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Gleichstellung innerhalb der Polizei. Die Neuregelung der Frauenförderung

Title: Gleichstellung innerhalb der Polizei. Die Neuregelung der Frauenförderung

Research Paper (undergraduate) , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Simon Brost (Author)

Organisation and administration - Public administration
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In der folgenden Hausarbeit wird im Rahmen einer qualitativen Forschung die Gleichstellung innerhalb der Polizeibehörde von Nordrhein-Westfalen untersucht, welche in Form von zwei offenen Leitfadeninterviews durchgeführt wurde. Daraus soll die Forschungsfrage, ob eine Neuregelung der Frauenförderung notwendig ist, beantwortet werden.

Männer und Frauen arbeiten heutzutage in der deutschen Polizei zusammen und verfügen im Rahmen der Gleichberechtigung über dieselben Rechte und Pflichten, welcher der Polizeiberuf mit sich bringt. Dies ist in dem Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-Westfalen festgeschrieben, welches 1999 verabschiedet wurde.

Zum 1. Juli 2016 beschloss die Rot-Grüne Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine Neuregelung der Frauenförderung bzw. ein neues Landesgleichstellungsgesetz. Dabei sollen Frauen nach dem § 19 LBG-E (6) (Anhang A: Gesetzestext § 19 LBG-E), welche „im Wesentlichen gleiche Eignung“ (DerWesten 2016) vorweisen, den männlichen Beamten bei Beförderungen bevorzugt werden. Die Neuregelung wurde vorerst nach dem Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgericht für verfassungswidrig erklärt (ebd.).

Die Landesregierung hält offiziell aber „[…] ihre neuen Vorschriften zur Frauenförderung für unangreifbar und will sie zur Not bis zum Europäischen Gerichtshof verteidigen“ (RP-Online 2016). Ziel der neuen Frauenförderung ist es, die Quote von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen (Papier/Heidebach 2014), da diese in höheren Position unterpräsentiert sind (Land Nordrhein-Westfalen).

Dies wirft die Frage auf, ob eine Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung innerhalb des Forschungsfeldes der Polizei Nordrhein-Westfalen vorliegt und ob eine Neuregelung der Frauenförderung überhaupt notwendig und im Sinne der Frauen innerhalb der Polizei ist.
Bisher fehlt es allerdings in Deutschland „[...] an einer geschlechtsspezifischen theoretischen und empirischen repräsentativen polizeiwissenschaftlichen Forschung bzw. die derzeit vorliegende kann als defizitär betrachtet werden“ (Gillessen 2014, zit. in Schmidt/Feltes 2015).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verfahrensweise der qualitativen Forschung

2.1 Einführung in die Forschungsmethode

2.2 Forschungsdokumentation

2.3 Forschungsfrage

3. Interpretationen

3.1 Gleichstellung im polizeilichen Alltag

3.2 Die Neuregelung der Frauenförderung

4. Fazit

5. Reflexion des Forschungsprozesses

Zielsetzung & Forschungsthemen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen und die Notwendigkeit der Neuregelung der Frauenförderung innerhalb der Polizei Nordrhein-Westfalen im Kontext der Gleichstellung, um zu eruieren, ob die gesetzlichen Anpassungen im Arbeitsalltag der Beamten als gerechtfertigt empfunden werden.

  • Aktueller Stand der Gleichstellung im Polizeidienst
  • Wahrnehmung der Neuregelung zur Frauenförderung
  • Einfluss der Frauenförderung auf das Arbeitsverhältnis
  • Qualitative Analyse mittels Leitfadeninterviews
  • Diskurs über Leistungsgerechtigkeit versus Geschlechterquote

Auszug aus dem Buch

3.1 Gleichstellung im polizeilichen Alltag

Interviewer: „Was können sie uns zu dem aktuellen Arbeitsverhältnis zwischen Männern und Frauen im Wach- und Wechseldienst nach eigenen Erfahrungen erzählen?“

Frau Müller: „/Ehm/ ((müde)) wie schon gesagt, .. bei den Kollegen wurden manche Kolleginnen, welche eine Barbiefigur hatten und sich wie ein Püppchen benommen haben nicht ernst genommen. Aber andere Kolleginnen, die sich nicht anstellen. Die wurden akzeptiert .. aber das war bei den Männern genauso. /Ehm/ .. es kommt halt auf die Person an, wie man sich gibt halt! Das hat heute nichts mehr mit dem Geschlecht zu tun, daher denke ich .. dass das Arbeitsverhältnis normal halt, positiv ist. ((ehrliches lächeln, leicht lachend)) .. Gleichgestellt halt. Da gibt es keinen der sagt, ich fahre nicht mit nem Mann oder ner Frau.“

Frau Müller wird nach dem aktuellen Arbeitsverhältnis zwischen Männern und Frauen im Wach- und Wechseldienst befragt, worauf sie es als gleichgestellt beschreibt. Sie macht die Akzeptanz der weiblichen Kollegen von ihrem Verhalten abhängig. Gleichzeitig weist sie daraufhin, dass auch die männlichen Kollegen für ihre Akzeptanz in der Gruppe arbeiten müssen. Personen, welche eher zierlich („Barbiefigur“) gebaut sind, müssen mehr an ihrer Akzeptanz arbeiten als andere.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die gesetzliche Ausgangslage der Frauenförderung in Nordrhein-Westfalen und führt in die zentrale Forschungsfrage nach der Notwendigkeit dieser Neuregelung ein.

2. Verfahrensweise der qualitativen Forschung: Erläutert die methodische Herangehensweise mittels offener Leitfadeninterviews und die Dokumentation der Untersuchungspartner.

3. Interpretationen: Analysiert transkribierte Interviewpassagen zu Arbeitsalltag und Frauenförderung unter Anwendung einer qualitativen Inhaltsanalyse.

4. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Neuregelung in der Polizei weitgehend als unnötige Einmischung empfunden wird.

5. Reflexion des Forschungsprozesses: Kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Durchführung und der Entwicklung der Forschungsfrage während des Projekts.

Schlüsselwörter

Gleichstellung, Frauenförderung, Polizei, Nordrhein-Westfalen, qualitative Forschung, Leitfadeninterviews, Beförderung, Geschlechtergerechtigkeit, Arbeitsverhältnis, Personalrat, Polizeidienst, Gleichberechtigung, Leistungsgerechtigkeit, Diskriminierung, Organisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Gleichstellungssituation von Männern und Frauen innerhalb der Polizei in Nordrhein-Westfalen sowie die Akzeptanz und Notwendigkeit der Neuregelung zur Frauenförderung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Der Fokus liegt auf der Diskrepanz zwischen politischer Vorgabe und der gelebten Realität auf den Dienststellen, insbesondere in Bezug auf Beförderungspraktiken und das Arbeitsklima.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob eine Neuregelung der Frauenförderung notwendig ist oder ob sie das vertrauensvolle Arbeitsverhältnis zwischen männlichen und weiblichen Polizisten eher belastet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die qualitative Sozialforschung und hat dazu zwei narrative Leitfadeninterviews mit Bediensteten der Polizei ausgewertet.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt?

Im Hauptteil steht die Analyse von subjektiven Einschätzungen der Untersuchungspartner zu ihrer beruflichen Laufbahn und der aktuellen Gesetzeslage zur Frauenförderung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit erfassen?

Gleichstellung, Frauenförderung, Polizei, Beförderung und Geschlechtergerechtigkeit sind die zentralen Begriffe der Publikation.

Welche Position vertritt der befragte Personalratsangehörige?

Herr Schäfer hält die aktuellen Fördermaßnahmen für ausreichend und begegnet der Neuregelung skeptisch, da er sie bei Beförderungen für das Leistungsprinzip als kontraproduktiv erachtet.

Wie bewerten die Untersuchungsteilnehmer das aktuelle Arbeitsverhältnis?

Das Arbeitsverhältnis wird übereinstimmend als positiv und gleichgestellt beschrieben, wobei Professionalität und persönliches Verhalten für die Akzeptanz entscheidender sind als das Geschlecht.

Warum wird die Neuregelung von den Befragten als problematisch wahrgenommen?

Da die Beteiligten das Arbeitsumfeld bereits als gleichgestellt betrachten, wird die Neuregelung als künstliche Bevormundung wahrgenommen, die das Vertrauensverhältnis stören und einen „Geschlechterkampf“ provozieren könnte.

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Details

Title
Gleichstellung innerhalb der Polizei. Die Neuregelung der Frauenförderung
College
University of Kassel  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Qualitative Forschungsmethoden
Grade
1,7
Author
Simon Brost (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V1506964
ISBN (eBook)
9783389072943
ISBN (Book)
9783389072950
Language
German
Tags
Qualitative Forschungsmethode Gleichstellung Frau Polizei Frauenförderung Neuregelung Forschungsdokumentation Interview Forschungsmethode Forschungsfrage Gleichberechtigung Landesgleichstellungsgesetz NRW Nordrhein-Westfalen Landesregierung Leitfadeninterview
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Brost (Author), 2017, Gleichstellung innerhalb der Polizei. Die Neuregelung der Frauenförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1506964
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