rechtliche Grundlagen mit ökonomischen Berechnungsmodellen (z. B. Grenzbelastungsformeln) kombiniert, um die Auswirkungen der Reform zu beurteilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des alten Systems (bis 2004), die detaillierte Beschreibung der Reformschritte ab 2005 (z. B. neue Tarifverläufe, Einwohnerwertung) sowie die kritische Gegenüberstellung von Reformzielen und tatsächlichen Anreizwirkungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Länderfinanzausgleich, Finanzverfassung, Grenzbelastungen, Steuerkraft, Anreizeffekte und Bundesergänzungszuweisungen geprägt.

Warum spielt die Lohnsteuer in der Analyse der Grenzbelastungen eine besondere Rolle?

Da die Lohnsteuer zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aufgeteilt wird, dient sie im Kapitel 7.2 als konkretes Beispiel, um zu zeigen, dass die Reform die Grenzbelastung für Länder bei Mehreinnahmen oft nicht wie gewünscht senkt, sondern teils sogar komplizierter gestaltet.

Was ist das zentrale Ergebnis der kritischen Betrachtung im letzten Kapitel?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Reformziele nicht erreicht wurden; der neue Tarif verschleiert eine mangelnde Anreizwirkung, die durch die Einbeziehung der Gemeindesteuern in die Berechnung der Finanzkraft weitgehend wieder aufgehoben wird.

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Résumé des informations

Titre
Die Finanzverfassung der Bundesrepublik Deutschland
Université
University of Hamburg  (Department für Wirtschaft und Politik)
Cours
Finanzwissenschaft
Note
1,7
Auteur
Michael Bollow (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
21
N° de catalogue
V150527
ISBN (ebook)
9783640620470
ISBN (Livre)
9783640620241
Langue
allemand
mots-clé
Finanzverfassung Bundesrepublik Deutschland
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Bollow (Auteur), 2008, Die Finanzverfassung der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150527
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Extrait de  21  pages
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