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Anorexia nervosa aus systemischer Perspektive. Familiäre Einflüsse und Risikofaktoren

Titel: Anorexia nervosa aus systemischer Perspektive. Familiäre Einflüsse und Risikofaktoren

Hausarbeit , 2022 , 37 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sandra Warnken (Autor:in)

Gesundheitswissenschaften - Gesundheitspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anorexia nervosa (Magersucht), einer Störung, die durch extremen Gewichtsverlust und seelische sowie körperliche Leiden gekennzeichnet ist. Das Risiko für Anorexie wird durch mediale Einflüsse und den gesellschaftlichen Schlankheitswahn erhöht. Aufgrund der gravierenden psychischen und körperlichen Folgen sowie der hohen Behandlungskosten stellt Anorexie eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem dar.

Die systemische Therapie, die den sozialen Kontext psychischer Störungen betont, wird als effektiver Ansatz hervorgehoben. Sie bezieht neben Patient:innen auch das Familiensystem ein und konzentriert sich auf die Interaktionen der Mitglieder. Besonders bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen, zeigt sich diese Therapieform als erfolgreich.

Ziel der Arbeit ist es, die familiären Risikofaktoren für Anorexia nervosa aus systemischer Perspektive zu untersuchen. Dabei wird betont, dass dysfunktionale Beziehungsmuster innerhalb der Familie das Risiko für die Entwicklung von Essstörungen erhöhen können. Mithilfe eines Interview-Leitfadens, der für Personen im Alter von 11 bis 25 Jahren entwickelt wurde, wird die Fragestellung untersucht, wie Beziehungsmuster zur Entstehung der Krankheit beitragen.

Die Beantwortung der Fragestellung erfolgte durch systematische Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken und Bibliotheken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Systemische Therapie zur Behandlung von Anorexia nervosa

2. Störungsbild der Anorexia nervosa

2.1 Epidemiologie

2.2 Diagnosekriterien und Symptomatik

2.3 Verlauf und Prognose

2.4 Exkurs: Entwicklung im Kontext der Corona-Pandemie

2.5 Ätiologie der Anorexia nervosa aus systemischer Sicht

3. Methodisches Konzept zur Patientenbefragung

3.1 Strukturbaum: Risikofaktoren

3.2 Interview-Leitfaden zum halbstrukturierten Interview

4. Diskussion

4.1 Kritische Reflexion und Würdigung

4.2 Kontextualisierung: Lebensproblem und Problemsystem

4.3 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung von Anorexia nervosa aus einer systemischen Perspektive. Ziel ist es, familiäre und weitere Risikofaktoren zu identifizieren, die ein essgestörtes Verhalten begünstigen, und hierzu ein methodisches Konzept für eine Patientenbefragung zu entwickeln, um systemische Zusammenhänge besser erfassen zu können.

  • Anorexia nervosa aus systemischer Sicht
  • Familiäre Beziehungsmuster und Dynamiken
  • Methodische Operationalisierung durch Strukturbaumentwicklung
  • Konzeptualisierung eines halbstrukturierten Interviews
  • Analyse von Lebensproblemen und Problemsystemen

Auszug aus dem Buch

Systemische Beziehungsdynamiken

Familien sind maßgeblich an der Entwicklung von Magersucht beteiligt, indem sie ihre Ten-denzen abmildern, die Krankheit verhindern, den Verlauf verstärken oder auch abschwächen. „Familiäre Einflüsse wirken sich auf direkte und auf indirekte Weise auf die Entstehung von Essstörungen aus“ (Reich & von Boetticher, 2017, S. 65). Aus systemischer Sicht werden – ursprünglich von Salvador Minuchin vorgelegt – fünf „typische“ familiäre begünstigende Beziehungsmuster beschrieben, auch wenn sie nicht spezifisch sind (Reich & von Boetticher, 2017, S. 67). Offen bleibt, inwiefern das bis dato einflussreichste Modell der Familiendynamiken – die „psychosomatische Familie“ – ursächlich für eine AN ist bzw. diese mitauslöst (Reich & von Boetticher, 2017, S. 71; Schlippe & Schweitzer, 2015, S. 170).

Verstrickung: Die Beziehungen sind intensiv und eng miteinander verstrickt oder verschmolzen. Grenzen zwischen den einzelnen Individuen sowie den Generationen existieren kaum, sind nicht klar definiert und werden leicht überschritten, was persönliche Freiheit zur Entfaltung unmöglich macht. Gleiches gilt für die Grenzen der Kernfamilie und den elterlichen Ursprungsfamilien. Die eher schwach ausgebildeten Grenzen innerhalb des Familiensystems korrespondieren mit einer starren Grenze zwischen Familie und Umwelt. Dies bezeichnet die enge Verbundenheit miteinander und erschwert, dass jemand von außen ins Familiensystem hineinkommt. Ebenso verhält es sich umgekehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Systemische Therapie zur Behandlung von Anorexia nervosa: Einleitung in das Thema, die Relevanz der systemischen Therapie bei Essstörungen und die Formulierung der zentralen Fragestellung.

2. Störungsbild der Anorexia nervosa: Detaillierte Darstellung des Krankheitsbildes, der Epidemiologie, Diagnosekriterien und der systemischen Ätiologie, inklusive eines Exkurses zur Corona-Pandemie.

3. Methodisches Konzept zur Patientenbefragung: Erläuterung der qualitativen Forschungsmethode, der Entwicklung eines Strukturbaums zur Erfassung von Risikofaktoren und der Konzipierung eines halbstrukturierten Interviews.

4. Diskussion: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise, Anwendung der Konzepte von Lebensproblem und Problemsystem auf die Anorexie sowie abschließendes Fazit.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, systemische Therapie, familiäre Dynamiken, Risikofaktoren, Lebensproblem, qualitative Forschung, Patientenbefragung, Interviewleitfaden, Essstörung, soziale Systeme, Beziehungsgeflecht, psychische Gesundheit, Jugendalter, Diagnostik, systemische Perspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anorexia nervosa und betrachtet diese nicht rein klinisch, sondern unter Einbeziehung des sozialen Systems der betroffenen Person.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die systemische Ätiologie des Störungsbildes, die Identifikation von Risikofaktoren (insbesondere innerhalb der Familie) und die methodische Konzeption einer Patientenbefragung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Beziehungsmustern auf die Entstehung einer Anorexia nervosa zu untersuchen und ein Instrument zu schaffen, mit dem diese Risikofaktoren im therapeutischen Kontext erhoben werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer systematischen Literaturrecherche basiert und in der Konzipierung eines halbstrukturierten Interviews zur Patientenbefragung mündet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Fundierung des Störungsbildes, die Herleitung von Risikofaktoren mittels Strukturbaum sowie die methodische Begründung des gewählten Befragungsverfahrens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Anorexia nervosa, systemische Therapie, familiäre Dynamiken, Risikofaktoren und qualitative Methodik definieren.

Warum wird die systemische Perspektive gewählt?

Die systemische Perspektive ermöglicht es, die Erkrankung im Kontext sozialer Beziehungen zu verstehen, statt den Indexpatienten isoliert zu betrachten, was für die Wirksamkeit therapeutischer Interventionen wesentlich ist.

Welchen Stellenwert nimmt die Familie in dieser Analyse ein?

Die Familie wird als wesentliches System betrachtet, in dem dysfunktionale Beziehungsmuster – wie Verstrickung oder Konfliktvermeidung – einen entscheidenden Einfluss auf die Aufrechterhaltung oder Entstehung des anorektischen Verhaltens haben können.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anorexia nervosa aus systemischer Perspektive. Familiäre Einflüsse und Risikofaktoren
Hochschule
SRH Fernhochschule
Veranstaltung
Theorie der systemischen Beratung/Empirische Forschung
Note
1,0
Autor
Sandra Warnken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
37
Katalognummer
V1507712
ISBN (PDF)
9783389076224
ISBN (Buch)
9783389076231
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anorexia nervosa systemische Therapie systemische Beziehungsdynamiken Magersucht Risikofaktoren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Warnken (Autor:in), 2022, Anorexia nervosa aus systemischer Perspektive. Familiäre Einflüsse und Risikofaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1507712
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Leseprobe aus  37  Seiten
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