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Hermann Hesse. Der schwere Weg (Kunstmärchen)

Analyse der Symbolik

Title: Hermann Hesse. Der schwere Weg (Kunstmärchen)

Term Paper , 2008 , 11 Pages , Grade: sehr gut (9/10)

Autor:in: Olga Lantukhova (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Das Kunstmärchen des 20. Jahrhunderts ist durch starke Unterschiede zu der ursprünglichen Form dieser literarischen Gattung, dem Volksmärchen, bezeichnet. Diese Unterschiede äußern sich aber vor allem in den Einzelheiten; dabei bleiben die Hauptprinzipien des Märchens erhalten. Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Entstehungsart der Märchen im Grunde genommen sich wenig verändert hat.
Nach der Theorie, die auch von Carl Gustav Jung entwickelt wurde, ist der Ausgangspunkt aller Märchen nicht nur Phantasie, sondern es sind die Träume, weil sie das Unbewusstsein des Menschen in bildhafter Form ausdrücken. Einer der bekanntesten Märchenautoren und der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, Hermann Hesse, schrieb in den Jahren 1916-1917 seine Märchensammlung gerade unter dem Einfluss von Auseinandersetzung mit dem Unbewussten.
Das Thema dieser Hausarbeit ist das Märchen von Hermann Hesse „Der schwere Weg“, die Entstehungsgeschichte und die Analyse dieses Werkes, sowie auch seine Ähnlichkeiten und Unterschiede zu den Volksmärchen.
Das erste Kapitel schafft den Überblick über den Entstehungshintergrund des Märchens, nämlich die historischen Umstände der Jahrhundertwende und das Jahr 1916. Behandelt werden auch die Ereignisse aus der Biographie des Autors, die für die Entstehung dieses Märchens einflussreich waren.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Analyse des Märchens und mit der Erklärung der vorkommender symbolischer Bilder, Figuren und Situationen. Auch wird ein Vergleich der Merkmalen und Motiven dieses Märchens mit denen der Volksmärchen durchgeführt.
Die Ergebnisse werden im Schluss präsentiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE

2.1 HISTORISCHER UND KULTURELLER HINTERGRUND

2.2 HERMANN HESSE. BIOGRAPHISCHES.

3 DAS MÄRCHEN UND SEINE SYMBOLIK

3.1 „DER SCHWERE WEG“. HANDLUNG

3.2 VERGLEICH ZU EINEM VOLKSMÄRCHEN

3.3 SYMBOLISCHE BEDEUTUNG

4 SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, Hermann Hesses Märchen „Der schwere Weg“ (1916) in seinem historischen und biographischen Kontext zu analysieren, seine symbolischen Elemente zu entschlüsseln und es in einen Vergleich mit der Gattung des Volksmärchens zu setzen.

  • Historischer Hintergrund der Jahrhundertwende und des Ersten Weltkriegs
  • Biographische Prägungen Hermann Hesses und seine Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse
  • Strukturelle und inhaltliche Analyse der Handlung sowie der Symbolik des Märchens
  • Vergleichende Untersuchung der Merkmale von Kunstmärchen und Volksmärchen

Auszug aus dem Buch

3.1 „Der schwere Weg“. Handlung

Der Protagonist steht am Eingang in ein dunkles Felsental und betrachtet die schöne Landschaft, die er hinter sich gelassen hat, weil er ins Gebirge steigen muss. Der Tag ist sonnig und warm, die Schlucht aber kalt und finster. Dem Protagonisten ist es zuwider, weiterzugehen und die geliebte Wiese zu verlassen. Ihn begleitet der Führer, der weiß, dass der Protagonist Angst von dem langen Weg und kommenden Schwierigkeiten hat, es ist ihm aber auch bekannt, dass er sich nach eigenem Willen auf diesen Weg gemacht hat. In seinen Gedanken bedauert der Protagonist, dass er noch gestern nach großen Abenteuer und Heldentaten gesehnt hat. Der Führer fragt, ob der Protagonist vielleicht umkehren will; ihm aber wird vollkommen klar, dass es keinen Weg zurück mehr gibt, und er folgt dem Führer.

Der Weg wird immer schwerer und dunkler, der Protagonist empfindet ständige Abneigung davon, hält aber nicht an, sondern kämpft mit letzten Kräften gegen die Hindernisse und gegen eigenen Unwillen, der immer stärker wird. Er will stehenbleiben, ist aber bewusst, dass er es nicht tun darf. Außerdem, der Rückkehr ist für ihn schon längst nicht mehr möglich. Der Führer ermutigt ihn, indem er bei jedem Schritte in Takt singt: „Ich will, ich will!“ und erwartet, dass auch der Protagonist mitsingt. Der weigert sich aber und singt am Anfang nicht „ich will“, sondern „ich muss“, nach einiger Zeit aber wiederholt er die Worte des Führers und spürt, dass er jetzt wirklich weitergehen will. Der Führer und der Protagonist steigen auf den Gipfel des Berges. Sie stehen zusammen auf dem schmalen steinernen Gipfel, wo ein Baum steht, auf dem der schwarze Vogel sitzt. Über ihnen ist nur der weite klare Himmel, die Sonne scheint blendend in ihre Augen. Der lange und schwere Weg ist vorbei, doch der Protagonist empfindet nichts als Leere, Einsamkeit und Grauen. Der schwarze Vogel fliegt weg; der Führer springt vom Gipfel herunter; der Protagonist folgt ihm, und der Sturz erscheint ihm wie ein befreiender Flug zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Kunstmärchens im 20. Jahrhundert und stellt die Forschungsziele hinsichtlich der Analyse von Hesses „Der schwere Weg“ dar.

2 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Hintergrund der Jahrhundertwende, den Einfluss des Ersten Weltkriegs sowie prägende biographische Ereignisse im Leben Hermann Hesses.

3 DAS MÄRCHEN UND SEINE SYMBOLIK: Der Hauptteil bietet eine Inhaltszusammenfassung, einen Gattungsvergleich mit Volksmärchen sowie eine detaillierte Deutung der im Werk enthaltenen Symbole.

4 SCHLUSS: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont den Charakter des Werkes als Selbstanalyse, dessen allgemeingültige Moral zeitlos bleibt.

Schlüsselwörter

Hermann Hesse, Der schwere Weg, Kunstmärchen, Volksmärchen, Symbolik, Psychoanalyse, Erster Weltkrieg, Lebensweg, Entstehungsgeschichte, Jahrhundertwende, Jugendkrisen, Selbstanalyse, Ausdrucksliteratur, Todessehnsucht, Moderne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Märchen „Der schwere Weg“ von Hermann Hesse aus dem Jahr 1916 unter Berücksichtigung literarischer, biographischer und historischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Einfluss des Ersten Weltkriegs, die psychologische Entwicklung des Autors sowie die symbolische Gestaltung menschlicher Lebenswege.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entstehung des Märchens zu kontextualisieren, es hinsichtlich seiner symbolischen Sprache zu deuten und es von der klassischen Gattung des Volksmärchens abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literatursystematische Analyse, die biographische Forschung mit einer werkimmanenten Interpretation der enthaltenen Symbole und Motive kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte, eine detaillierte Inhaltsanalyse, einen Vergleich mit volksmärchenhaften Strukturen sowie eine tiefgreifende symbolische Deutung der Figuren und Szenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Autor und seinem Werk sind Begriffe wie Psychoanalyse, Symbolik, Lebensweg und die Gattung des Kunstmärchens prägend für die wissenschaftliche Untersuchung.

Wie deutet die Autorin den „Führer“ im Märchen?

Die Autorin interpretiert den „Führer“ als eine symbolische Erzieherfigur – etwa als Lehrer, Elternteil oder Mentor –, die dem Protagonisten hilft, schwierige Lebensphasen und innere Konflikte zu bewältigen.

Was symbolisiert der Sturz am Ende des Märchens?

Der Sturz wird als Tod gedeutet, der jedoch im Kontext des Werkes nicht als reines Ende, sondern als „befreiender Flug“ und Übergang in eine andere Existenzebene verstanden wird.

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Details

Title
Hermann Hesse. Der schwere Weg (Kunstmärchen)
Subtitle
Analyse der Symbolik
College
Aristotle University of Thessaloniki
Grade
sehr gut (9/10)
Author
Olga Lantukhova (Author)
Publication Year
2008
Pages
11
Catalog Number
V150621
ISBN (eBook)
9783640620616
ISBN (Book)
9783640620890
Language
German
Tags
Hermann Hesse Kunstmärchen Der schwere Weg Unterbewusstsein Symbolik Analyse Entstehungsgeschichte Jahrhundertwende Kunstmärchen des 20. Jahrhunderts Volksmärchen Psychoanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olga Lantukhova (Author), 2008, Hermann Hesse. Der schwere Weg (Kunstmärchen), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150621
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