Das Thema „Soziale Ungleichheit und Gesundheit“ soll stärker in den Fokus der
Gesundheitspolitik im Märkischen Kreis gestellt werden. Als primäre Maßnahme ist die
Erstellung eines so genannten Gesundheitsberichtes geplant. Ein derartiger Bericht liegt
zurzeit für den Märkischen Kreis nicht vor.
Daher ist das Ziel dieser Arbeit, ein Grundsatzpapier zur kommunalen
Gesundheitsberichterstattung zu erstellen, indem die Frage geklärt werden soll, welche Daten
eine Beschreibung von „Sozialer Ungleichheit und Gesundheit“ ermöglichen.
Zunächst werden im Kapitel 1 „Theoretische Grundlagen“ vermittelt, es werden die beiden
Begriffe Gesundheit und Krankheit aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht erläutert, und die
Ziele und Aufgaben der kommunalen Gesundheitsberichterstattung aufgeführt. Das Kapitel 2
beschreibt Daten und nennt Indikatoren, mit denen der allgemeine Gesundheitszustand der
Bevölkerung dargestellt werden kann. Das Kapitel endet mit dem Thema „Soziale
Ungleichheit und Gesundheit“.
Den Abschluss der Arbeit bilden geeignete Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und
Prävention, welche in der Lage sind, eine Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung zu
gewährleisten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Theoretische Grundlage
1.1 Gesundheit und Krankheit
1.2 Ziele und Aufgaben der kommunalen Gesundheitsberichterstattung
2. Gesundheitsberichterstattung und Daten
2.1 Gesundheitszustand der Bevölkerung
2.2 Soziale Ungleichheit und Gesundheit
3. Gesundheitsförderung und Prävention
4. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Grundsatzpapiers zur kommunalen Gesundheitsberichterstattung für den Märkischen Kreis, um die gesundheitliche Lage unter Berücksichtigung sozialer Ungleichheiten datenbasiert abzubilden und Lösungsansätze für die Gesundheitspolitik aufzuzeigen.
- Bedeutung und Definition der Begriffe Gesundheit und Krankheit
- Aufgaben und Ziele kommunaler Gesundheitsberichterstattung
- Indikatoren zur Erfassung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung
- Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit
- Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention
Auszug aus dem Buch
1.1 Gesundheit und Krankheit
Bei den beiden Begriffen Gesundheit und Krankheit handelt es sich nicht um zwei Fremdwörter bzw. Fachbegriffe. Dennoch kommt man bei dem Versuch, diese beiden im alltäglichen Leben häufig verwendeten Begriffe genauer zu definieren ins Grübeln. Es folgt ein kurzer Überblick über die große Bandbreite von Bedeutungen dieser beiden Begriffe, angefangen mit einem Rückblick in die Historie, über einige Gesundheitsmodelle, bis hin zu den Laienkonzepten der Menschen.
Im Christentum wurde die vorhandene Gesundheit als Segen Gottes angesehen, und das Vorhandensein einer Krankheit als Glaubensprüfung oder gar als Fluch. Der Philosoph Aristoteles unterstützte seinerzeit die naturwissenschaftliche Sichtweise, welche die Bedeutung von Gesundheit und Krankheit anhand der Viersäftelehre erklärte. Hierbei bedeutete Gesundheit ein Gleichgewicht der Körpersäfte gelbe Galle, schwarze Galle, Blut und Schleim. Dagegen wurde unter dem Begriff Krankheit, ein Ungleichgewicht zwischen den Säften verstanden (Bertelsmann 2007, S. 13ff).
Das naturwissenschaftliche Verständnis der beiden Begriffe wurde bis ins 19. Jahrhundert stark durch die Kirchen geprägt. Erst im Zuge der Aufklärung und durch die Weiterentwicklung der Medizin entwickelte es sich weiter. Dem Bakteriologen Robert Koch gelang es erstmals in der Medizin, bestimmten Krankheiten eine spezifische Ursache zuzuordnen (Hurrelmann, Laaser, Razum 2006, S. 62).
Diese neuen Erkenntnisse führten zu einer Neuausrichtung der Medizin, und legten den Grundstein für das spätere klinische Krankheitsmodell, welches die Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit bis heute prägt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit eines Gesundheitsberichtes für den Märkischen Kreis und definiert das Ziel der Arbeit, ein Grundsatzpapier zur kommunalen Gesundheitsberichterstattung zu erstellen.
1. Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Gesundheit und Krankheit historisch sowie wissenschaftlich und erläutert die spezifischen Ziele und Aufgaben einer kommunalen Gesundheitsberichterstattung.
2. Gesundheitsberichterstattung und Daten: Hier werden die methodischen Ansätze zur Datenerhebung mittels Gesundheitsindikatoren dargelegt sowie die Zusammenhänge zwischen sozialem Status und gesundheitlicher Lage detailliert untersucht.
3. Gesundheitsförderung und Prävention: Das Kapitel differenziert zwischen Prävention und Gesundheitsförderung und stellt strategische Maßnahmen zur Verringerung gesundheitlicher Chancenungleichheit vor.
4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und betont die Bedeutung einer datenbasierten Berichterstattung als Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen.
Schlüsselwörter
Gesundheitsberichterstattung, Soziale Ungleichheit, Gesundheit, Krankheit, Gesundheitsindikatoren, Lebensqualität, Prävention, Gesundheitsförderung, Märkischer Kreis, Lebenserwartung, Sterblichkeit, Sozialstatus, Bildung, Chancengleichheit, Gesundheitswissenschaften.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines Grundsatzpapiers zur Einführung einer kommunalen Gesundheitsberichterstattung, um die gesundheitliche Chancengleichheit im Märkischen Kreis zu verbessern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung von Gesundheit, die Datenerhebung in der Gesundheitsberichterstattung sowie der Einfluss sozialer Determinanten wie Bildung, Beruf und Einkommen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Schaffung einer fundierten Basis für gesundheitspolitische Planungen, die soziale Ungleichheiten in der Bevölkerung identifizieren und adressieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse gesundheitswissenschaftlicher Grundlagen, der Auswertung bestehender Indikatoren-Systeme und der Anwendung fachspezifischer Gesundheitsmodelle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung der Datengewinnung und Indikatorennutzung sowie die Analyse von Präventionsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitsberichterstattung, soziale Ungleichheit, Prävention, Gesundheitsindikatoren und Chancengleichheit charakterisiert.
Welche Rolle spielt die salutogenetische Sichtweise in der Arbeit?
Die Arbeit nutzt die salutogenetische Sichtweise nach Antonovsky, um Gesundheit und Krankheit nicht als starre Gegensätze, sondern als Kontinuum zu verstehen.
Wie definiert der Autor das Verhältnis von Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsförderung?
Der Autor versteht die Gesundheitsberichterstattung als essenzielle Datengrundlage, die erst die systematische Analyse ermöglicht, auf der zielgerichtete Maßnahmen der Gesundheitsförderung geplant werden können.
- Citation du texte
- Torsten Sauer (Auteur), 2007, Gesundheitsberichterstattung - Theoretische Grundlagen, Ziele und Aufgaben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151174