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Gilden im Mittelalter

Ihr Streben und ihre rechtliche Begründung

Title: Gilden im Mittelalter

Term Paper , 2010 , 34 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Pia-Loreen Kramm (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Die Klärung der rechtlichen Stellung und Privilegien der Gilden sowie ihrer Merkmale, Aufnahmebedingungen und weitreichenden Folgen in der mittelalterlichen Gesellschaft und eben auch für die Stadtentwicklung, wurde und wird eine große Bedeutung beigemessen.
Aufgrund dessen möchte ich mich in meiner Hausarbeit dem Thema:"Gilden im Mittelalter - ihr Streben und ihre rechtliche Begründung" widmen. Mich dabei jedoch auf die Blütezeit der
Kaufleutegenossenschaft beschränken und ihre Frühformen und den Verlust ihrer Funktionen im Verlauf nur erwähnen.
Da es im Mittelalter nur sehr begrenzt zur schriftlichen Fixierung kam, und neben den Statuten und Rechtstexten, Kaufmannsbücher, die Auskunft über private Eindrücke vermittelten, wohl eher die Ausnahme waren, fällt es schwer konkrete Aussagen zum Beispiel über das soziale Leben der Gilde zu treffen.
Trotz der schwierigen Quellenlage ist die Gilde doch ein viel und oft behandeltes Thema, das besonders häufig im Zusammenhang mit Zunft und Innung Eingang in die Forschung findet.
Auch bei der Gliederung meiner Arbeit war ich bemüht dies zu berücksichtigen, indem ich den Gildebegriff erst versuche zu definieren, um ihn anschließend in Abgrenzung zu den anderen
Genossenschaften zu stellen.
Des weiteren gehe ich auf die drei wesentlichen Punkte ein, die beim Eintritt in die Gilde von Nöten waren, und in diesem Zusammenhang auch auf die Beträge, die damit fällig wurden.
Einen Schwerpunkt setzte ich in meiner Hausarbeit in den Gildemerkmalen, die ich einzeln unterteile und deren Aussagekraft für die Gilde somit noch unterstrichen werden soll.
Als wesentlich kann auch die Rechtsgültigkeit und das Privileg erachten. Auf die ich durch das Klären von Bedeutsamkeit für Privilegiengeber und -empfänger und die damit verbundenen Rechte und Pflichten, näher eingehen möchte.
Zuletzt will ich auch auf die weitergehenden Auswirkungen der Gilde zu sprechen kommen, den Einfluss dieser Verbindung beleuchten und ihre Vorbildfunktion für die Stadtentwicklung hinterfragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gilden im Mittelalter – Begriff

a) Gilde

b) Abgrenzungen

3. Zugangsvoraussetzungen

a) Erwerb der Bürgerrechte

b) Nachweis über eheliche Geburt

c) “Ehrbarer Lebenswandel“

d) Beiträge

4. Merkmale

a) Gemeinschaft des Berufes

b) Ortsansässigkeit

c) Eidgenossenschaft

d) Ein bruderschaftliches Verhältnis

e) Das Convivium

(1) Gildehäuser

f) Religiosität – in Kult und Totenmemoria

g) Hilfe, Frieden und Schutz

h) Organisation und personelle Strukturierung

i) Gildekasse – Umgang mit Geld und Reichtum

5. Rechtsgültigkeit und Privileg

a) Privileg – seine Bedeutung, Donatoren und Empfänger

b) Konkrete Rechte und Pflichten

c) Privilegien und Rechte – an Boden gebunden

d) Verfassung und Rechtsgültigkeit in der mittelalterlichen Stadt

e) Weiterentwicklung des Marktrechts zum Kaufmannsrecht

6. Weitergehende Auswirkungen der Gilde

a) Einfluss der Gilde – Verhältnis von Rat und Gilde in der Stadt

b) Vorbildfunktion für die Stadtentwicklung

7. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die rechtliche Stellung, die Privilegien sowie die Merkmale mittelalterlicher Gilden zu untersuchen und ihre Auswirkungen auf die städtische Gesellschaft und die Stadtentwicklung zu analysieren.

  • Definition des Gildebegriffs und Abgrenzung zu anderen Genossenschaften.
  • Untersuchung der Zugangsvoraussetzungen und der sozialen Struktur der Gildemitglieder.
  • Analyse der rechtlichen Grundlagen, Privilegien und der Rolle der Gilden im städtischen Rechtsgefüge.
  • Erforschung der Wechselbeziehung zwischen Gilden und dem städtischen Rat.
  • Bewertung der Gilden als Vorbild für die mittelalterliche Stadtentwicklung.

Auszug aus dem Buch

a) Gemeinschaft des Berufes

Dieser wirtschaftliche Aspekt bewegte Menschen im Mittelalter sich auch und im besonderen aufgrund ihrer beruflichen Interessen in Gilden zusammenzuschließen. Kaufleute waren so eher dazu geneigt sich in den gleichen Handelsrichtungen zusammenzufinden, um die Wahrung ihrer „Interessen in Rechts- und Handelsfragen“ gesichert zu wissen. Die Angehörigkeit zu dem selben Beruf, genauer gesagt der gleichen Handelsrichtung ermöglichte es nicht nur berufsspezifische Inhalte und Schwerpunkte für die Gildeatzung und damit der Regelung des internen Lebens leichter und schneller zu erarbeiten und von der jeweiligen Herrschaft und dem Magistrat bestätigen zu lassen. Es brachte vor allem die Möglichkeit hervor, auf diesen Wirtschafts- beziehungsweise Handelszweig seinen alleinigen Anspruch geltend zu machen. Von wachsender Bedeutung schien die so entstehende Monopolgenossenschaft zu sein, als „der Emanzipationsdrang der Handwerker und Kleinhändler die wirtschaftliche Vormachtstellung der Kaufleute bedrohte“. Vereintes Handeln und politisches Tätigwerden waren Folge dieses Zusammenschlusses von Kaufleuten. Auch über die verschiedenen Städte hinaus, wurden zwischen den Fernhändlern Handelsgesellschaften gegründet, die einem einzelnen Handel dienten und für längere Zeit Bestand hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der rechtlichen Stellung und den Merkmalen von Gilden im Mittelalter befasst.

2. Gilden im Mittelalter – Begriff: Definition des Gildebegriffs und Differenzierung gegenüber anderen mittelalterlichen Genossenschaftsformen.

3. Zugangsvoraussetzungen: Analyse der Bedingungen für die Aufnahme in eine Gilde, einschließlich Bürgerrechten, Geburt und Ansehen.

4. Merkmale: Untersuchung der konstituierenden Merkmale der Gilden, wie Gemeinschaftssinn, Eid, religiöse Aspekte und wirtschaftliche Funktionen.

5. Rechtsgültigkeit und Privileg: Analyse der Verleihung von Privilegien durch die Herrschaft und die damit verbundenen Rechte und Pflichten.

6. Weitergehende Auswirkungen der Gilde: Untersuchung des Einflusses der Gilden auf das Verhältnis zum Stadtrat und ihre Vorbildrolle für die Stadtverfassung.

7. Abschlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion über die Rolle der Gilden als soziale und wirtschaftliche Akteure im mittelalterlichen Stadtgefüge.

Schlüsselwörter

Gilden, Mittelalter, Stadtentwicklung, Zünfte, Kaufleute, Genossenschaft, Privilegien, Eidgenossenschaft, Rechtspflege, Stadtverfassung, Soziale Sicherung, Handwerk, Städtisches Leben, Rechtsgeschichte, Bruderschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtliche Stellung, die strukturellen Merkmale und die gesellschaftliche Bedeutung von Gilden im mittelalterlichen Städtewesen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Definition des Gildebegriffs, die Zugangsvoraussetzungen, die Rolle der Gilden als Privilegengemeinschaft sowie ihr politischer Einfluss auf die Stadtentwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, das Streben der Gilden und deren rechtliche Begründung zu klären sowie den Einfluss dieser Vereinigungen auf die Entwicklung mittelalterlicher Städte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine historische Untersuchung, die auf der Analyse von zeitgenössischen Quellen (Statuten, Rechtsbriefen, Kaufmannsbüchern) und der Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Aufnahmebedingungen, organisatorischen Merkmalen (wie Eid und Gildekasse), der rechtlichen Absicherung durch Privilegien sowie der Interaktion mit der städtischen Obrigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gilden, mittelalterliche Stadtentwicklung, Privilegien, Genossenschaftswesen und Rechtsgeschichte charakterisiert.

Welche Rolle spielte die Religion innerhalb der Gilden?

Religion war ein wesentlicher Bestandteil; Gilden dienten nicht nur wirtschaftlichen Zwecken, sondern agierten auch als Bruderschaften, die durch gemeinsame Gottesdienste, Heiligenverehrung und Totenmemoria den Zusammenhalt und das Seelenheil der Mitglieder förderten.

Wie lässt sich das Verhältnis zwischen dem städtischen Rat und den Gilden beschreiben?

Das Verhältnis war oft ambivalent und durch ein stetes Wechselspiel zwischen Machtkampf und notwendiger Kooperation zur Wahrung von Recht, Ordnung und wirtschaftlichem Wohlstand in der Stadt geprägt.

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Details

Title
Gilden im Mittelalter
Subtitle
Ihr Streben und ihre rechtliche Begründung
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Course
Genossenschaftliche Zusammenschlüsse in mittelalterlichen Städten
Grade
2,7
Author
Pia-Loreen Kramm (Author)
Publication Year
2010
Pages
34
Catalog Number
V150728
ISBN (eBook)
9783640622191
ISBN (Book)
9783640622641
Language
German
Tags
Gildebegriff Zugangsvoraussetzungen Merkmale Rechtsgültigkeit und Privileg Einfluss der Gilde Verhältnis von Gilde und Rat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia-Loreen Kramm (Author), 2010, Gilden im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150728
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