Der Aufbau einer Spielanleitung eines Gesellschaftsspiels. Unterrichtskonzept für das Berufsgrundschuljahr Holztechnik


Unterrichtsentwurf, 2007

20 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

1 Bedingungsanalyse

1.1 Kurzbeschreibung der Lerngruppe

Die Lerngruppe umfasst insgesamt 16 Schuler[1], die das Berufsgrundschuljahr besuchen. Den Schulern wird eine berufliche Grundbildung im Bereich Holztechnik vermittelt und sie erreichen bei erfolgreicher Absolvierung mindestens den Hauptschulabschluss nach Klasse 10. In der Lerngruppe sind 15 mannliche und ein weiblicher Schuler. Letztgenannte integriert sich in die Lerngruppe problemlos. In Bezug auf abgebende Schulen und Schulabschlusse ergibt sich folgendes Gesamtbild:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Lernbedingungen

Ich kenne die Schuler seit Beginn des Schuljahres 2006/2007. GroBtenteils unterrichte ich die Lerngruppe gemeinsam mit einer Kollegin, ebenfalls Studienreferendarin, im Team-Tea­ching. Der Unterricht in der im Fach Deutsch erfolgt montags in der Zeit von 7.30 bis 9.00 Uhr. Die Unterrichtszeit hat insofern ungunstige Auswirkungen auf den Lernprozess, als dass die Schuler teilweise mude und unmotiviert sind. Auch kommt es immer wieder trotz erzieherischer Bemuhungen zu Verspatungen einzelner Schuler.

Der Lernstand dieser Lerngruppe ist eher schlecht. Viele Schuler sind mit dem Lesen und Schreiben von Texten, mit der korrekten Aussprache der deutschen Sprache und mit der Grammatik und Orthografie des Deutschen uberfordert[2]. Besonders groOe Probleme mit der deutschen Sprache haben die insgesamt acht Nicht-Muttersprachler. Demgegenuber fallen jedoch einige Schuler auf, die kognitiv unterfordert sind. Bezuglich der Lernbereit- schaft der Schuler ist zu konstatieren, dass einige sehr kommunikativ und engagiert sind, vor allem wenn es um Teamarbeit und Kooperation geht. Andere wiederum sperren sich vehement gegen Gruppenarbeit und verwehren die Zusammenarbeit mit anderen Schulern, was mitunter zu verbalen Auseinandersetzungen innerhalb der Klassengemeinschaft fuhrt. Einige Schuler fallen durch ihre stete aktive Mitarbeit positiv auf. Bei vielen ist jedoch ein zuruckhaltendes Arbeitsverhalten zu beobachten. Die Schuler zeigen im allgemeinen ein Interesse an der selbstandigen Erarbeitung von Unterrichtsinhalten, sind dabei jedoch auf umfassende Hilfestellungen angewiesen. Die Lernatmosphare und das Klassenklima ist, abgesehen von den zeitweise vorkommenden verbalen Auseinandersetzungen, gut. Auch das Verhaltnis zwischen den Schulern und mir schatze ich als gut ein.

Der Unterrichtsbesuch findet im Klassenraum L8 statt. Hier haben wir die Moglichkeit, an Gruppenarbeitstischen zu arbeiten[3]. Ein Overhead-Projektor und eine geeignete Flache fur die Projektion sind ebenso wie eine klappbare Tafel verfugbar.

Der Raum ist insgesamt eher unfreundlich: Die Milchglasfenster versperren die Sicht nach drauOen, zeitweise riecht es im Raum unangenehm aufgrund der Nahe zur Toilette, die Luftungsmoglichkeiten sind beschrankt aufgrund der Lage zur larmenden HauptstraOe. Es fanden bereits Bemuhungen statt, den Raum etwas freundlicher zu gestalten.

2 Didaktische Entscheidungen

2.1 Thematischer Zusammenhang und Richtlinienbezug

Die didaktischen und methodischen Entscheidungen basieren auf dem Lehrplan zur Erpro- bung fur das Berufsgrundschuljahr Holztechnik4, auf dem Lehrplan zur Erprobung fur das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen, Deutsch/Kommunikation5 und auf der didaktischen Jahresplanung des Walter-Gropius-Berufskollegs6.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

GemaB unserer didaktischen Jahresplanung stehen uns 15 Wochen fur das Lernfeld 2 zur Verfugung. Dieses Lernfeld ist im Fach Deutsch/Kommunikation durch zwei Lernsituationen untergliedert. In der ersten Lernsituation haben die Schuler Gebrauchstexte, insbesondere Gegenstandsbeschreibungen analysiert und eigene Beschreibungen angefertigt. Die zweite Lernsituation ist durch die facherubergreifende Arbeit gekennzeichnet, indem ein Projekt in Kooperation mit den Lehrkraften der Holzwerkstatt im Fach Fachpraxis Holztechnik stattfin- det. Folgende Ubersicht zeigt die Inhalte der nachfolgenden Lernsituation und die Einbettung der heutigen Stunde in die Lernsituation im Fach Deutsch/Kommunikation:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Angestrebte Handlungsziele

2.2.1 Handlungsziel der Lernsituation

Das Ziel der Lernsituation 2 im Lernfeld 2 im Fach Deutsch/Kommunikation ist die Entwick- lung von Ideen fur ein eigenes Brettspiel und die damit verbundene Auseinandersetzung mit Spielanleitungen in Form von Analysen und eigener Textproduktion.

2.2.2 Teilhandlungsziel der Unterrichtseinheit

Das Ziel der heutigen Unterrichtseinheit ist die Ermittlung eines ubersichtlichen, sinnvollen Aufbaus von Spielanleitungen in Gruppenarbeit.

2.2.3 Ziele zur Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz

Die Schuler konnen ihre Fachkompetenz erweitern durch...

... die Untersuchung einer Spielanleitung, indem sie diese lesen und eine unubersicht- liche Gestaltung und Anordnung der Informationen feststellen und erlautern.

... die selbstandige Ermittlung eines ubersichtlicheren Aufbaus einer Spielanleitung, indem sie eine sinnvolle Reihenfolge vorgefertigter Puzzleteile einer Spielanleitung bestimmen und begrunden.

... die Uberprufung und Wiederholung des Erarbeiteten, indem sie die selbstandig strukturierten Spielanleitungen lesen und beurteilen und die Ergebnisse mit eigenen Worten zusammenfassen.

Die Schuler konnen ihre Methoden- und Lernkompetenz erweitern durch...

... das Prazisieren von Problemlosungsstrategien, indem sie Arbeitsauftrage mit eigenen Worten wiedergeben.

... zielorientiertes Arbeiten, indem sie konzentriert eine ubersichtliche Abfolge einer Spielanleitung auswahlen und diese begrunden.

... Verallgemeinern von Ergebnissen, indem sie einen sinnvollen Aufbau von Spielanlei­tungen (ggfs. durch Verwendung von Schlagwortern/Stichpunkten) paraphrasieren.

Die Schuler konnen ihre Sozial- und Individualkompetenz erweitern durch...

... das Anbahnen eines kooperativen Umgangs miteinander, indem sie sich in ihr Team einbinden und eigene Vorschlage mitteilen, vertreten und begrunden.

... die Bereitschaft zur gemeinsamen Problemlosung, indem sie in ihrer Gruppe Losungs- ansatze austauschen und sich auf eine Losung einigen.

[...]


[1] Aus stilistischen Grunden verzichte ich im Folgenden auf die Differenzierung von mannlichen und weiblichen Schulern.

[2] Zur detaillierten Einschatzung der Schulerleistungen siehe Sitzplan im Anhang unter A1.

[3] In den Anlagen findet sich unter A1 ein kommentierter Sitzplan mit einer Ubersicht uber die Gruppenarbeitstische.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Der Aufbau einer Spielanleitung eines Gesellschaftsspiels. Unterrichtskonzept für das Berufsgrundschuljahr Holztechnik
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V150576
ISBN (eBook)
9783640639755
Dateigröße
647 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse, Aufbaus, Spielanleitungen, Gesellschaftsspielen, Gruppenarbeit, Rahmen, Projektes, Brettspiel, Thema, Unterrichtsstunde, Berufsgrundschuljahr, Holztechnig, Unterrichtsbesuch, Deutsch
Arbeit zitieren
Tina Schröder (Autor), 2007, Der Aufbau einer Spielanleitung eines Gesellschaftsspiels. Unterrichtskonzept für das Berufsgrundschuljahr Holztechnik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150576

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