Finanzkrisenprävention im Mittelstand durch Bankenbeziehungsmanagement


Seminararbeit, 2009
25 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1. Definition des Begriffes Mittelstand
2.2. Krisenursachen
2.3. Finanzkrisenprävention
2.4. Bankenbeziehungsmanagement

3. Bankenbeziehungsmanagement als Instrument zur Finanzkrisenprävention im Mittelstand
3.1. Sachlogische Determinanten gegenüber Banken
3.2. Soziale Determinanten gegenüber Banken
3.3. Controlling

4. Fazit

5 Anhang

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhangsverzeichnis

Abbildung 1: Mittelstandsdefinitionen

Abbildung 2: Mittelstand nach quantitativen und qualitativen Definitionsmerk­malen

Abbildung 3: Ursachen von Unternehmenskrisen

1. Einleitung

Die Hausarbeit zum Thema Finanzkrisenprävention im Mittelstand durch Ban­kenbeziehungsmanagement entstand vor dem Hintergrund der globalen Krise an den Finanzmärkten. Gleichzeitig bedroht auch die Rezession vieler Staaten und die damit einhergehenden Finanzierungsengpässe durch Gewinneinbrüche die KMU in ihrer Existenz. Hinzu kommt eine gestiegene Kreditbarriere der Banken, die vor allem für kurzfristiges Fremdkapital immer höhere Kosten und Risikoauf­schläge veranlassen. Zudem wird es durch vorweisen von Eigenkapitalquote, Kreditsicherheiten und Bonität für KMU immer schwieriger überhaupt einen Kre­dit zu bekommen. Durch das Liquiditätsschwäche aufkommende hohe Krisen- und Insolvenzpotential, mussten fast 30.000 Unternehmen im Jahr 2008 den Gang der Insolvenz antreten[1]. Das ist auch der Anlass dieser Hausarbeit, indem ein Konzept zum Bankenbeziehungsmanagement und damit zur Prävention von Fi­nanzkrisen in KMU, durch dauerhafte Liquidität sowie besseren Beziehung zur Bank, ausgearbeitet wird.

2. Konzeptionelle Grundlagen

2.1. Definition des Begriffes Mittelstand

Die besondere Bedeutung des Mittelstands für die Wirtschaft wird in Deutschland immer wieder betont. Umso verwunderlicher ist es, dass keine einheitliche quanti­tative noch qualitative Mittelstandsdefinition besteht. So hat sich für Wissen­schaftliche Aspekte die KMU-Definition des IfM-Bonn und für die Inanspruch­nahme von Fördermitteln die KMU-Definition der Europäischen Kommission durchgesetzt. Quantitative Kriterien für die Bestimmung des Mittelstandes lassen sich durch Größenschwellen hinsichtlich des Umsatzes und/oder der Anzahl der Beschäftigten bestimmen. Nach dem IfM Bonn zählen Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten oder einem Jahresumsatz von unter 50 Milliarden Euro zum Mittelstand[2], [3]. Jedoch wird der Mittelstand nicht nur aus quantitativen Berech­nungsmethoden bestimmt, sondern auch über qualitative Aspekte definiert. Im Mittelpunkt steht hierbei nach IfM-Bonn die enge Verbindung zwischen dem pla­nenden und kontrollierenden Unternehmer zu seinem Unternehmen sowie den Beschäftigten. Dies wird durch das Eigentumsverhältnisses und der Haftung, so­wie durch die Verantwortlichkeit der Führungsperson über unternehmenspolitisch relevanten Entscheidungen und der Unternehmensunabhängigkeit deutlich. Da­durch ist es möglich, dass sich die quantitativen und qualitativen Merkmale tan­gieren. Ein Unternehmen mit deutlich mehr als 500 Beschäftigten oder 50 Milli­arden Euro Umsatz kann in seinem Wesen und Verhalten eigentlich eher mittel­ständisch sein. Auf der anderen Seite kann nach quantitativen Aspekten ein mit­telständisches Unternehmen in der Hand eines Großunternehmers sein und daher Management geführt werden[4],[5]. Da die qualitativen Merkmale des Mittelstandes eher schwer zu erfassen sind, haben sich gegenwärtig die quantitativen Merkmale zur Bestimmung eines mittelständischen Unternehmens im Wesentlichen durch­gesetzt. In dieser Hausarbeit wird für den Begriff Mittelstand die Definition des IfM-Bonn angewandt, wobei Unternehmen, welche die quantitativen Kriterien übersteigen, die qualitativen Kriterien jedoch erfüllen, gleichsam zum Mittelstand gezählt werden.

2.2. Krisenursachen

Da 99,7 % der deutschen Unternehmen zum Mittelstand gezählt werden, ist es von besonderer Bedeutung, bereits hier erste Anzeichen einer Krisenentwicklung zu erkennen und eine drohende Kreditklemme für Unternehmen zu verhindern[6]. Durch Basel II, der konjunkturellen Entwicklung sowie die gegenwärtigen Fi­nanzkrise und die damit einhergehende hohe Anzahl von Unternehmensinsolven­zen, wurde die Beziehung zwischen Unternehmen und Banken fortwährend belas­tet. Im Allgemeinen beruht eine Abwendung der Unternehmenskrise auf der Er­kennung von Krisensymptomen[7]. Desweiteren unterscheiden sich Ursachen von Unternehmenskrisen grundsätzlich in endogene Ursachen und exogene Ursachen. Ausgangspunkt für endogene Ursachen sind meist Fehler in der Geschäftsführung oder ein fehlendes aussagekräftiges Controlling. Die Geschäftsführung hat durch ständige Marktwandlungen die Aufgabe, auf eine Veränderung des Konsumver­haltens und neuartige Technologien zu reagieren. Werden diese nicht erkannt, können innerhalb des Unternehmens Symptome auftreten die zur Unternehmens­krise führen. Da diese normalerweise nicht willkürlich und vollkommen unvor­hersehbar auftreten, könnten Krisensymptome durch präventive Maßnahmen schnell erkannt und eine Krise verhindert werden. Verfügt ein Unternehmen je­doch nicht über ein aussagekräftiges Controlling, können Krisensymptome nur schwer entlarvt werden. Wird das Rechnungswesen nicht permanent gepflegt, liegen keine Kennzahlen über Gewinn- oder Verlustfelder im Unternehmen vor. Somit kann alleine ein fehlerhaftes Controlling schon ein Ausbrechen einer Un­ternehmenskrise maßgeblich beeinflussen. Hingegen nehmen exogene Ursachen von außen auf das Unternehmen Einfluss[8]. Vollständigkeitshalber sollen diese Faktoren anhand einer Grafik kurz genannt, aber aufgrund der Themeneingren­zung nicht weiter behandelt werden[9].

2.3. Finanzkrisenprävention

Ein wichtiger Bestandteil der Krisenprävention ist es zu verstehen unter welchen Umständen Krisen entstehen und welche Krisensymptome darauf hinweisen. Die Früherkennung der anbahnenden Krisen ist hierbei maßgebend und eine operative Aufgabe der Geschäftsführung. Letztendlich dient sie dazu eine Unternehmens­krise zu erkennen und diese zu verhindern, sowie das Vermögen zu sichern und das Ergebnis zu maximieren. Die Krisenprävention reagiert also nicht auf eine Krise, sondern setzt schon vor ihr ein. Daher ist es von besonderer Bedeutung Rahmenbedingungen und Mechanismen im Voraus zu schaffen, die Fehlentschei­dungen verhindern und die Geschäftsprozesse an die neuen Bedingungen anzu- passen[10]. Krisenprävention bezogen auf die Finanzen einer Unternehmung bedeu­tet letztlich eine Verhinderung eines Liquiditätsengpasses bis hin zur Vorbeugung einer Unternehmenskrise aufgrund von finanziellen Aspekten. Gegenüber den Großunternehmen bieten sich dem KMU meist nur begrenzte Möglichkeiten um Krisen zu verhindern, da diese eher selten über Abteilungen für Planung, Organi­sation, Controlling sowie Finanz- und Rechnungswesen verfügen[11].

[...]


[1] Vgl. URL 1: S. 6

[2] Vgl. Schauf, M. (2006): S. 12

[3] siehe Abbildung 1

[4] Vgl. Schauf, M. (2006): S. 15

[5] siehe Abbildung 2

[6] Vgl. Schauf, M. (2006): S. 16

[7] Vgl. Lützenrath, C.; Peppmeier, K.; Schuppener, J. (2003): S. 2

[8] Vgl. Lützenrath, C.; Peppmeier, K.; Schuppener, J. (2003): S. 8

[9] siehe Abbildung 3

[10] Vgl. Fuest, B. (2007): S. 6

[11] Vgl. Oehring, W. (1998): S. 11

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Finanzkrisenprävention im Mittelstand durch Bankenbeziehungsmanagement
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V150801
ISBN (eBook)
9783640622276
Dateigröße
733 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzkrisenprävention, Mittelstand, Bankenbeziehungsmanagement
Arbeit zitieren
Sophus Vandenburg (Autor), 2009, Finanzkrisenprävention im Mittelstand durch Bankenbeziehungsmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150801

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