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Inwiefern leistet das Konzept der hybriden Identität nach Stuart Hall einen Beitrag zum Verständnis transnationaler Selbstverortung italienischer MigrantInnen

Titel: Inwiefern leistet das Konzept der hybriden Identität nach Stuart Hall einen Beitrag zum Verständnis transnationaler Selbstverortung italienischer MigrantInnen

Forschungsarbeit , 2019 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Bannert (Autor:in)

Pädagogik - Integration
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff der Hybridität wird heutzutage immer wieder in der erziehungswissenschaftlichen sowie der biografisch orientierten Migrationsforschung verwendet. Dabei wird auch zunehmend der Begriff der hybriden Identität diskutiert. In meiner Forschungsarbeit werde ich mich mit Literatur zu diesem Phänomen befassen. Hierbei werde ich ausschließlich auf das Konzept der hybriden Identität nach Stuart Hall eingehen. Dabei versuche ich anhand meines qualitativen Datenmaterials herauszufinden, inwiefern die erhobenen Daten das von Stuart Hall entworfene Konzept der hybriden Identität repräsentieren können bzw. ob das Interviewmaterial mit dem Konzept übereinstimmt. Ich werde das Interview insbesondere hinsichtlich der Fragestellung analysieren, inwiefern die Migration meiner Interviewpartnerin von Italien nach Deutschland, Auswirkungen auf ihre Identität hatte und inwiefern sich ihre Selbstverortung im Sinne des Konzeptes nach Hall gestaltet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Herleitung der Fragestellung und Aufbau der Forschungsarbeit

2. Stand der Forschung - Einführung in die Begriffe kulturelle Hybridisierung und hybride Identitäten

2.1. Das Konzept der hybriden Identität

3. Datenerhebung - Leitfadeninterview

3.1. Biografie und Migrationserfahrung

3.2. Reflexion zum Forschungsprozess

4. Datenauswertung – Grounded Theory Methodologie

4.1. Theoretisches Kodieren

4.2. Theoretisches Sampling

4.3. Vergleichen

5. Rolle der Sprache und Schulzeit

6. kulturelle und geografische Aspekte

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit untersucht am Beispiel einer italienischen Migrantin, inwiefern das Konzept der hybriden Identität nach Stuart Hall dazu beitragen kann, transnationale Selbstverortungen zu verstehen und ob sich die erhobenen Daten mit diesem theoretischen Konstrukt in Einklang bringen lassen.

  • Qualitative Analyse mittels Grounded Theory nach Strauss und Glaser
  • Anwendung von Stuart Halls Konzept hybrider Identitäten auf ein konkretes Fallbeispiel
  • Untersuchung der Bedeutung von Sprache für den Integrationsprozess
  • Rolle der kulturellen und geografischen Herkunft bei der Identitätskonstruktion
  • Reflexion über transnationale Selbstverortungen im Kontext von Migration

Auszug aus dem Buch

3.1. Biografie und Migrationserfahrung

Im Folgenden werde ich ein paar allgemeine Informationen zu M. und ihrer Biografie geben und anschließend näher auf ihre Migration eingehen und was sie darüber berichtete. M. lebt seit mittlerweile fünfzig Jahren in Wuppertal und hat zwei Töchter und einen Ehemann, den sie in Deutschland kennen gelernt hat. Ihre ältere Tochter ist momentan vierunddreißig und ihre jüngere Tochter zwanzig. M.'s Vater migrierte als Erster der Familie 1962 und ihre Mutter kam 1976 nach und lebt ebenfalls bis heute noch in Deutschland. M.'s Vater ist mittlerweile verstorben. M. selbst kam mit neun Jahren mit ihrer siebenjährigen Schwester 1969 mit dem Zug nach Deutschland und lebte bis dahin bei ihren Großeltern in Italien. M. berichtete, dass sie jedes Jahr in ihr Heimatdorf zurückkehrte, um dort Urlaub zu machen. Sie hatte also immer wieder Kontakt zu ihrem Herkunftsland während ihrer Kindheit. Das sie erst später migrierten lag daran, dass die Familie nicht genug Geld hatte und nicht genügend Platz in der Wohnung vorhanden war, um gemeinsam nach Deutschland zu migrieren. Deshalb war ihr Vater der Erste der migrierte, um in Deutschland als Gastarbeiter zu arbeiten. M. kommt aus Italien aus einem kleinem Fischerdorf am Meer, in dem Ihr Vater als Fischer gearbeitet hatte. In Deutschland arbeitete er in einem Stahlhammerwerk. M.'s Mutter arbeitete in Deutschland in einer Fabrik. Die Wohnsituation der Familie beschrieb M. zunächst als unbefriedigend, da sie in einer Einzimmerwohnung lebten und sich die Küche mit anderen teilen musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Herleitung der Fragestellung und Aufbau der Forschungsarbeit: Einführung in das Thema hybride Identitäten mit Fokus auf Stuart Hall sowie Darlegung der Vorgehensweise und Zielsetzung.

2. Stand der Forschung - Einführung in die Begriffe kulturelle Hybridisierung und hybride Identitäten: Theoretische Einordnung der Begriffe kulturelle Hybridisierung und Identität unter Berücksichtigung von Stuart Hall.

2.1. Das Konzept der hybriden Identität: Vertiefende Erläuterung von Stuart Halls Identitätskonzept und dessen Abgrenzung zu essenzialistischen Vorstellungen.

3. Datenerhebung - Leitfadeninterview: Beschreibung der gewählten Erhebungsmethode und Vorstellung der Interviewpartnerin.

3.1. Biografie und Migrationserfahrung: Detaillierte Darstellung des Lebenslaufs und des Migrationshintergrunds der Interviewpartnerin.

3.2. Reflexion zum Forschungsprozess: Kritische Auseinandersetzung mit der Durchführung des Erhebungsprozesses.

4. Datenauswertung – Grounded Theory Methodologie: Erläuterung des gewählten methodischen Rahmens zur Analyse der Daten.

4.1. Theoretisches Kodieren: Darstellung des Kodierverfahrens in den Schritten offen, axial und selektiv.

4.2. Theoretisches Sampling: Erklärung des Vorgehens zur Auswahl bzw. Theoretisierung der Daten.

4.3. Vergleichen: Anwendung des komparativen Verfahrens zwischen den erhobenen Daten und den theoretischen Konzepten.

5. Rolle der Sprache und Schulzeit: Analyse der Bedeutung von Spracherwerb und schulischer Indikation für die Selbstverortung der Interviewpartnerin.

6. kulturelle und geografische Aspekte: Untersuchung des Einflusses von Herkunft, Heimatgefühlen und Diskriminierungserfahrungen auf die Identität.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse in den theoretischen Kontext.

Schlüsselwörter

Hybridität, Hybride Identität, Stuart Hall, Selbstverortung, Grounded Theory, Migration, Transnationalismus, Leitfadeninterview, Identitätskonstruktion, Integrationsprozess, Kulturwissenschaften, Biografie, Italienische Migranten, Akkulturation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?

In der Arbeit wird untersucht, wie das Konzept der „hybriden Identität“ nach Stuart Hall dazu dienen kann, die Identitätskonstruktion und Selbstverortung einer italienischen Migrantin in Deutschland zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind hybride Identitätskonzepte, der Prozess der Migration, die Bedeutung von Sprache für die Integration sowie der Einfluss kultureller und geografischer Aspekte auf das Zugehörigkeitsgefühl.

Welches primäre Ziel bzw. welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Das Ziel ist herauszufinden, inwiefern Stuart Halls Konzept der hybriden Identität auf die Interviewergebnisse der Migrantin zutrifft oder wo es bei der Erklärung ihrer transnationalen Selbstverortung an Grenzen stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Verfasserin nutzt die Methode der Grounded Theory von Strauss und Glaser, insbesondere die Schritte des theoretischen Kodierens, Samplings und Vergleichens, um die Daten aus einem ausführlichen Leitfadeninterview auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Halls Konzept, die methodische Vorgehensweise sowie die empirische Analyse der Rolle von Sprache, Schulzeit, Herkunft, Diskriminierung und kulturellen Unterschieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Studie am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Hybridität, Stuart Hall, Selbstverortung, Migration, Transnationalismus, Grounded Theory, Identitätskonstruktion und Akkulturation.

Warum spielt die deutsche Sprache im Fall von „M.“ eine so zentrale Rolle?

Die Sprache fungiert für die Interviewpartnerin als entscheidende Brücke zur Gesellschaft. Erst durch deren Aneignung entwickelte sie ein Gefühl von Zughörigkeit, nachdem sie sich anfangs der deutschen Kultur aus Fernweh und Identitätsgründen verweigert hatte.

Inwieweit lässt sich das Konzept von Stuart Hall auf die Interviewpartnerin übertragen?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Halls Konzept zwar theoretische Anknüpfungspunkte bietet, die Interviewpartnerin sich jedoch eher als „hundertprozentige Italienerin“ definiert und damit dem Ideal eines homogenen Identitätskonstrukts näherkommt, als es der postkoloniale Theorieansatz vorsieht.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inwiefern leistet das Konzept der hybriden Identität nach Stuart Hall einen Beitrag zum Verständnis transnationaler Selbstverortung italienischer MigrantInnen
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Veranstaltung
Migration und Kinderbetreuung: Forschungswerkstatt Grounded Theory II
Note
1,0
Autor
Julia Bannert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V1509755
ISBN (PDF)
9783389077344
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Selbstverortung Grounded theory
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Bannert (Autor:in), 2019, Inwiefern leistet das Konzept der hybriden Identität nach Stuart Hall einen Beitrag zum Verständnis transnationaler Selbstverortung italienischer MigrantInnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1509755
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Leseprobe aus  22  Seiten
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