„Es war einmal…“, diese Eingangsformel kennen wir alle noch gut aus unserer Kindheit. Mit ihr beginnen viele der bekanntesten Märchen. Diese, meist mündlich überlieferten Geschichten, erfreuten sich vor allem in der Romantik einer großen Beliebtheit. Meist richten sich diese fantastischen Erzählungen an Kinder. Doch bei „Der gestiefelte Kater: Kindermärchen in drei Akten“ von Ludwig Tieck handelt es sich nicht um ein Stück, dass sich nur an Kinder richtet, denn das Drama enthält mehrere Handlungsebenen, die das Märchen mit literatur- und gesellschaftskritischen Elementen verbinden. Dazu bearbeitete Ludwig Tieck ein Märchen aus der Märchensammlung „Les contes de ma mére l’Oye“ von Perrault. Das so entstandene und 1797 erschienene Drama spricht die Zuschauer auf verschiedene Weisen an.
Wie vereint Ludwig Tieck das Märchen vom gestiefelten Kater mit satirischen Elementen? Welche Wirkung erreicht er damit? Dies soll in der folgenden Interpretation des Stückes geklärt werden. Dazu soll der Inhalt und der Aufbau des Stückes, die Hauptcharaktere, die Handlungsebenen, die Elemente des Märchens und der Literatursatire, sowie die Bedeutung des Stücks analysiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Analyse von Ludwig Tiecks „Der gestiefelte Kater“
- Aufbau und Inhalt des Stücks
- Hauptfiguren
- Handlungsebenen
- Elemente des Märchens
- Satire
- Bedeutung des Stückes
- Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Interpretation von Ludwig Tiecks „Der gestiefelte Kater“ untersucht, wie der Autor das klassische Märchen mit satirischen Elementen verbindet und welche Wirkung er damit erzielt. Die Analyse beleuchtet die verschiedenen Handlungsebenen, die Hauptcharaktere sowie die Elemente des Märchens und der Literatursatire, um die Bedeutung des Stückes zu verstehen.
- Verbindung von Märchen und Satire
- Kritik an Gesellschaft und Literatur
- Mehrschichtige Handlungsebenen
- Das fiktive Publikum als Teil der Handlung
- Die Rolle des Hanswursts in der Komödie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Stück „Der gestiefelte Kater“ von Ludwig Tieck ein und stellt die Relevanz des Themas heraus. Kapitel 2 analysiert das Stück detailliert, beginnend mit dem Aufbau und Inhalt, den Hauptfiguren und den Handlungsebenen. Es werden die Elemente des Märchens und der Satire beleuchtet, die Tieck in seinem Stück verwendet. Die Bedeutung des Stücks wird im letzten Teil des Kapitels erörtert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter des Textes sind: Ludwig Tieck, „Der gestiefelte Kater“, Märchen, Satire, Komödie, Handlungsebenen, Hauptfiguren, Hanswurst, Illusionsbrechung, Gesellschaftskritik, Literaturkritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Ludwig Tiecks "Der gestiefelte Kater"?
Es ist eine romantische Komödie, die das bekannte Märchen von Perrault als Rahmen nutzt, um literatur- und gesellschaftskritische Satire zu üben.
Wie verbindet Tieck Märchen und Satire?
Er bricht die Illusion des Märchens, indem er ein fiktives Publikum auf die Bühne bringt, das das Stück kommentiert und kritisiert, was als Literatursatire fungiert.
Was ist das Besondere an den Handlungsebenen?
Es gibt das eigentliche Märchenspiel, die Ebene des Publikums im Theater und die Ebene der Schauspieler/Autoren, die ständig miteinander interagieren.
Welche Rolle spielt der Hanswurst?
Der Hanswurst ist eine komische Figur, die zur Erheiterung dient, aber auch die Regeln der klassischen Dramaturgie und die Erwartungen des Publikums unterläuft.
Gegen wen richtet sich die Kritik im Stück?
Die Kritik richtet sich gegen den spießbürgerlichen Geschmack des zeitgenössischen Publikums und gegen eine Literatur, die nur auf platte Belehrung oder seichte Unterhaltung setzt.
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- Katharina Ochsenfahrt (Author), 2008, „Der gestiefelt Kater“ von Ludwig Tieck, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150836