Die Hausarbeit stellt das Konzept des Corporate Citizenship vor und stellt dabei die Zusammenarbeit von Unternehmen mit gemeinnützigen Organisationen vor. Die theoretischen Zusammenhänge zur Kooperation von Unternehmen und NGOs werden dann am Beispiel der Partnerschaft von Migros und dem WWF untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen – Eine Begriffsklärung
2.1 Corporate Social Responsibility
2.2 Corporate Citizenship
2.3 Akteure und Verortung des Themas
3. Beziehungen zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen
3.1 Wandel im Verhältnis – Von Misstrauen und Philanthropie zu gleichberechtigten Partnerschaften?!
3.2 Zusammenarbeit in Zahlen – aktueller quantitativer Forschungsstand
3.3 Nutzen von Kooperationen
3.4 Schwierigkeiten und Probleme in der Zusammenarbeit
3.5 Faktoren einer gelingenden Kooperation
3.5.1 Gegenseitige Erwartungen
3.5.2 Partnersuche
3.5.3 Hinweise für eine erfolgreiche Zusammenarbeit
3.6 Zwischenfazit und Überleitung
4. Migros Palm Oil Case
4.1 Ausgangslage
4.2 Phase 1: 1999-2001 Strategie, Vorgehen und Ergebnis
4.3 Phase 2: 2001-2005 Strategie, Vorgehen und Ergebnis
4.4 Analyse
5. Vergleich und Bewertung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen (NPOs) im Kontext von Corporate Social Responsibility (CSR) und Corporate Citizenship (CC). Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für solche Partnerschaften zu identifizieren und diese anhand einer Fallstudie zur nachhaltigen Palmölproduktion des Schweizer Konzerns Migros in der Praxis zu evaluieren.
- Grundlagen und theoretische Einordnung von CSR und Corporate Citizenship
- Analyse der Beziehungsdynamik und Barrieren zwischen Wirtschaft und Drittem Sektor
- Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren für intersektorale Kooperationen
- Praxisnahe Fallstudie: Der Migros Palm Oil Case als Best-Practice-Beispiel
Auszug aus dem Buch
4.2 Phase 1: 1999-2001 Strategie, Vorgehen und Ergebnis
Nach der Lektüre des Artikels begann Robert Keller mit einer intensiveren Recherche zur Thematik: Er stieß auf Berichte über die unkontrollierte Brandrodung von Regenwaldgebieten für den Anbau von Palmölplantagen und die Aktionen des WWF Schweiz zur Information der Verbraucher. Es entstand die Sorge, dass in Verbindung mit der Darstellung des Tagesanzeigers eine Gefahr für die Reputation von Migros und das Kaufverhalten der Kunden entstehen könnte. In der Folge wurde zunächst eine Verteidigungsstrategie entwickelt, in deren Zentrum ein lancierter Leserbrief steht, der den Verbrauch von Palmöl in Europa verharmloste und den Anbau unter nachhaltigeren Methoden dauerhaft als notwendig rechtfertigte. Das Ziel dieser Aktion war es, die Konsumenten zu beruhigen und so einen wenig sinnvollen Boykott von Palmölprodukten zu verhindern. Gleichzeitig gewann man so Zeit für Erarbeitung einer CC-Strategie.
In der Folge begann man damit, dass konkrete Problem zu identifizieren und einen geeigneten Akteur zum Aufbau von Vertrauen, Erfahrung und letztendlich einer Partnerschaft zu suchen. Der im Zeitungsartikel genannte Kontakt zur Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Bruno Manser Fonds, welche sich insbesondere für die Rechte der Regenwaldbevölkerung einsetzen, führte zunächst zu keinem Ergebnis, doch bei der Nachfrage bei Managern der Nachhaltigkeitsabteilung von Migros wurde man fündig: Bereits seit 1997 verfügte der Konzern über eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem WWF, so dass Anfang des Jahres 2000 eine Kontaktanbahnung mit dem WWF Schweiz zum Aufbau einer nachhaltigen Palmölproduktion gestartet wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Thematik, der Forschungsfrage sowie des methodischen Vorgehens anhand der Fallstudie Migros.
2. Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen – Eine Begriffsklärung: Theoretische Abgrenzung der Konzepte Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship sowie der beteiligten Akteursgruppen.
3. Beziehungen zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen: Detaillierte Analyse des Wandels in den Beziehungen zwischen beiden Sektoren, inklusive Herausforderungen, Nutzen und Erfolgsfaktoren.
4. Migros Palm Oil Case: Detaillierte Darstellung des Prozesses der Zusammenarbeit zwischen Migros und dem WWF zur Zertifizierung von nachhaltigem Palmöl.
5. Vergleich und Bewertung: Kritische Übertragung der theoretischen Erkenntnisse aus Kapitel 3 auf die praktische Umsetzung im Migros-Fall.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, Corporate Citizenship, Non-Profit-Organisationen, Partnerschaft, Nachhaltigkeit, Palmöl, Migros, WWF, Kooperationsmanagement, Sozialkapital, Unternehmensethik, Unternehmensverantwortung, Best-Practice, stakeholder, Drittes Sektor.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen im Rahmen gesellschaftlichen Engagements und untersucht, unter welchen Bedingungen solche Kooperationen erfolgreich sind.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Begriffe CSR und Corporate Citizenship, die Dynamik zwischen den Sektoren sowie praktische Methoden, wie Unternehmen und NPOs gemeinsam nachhaltige Ziele erreichen können.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, sowohl theoretische Erfolgsfaktoren für intersektorale Kooperationen zu definieren als auch deren praktische Anwendung anhand einer Fallstudie zu validieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer fundierten Einzelfallstudie (Fallbeispiel: Migros Palm Oil Case).
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von Kooperationshindernissen und -chancen sowie die detaillierte Analyse der Strategien und Vorgehensweisen im Migros-Projekt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Corporate Citizenship, NPO-Kooperationen, nachhaltiges Management und Stakeholder-Dialog.
Warum wurde gerade der Migros Palm Oil Case als Fallbeispiel gewählt?
Dieser Fall dient als prominentes Beispiel für eine erfolgreiche, strategisch orientierte Zusammenarbeit zwischen einem großen Konzern und einer bedeutenden Umweltorganisation, die zur weltweiten Standardisierung führte.
Welche Rolle spielt der WWF in diesem Fallbeispiel?
Der WWF Schweiz fungiert als strategischer Partner von Migros, der durch fachliche Expertise und Glaubwürdigkeit maßgeblich zur Entwicklung der Zertifizierungsstandards für nachhaltiges Palmöl beigetragen hat.
Welche zentrale Schlussfolgerung zieht der Autor für die Praxis?
Der Autor schlussfolgert, dass erfolgreiche Kooperationen eine langfristige Strategie, gegenseitiges Vertrauen auf Augenhöhe und eine professionelle Ausgestaltung erfordern, um über bloße Symbolik hinaus einen echten Mehrwert für alle Beteiligten zu generieren.
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- Dipl. Sozpäd./Sozarb. (FH) Rene Böhme (Author), 2009, Zusammenarbeit von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen im Rahmen des Corporate Citizenship, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150676