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Auswanderung aus der nordmazedonischen Ohridseeregion. Ursachen, Entscheidungsprozesse und Formen

Title: Auswanderung aus der nordmazedonischen Ohridseeregion. Ursachen, Entscheidungsprozesse und Formen

Bachelor Thesis , 2024 , 389 Pages , Grade: 6,0 (Schweiz)

Autor:in: Fisnik Zuberi (Author)

History - Europe
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Summary Excerpt Details

In dieser Bachelorarbeit erforsche ich anhand von sechs biografisch-narrativen Interviews die Ursachen, Entscheidungsprozesse und Formen der Auswanderung aus der Ohridseeregion Nordmazedoniens seit dem Ende der osmanischen Herrschaft, mit einem Schwerpunkt auf der Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg.

Konkret wollte ich herausfinden, wer, warum, wann, woher, wohin, in welcher Form, für wie lange und mit wem ausgewandert ist. Die Interviews basieren auf einem Ansatz von Schütze und Rosenthal.

Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass bei Migrationsentscheidungen nicht nur ökonomische und (bildungs-)politische Faktoren eine zentrale Rolle spielten. Der psychosoziale Aspekt, der von der Forschung bislang weitgehend vernachlässigt wurde, lässt sich in jedem Interview und in jeder Auswanderungsgeschichte beobachten. Der eigene Charakter des Einzelnen, familiäre und gesellschaftliche Umstände sowie die Kultur beeinflussen das Migrationsergebnis.

Excerpt


1. Einleitung

1.1 Der historische Kontext

1.2 Der Stand der Forschung

1.3 Fragestellung

1.4 Methodisches Vorgehen

1.5 Quellenproduktion

1.6 Theoretische und quellenkritische Ansätze

2. Eine Oral History zur Emigration aus der Ohridseeregion

2.1 Datenanalyse («Quelleninterpretation»)

2.1.1 Zudi Sulejmani

2.1.2 Safije Sulejmani-Šehić

2.1.3 Mazar Zyberi

2.1.4 Ruzhdie Zyberi-Sefullai

2.1.5 Ejup Zyberi

2.1.6 Xhevaire Zyberi-Sulejmani

2.2 Ergebnisse und Konstruktion des theoretischen Modells

2.3 Bestimmung des Erkenntniswertes

3. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die modernen Auswanderungsprozesse aus der nordmazedonischen Ohridseeregion seit dem Ende der osmanischen Herrschaft als konstante Erscheinung zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Ursachen, Zeiträume, Ursprungs- und Zielorte sowie die Formen der Auswanderung, insbesondere unter Berücksichtigung individueller biographisch-narrativer Migrationserfahrungen.

  • Analyse der Migrationsgeschichte der Ohridseeregion seit dem Zweiten Weltkrieg.
  • Untersuchung von Entscheidungsprozessen und psychosozialen Faktoren bei der Migration.
  • Vergleichende Analyse der Situation muslimischer Albaner(innen) und Mazedonier(innen).
  • Methodischer Fokus auf biographisch-narrative Interviews (Oral History) im Rahmen einer kombinierten Datenanalyse nach Schütze und Rosenthal.
  • Bedeutung von Kettenmigration, Transmigration und translokal-sozialen Beziehungen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Der historische Kontext

«Gurbet» ist ein allseits bekannter Begriff in der Ohridseeregion, auch in der Kunst. Davon zeugen die Zeilen eine Seite vorher aus dem albanischen Lied «Jam mërzit’, o shok’, në gurbet të zi» von Muharrem Ahmeti, ein «Tallava»-Musiker und albanischsprachiger Balkan-Ägypter aus der nordmazedonischen Stadt Ohrid. Das Lied greift das «Gurbet»-Konzept populärkünstlerisch auf und beschreibt die Gemütslage eines «Gurbetçi». Das ursprünglich türkische Wort «Gurbet» kann mit «Fremde» oder «Ausland» übersetzt werden. Ein «Gurbetçi» ist also jemand, der in der Fremde lebt und auch Sehnsucht nach seiner Heimat hat.

Migration ist ein wichtiges Phänomen der Menschheitsgeschichte, so auch in der Ohridseeregion. Am Ufer des ältesten Sees Europas, den sich heute Nordmazedonien und Albanien teilen, sind die Überreste der europaweit ältesten Pfahlbausiedlung mit einem Alter von fast 8'000 Jahren zu finden. Der Ohridsee mit seinen umliegenden Hochebenen und Gebirgen war damit als geomorphologisches Becken und naturräumliche Einheit schon früh ein attraktiver Lebensraum für Menschen. So immigrierten im Altertum illyrische und paionische Stämme, Makedon(inn)en sowie altgriechische und altrömische Kolonist(inn)en. Wohingegen die Bryger(innen) aus der Region emigrierten, um als Phryger(innen) in Anatolien zu siedeln. Byzantiner(innen), slawische und bulgarische Stämme sowie Rom(nj)a und Türk(inn)en folgten als Siedelnde im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebten zudem Jüdinnen und Juden in der Gegend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der Ohridseeregion, den aktuellen Forschungsstand, die Fragestellung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen und die theoretischen Ansätze der Oral History.

2 Eine Oral History zur Emigration aus der Ohridseeregion: In diesem Kapitel werden die biographisch-narrativen Interviews analysiert, die Ergebnisse in einem theoretischen Modell zusammengeführt und der Erkenntniswert der Arbeit bestimmt.

3 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung psychosozialer Faktoren bei Migrationsentscheidungen und reflektiert den Forschungsprozess sowie die eigene Positionierung als Forschender im familiären Kontext.

Schlüsselwörter

Oral History, Migration, Ohridseeregion, Gurbet, Kettenmigration, Transmigration, Nordmazedonien, biographisch-narratives Interview, Migrationsursachen, Sozialgeschichte, Balkan, Entscheidungsprozesse, Gastarbeiter, Identität, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht die Auswanderungsgeschichte aus der nordmazedonischen Ohridseeregion unter dem Aspekt der "Oral History" durch die Auswertung biographisch-narrativer Interviews.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Ursachen, Entscheidungsprozesse und Formen der Emigration sowie die sozioökonomische und psychosoziale Situation der Emigrierten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Gründen, Formen und Entscheidungsprozessen der Auswanderung von Menschen aus der Region seit dem Ende der osmanischen Herrschaft mit Fokus auf die Zeit nach 1945.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es werden biographisch-narrative Interviews geführt und diese mittels einer kombinierten Datenanalyse nach Schütze und Rosenthal ausgewertet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Datenanalyse einzelner Lebensläufe und eine anschließende theoretische Modellbildung zur Emigration.

Was charakterisiert die Auswanderung in der Ohridseeregion?

Die Arbeit identifiziert Ökonomie, Politik, Psychologie, Familie und Gesundheit als maßgebliche Einflussfaktoren, wobei insbesondere die psychosoziale Dimension oft vernachlässigt wurde.

Welcher Stellenwert kommt der Schweiz als Zielland zu?

Die Schweiz nimmt aufgrund der hohen Anzahl nordmazedonischer Staatsbürger(innen) eine zentrale Rolle als bevorzugtes Migrationsziel ein, was den Fokus auf diese Diaspora erklärt.

Welche Rolle spielen Familienstrukturen bei der Emigration?

Familienstrukturen, das Verantwortungsgefühl als Erstgeborener sowie die Einbindung in soziale Netzwerke (wie die "Gastarbeiter"-Programme) prägen die Migrationsentscheidungen maßgeblich.

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Details

Title
Auswanderung aus der nordmazedonischen Ohridseeregion. Ursachen, Entscheidungsprozesse und Formen
College
University of Zurich  (Historisches Seminar)
Grade
6,0 (Schweiz)
Author
Fisnik Zuberi (Author)
Publication Year
2024
Pages
389
Catalog Number
V1510389
ISBN (PDF)
9783389078839
ISBN (Book)
9783389078846
Language
German
Tags
Migration Oral History Jugoslawien Nordmazedonien Ohridsee Auswanderung Osmanisches Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fisnik Zuberi (Author), 2024, Auswanderung aus der nordmazedonischen Ohridseeregion. Ursachen, Entscheidungsprozesse und Formen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1510389
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