Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › American Studies - Culture and Applied Geography

Joy Harjo bannt die Vision in der Gegenwart, die verloren ging

Eine Interpretation des Gedichtes "Vision" von Joy Harjo

Title: Joy Harjo bannt die Vision in der Gegenwart,  die verloren ging

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Mag. Anja Rozowski (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Joy Harjo’s Gedicht „Vision“ ist entstanden im Kontext der modernen „westlichen Welt“ - einer säkularisierten Umgebung, in welcher der Antrieb vor allem auf den Erwerb materieller Güter zielt und das Leben bestimmt wird durch die freie Marktwirtschaft. Trotz des damit erreichten Wohlstands und der außergewöhnlich guten Versorgung und scheinbarer denkerischer Freiheit, ergeben sich Mangelerscheinungen und Identitätskrisen.
Gleichzeitig ist Joy Harjo Mitglied der Creek Indianer, denn ihr Vater war creek und ihre Mutter teilweise cherokee, französisch und irisch. Harjo ist also Teil einer extremen multikulturellen Verschmelzung und im Speziellen geprägt durch ihre indianischen sozio-anthropologischen Wurzeln. Mit letzteren hat sie sich gezielt im Studium am Institute of American Indian Arts in Santa Fe beschäftigt.
Joy Harjo beschäftigt sich in „Vision“ mit dem Verlust und der Wiederentdeckung eines Gutes, das ihrer indianischen Kultur vertraut war und vielen verloren ging.
Sie findet einen Ausdruck für eine spirituelle Verbundenheit mit der Welt und hat die Fähigkeit, Visionen zu empfinden, die den Menschen fremd geworden sind, obwohl sie nach Harjo‘s Verständnis zu unserer Natur gehören und Seelenheil spenden.
Die Form, in der sie dies illustriert, ist von wenigen, kräftigen Bildern geprägt und folgt der Tradition oraler Überlieferung.
Um “Vision” zu verstehen, ist es notwendig, die Kulturausprägungen, die auf Harjo gewirkt haben, in ihrer Einzigartigkeit auf den Text zu beziehen. Vorallem ihre Teilhabe an indianischer Religiosität und Weltanschauung lässt sie den Worten ihres Gedichts weitergehendere Bedeutungen verleihen als bloß solche westlicher Lexikalität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Quellenlage

3. Zur Wahl der Form

3.1 Besonderheiten der Form

4. Zur Konstruktion des Inhalts und der Perspektive mit Begriffsklärungen

5. Zur Besonderheit der Perspektive, Wahrnehmungsweise und Ausdrucksform

6. Bildklärung und Signifikanz der Wortwahl

7. Zu Harjos persönlicher Suche nach einer erfüllenden Weltsicht

8. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gedicht „Vision“ von Joy Harjo, um aufzuzeigen, wie die Autorin durch ihre indianischen sozio-anthropologischen Wurzeln einen spirituellen Ansatz zur Bewältigung moderner Identitätskrisen formuliert. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Harjo die westliche Ausdrucksform des Gedichts nutzt, um indianische Weltanschauungen und die Wiederentdeckung einer spirituellen Verbundenheit in einer säkularisierten Gesellschaft zu vermitteln.

  • Analyse der kulturellen Einflüsse auf Joy Harjos literarisches Werk.
  • Untersuchung der formalen und sprachlichen Gestaltung von „Vision“.
  • Deutung der indianischen Symbolik und Mythologie im Kontext der Selbstfindung.
  • Erörterung des Konzepts der „Vision“ als Mittel zur Identitätsstärkung.
  • Kontrastierung von westlichen materialistischen Werten und indigener Spiritualität.

Auszug aus dem Buch

3. Zur Wahl der Form

Man muss sich daran erinnern, dass ein Gedicht uns selbstverständlich ist, aber den indianischen Kulturen unbekannt.

Joy Harjo hat sich beim Niederschreiben von Gedichten für die Adaption einer westlichen Ausdrucksform entschieden. Auf diese Weise wählt sie ein breites Publikum.

Es ist ihr ein Anliegen „to keep traditional voices and songs alive by reconciling them with the world which now surrounds, and threatens to overwhelm, the oldest cultures in the United States.”

Auch ist unser Verständnis davon, Sprache der schönen Form an sich wegen zu verwenden, zu wenig für das indianische Anwendungsbedürfnis. Äußerungen erzählen und gehören zur religiösen Praxis, wie alles tägliche Verhalten spirituell integriert ist.

„For […] all American Indians, every action or any occasion potentially generates a story.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert von Visionen in der modernen Gesellschaft und führt in die multikulturelle Prägung der Autorin Joy Harjo ein.

2. Zur Quellenlage: Dieses Kapitel beschreibt den modernen Quellenfundus zu indianischen Kulturen, wobei insbesondere das Internet als Medium zur kulturellen Dokumentation hervorgehoben wird.

3. Zur Wahl der Form: Hier wird thematisiert, warum Joy Harjo die westliche Gedichtform adaptiert, um traditionelle indianische Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

3.1 Besonderheiten der Form: Das Unterkapitel analysiert den Einsatz von Rhythmus, Enjambements und Satzbrechungen als Mittel zur Nachahmung mündlicher Überlieferung und musikalischer Gliederung.

4. Zur Konstruktion des Inhalts und der Perspektive mit Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert den zentralen Begriff „Vision“ und untersucht die lyrische Situation der ersten Strophe sowie die Bedeutung des Flashbacks.

5. Zur Besonderheit der Perspektive, Wahrnehmungsweise und Ausdrucksform: Die Analyse konzentriert sich auf die Wirksamkeit des „Stream of Consciousness“ und die Bedeutung der Pronomenverwendung für das Gemeinschaftsgefühl.

6. Bildklärung und Signifikanz der Wortwahl: Hier werden die sprachliche Präzision, die Synästhesien und die symbolische Bedeutung einzelner Begriffe im Gedicht untersucht.

7. Zu Harjos persönlicher Suche nach einer erfüllenden Weltsicht: Dieses Kapitel verknüpft die im Gedicht behandelten Themen mit biografischen Elementen aus Harjos Tagebucheinträgen.

8. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass „Vision“ sowohl als persönliches Schicksal einer Native American Woman als auch als allgemeine Reflektion über spirituelle Sinnsuche verstanden werden kann.

Schlüsselwörter

Joy Harjo, Vision, Native American, Indianische Identität, Lyrik, Spiritualität, Regenbogen-Symbolik, Kulturgeschichte, Westliche Gesellschaft, Sinnsuche, Vision Quest, Oral Tradition, Moderne Literatur, Identitätsformung, Weltanschauung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Gedicht „Vision“ der indianischen Autorin Joy Harjo und untersucht die Verbindung zwischen traditioneller Spiritualität und den Herausforderungen der modernen westlichen Lebenswelt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Identitätsfindung, die Rolle von Visionen in indianischen Kulturen, die Auswirkungen der Säkularisierung sowie die Verschränkung von Naturerscheinungen und spiritueller Deutung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Joy Harjo durch ihr Gedicht eine Brücke zwischen ihrer indigenen Herkunft und dem Bedürfnis nach philosophischer Sicherheit in einer modernen, materiell orientierten Welt schlägt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die formale Aspekte der Gedichtstruktur mit kultur-philosophischen und sozio-anthropologischen Kontexten kombiniert.

Was steht im Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse der Versstruktur, die Begriffsdefinition von „Vision“, die Untersuchung der Perspektive sowie die Deutung der Metaphorik und der persönlichen Suche der Autorin.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Indianische Religiosität, Vision Quest, kollektives Bewusstsein, Säkularisierung, Identitätsstärkung und indigene Weltanschauung.

Wie verarbeitet das Gedicht das Verhältnis zwischen Mensch und Natur?

Die Naturphänomene wie der Regenbogen werden nicht nur deskriptiv wahrgenommen, sondern als spirituelle „Risse im Universum“ interpretiert, die die Menschen zur Rückbesinnung auf ihre innere Natur führen.

Welche Bedeutung kommt der spezifischen „Satzbrechung“ im Gedicht zu?

Die durchgehenden Enjambements dienen dazu, den Rhythmus eines Sprechenden zu imitieren und wirken wie bewusste Sprechpausen, die dem Gedicht eine musikalische und spirituelle Tiefe verleihen.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Joy Harjo bannt die Vision in der Gegenwart, die verloren ging
Subtitle
Eine Interpretation des Gedichtes "Vision" von Joy Harjo
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Amerikanistik)
Course
Literatures of the Southwest
Grade
1,8
Author
Mag. Anja Rozowski (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V150592
ISBN (eBook)
9783640618477
ISBN (Book)
9783640618712
Language
German
Tags
Lyrik Creek Indianer Southwest Amerikanistik American Indians Identitätssuche transition Spiritualität Ritual
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Anja Rozowski (Author), 2004, Joy Harjo bannt die Vision in der Gegenwart, die verloren ging, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150592
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint