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Doch was treibt diese enorme globale Protestbewegung an, die für stetig wachsende Mitgliederzahlen in globalisierungskritischen Organisationen verantwortlich ist?
Die Erläuterung der zahlreichen Motive von Menschen, welche bereit sind – offensichtlich auch unter Lebensgefahr – öffentlich ihre Meinungen über die Auswirkungen einer globalisierten Welt kundzutun, soll Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Als Einstieg wird zunächst ein grundsätzlicher Überblick über den Term
„Globalisierung“ sowie über relevante Akteure im weltpolitischen Geschehen gegeben. Im verbleibenden Hauptteil der Ausarbeitung werden sodann ausgewählte Thesen der Globalisierungskritiker aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet sowie zugehörige Lösungs- oder Änderungsvorschläge kritisch analysiert.
Diese Seminararbeit unternimmt den Versuch, innerhalb des breiten Themenfeldes der Globalisierungskritik, diverse Argumente der Globalisierungskritiker aufzugreifen und
anschließend zu beurteilen, inwieweit diese positiv zur Veränderung der Weltwirtschaft beitragen können.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
2. Illustrierung: Globalisierung
2.1 Allgemeine Kennzeichen der Globalisierung
2.2 Globale Akteure und Vereinbarungen
3. Hintergründe der Globalisierungskritik
3.1 Eingrenzung: Wer sind die Globalisierungskritiker?
3.2 Darstellung ausgewählter kritischer Thesen
3.2.1 Veränderung der globalen Einkommensstruktur durch Handelsliberalisierung?
3.2.2 Führt das Finanzsystem zum Kurzschluss?
3.2.3 Ökologische Belastung durch wirtschaftliche Globalisierung?
3.2.4 Gravierende Defizite der WTO zu Lasten der Dritten Welt?
4. Resultate und Schlussbetrachtungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Motive und Thesen der globalisierungskritischen Bewegung, analysiert deren Berechtigung sowie die Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung auf soziale, ökologische und finanzwirtschaftliche Bereiche.
- Begriffsbestimmung und Einordnung von Globalisierungskritikern und altermondialistischen Netzwerken.
- Analyse der globalen Einkommensverteilung und handelsliberalisierender Maßnahmen.
- Untersuchung der Instabilitäten in den globalen Finanzmärkten und alternativer Steuerungsinstrumente wie der Tobin-Steuer.
- Bewertung der ökologischen Folgen der Globalisierung und der Rolle internationaler Organisationen wie der WTO.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Veränderung der globalen Einkommensstruktur durch Handelsliberalisierung?
Generell bemängeln beinahe sämtliche Altermondialisten die ungleiche Verteilung von Nutzen, Wohlstand oder Ressourcen, die nach ihrem Verständnis bislang mit der neoliberalen Globalisierung einherging. So würden die Vorteile der Globalisierung fast ausschließlich den bereits wohlhabenden Industrienationen zugutekommen, während die Schwellen- und Entwicklungsländer in keinem vergleichbaren Maße profitierten und sich dadurch die weltweite Armut sogar eher verschärfe als zuvor. Handelsliberalisierungen hätten die Wohlfahrt vieler Entwicklungsländer nicht verbessert und das Gefälle zwischen Nord und Süd deutlich vergrößert. Doch auf welchen Statistiken begründen sich die Bedenken der Globalisierungskritiker?
Es wird vermehrt festgestellt, dass die den Kritikern zur empirischen Belegung des Nord-Süd-Gefälles zu Grunde liegende Datenbasis uneinheitlich und eher flach ist. Ferner wird bemängelt, dass nur wenige ausführliche Studien mit wissenschaftlichen Quellen belegt worden seien. Eine der Hauptgrundlagen, auf die die Globalisierungskritiker ihre These stützen, stellt wohl die Berechnung des UNDP zum Armutsabstand zwischen den reichsten und ärmsten Ländern aus dem Jahre 1999 dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Hinführung zur Thematik der Globalisierungskritik anhand aktueller weltpolitischer Konflikte und Definition der Zielsetzung der Seminararbeit.
2. Illustrierung: Globalisierung: Darstellung der ökonomischen und theoretischen Grundlagen der Globalisierung sowie Vorstellung relevanter internationaler Akteure und Institutionen.
3. Hintergründe der Globalisierungskritik: Analyse der Struktur, der Ziele sowie spezifischer Thesen der Globalisierungskritiker in den Bereichen Einkommensverteilung, Finanzsystem, Ökologie und Welthandel.
4. Resultate und Schlussbetrachtungen: Fazit der Arbeit mit einer kritischen Reflexion über den Stellenwert der globalisierungskritischen Argumente und der Notwendigkeit für transparente Reformen.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Globalisierungskritik, Altermondialismus, Handelsliberalisierung, WTO, IWF, Weltbank, Finanzmärkte, Tobin-Steuer, Klimawandel, Einkommensverteilung, Nachhaltigkeit, Nord-Süd-Gefälle, NGOs, Weltwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die unterschiedlichen Motive, Forderungen und Hintergründe der globalisierungskritischen Bewegung und setzt diese in den Kontext der aktuellen Weltwirtschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Kernbereiche sind die soziale Einkommensstruktur, die Stabilität globaler Finanzsysteme, ökologische Auswirkungen der weltweiten Produktion sowie die Rolle der Welthandelsorganisation (WTO).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll analysiert werden, welche Argumente der Globalisierungskritiker wissenschaftlich fundiert sind und inwieweit ihre Reformvorschläge zur Verbesserung der globalen Wohlfahrt beitragen könnten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische und empirische Analyse unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Studien, Berichte internationaler Organisationen und Positionspapiere globalisierungskritischer Netzwerke.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Globalisierung, eine begriffliche Eingrenzung der Kritiker und eine detaillierte Prüfung ausgewählter Thesen zu Wirtschaft, Finanzen, Umwelt und Welthandel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Globalisierung, Kapitalismuskritik, Welthandel, ökologische Nachhaltigkeit und internationale Finanzmarktregulierung definieren.
Welche Rolle spielen die NGOs in dieser Arbeit?
Die Arbeit sieht NGOs, wie zum Beispiel Attac, als notwendige Interessenvertretung zwischen Zivilgesellschaft und politischer Elite, die komplexe globale Prozesse kritisch hinterfragt.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der WTO?
Die WTO wird als eine Zielscheibe der Kritik identifiziert, die zwar multilaterale Handelsregeln schafft, jedoch oft die Interessen der Entwicklungsländer vernachlässigt und Reformbedarf aufweist.
Was schlägt die Arbeit bezüglich des Finanzsystems vor?
Es werden Ansätze wie die Tobin-Steuer diskutiert, wobei die Arbeit einschränkend darauf hinweist, dass solche Maßnahmen nur einen Teilaspekt der notwendigen umfassenden Reformen darstellen können.
- Citation du texte
- Oliver Krug (Auteur), 2010, Die Thesen der Globalisierungskritiker, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151107