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Die Sozialstruktur der ehemaligen DDR und ihre Modernisierung

Titre: Die Sozialstruktur der ehemaligen DDR und ihre Modernisierung

Exposé (Elaboration) , 2000 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Gräfe (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Das Referat analysiert die Sozialstruktur der ehelmaligen DDR aus modernisierungstheoretischer Perspektive.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Zum Begriff “Modernisierung”

III. Zur Sozialstruktur der (ehemaligen) DDR

a) Modernisierungsfortschritte

b) Modernisierungsdefizite

IV. Nachholende Modernisierung in den neuen Bundesländern

a) Modernisierungstendenzen als Folge der Wiedervereinigung

b) Demodernisierungstendenzen als Folge der Wiedervereinigung

V. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sozialstruktur der ehemaligen DDR vor dem Hintergrund soziologischer Modernisierungstheorien und analysiert die nachfolgenden Transformationsprozesse nach der Wiedervereinigung als nachholende Modernisierung unter Berücksichtigung von Modernisierungsfortschritten sowie Demodernisierungstendenzen.

  • Grundlagen des soziologischen Modernisierungsbegriffs
  • Analyse der Modernisierungsfortschritte und -defizite in der DDR-Sozialstruktur
  • Transformation der ostdeutschen Sozialstruktur nach der Wiedervereinigung
  • Phänomene der nachholenden Modernisierung und Demodernisierung
  • Soziale Auswirkungen des Systemwechsels auf verschiedene Bevölkerungsgruppen

Auszug aus dem Buch

b) Modernisierungsdefizite

Daneben bestanden aber auch erhebliche Modernisierungsdefizite, die den Menschen in der DDR bei einem Vergleich ihrer Lebensbedingungen mit denen in der BRD stets deutlich wurden und im Rahmen des “Wettbewerbs der Systeme” der DDR zum Nachteil gereichten.

Ein zentrales Modernisierungsdefizit stellt das Wohlstandsgefälle im Vergleich zum Westen dar. Der niedrige Lebensstandard und die schlechtere Versorgung mit Konsumgütern und Dienstleistungen konnte auch durch ein hohes Maß an sozialer Sicherheit nicht ausgeglichen werden.

Als einen wichtigen Grund für Produktivitätsrückstände der Wirtschaft und die Defizite im Lebensstandard lässt sich die ideologisch gewollte Entsubjektivierung von Wirtschaft und Gesellschaft anführen. Statt der Befriedigung von Einzel- und Gruppeninteressen stand das “Klasseninteresse” (von Arbeitern und Bauern) im Vordergrund der DDR-Politik. Ökonomische und politische Macht wurde zentralisiert, indem die Wirtschaft von Marktabhängigkeit entkoppelt wurde und kaum Freiräume für individuelle politische Rechte und Teilhabe außerhalb des institutionell und ideologisch vorgegebenen Rahmens zugelassen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den soziologischen Modernisierungsbegriff ein und definiert die Zielsetzung, die Sozialstruktur der DDR sowie die anschließenden Wandlungsprozesse nach der Wiedervereinigung zu untersuchen.

II. Zum Begriff “Modernisierung”: Das Kapitel reflektiert den Modernisierungsbegriff in der Soziologie, hinterfragt lineare Fortschrittsvorstellungen und etabliert Kriterien wie Rationalität und die Befriedigung individueller Bedürfnisse zur Bewertung gesellschaftlicher Strukturen.

III. Zur Sozialstruktur der (ehemaligen) DDR: Es wird analysiert, inwieweit die DDR-Gesellschaft im Vergleich zur BRD Modernisierungsfortschritte oder -defizite aufwies, wobei letztere durch zentrale Planung und mangelnde politische Partizipation dominierten.

IV. Nachholende Modernisierung in den neuen Bundesländern: Dieses Kapitel betrachtet die Transformation nach 1990 als Angleichungsprozess an westliche Strukturen, der sowohl modernisierende Erfolge als auch demodernisierende soziale Brüche und Risiken hervorbrachte.

V. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Transformation der DDR-Sozialstruktur trotz auftretender Demodernisierungseffekte und der Entstehung von Modernisierungsverlierern als ein grundlegender Modernisierungsprozess zu bewerten ist.

Schlüsselwörter

Modernisierung, DDR, Sozialstruktur, Wiedervereinigung, Transformation, Systemwettbewerb, Wohlstandsgefälle, Demodernisierung, Planwirtschaft, soziale Mobilität, Transformationsprozess, gesellschaftlicher Wandel, Dienstleistungssektor, politische Partizipation, Modernisierungsverlierer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Sozialstruktur der DDR unter Anwendung soziologischer Modernisierungstheorien und untersucht deren Wandlung nach der Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Modernisierungsbegriff, die spezifischen Strukturen der DDR-Wirtschaft und Gesellschaft, das Wohlstandsgefälle sowie die Auswirkungen der Transformation nach 1990.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Sozialstruktur der DDR auf Modernisierungsfortschritte und -defizite hin zu untersuchen und die Prozesse nach der Wiedervereinigung als nachholende Modernisierung zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine strukturtheoretische Analyse, die soziologische Modernisierungskonzepte auf die historische Entwicklung der DDR und die anschließende Transformation anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der DDR-Sozialstruktur mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen sowie die Untersuchung der nachholenden Modernisierung in Ostdeutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Modernisierung, Transformation, Sozialstruktur, DDR und Wiedervereinigung charakterisiert.

Warum wurde in der DDR eine "Pazifizierungsstrategie" angewandt?

Die Staatsführung versuchte, das Defizit an politischer Mitbestimmung durch ein hohes Maß an sozialer Sicherheit auszugleichen, um die Zufriedenheit der Bevölkerung und die Stabilität des Systems zu gewährleisten.

Was versteht der Autor unter dem Begriff "Demodernisierung"?

Demodernisierung bezeichnet Kräfte oder Entwicklungen, welche die Leistungsfähigkeit und Effizienz einer Sozialstruktur hemmen und gesellschaftlichen Gruppen mehr Versagungen als Befriedigungen von Bedürfnissen bescheren.

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Résumé des informations

Titre
Die Sozialstruktur der ehemaligen DDR und ihre Modernisierung
Université
Bielefeld University  (Fakultät für Soziologie)
Cours
Sozialstrukturanalyse der Bundesrepublik Deutschland
Note
1,0
Auteur
Thomas Gräfe (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
14
N° de catalogue
V151045
ISBN (ebook)
9783640627479
ISBN (Livre)
9783640627806
Langue
allemand
mots-clé
Sozialstruktur Modernisierung DDR Wiedervereinigung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Gräfe (Auteur), 2000, Die Sozialstruktur der ehemaligen DDR und ihre Modernisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151045
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