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Der Stellenwert der Gottesführung im Versroman "Mai und Beaflor"

Titre: Der Stellenwert der Gottesführung im Versroman "Mai und Beaflor"

Exposé (Elaboration) , 2021 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Elvira Graf (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Innerhalb der Gattung der Minne- und Aventiureromane nimmt der Versroman „Mai und Beaflor“, der von einem anonymen Autor etwa gegen Ende des 13. Jahrhunderts verfasst wurde, eine gesonderte Position ein. Neben dem Motiv der unschuldig verfolgten Jungfrau bildet die Gottesführung einen wesentlichen Baustein der Handlung, auf das in dieser Arbeit ein besonderes Augenmerk gelegt wird. In der folgenden Ausarbeitung wird es konkret um die sprachliche und narrative Realisierung dieses Motivs im Roman gehen und es soll vor dem Hintergrund einer übergeordneten Funktion untersucht werden. Im Zentrum stehen die Fragen nach der Funktion des Motivs der Gottesführung und dem Stellenwert im gesamten Oeuvre.

Zunächst werden diejenigen Textstellen betrachtet, in denen ein lenkendes Eingreifen Gottes thematisiert wird. Da dies für die inzestuöse Bedrohung durch den Vater und die maritimen Reisen der Protagonistin der Fall ist, wird sich im weiteren Verlauf näher mit den expliziten Textstellen befasst. Um eine sinnvolle Einbettung zu leisten, ist eine kurze inhaltliche Einordnung der Perikopen nötig, um die narrativen Voraussetzungen und deren Folgen aufzuzeigen. Auf der Grundlage der Analyseergebnisse soll zusammenfassend die Intention des Motivs der Gottesführung dargestellt und mit der didaktischen Wirkungsabsicht des Romans verbunden werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Inhaltliche Einordnung

3. Textanalyse

3.1. Bewahrung vor dem Inzest

3.2. Beaflors erste Flucht

3.2.1. Das Meer als Handlungsraum Gottes

3.2.2. Christliche Symbolik

3.3. Beaflors zweite Meeresreise

3.4. Erzählerkommentare

4. Stellenwert und Funktion der Gottesführung in Mai & Beaflor

5. Fazit

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die narrative Funktion des Motivs der Gottesführung im mittelalterlichen Versroman „Mai und Beaflor“. Dabei wird der These nachgegangen, dass Gott in Momenten existentieller Bedrängnis eingreift, um das Schicksal frommer Gläubiger in vorherbestimmte, geordnete Bahnen zu lenken und somit als rettender Anker fungiert.

  • Die sprachliche und narrative Realisierung des göttlichen Eingreifens.
  • Die Bedeutung des Meeres als Handlungsraum für religiöse Transzendenz und Glaubensprüfungen.
  • Die christliche Symbolik im Kontext der erzählten Rettungsgeschichten.
  • Die Rolle der Erzählinstanz bei der moralischen Einordnung der Handlung.
  • Die Vereinbarkeit von weltlich-höfischen Idealen und religiöser Identität.

Auszug aus dem Buch

3.1. Bewahrung vor dem Inzest

Bereits zu Beginn wird die Protagonistin mit ihrer umfassenden Hingabe zu Gott charakterisiert, den sie stets andächtig im Gebet anruft und ihre Existenz an ihm ausrichtet. Während sie sich in ihrer Kammer dem Gebet widmet, erscheint ihr Vater und möchte sie zu einem verkehrten „minnespîl“ drängen. Ihr Versuch, den Vater gegen sein lüsternes Vorhaben durch einen Appell, die Ehre und das Christentum nicht zu missachten, zu überzeugen, scheitert und es kommt beinahe zum Vollzug des Aktes. Durch das Begehren ihres Vaters sieht sie ihre Ehre und Keuschheit bedroht, weshalb sie lieber sterben würde, als so eine schändliche Last zu tragen.

Die Pervertierung der Absichten der Minne stellt somit ein Werk des Teufels dar, gegen den sich Beaflor in der Auseinandersetzung mit ihrem Vater behaupten muss und weshalb es der dem Teufel entgegengesetzten Macht, der Hilfe Gottes, bedarf. Nur dieser allein kann die Machenschaften des Teufels am Menschen unterbinden und gläubige Menschen vor ihm bewahren, der ebenso wie Gott selbst, in das irdische Leben der Menschen eingreifen und sie beeinflussen kann. Als der Vater die Bitte um Aufschub seiner Tochter verwehrt, sieht sie sich ihrer Not gänzlich ausgeliefert, sodass sie sich im Geiste an Gott wendet, der ihr Flehen sogleich erhört.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die hybride Gattung des Versromans „Mai und Beaflor“ unter besonderer Berücksichtigung der Motivik der Gottesführung.

2. Inhaltliche Einordnung: Zusammenfassung der zentralen Handlungsstränge, beginnend mit dem Inzestversuch des Vaters bis hin zur Wiedervereinigung in Rom.

3. Textanalyse: Untersuchung des göttlichen Eingreifens in spezifischen Schlüsselszenen wie der Flucht und der Meeresüberfahrt.

4. Stellenwert und Funktion der Gottesführung in Mai & Beaflor: Synthese der Analyseergebnisse bezüglich der Rolle Gottes als stützende Kraft und ordnende Instanz.

5. Fazit: Rückblick auf die Forschungsfrage und Bestätigung des Versromans als idealtypisches Beispiel für die Verknüpfung von höfischer Welt und religiösem Heilsanspruch.

Schlüsselwörter

Mai und Beaflor, Gottesführung, Mittelalter, Minneroman, Inzestmotiv, Meeresüberquerung, christliche Symbolik, Erzählerkommentare, religiöse Identität, göttliches Eingreifen, höfische Welt, christliche Tugend, Erlösung, didaktische Absicht, Frömmigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die thematische Bedeutung der Gottesführung im Versroman „Mai und Beaflor“ und beleuchtet, wie göttlicher Beistand die Handlung strukturiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die religiöse Lebensführung der Protagonistin, die Rolle von Inzest und Intrigen als Krisenauslöser sowie die symbolische Bedeutung von Meeresreisen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, welchen Stellenwert das Eingreifen Gottes einnimmt und ob Gott tatsächlich als lenkende Instanz fungiert, die das Schicksal der Protagonisten leitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine textnahe Analyse ausgewählter Passagen, um die narrative Funktion und die semantische Bedeutung der göttlichen Motivik im Gesamtwerk zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bewahrung der Protagonistin vor Inzest, ihre beiden Meeresüberquerungen sowie die Funktion der Erzählerkommentare und christlicher Symbole.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gottesführung, Minneroman, Meeresüberquerung, christliche Symbolik und die Verbindung von höfischer und religiöser Identität.

Welche Bedeutung kommt dem Meer im Roman zu?

Das Meer fungiert als Raum des Übergangs, der Isolation und der Glaubensprüfung, in dem Beaflor besonders auf Gottes Hilfe angewiesen ist.

Wie unterscheidet sich die zweite von der ersten Meeresreise?

Die Struktur bleibt nahezu identisch, jedoch ändert sich die Ursache der Flucht von der vaterbedingten inzestuösen Bedrohung hin zur schwiegermütterlichen Intrige.

Welche Rolle spielt der Erzähler?

Der Erzähler tritt als moralische Instanz auf, die durch Kommentare die Rezipienten belehrt und die christliche Gott-Bezogenheit der Geschichte hervorhebt.

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Résumé des informations

Titre
Der Stellenwert der Gottesführung im Versroman "Mai und Beaflor"
Université
University of Osnabrück  (Germanistik)
Note
1,3
Auteur
Elvira Graf (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
25
N° de catalogue
V1509786
ISBN (PDF)
9783389077269
ISBN (Livre)
9783389077276
Langue
allemand
mots-clé
Mittelhochdeutsch Mai und Beaflor Germanistik Versroman Minne Gott Symbolik Literatur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elvira Graf (Auteur), 2021, Der Stellenwert der Gottesführung im Versroman "Mai und Beaflor", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1509786
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Extrait de  25  pages
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