Einführung
Wer kennt ihn nicht, den Reiz des Risikos beim Hochklettern eines Baumes...?
Diese erlebnisintensiven Situationen sind den Kindern in der heutigen Zeit nur noch selten zugänglich. Durch den gesellschaftlichen Wandlungsprozess ist die gegenwärtige Welt der
Kinder verplant, geregelt, funktional sowie bestimmt von Erwachsenen für Erwachsene, was dazu führt, dass die Eigentätigkeit der Kinder verloren geht. Aber wo bleibt ihre Neugier, ihr Verlangen am selbstbestimmten Wagnis?(1)
Viele werden auf ihrer Suche gewinnbringend eingefangen von den Angeboten unserer Konsumgesellschaft (Computer, Fernseher, etc.). Andere Kinder wiederum brechen mit den gesellschaftlichen
Regeln und suchen die befriedigenden Reize im Illegalen.
„Wo gibt es die Bereiche, in denen der Umgang mit dem Risiko ‚Leben‘ eigenverantwortlich und konstruktiv erfahrbar wird?“(2)
Die Entwicklungen der vergangenen Jahre zum Thema Erlebnis und Abenteuer auf den Bereichen Abenteuersport, Erlebnispädagogik etc. spiegeln die Aktualität und Brisanz dieser Frage wider.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Erläuterung der einzelnen Stationen
2.1 Station „Erdbeben“
2.2 Station „ Brückenbau“
2.3 Station „ Fensterln“
2.4 Station „ Himmelsleiter“
2.5 Station „Sprung aus den Wolken“
2.6 Station „Fallschirmsprung“
3. Auswertung der Fragebögen
4. Fazit der Praxisstunde
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept des "Erlebnisses" im Kontext des Schulsports zu untersuchen und durch die Konzeption sowie Auswertung einer Praxisstunde mit verschiedenen Wagnis-Stationen erfahrbar zu machen.
- Bedeutung von Wagnis und Risiko für die sportpädagogische Erfahrung
- Gestaltung von erlebnisorientierten Bewegungsräumen in der Turnhalle
- Empirische Untersuchung von Erlebnisqualitäten durch Fragebögen
- Differenzierung zwischen aktiven und passiven Erlebnisformen
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
Wer kennt ihn nicht, den Reiz des Risikos beim Hochklettern eines Baumes...? Diese erlebnisintensiven Situationen sind den Kindern in der heutigen Zeit nur noch selten zugänglich. Durch den gesellschaftlichen Wandlungsprozess ist die gegenwärtige Welt der Kinder verplant, geregelt, funktional sowie bestimmt von Erwachsenen für Erwachsene, was dazu führt, dass die Eigentätigkeit der Kinder verloren geht. Aber wo bleibt ihre Neugier, ihr Verlangen am selbstbestimmten Wagnis?
Viele werden auf ihrer Suche gewinnbringend eingefangen von den Angeboten unserer Konsumgesellschaft (Computer, Fernseher, etc.). Andere Kinder wiederum brechen mit den gesellschaftlichen Regeln und suchen die befriedigenden Reize im Illegalen. „Wo gibt es die Bereiche, in denen der Umgang mit dem Risiko ‚Leben‘ eigenverantwortlich und konstruktiv erfahrbar wird?“
Die Entwicklungen der vergangenen Jahre zum Thema Erlebnis und Abenteuer auf den Bereichen Abenteuersport, Erlebnispädagogik etc. spiegeln die Aktualität und Brisanz dieser Frage wider. „Wagnis“ ist hierbei von großer Bedeutung, da es ein Zentralstück eines jeden Abenteuers ist, so dass eben Aktivitäten mit Risikocharakter einen enormen Erlebniswert haben, die zudem eine intensive Auseinandersetzung mit sich Selbst ermöglichen (mit seinen Fähigkeiten, Gefühlen, Wünschen etc.), vor allem aber mit den eigenen Grenzen, sie zu erfühlen, zu lernen mit ihnen umzugehen, sie bewußter wahrzunehmen und besser einschätzen zu lernen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmenden Möglichkeiten für Kinder, Wagnisse einzugehen, und stellt die erlebnispädagogische Relevanz von Risiko und Selbsterfahrung im Schulsport heraus.
2. Erläuterung der einzelnen Stationen: Dieses Kapitel stellt sechs spezifische Bewegungsstationen vor, die den Schülern durch kontrollierte Wagnisse lustvolle Abenteuererfahrungen ermöglichen sollen.
3. Auswertung der Fragebögen: Hier werden die Ergebnisse der Befragung zu den einzelnen Stationen grafisch und inhaltlich dargestellt, wobei die subjektive Erlebnisqualität der Teilnehmer im Fokus steht.
4. Fazit der Praxisstunde: Das Fazit fasst zusammen, welche Faktoren ein "Erlebnis" definieren und vergleicht aktive versus passive Erlebnisformen auf Basis der vorangegangenen Datenanalyse.
Schlüsselwörter
Erlebnispädagogik, Schulsport, Wagnis, Risiko, Selbsterfahrung, Bewegungsabenteuer, Praxisstunde, Subjektives Erleben, Fragebogenauswertung, Herausforderung, Selbstbestimmung, Aktives Handeln, Passives Erleben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Evaluation einer Sportstunde, die darauf abzielt, Kindern und Jugendlichen durch wagnisorientierte Stationen echte Erlebnisse in der Turnhalle zu ermöglichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die erlebnispädagogische Gestaltung von Sportunterricht, der Umgang mit Risiko und Wagnis sowie die Analyse subjektiver Empfindungen bei körperlichen Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die praktische Durchführung und anschließende Befragung zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Sportstationen als bereicherndes "Erlebnis" wahrgenommen werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine pädagogische Praxisarbeit mit einer anschließenden empirischen Auswertung der Teilnehmer-Fragebögen kombiniert, um qualitative Aussagen über das Erlebte zu treffen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Bewegungsstationen (z. B. "Erdbeben" oder "Fallschirmsprung") detailliert erläutert und die Ergebnisse der Teilnehmerbefragungen zu diesen Stationen ausgewertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Wagnis, Risiko, Selbsterfahrung und Bewegungsabenteuer charakterisiert.
Warum ist das Risiko ein zentrales Element?
Das Risiko fungiert als Katalysator für eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Person, da es den Einzelnen zwingt, seine Grenzen auszuloten und eine direkte Rückmeldung zu seinem Handeln zu erhalten.
Welchen Einfluss hat das Ausschalten visueller Sinne?
Das Arbeiten mit verbundenen Augen führt dazu, dass gewohnte Orientierungshilfen wegfallen, was die Situation ungewohnter macht und somit die Erlebnisintensität für die Teilnehmer signifikant steigert.
- Quote paper
- Natascha Finger (Author), Gerlinde Weinzierl (Author), 2001, Erlebnis im Schulsport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1508