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Wie viel Nationalsozialismus steckt in der gegenwärtigen Pädagogik? Johanna Haarer und ihre Wirkung

Titre: Wie viel Nationalsozialismus steckt in der gegenwärtigen Pädagogik? Johanna Haarer und ihre Wirkung

Dossier / Travail , 2024 , 28 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Maximilian Witzke (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Erziehungsmethoden Haarers über den Nationalsozialismus hinausgewirkt haben und ob sie auch in der gegenwärtigen Pädagogik noch präsent sind. Aus den Umständen, dass nicht nur die erziehungswissenschaftliche Aufarbeitung von Macht- und Gewaltausübung in erzieherischen Kontexten unzufriedenstellend ist, sondern auch die im Nationalsozialismus praktizierte Pädagogik einen gravierenden Forschungsbedarf aufweist, gleichzeitig aber die Erziehungsmethoden der schwarzen Pädagogik immer subtiler geworden sind, ergibt sich die Relevanz und die Aktualität der vorliegenden Arbeit.

Um die Forschungsfrage der Arbeit fundiert beantworten zu können, werden zunächst die relevanten Grundlagen und der historische Kontext des Gegenstands erläutert, wobei kurz auf die Biografie Johanna Haarers, die ‚schwarze Pädagogik‘ im Allgemeinen und die Erziehung im Nationalsozialismus eingegangen wird. Im Weiteren wird dann der Erziehungsratgeber ‚Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind‘ im Hinblick auf die Erziehungsmethoden und -ratschläge analysiert. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich aufgrund ihres limitierten Umfangs auf die Analyse dieser Publikation Johanna Haarers. Nachfolgend sollen dann die (langfristigen) Wirkungen der Erziehungsvorgaben Haarers thematisiert werden. Dabei werden zunächst die direkten Folgen dieser Erziehung für Kinder erörtert. Daraufhin wird dann das Phänomen der 'transgenerationalen Weitergabe' im thematischen Kontext behandelt. Auf Basis dessen werden dann Kontinuitäten und Brüche der Erziehungsansichten Haarers aufgezeigt, woraufhin letztlich eine kritische Reflexion des Erarbeiteten stattfinden soll. So soll abschließend die Frage beantwortet werden, inwiefern die Erziehungsvorgaben Haarers über die NS-Zeit hinausgewirkt haben und ob sie auch in der heutigen Pädagogik noch präsent sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HAUPTTEIL

2.1 GRUNDLAGEN UND HISTORISCHER KONTEXT

2.1.1 Biografische Hintergründe zu Johanna Haarer

2.1.2 Schwarze Pädagogik

2.1.3 Erziehung im Nationalsozialismus

2.1.4 Zwischenfazit

2.2 JOHANNA HAARERS ERZIEHUNGSRATGEBER ‚DIE DEUTSCHE MUTTER UND IHR ERSTES KIND‘

2.2.1 Allgemeine Informationen zum Werk

2.2.2 Inhaltsanalyse des Erziehungsratgebers

2.2.3 Zwischenfazit

2.3 (NACH-)WIRKUNGEN HAARERS AUF HEUTIGE ERZIEHUNGSMETHODEN

2.3.1 Direkter Einfluss und Folgen auf und für Kinder

2.3.2 Transgenerationale Weitergabe

2.3.3 Kontinuitäten und Brüche der Ansichten Haarers

2.4 KRITISCHE REFLEXION

3. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwiefern die Erziehungsmethoden von Johanna Haarer, die maßgeblich durch nationalsozialistische Ideologie geprägt waren, über die NS-Zeit hinaus in der gegenwärtigen Pädagogik präsent sind und wirken.

  • Historische Einordnung der "Schwarzen Pädagogik" und der Ideologie des Nationalsozialismus.
  • Analyse des Erziehungsratgebers "Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind" von Johanna Haarer.
  • Untersuchung der direkten Folgen für betroffene Kinder und der Mechanismen transgenerationaler Weitergabe von Traumata.
  • Identifikation von Kontinuitäten und Brüchen innerhalb aktueller Erziehungspraktiken und populärer Ratgeber-Literatur.
  • Kritische Reflexion über die Bedeutung einer gewaltfreien Pädagogik in der modernen Erziehungspraxis.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Schwarze Pädagogik

Der Begriff ‚schwarzen Pädagogik‘ beschreibt repressive Erziehungsmethoden, die auf Gewalt, Zwang, Einschüchterung und Manipulation basieren. Die Grundgedanken dieser Erziehungsmethodik bestehen dabei aus der Unterwerfung des Erziehenden durch den Erzieher und dem Einsatz von Bestrafung bei Ungehorsam. Überall dort, wo Kinder wissentlich an Körper und Seele durch erzieherische Eingriffe gedemütigt, verletzt und sogar misshandelt werden, sind Elemente ‚schwarzer Pädagogik‘ im Werke. Historisch betrachtet, gibt es diese Elemente seit Beginn der kindlichen Erziehung. Seit dem 18. Jahrhundert beinhalten auch Erziehungsratgeber eine Vielzahl von Erziehungsratschlägen aus dem Bereich der schwarzen Pädagogik, welche oftmals durch zeitgenössische Erziehungsziele bedingt sind. Aus Sicht der ‚schwarzen Pädagogik‘ wird angenommen, dass die Natur des Kindes böse sei, weshalb es allein durch Erziehung zum Guten gelangen könne. Der Erzieher sieht im Kind den potenziellen Feind, weshalb er seine Aktivitäten dauernd kontrollieren muss. Daraus ergibt sich ein „starrerer Erziehungsanspruch“, welcher mit teils „brutalen Praktiken“ durchgesetzt wird. So soll beispielsweise Prügel vorsorglich dienen, da pädagogisch eingesetzte Schläge und Hiebe ausschließlich gut gemeint seien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema der NS-Erziehungsmethoden ein, stellt die Relevanz der pädagogischen Schriften von Johanna Haarer dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich deren Fortwirken in der heutigen Gesellschaft.

2. HAUPTTEIL: Dieser Abschnitt bietet eine fundierte Analyse der historischen Grundlagen, untersucht Haarers einflussreiche Werke detailliert und diskutiert die Auswirkungen ihrer pädagogischen Ansätze auf Kinder sowie die transgenerationale Weitergabe von Erziehungsmustern bis in die Gegenwart.

3. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass nationalsozialistisch geprägte Erziehungselemente von Johanna Haarer teilweise weiterhin in der heutigen Pädagogik und Erziehungsliteratur zu finden sind, was eine kritische Reflexion notwendig macht.

Schlüsselwörter

Johanna Haarer, Schwarze Pädagogik, Nationalsozialismus, Erziehungsratgeber, NS-Pädagogik, Transgenerationale Weitergabe, Erziehungsmethoden, Gewaltfreie Erziehung, Kindheit, NS-Ideologie, Erziehungspraxis, Konditionierung, Bindungsfähigkeit, Elternschaft, Autoritäre Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern die während der Zeit des Nationalsozialismus propagierten Erziehungsmethoden der Autorin Johanna Haarer bis in die gegenwärtige Pädagogik und aktuelle Ratgeberliteratur fortwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der „Schwarzen Pädagogik“, die ideologische Indoktrination des Kindes im NS-Staat sowie die psychologischen Auswirkungen von Erziehung durch Zwang, Manipulation und Bindungsentzug.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die als autoritär und normativ geltenden Erziehungsvorgaben Haarers, die einst den NS-Staat stützen sollten, heute noch in pädagogischen Praktiken oder modernen Erziehungsvorstellungen präsent sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bearbeitung verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Betrachtung der Erziehungsschriften von Johanna Haarer vorgenommen, ergänzt durch historische Kontextualisierung und eine Reflexion über die transgenerationale Weitergabe traumatischer Erziehungserfahrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung historischer Grundlagen, eine detaillierte Inhaltsanalyse von Haarers Ratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ sowie eine Untersuchung aktueller Spuren dieser Methoden in der heutigen Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die gesamte Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Johanna Haarer“, „NS-Pädagogik“, „Schwarze Pädagogik“, „transgenerationale Weitergabe“ und „autoritäre Erziehung“ charakterisiert.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss von TV-Formaten wie „Super Nanny“?

Die Arbeit erkennt in solchen Mediensendungen, die auf rigide Sanktionsmechanismen und Drill setzen, strukturelle Kontinuitäten zur „Schwarzen Pädagogik“, da auch dort Disziplin und Gehorsam gegenüber dem Erzieher in den Vordergrund gestellt werden.

Welches Fazit zieht der Autor hinsichtlich einer gewaltfreien Erziehung heute?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass trotz gesetzlicher Vorgaben zur gewaltfreien Erziehung viele durch Haarer propagierte Verhaltensweisen in der heutigen Gesellschaft noch nicht vollständig delegitimiert sind, was das Bedürfnis nach einer kritischen Auseinandersetzung unterstreicht.

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Résumé des informations

Titre
Wie viel Nationalsozialismus steckt in der gegenwärtigen Pädagogik? Johanna Haarer und ihre Wirkung
Université
University of Education Ludwigsburg  (Institut für Sozialwissenschaften)
Cours
Leben? Oder? Theather? Deutsch-jüdische Geschichte erzählt im Werk Charlotte Salomons
Note
1,0
Auteur
Maximilian Witzke (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
28
N° de catalogue
V1506906
ISBN (PDF)
9783389071540
ISBN (Livre)
9783389071557
Langue
allemand
mots-clé
Pädagogik Schwarze Pädagogik Nationalsozialismus Johanna Haarer
Sécurité des produits
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Citation du texte
Maximilian Witzke (Auteur), 2024, Wie viel Nationalsozialismus steckt in der gegenwärtigen Pädagogik? Johanna Haarer und ihre Wirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1506906
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Extrait de  28  pages
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