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August Wilhelm von Schlegels Porträtgedicht "Petrarca"

Titel: August Wilhelm von Schlegels Porträtgedicht "Petrarca"

Hausarbeit , 2023 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Lang (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit behandelt August Wilhelm von Schlegels Porträtgedicht "Petrarca" sowohl auf inhaltlicher als auf stilistischer Ebene anhand Petrarcas Leben und Werk. Bevor die eigentliche Analyse beginnt, wird genauer auf von Schlegel und Petrarca und die Geschichte des Sonetts eingegangen. Die Analyse umfasst die Charakteristika der Liebeslyrik Petrarcas, das Schema des Sonetts, den Aufbruch des etablierten weiblichen Schönheitsideals, das Motiv und den Namen Laura und die Ausdrucksweise und Metaphorik. Die Frage ist, inwiefern das Gedicht Petrarca diesen porträtiert. Das Ziel dieser Arbeit soll sein, die Funktion bzw. die Intention der formalen und semantischen Aspekte, die Schlegel bewusst eingearbeitet hat, zu verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Fakten über den Porträtierenden und den Porträtierten

2.1 Zur Person August Wilhelm von Schlegels und der Geschichte des Sonetts

2.2 Zur Person Petrarcas

3. Stilistische Analyse des Gedichts Petrarca anhand seines Lebens und Werks

3.1 Charakteristika der Liebeslyrik Petrarcas

3.2 Das Schema des Sonetts

3.3 Aufbruch des etablierten Schönheitsideals

3.4 Das Motiv und der Name Laura

3.5 Ausdrucksweise und Metaphorik

3.5.1 Hauptmotive – Gefühle und Natur

3.5.2 Sprachstil

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Sonett "Petrarca" von August Wilhelm von Schlegel. Ziel ist es, die funktionale und intentionale Bedeutung der von Schlegel gewählten formalen und semantischen Aspekte zu verstehen, indem das Gedicht in den Kontext von Petrarcas Leben, dessen Werk sowie der deutschen Sonettgeschichte gesetzt wird.

  • Analyse der Porträtfunktion in Schlegels Sonett im Bezug auf Petrarca.
  • Untersuchung der formalen Korrektheit und Struktur des Sonetts bei Schlegel.
  • Betrachtung von Motivik, Metaphorik und dem aufgebrochenen Schönheitsideal.
  • Vergleich der Bezugnahmen auf Petrarcas Leben mit dem poetischen Ausdruck im Gedicht.

Auszug aus dem Buch

3.1 Charakteristika der Liebeslyrik Petrarcas

Um das Motiv des Liebesleidens in der ersten Hälfte des Porträtgedichts zu erkennen, obwohl dort keine konkrete Nennung der weiblichen Figur erfolgt, ist Hintergrundwissen über Petrarcas Liebeslyrik notwendig. Seine Episteln handeln von der Liebe zu einer wunderschönen Frau namens Laura, welche keine individuelle Persönlichkeit, sondern die Weiblichkeit an sich verkörpert. Die Kernthematik seiner Liebeslyrik ist das „vergebliche[…] Werben um eine unerreichbare Dame, die durch physische und psychisch-moralische Vollkommenheit ausgezeichnet ist“. Schlegel bezeichnet Laura als eine Figur, die sich im Übergang zwischen Sterblichkeit und Verklärung befindet. Die Liebe zu Laura charakterisiert sich durch unbefriedigten Sexualtrieb und ihre Unerreichbarkeit, da sie den Verliebten nicht einmal beachtet, um ihren Status der absoluten Vollkommenheit zu wahren. Aufgrund dessen ist der ständige Liebesschmerz, der jedoch teilweise von hoffnungsvollen Momenten gestillt wird, ein wichtiges Thema; das Leiden, ein Wechselbad der Gefühle zwischen Freude und Schmerz, wird regelrecht genossen. Dies ist auch im Gedicht zu sehen: Zum einen wird Laura namentlich genannt und mit den Augen Petrarcas wahrgenommen – ein eindeutiges Zeichen ihrer Menschlichkeit –, aber im gleichen Zug wird von vorbeiziehenden Frühlingslüften und ihrem Aufenthaltsort hoch im Baum gesprochen, wodurch der Eindruck einer räumlichen und zugleich unüberbrückbaren Entfernung entsteht. Sie scheint zudem keinerlei Notiz von dem verliebten Mann zu nehmen; vonseiten der Frau erfolgt keine Reaktion und sie schweigt ihm gegenüber, was ihre Unerreichbarkeit unterstreicht. Die Verflechtung der Wörter Seligkeit, Pein und süß im selben Vers zeigen, wie eng Leiden und Genuss miteinander verbunden sind. Jedoch können die vergossenen Tränen und das Trauern anstatt der charakteristischen Überhöhung des Leidens auch eine sehnsuchtsvolle Nähe ausdrücken, was die Liebe Petrarcas in ein romantisches Licht stellen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk August Wilhelm von Schlegels ein und definiert die Forschungsfrage, wie Schlegel Petrarca in seinem gleichnamigen Porträtgedicht formal und semantisch darstellt.

2. Allgemeine Fakten über den Porträtierenden und den Porträtierten: Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund von August Wilhelm von Schlegel als Sonettist sowie die Bedeutung Petrarcas für die Literaturgeschichte und Schlegels Auseinandersetzung mit dessen Werk.

3. Stilistische Analyse des Gedichts Petrarca anhand seines Lebens und Werks: Das Hauptkapitel untersucht detailliert die Form, die Metaphorik, das Motiv des Liebesleidens, das Schönheitsideal und den Sprachstil des Gedichts in Bezug auf Petrarcas Schaffen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Schlegel durch die akribische Einhaltung der Sonettform und gezielte inhaltliche Verweise ein raffiniertes Porträt erstellt, das Petrarcas Genialität würdigt.

Schlüsselwörter

August Wilhelm von Schlegel, Petrarca, Sonett, Porträtgedicht, Liebeslyrik, Laura, Metaphorik, Petrarkismus, Schönheitsideal, Romantik, Literaturanalyse, Formstrenge, Sprachstil, Mythologie, Daphne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert das Sonett "Petrarca" von August Wilhelm von Schlegel und untersucht, wie dieses Gedicht den italienischen Dichter Petrarca porträtiert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Struktur des Sonetts, die Liebeslyrik Petrarcas, sowie der Umgang mit Motivik und Metaphorik in Schlegels Werk.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist das Verständnis der Funktion der formalen und semantischen Aspekte, die Schlegel bewusst in sein Gedicht eingearbeitet hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine stilistische Analyse, die das Gedicht vor dem Hintergrund von Petrarcas Leben und Werk sowie Schlegels Ansichten und der Sonettgeschichte betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Liebeslyrik, Sonettschema, dem Aufbruch etablierter Schönheitsideale, der Namenssymbolik (Laura) und einer umfassenden Analyse der Ausdrucksweise.

Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind August Wilhelm von Schlegel, Petrarca, Sonett, Porträtgedicht und Liebeslyrik.

Welche Rolle spielt die "Sonett-Verspätung" in der deutschen Literatur?

Die Arbeit thematisiert die späte Rezeption Petrarcas in Deutschland und wie Schlegel durch seine Arbeit zur Wiederbelebung dieser Gattung beitrug.

Warum wird der Name "Laura" in der Analyse so hervorgehoben?

Der Name ist zentral, da Petrarca mit dessen semantischen Möglichkeiten spielt, was Schlegel in seinem Porträtgedicht durch entsprechende Motive wie Frühlingslüfte und Lorbeer aufgreift.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
August Wilhelm von Schlegels Porträtgedicht "Petrarca"
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Department Germanistik und Komparatistik, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur)
Veranstaltung
Aufbauseminar: Porträtgedichte
Note
1,3
Autor
Katharina Lang (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
19
Katalognummer
V1507466
ISBN (eBook)
9783389073643
ISBN (Buch)
9783389073650
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gedicht Schlegel August Wilhelm Schlegel Porträtgedicht Petrarca Sonett Liebeslyrik Schönheit Laura Natur Gefühle Metaphorik Motiv sämmtliche Werke Gattung Humanismus Renaissance Petrarkismus Canzionere Dichtkunst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Lang (Autor:in), 2023, August Wilhelm von Schlegels Porträtgedicht "Petrarca", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1507466
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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