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Die Europäische Zentralbank und das Eurosystem

Aufbau, Aufgaben und Entscheidungsstruktur

Title: Die Europäische Zentralbank und das Eurosystem

Seminar Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: BA Sabine Stary (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Am 1. Januar 1999 trennten sich elf Länder von ihren Landeswährungen. Die geldpolitische Verantwortung in der Europäischen Währungsunion ging auf das Eurosystem über. Die Europäische Zentralbank ist seitdem für die Durchführung der Geldpolitik im zweitgrößten Währungsgebiet der Welt nach den Vereinigten Staaten – dem Euro-Währungsgebiet – verantwortlich. Neben den Lira, Franc und Gulden wurden auch immer mehr Deutsche Mark in der jeweiligen nationalen Bank gegen Euro getauscht. Nahezu jeder der damals über 300.000 Millionen Bürger hatte im Jahr 2000 immer einen Taschenrechner bei sich, um nachprüfen zu können, ob die Preise denn stabil geblieben waren und ob nicht vielleicht der eine oder andere Gastronom oder Einzelhandelskaufmann mit Hilfe der Umstellung zusätzliche Gewinne in die eigene Tasche zu machen versuchte. Keiner traute dem neuen Geld.
Heute, im Jahr 2009, hat man sich längst an den Euro, die gemeinsame europäische Währung, gewöhnt. Und mittlerweile ist nicht nur die Europäische Union auf 27 Mitgliedsstaaten angewachsen, auch hat sich das Euro-Währungsgebiet vergrößert und sechzehn Staaten dürfen nun den Euro ihre Landeswährung nennen. Die Prägung der Münzen ist zwar in jedem dieser Staaten eine andere, doch ist der Wert jeder Euromünze überall derselbe und sie müssen auf der ganzen Welt als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Um die Bedeutung der Europäischen Zentralbank und ihres Aufgabenbereichs aufzuzeigen, sollen die wichtigsten Eckdaten in dieser Arbeit festgehalten werden.
Als Einstieg wird hierfür ein Abriss der historischen Entwicklung der Europäischen Währungsunion in folgendem Kapitel dargestellt. Darauf wird die Klärung bzw. Abgrenzung einiger in diesem Zusammenhang wichtiger Begriffe folgen. Dem schließt sich das Kernstück dieser Arbeit an. Dort werden nicht nur der Aufbau und die Entscheidungsstruktur der Europäischen Zentralbank und des Eurosystems abgehandelt, auch werden die Aufgaben der nationalen Banken und vor allem die der Europäischen Zentralbank aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Historische Entwicklung

II. 1 Eckdaten der Entwicklung der Europäischen Union

II. 2 Vom Werner-Plan zum Maastricht Vertrag

III. Die Europäische Zentralbank

III. 1 Abgrenzung wichtiger Begriffe

III. 2 Aufbau und Entscheidungsstruktur

III. 3 Aufgaben

III. 3. 1 Grundlegende Aufgaben

III. 3. 2 Unabhängigkeit der EZB

III. 3. 3 Weitere Aufgaben

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, den institutionellen Aufbau, die zentralen Aufgaben sowie die Entscheidungsstruktur der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Eurosystems darzulegen und deren historische Genese innerhalb der europäischen Integration einzuordnen.

  • Historische Meilensteine der europäischen Währungsunion
  • Definition und Abgrenzung von EZB, Eurosystem und ESZB
  • Struktur der Entscheidungsfindung im EZB-Rat
  • Multidimensionale Unabhängigkeit der Zentralbank
  • Aufgabenspektrum und geldpolitische Zielsetzung

Auszug aus dem Buch

III. 2 Aufbau und Entscheidungsstruktur

Die EZB ist das Herzstück des Eurosystems, das wiederum die alleinige Verantwortung für die Geldpolitik in der Währungsunion trägt. Die EZB trägt die Verantwortung dafür, dass alle Aufgaben des Eurosystems entweder durch ihre eigene Tätigkeit oder durch die nationalen Zentralbanken erfüllt werden. Durch die funktionale Unterordnung der nationalen Zentralbanken wird sichergestellt, dass das Eurosystem mit Blick auf die Umsetzung der Ziele des EG-Vertrages als Einheit effizient agieren kann. Die nationalen Zentralbanken stellen als integrale Bestandteile des Eurosystems die operativen Organe des ESZB dar. Des Weiteren führen sie die dem Eurosystem übertragenen Aufgaben gemäß den von der EZB festgelegten Regeln aus. Somit kann die EZB als Exekutivorgan des Eurosystems betrachtet werden.

Im Eurosystem wird nach dem Grundsatz „zentrale Entscheidungsfindung – dezentrale Ausführung“ gehandelt. Beispielsweise gibt es in der Stadt Regensburg Filialen verschiedener Banken, wie der Deutschen Bank oder der Sparkasse, eine Filiale der EZB wird man dagegen nicht finden. Das Dezentralitätsprinzip besagt, dass die Durchführung der Geschäfte bei den nationalen Zentralbanken liegt, soweit dies möglich und sachgerecht ist. Das Eurosystem bzw. das ESZB haben im Gegensatz zur EZB und den nationalen Zentralbanken keine eigene Rechtspersönlichkeit und keine eigenen Beschlussorgane. Daher werden die ESZB bzw. das Eurosystem von den Beschlussorganen der EZB – dem EZB-Rat, dem Erweiterten Rat und dem Direktorium - geleitet.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung gibt einen historischen Rückblick auf die Einführung des Euro und erläutert die Relevanz der Europäischen Zentralbank für die Geldpolitik innerhalb der EU.

II. Historische Entwicklung: Dieses Kapitel skizziert die Entstehung der Europäischen Union sowie die Entwicklungsschritte von den frühen Handelsbündnissen hin zur Wirtschafts- und Währungsunion.

II. 1 Eckdaten der Entwicklung der Europäischen Union: Hier werden die politischen und wirtschaftlichen Integrationsschritte seit der Nachkriegszeit chronologisch aufgearbeitet.

II. 2 Vom Werner-Plan zum Maastricht Vertrag: Dieser Abschnitt behandelt die verschiedenen Konzepte und Etappen zur schrittweisen Realisierung der Währungsunion in Europa.

III. Die Europäische Zentralbank: Das Kapitel widmet sich der institutionellen Verortung und der theoretischen Abgrenzung der EZB im europäischen Finanzgefüge.

III. 1 Abgrenzung wichtiger Begriffe: Es werden die Unterschiede zwischen dem Euro-Währungsgebiet, dem ESZB und dem Eurosystem präzisiert.

III. 2 Aufbau und Entscheidungsstruktur: Dieses Kapitel erläutert die organisatorische Struktur der EZB, insbesondere das Prinzip der zentralen Entscheidung und dezentralen Ausführung.

III. 3 Aufgaben: Der Fokus liegt hier auf den gesetzlichen Kernaufgaben des Eurosystems sowie der Bedeutung von Preisstabilität als vorrangiges Ziel.

III. 3. 1 Grundlegende Aufgaben: Detaillierte Auflistung der geldpolitischen Kernaufgaben wie Devisengeschäfte und Währungsreserven.

III. 3. 2 Unabhängigkeit der EZB: Analyse der institutionellen, rechtlichen, personellen, finanziellen und funktionellen Unabhängigkeit der EZB.

III. 3. 3 Weitere Aufgaben: Ergänzende Tätigkeitsfelder wie die Ausgabe von Banknoten, Statistik und internationale Zusammenarbeit.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, EZB, Eurosystem, ESZB, Geldpolitik, Währungsunion, Maastricht-Vertrag, Preisstabilität, EZB-Rat, Unabhängigkeit, Zentralbank, Wirtschaftsgeschichte, Europäische Integration, Geldwertstabilität, Euro.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den organisatorischen Aufbau, die operativen Aufgaben und die rechtliche Entscheidungsstruktur der Europäischen Zentralbank innerhalb des europäischen Währungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der europäischen Währungsunion, die begriffliche Differenzierung der Institutionen EZB, ESZB und Eurosystem sowie die Analyse der Unabhängigkeit der Zentralbank.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den institutionellen Rahmen und die geldpolitische Bedeutung der EZB verständlich darzulegen und aufzuzeigen, wie sie ihre Aufgaben in der Praxis wahrnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von EU-Verträgen und ökonomischen Schriften basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Darstellung der Entscheidungsstrukturen (EZB-Rat, Direktorium) und die detaillierte Aufzählung der geldpolitischen Aufgaben sowie der Unabhängigkeitsmerkmale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Euro-Währungsgebiet, Preisstabilität, EZB, ESZB und Wirtschafts- und Währungsunion beschreiben.

Warum wird das Prinzip "zentrale Entscheidungsfindung – dezentrale Ausführung" angewandt?

Dieses Prinzip ermöglicht es, eine einheitliche Geldpolitik für die gesamte Eurozone sicherzustellen, während die operative Umsetzung effizient durch die nationalen Zentralbanken vor Ort erfolgt.

Was unterscheidet das Eurosystem vom ESZB?

Das Eurosystem besteht nur aus der EZB und den nationalen Zentralbanken der Euro-Länder, während das ESZB zusätzlich die Zentralbanken jener EU-Mitgliedstaaten umfasst, die den Euro noch nicht eingeführt haben.

Wie ist die Unabhängigkeit der EZB rechtlich gesichert?

Die Unabhängigkeit wird durch verschiedene Dimensionen wie die institutionelle Autonomie, lange Amtszeiten der Mitglieder und die finanzielle Unabhängigkeit geschützt, um politischem Einfluss entgegenzuwirken.

Welche Bedeutung hat das Rotationsverfahren im EZB-Rat?

Das Rotationsverfahren wurde eingeführt, um bei einer wachsenden Anzahl an Mitgliedsländern die Arbeitsfähigkeit des EZB-Rates zu erhalten und sicherzustellen, dass die Stimmrechte repräsentativ für die wirtschaftliche Bedeutung der beteiligten Länder bleiben.

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Details

Title
Die Europäische Zentralbank und das Eurosystem
Subtitle
Aufbau, Aufgaben und Entscheidungsstruktur
College
University of Regensburg  (Wirtschaftsgeschicht)
Grade
1,3
Author
BA Sabine Stary (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V150788
ISBN (eBook)
9783656663751
ISBN (Book)
9783656663744
Language
German
Tags
Wirtschaft Volkswirtschaft Wirtschaftsgeschichte Europa Eurosystem Europäische Zentralbank Aufbau Struktur Entscheidungsstruktur System Euro Währung Finanzen Geld
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Sabine Stary (Author), 2008, Die Europäische Zentralbank und das Eurosystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150788
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