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Jungen als Bildungsverlierer?!

Title: Jungen als Bildungsverlierer?!

Seminar Paper , 2009 , 53 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Janina Schaber (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Nach aktuellen Diskussionen in der Politik und den Medien, ausgelöst durch die erschreckenden Ergebnisse von PISA im Jahr 2000, gilt das männliche Geschlecht in der Bildung als benachteiligt. Jungen werden zu ‚Katastrophenjungen’ degradiert und die Presse produziert täglich Schlagzeilen wie „Jungen sind die neuen Sorgenkinder des Bildungssystems“ oder „Die Krise der kleinen Männer“, „Mädchen auf der Überholspur“, „Männliche Bildungsverlierer“, „Die Alpha- Mädchen“ sowie „Schlaue Mädchen, Dumme Jungen“.In der vorliegenden Seminararbeit „Jungen als Bildungsverlierer?!“ soll nun aufgrund der aktuellen Relevanz die Problematik der Benachteiligung von Jungen im gegenwärtigen Bildungssystem dargelegt werden. Hierfür halten wir es für sinnvoll, zunächst über einen kurzen historischen Rückblick aufzuzeigen, wie es generell zu einer Benachteiligung der Jungen im Bildungssystem kommen konnte. Dieser Rückblick leitet zum Status Quo, der aktuellen Situation, über. Hier wird ausführlich beschrieben, wie das aktuelle Bild von Jungen in Bildungsinstitutionen ist und in wieweit Jungen in der Schule benachteiligt sind. Die Ergebnisse des Status Quo werden anschließend durch die Befunde der Studien IGLU und PISA überprüft.
Des Weiteren werden verschiedene Ansätze zur Vorbeugung und Vermeidung der Benachteiligung von Jungen diskutiert.
Den Abschluss bildet ein kurzes und prägnantes Fazit, dass alle Ergebnisse komprimiert zusammenfasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Rückblick

3 Status Quo – Aktuelle Situation

3.1 Das Verhalten der Jungen

3.2 Die Leistungen der Jungen

3.2.1 Das Fach Deutsch und die Lesekompetenz der Jungen

3.2.2 Die Fächer Mathematik und Naturwissenschaften

4 Studien

4.1 IGLU-Studie

4.1.1 Aktuelle Situation

4.1.2 Was ist IGLU

4.1.3 Ergebnisse der IGLU-Studien

4.1.4 Negative Ergebnisse

4.1.5 Differenz zwischen Mädchen und Jungen

4.1.6 Maßnahmen, um Jungen zu fördern

4.2 PISA-Studie

4.2.1 Was ist PISA

4.2.2 PISA-Ergebnisse

4.2.3 Jungen mit Migrationhintergrund

4.2.4 PISA-unterstützende Belege

5 Jungenarbeit

5.1 Vorschläge zur Jungenförderung in der Schule

5.1.1 Wege zur jungenfreundlichen Schule

5.1.2 Praxistag für Jungen zur Erkundung jungen-untypischer Berufsfelder

5.1.3 Mädchen- und Jungenstunden

5.1.4 Diskussion der Vorschläge

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Problematik der Benachteiligung von Jungen im gegenwärtigen Bildungssystem unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen sowie aktueller Leistungsdaten aus den PISA- und IGLU-Studien. Ziel ist es, durch die Analyse von Ursachen und die kritische Bewertung pädagogischer Förderansätze aufzuzeigen, wie Jungen in der Schule besser unterstützt werden können, ohne dabei das Individuum durch Stereotype einzuschränken.

  • Historische Entwicklung der Geschlechtergleichstellung im Bildungssystem
  • Analyse des schulspezifischen Verhaltens und der Leistungen von Jungen
  • Interpretation relevanter Ergebnisse aus IGLU- und PISA-Studien
  • Kritische Diskussion von Konzepten zur Jungenförderung (u.a. "Neue Wege für Jungs")
  • Reflexion über geschlechtersensible Pädagogik und individuelle Förderung

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Verhalten der Jungen

„Möglicherweise ist der insgesamt geringere Schulerfolg von Jungen darauf zurückzuführen, dass sie relativ zu Mädchen [...] geringere soziale Kompetenzen mitbringen, sich sozial weniger angepasst verhalten und eher dazu neigen, auf Konflikte und Frustrationen im Schulalltag mit Aggressivität zu reagieren"

Jungen, natürlich nicht pauschal alle Jungen, aber immerhin ein Großteil, stellen hiernach gegenwärtig einen Hauptanteil aller auffälligen Kinder dar. Aufgrund dessen wird auch von vielen Lehrkörpern übereinstimmend die Meinung vertreten, dass der Unterricht ohne Jungen wesentlich reibungsloser und harmonischer verlaufe, weil die meisten Konflikte durch Jungen entstünden.

Dieses ist jedoch nicht weiter erstaunlich, denn die Gesellschaft, inbegriffen auch Lehrerinnen und Lehrer und die männlichen Schüler selbst, halten heutzutage noch immer an den traditionell männlichen Rollenzuweisungen fest. Als ‚Männlich’ wird so jeder Angehörige des männlichen Geschlechts bezeichnet, der Dominanz, körperliche und mentale Stärke, Selbstbewusstsein, einen gut bezahlten Beruf und ein bestimmtes Maß an Aggressivität vorzeigen kann. Schulleistungen, die im nächsten Punkt ausführlicher besprochen werden, stehen in der Rangliste der Männlichkeitsattribute jedoch ganz unten. Wehe dem Jungen, der gute Noten schreibt! Ihm wird sehr schnell der Titel ‚Streber’ zuteil oder ihm wird sofort die Homosexualität unterstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der aktuellen öffentlichen Diskussion um Jungen als Bildungsverlierer und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2 Historischer Rückblick: Untersuchung des Wandels vom koedukativen System hin zur Erkenntnis struktureller Benachteiligungen von Jungen.

3 Status Quo – Aktuelle Situation: Analyse des Verhaltens von Jungen in der Schule sowie Darstellung ihrer schulischen Leistungen.

4 Studien: Ausführliche Auswertung der Ergebnisse aus den IGLU- und PISA-Studien bezüglich geschlechtsspezifischer Leistungsunterschiede.

5 Jungenarbeit: Vorstellung und kritische Diskussion verschiedener Ansätze zur schulischen Jungenförderung.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit einem Appell zur individuellen Förderung jenseits starrer Geschlechterklischees.

Schlüsselwörter

Jungenförderung, Bildungssystem, PISA-Studie, IGLU-Studie, Bildungsverlierer, Koedukation, Geschlechterrolle, Schulerfolg, Leistungsdefizite, soziale Kompetenz, Männlichkeit, Underachievement, Schulentwicklung, Gender, Jungenarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der öffentlichen und bildungspolitischen Wahrnehmung von Jungen als sogenannte „Bildungsverlierer“ im modernen Schulsystem und untersucht, inwieweit diese Benachteiligung statistisch belegbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen, die Rolle von Geschlechterrollen in der Schule, der Einfluss von Studien wie IGLU und PISA sowie pädagogische Förderstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Problematik der Benachteiligung von Jungen fundiert darzulegen und kritisch zu prüfen, welche pädagogischen Maßnahmen sinnvoll sind, um Jungen zu fördern, ohne dabei in neue stereotype Schubladen zu geraten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung offizieller nationaler und internationaler Schulleistungsdaten aus den IGLU- und PISA-Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das schulische Verhalten und die Leistungen der Jungen, wertet einschlägige Studien aus und diskutiert konkrete Vorschläge zur Jungenförderung wie Jungengruppen, Praxistage und getrennte Unterrichtsstunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Jungenförderung, Bildungsmisserfolg, Geschlechterstereotype, soziale Kompetenz und Schulentwicklung stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

Warum schneiden Jungen in bestimmten Schulfächern oft schlechter ab?

Die Arbeit führt dies unter anderem auf eine Diskrepanz zwischen traditionellen Männlichkeitsattributen und den in der Schule geforderten Kompetenzen zurück, was oft zu einer bewussten Verweigerungshaltung (Underachievement) führt.

Sind geschlechtergetrennte Stunden eine Lösung für die Probleme?

Die Autorin diskutiert diesen Ansatz kritisch: Zwar könnten sie spezifische Bedürfnisse adressieren, bergen aber das Risiko, Geschlechterstereotype zu verfestigen und das Individuum zu ignorieren.

Welche Rolle spielen Lehrkräfte bei der Benachteiligung von Jungen?

Der Autorin zufolge haben Lehrkräfte eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung und Beurteilung von Schülern, weshalb ein bewusster Umgang mit eigenen Vorurteilen und die Bereitstellung männlicher Vorbilder als wichtig erachtet werden.

Was schlägt die Arbeit als Fazit für die Zukunft vor?

Das Fazit plädiert für eine individuelle Betrachtung jedes Schülers jenseits von Geschlechterrollen, wobei die Stärken der Jungen gewürdigt und ein realistisches, geschlechtsunspezifisches Menschenbild gefördert werden soll.

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Details

Title
Jungen als Bildungsverlierer?!
College
University of Osnabrück
Grade
1,0
Author
Janina Schaber (Author)
Publication Year
2009
Pages
53
Catalog Number
V150888
ISBN (eBook)
9783640622412
ISBN (Book)
9783640622665
Language
German
Tags
Jungen Bildungsverlierer Chancengleichheit Mädchen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Schaber (Author), 2009, Jungen als Bildungsverlierer?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150888
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