Welche Karriereentwicklungsmöglichkeiten für Personen 50+ im Schweizer Gesundheitswesen sind vorhanden und welche Einflussfaktoren sind dabei aus unterschiedlichen Perspektiven (Arbeitgeber, Arbeitnehmer, öffentliche Hand) relevant? Mögliche Handlungsfelder werden aufgezeigt und Inputs für weiterführende Forschungsarbeit angeschnitten.
Die vorliegende Bachelorarbeit trägt den Titel «Karriereentwicklung 50+ im Gesundheitswesen» und hat zum Ziel Einflussfaktoren auf die Karriereentwicklung von Führungskräften 50+ in der Gesundheitsbranche der Schweiz zu identifizieren. Dabei werden die Perspektiven von verschiedenen Stakeholdern beleuchtet und Handlungsfelder detektiert.
Der demografische Wandel und Fachkräftemangel spielen eine nicht mehr wegzudenkende Rolle in der aktuellen und zukünftigen Arbeitswelt. Unternehmen und Mitarbeitende, sowie die öffentliche Hand werden voraussichtlich vor enormen Herausforderungen stehen.
Die angewendete qualitative Forschungsmethode bedient sich Experteninterviews mit Personen aus Schweizer Gesundheitsunternehmen und aus Bereichen der öffentlichen Hand, welche jeweils aus ihrer Perspektive Inputs liefern.
Die Ergebnisse zeigen verschiedene beeinflussende Faktoren, sowie Handlungsfelder und Lösungsansätze auf, wobei das Alter derzeit im Gesundheitswesen eine kleinere Rolle darzustellen scheint als andere Faktoren. Dennoch befasst sich lediglich eine beschränkte Anzahl an Unternehmen mit zukünftigen Bevölkerungsentwicklungen. Die Autorin betrachtet die zukünftige Situation von Unternehmen sowie von Kaderpersonen ab 50 im Gesundheitswesen, welche sich nicht aktiv mit den Entwicklungen auseinandersetzten als zunehmend herausfordernd.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Thema
1.2 Phänomene
1.2.1 Rückgang Wirtschaftswachstum und Bevölkerung
1.2.2 Produktivität
1.2.3 Fachkräftemangel
1.2.4 Späte Karriereentwicklung
1.2.5 Karrierestadien
1.3 Zentrale Fragestellung, Ziele und Abgrenzungen
1.3.1 Wirtschaftsentwicklung und Bevölkerung
1.3.2 Produktivität
1.3.3 Demografischer Wandel und Fachkräfte
1.3.4 Späte Karriereentwicklung
1.3.5 Veränderungen und Karrierestadien
1.3.6 Abgrenzung
1.4 Relevanz des Themas
1.5 Aufbau und Struktur
2 Theorie
2.1 Wirtschaftsentwicklung und Bevölkerung
2.2 Produktivität
2.3 Demografischer Wandel und Fachkräfte
2.4 Späte Karriereentwicklung
2.5 Veränderungen und Karrierestadien
3 Methodologie
3.1 Datenbeschaffung
3.2 Sekundärdaten
3.3 Primärdaten
3.3.1 Theoretische Fundierung Leitfadeninterview
3.3.2 Datenbeschaffung
3.3.3 Forschungsdesign
3.3.4 Auswertung
3.4 Kritische Würdigung
4 Auswertung
4.1 Analyse und Interpretation
4.1.1 Wirtschaftsentwicklung und Bevölkerung
4.1.2 Produktivität
4.1.3 Demografischer Wandel und Fachkräfte
4.1.4 Späte Karriereentwicklung
4.1.5 Veränderungen und Karrierestadien
4.2 Diskussion
4.2.1 Wirtschaftsentwicklung und Bevölkerung
4.2.2 Produktivität
4.2.3 Demografischer Wandel und Fachkräftemangel
4.2.4 Späte Karriereentwicklung
4.2.5 Veränderungen und Karrierestadien
4.2.6 Interpretation
4.2.7 Einschränkungen
4.2.8 Vorschläge
5 Fazit
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, Einflussfaktoren auf die Karriereentwicklung von Führungskräften 50+ in der Schweizer Gesundheitsbranche zu identifizieren. Dabei werden die Perspektiven verschiedener Stakeholder systematisch beleuchtet, um Handlungsfelder zu detektieren und Lösungsansätze für die Zukunft aufzuzeigen.
- Demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt.
- Herausforderungen des Fachkräftemangels in der Gesundheitsbranche unter Berücksichtigung der Altersstruktur.
- Analyse moderner Karrieremodelle und der Relevanz traditioneller Karrierestadien für die Altersgruppe 50+.
- Expertenbasierte Bestandsaufnahme und Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Gesundheitsinstitutionen.
Auszug aus dem Buch
1.2.4 Späte Karriereentwicklung
Traditionelle Theorien zum Thema «späte Karriere» würden meist eine Phase des Rückgangs oder des Rückzugs von der Arbeitswelt beschreiben (Sullivan, 1999, zitiert nach Nagy et al., 2019, S.4).
Hinsichtlich zunehmender Lebenserwartung in westlichen Ländern sei das Thema späte Laufbahnentwicklung von grösser werdender Relevanz (Riphahn et al., 2006, zitiert nach Nagy& Hirschi 2019, S.871).
Entsprechend stellt sich die Frage nach der Aktualität der klassischen Sichtweise auf späte Karrieren.
Der Ernst der Lage werde von vielen Firmen verkannt. Bei rund 61% der Unternehmen existiere kein Altersmanagement, wobei tendenziell eher bei grösseren Firmen Massnahmen existent seien (Paeper, 2020, Abs. 2-3).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, beschreibt die relevanten Phänomene und definiert die zentrale Fragestellung sowie die Ziele der Arbeit.
2 Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen in fünf Unterkapiteln erörtert, die den Rahmen für die anschließende Analyse bilden.
3 Methodologie: Dieses Kapitel erläutert das explorative Forschungsdesign sowie das Vorgehen bei der Datenerhebung durch Experteninterviews.
4 Auswertung: Hier erfolgt die detaillierte Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Auskunft über die identifizierten Einflussfaktoren.
6 Ausblick: Der abschließende Teil enthält konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis im Gesundheitswesen.
Schlüsselwörter
Karriereentwicklung, Gesundheitswesen, Schweiz, Fachkräftemangel, Demografischer Wandel, Führungskräfte 50+, Arbeitsproduktivität, Digitalisierung, Personalmanagement, Generationenmanagement, Job Crafting, Altersstruktur, Stakeholder-Analyse, Qualifizierung, Arbeitsmarktbeteiligung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Karriereentwicklung von Kaderleuten ab 50 Jahren in der Schweizer Gesundheitsbranche im Kontext des demografischen Wandels und Fachkräftemangels.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen wirtschaftliche Auswirkungen der demografischen Alterung, Produktivitätsaspekte, Strategien gegen den Fachkräftemangel sowie moderne Ansätze der Karriereplanung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Treiber zu identifizieren, die die Karriere von Führungskräften 50+ beeinflussen, und Handlungsfelder für verschiedene Akteure im Gesundheitssektor aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Forschungsarbeit nutzt ein exploratives, qualitatives Design, basierend auf Experteninterviews mit Vertretern aus Unternehmen, der öffentlichen Hand und Kadermitarbeitenden, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie sich demografische Faktoren, Produktivitätsanforderungen und moderne Karrierestrukturen auf ältere Kaderpersonen auswirken und welche institutionellen Lösungsansätze bestehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Karriereentwicklung, Gesundheitswesen, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, 50+, Produktivität und Personalmanagement.
Wie bewerten die befragten Experten das Altern im Arbeitsleben?
Das Alter wird teils als weniger relevant eingestuft; wichtiger erscheinen individuelle Faktoren wie Motivation, Erfahrung, psychische Gesundheit und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung sowie Digitalisierung.
Gibt es ein bestimmtes "Erfolgsrezept" für Unternehmen?
Erfolg versprechen Ansätze wie "Job Crafting", flexible Arbeitsmodelle, transparente Nachfolgeplanung und eine Unternehmenskultur, die altersgemischte Teams fördert und Talente über alle Altersgruppen hinweg unterstützt.
Worin liegen die größten Risiken für Unternehmen im Gesundheitswesen?
Zu den Risiken zählen der Wissensverlust durch frühzeitige Pensionierungen, die fehlende Anpassung an digitale Prozesse und das Risiko, durch starre Strukturen attraktivitätsstarke Fachkräfte an den temporären Arbeitsmarkt zu verlieren.
Was fordert die Autorin von der Politik?
Es werden Investitionen in die Ausbildung inländischer Fachkräfte, flexiblere Rahmenbedingungen der Regulatorien im Gesundheitswesen und eine Anpassung der Anreizsysteme in Tarifstrukturen gefordert.
- Arbeit zitieren
- Regula Kuert (Autor:in), 2024, Karriereentwicklung 50+ im Gesundheitswesen in der Schweiz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1508984