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Problemfall Geistiges Eigentum

Evaluierung des Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights (TRIPS)

Título: Problemfall Geistiges Eigentum

Trabajo de Seminario , 2008 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Beate Neubauer (Autor)

Economía de las empresas - Otros
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In der öffentlichen Wahrnehmung wird das TRIPS-Abkommen (Trade related Aspects of Intellectual Property Rights – handelsbezogene Aspekte von geistigem Eigentum) tendenziell mit negativen Auswirkungen auf Entwicklungsländer und Vorteilen für entwickelte Länder in Verbindung gebracht. Doch entspricht diese Wahrnehmung der Realität? Im Rahmen dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, welche Wohlfahrtswirkungen das TRIPS–Abkommen für Entwicklungsländer und Industrienationen hat. Täuscht die öffentliche Wahrnehmung und das Abkommen ist für alle Betroffenen vorteilhaft oder kommt es zu einer gezielten Bevor- bzw. Benachteiligung einzelner Länder?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das TRIPS-Abkommen – einheitlicher Rahmen zum Schutz von geistigem Eigentum

2.1 Motivation für Rechte zum Schutz von geistigem Eigentum

2.2 Das TRIPS-Abkommen im Rahmen der Welthandelsorganisation

3 Auswirkungen des TRIPS–Abkommens

3.1 Auswirkungen des TRIPS-Abkommens auf Entwicklungsländer

3.1.1 Ausländische Direktinvestitionen

3.1.2 Importe

3.1.3 Lizenzvereinbarungen

3.1.4 Innovation und Imitation

3.2 Einflüsse des TRIPS-Abkommens auf Industrienationen

3.2.1 Einfluss geistiger Eigentumsrechte auf die Innovationstätigkeit

3.2.2 Auswirkungen von geistigen Eigentumsrechten auf den Handel

4 Evaluierung des TRIPS-Abkommens

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wohlfahrtstheoretischen Auswirkungen des TRIPS-Abkommens auf Entwicklungsländer und Industrienationen, um zu klären, ob das Abkommen tatsächlich eine einseitige Bevorzugung entwickelter Staaten darstellt oder ob es Bedingungen für einen effektiven Technologietransfer schafft.

  • Analyse der ökonomischen Motivation für geistige Eigentumsrechte.
  • Untersuchung der Auswirkungen auf Direktinvestitionen und Technologietransfer in Entwicklungsländern.
  • Bewertung des Einflusses von Patentschutz auf die Innovationsfähigkeit von Industrienationen.
  • Diskussion der Problematik von Monopolpreisen, insbesondere bei essenziellen Medikamenten.
  • Evaluation der Erfolgsaussichten des Abkommens für verschiedene Volkswirtschaftstypen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Ausländische Direktinvestitionen

Ausländische Direktinvestitionen stellen eine Möglichkeit des Technologietransfers dar, indem Unternehmen in Entwicklungsländern Niederlassungen errichten und dort produzieren bzw. den Produktionsprozess kontrollieren. Die Anreize, welche Rechte zum Schutz von geistigem Eigentum für ausländische Direktinvestitionen haben, werden in einer Studie von Mansfield aus dem Jahre 1991 untersucht (vgl. Mansfield 1993, S. 2f.). Wie aus der Studie hervorgeht, ergibt sich der Grad der Bedeutung von geistigen Eigentumsrechten aus der Art der Investition. Bezieht sich diese auf den Fertigungsprozess von Komponenten oder kompletten Produkten oder auf Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, so sind geistige Eigentumsrechte vergleichsweise wichtig. Dies gilt insbesondere für die chemische Industrie, der die Pharmabranche zugerechnet wird (vgl. Mansfield 1993, S. 2f.). Insgesamt ergibt sich nach Maskus, der die Studie von Mansfield aufgreift folgendes Bild (vgl. Maskus 2000, S. 4): Schutzrechte sind relativ unbedeutend bei Investitionen bezüglich Produkten mit niedrigem technologischen Standard oder bei Produkten, die auf Grund ihrer Komplexität nur schwer zu kopieren sind. Von zentraler Bedeutung sind sie allerdings für Produkte, die leicht zu kopieren sind, wie zum Beispiel pharmazeutische Erzeugnisse und bei Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Des Weiteren kann davon ausgegangen werden, dass die Bedeutung von geistigen Eigentumsrechten mit der Fähigkeit zur Imitation in einem Entwicklungsland steigt. Somit lässt sich sagen, dass sie eine Rolle spielen, jedoch hauptsachlich für Direktinvestitionen in bestimmten Branchen in Schwellenländer. Nur in diesen bestehen realistische Möglichkeiten zur Imitation und nur in diesen findet man eine Infrastruktur vor, die Investitionen in komplexe Fertigung und Forschung sowie Entwicklung möglich machen. Für Entwicklungsländer mit technisch nicht hoch entwickelten Industrien spielen sie kaum eine Rolle, wenn es darum geht ausländische Direktinvestitionen anzulocken (vgl. CIPR 2002, S. 23). Abschließend sollte noch angemerkt werden, dass Schutzrechte ein Faktor unter Vielen sind und sich leicht durch andere Vorteile in der Produktion, wie zum Beispiel niedrige Lohnkosten kompensieren lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Wahrnehmung des TRIPS-Abkommens ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach den Wohlfahrtswirkungen für unterschiedliche Ländergruppen.

2 Das TRIPS-Abkommen – einheitlicher Rahmen zum Schutz von geistigem Eigentum: Das Kapitel erläutert die ökonomischen Gründe für den Schutz geistigen Eigentums und die Rolle der Welthandelsorganisation bei der Etablierung globaler Mindeststandards.

3 Auswirkungen des TRIPS–Abkommens: Hier werden differenziert die Folgen des Abkommens für Entwicklungsländer sowie Industrienationen analysiert, wobei Faktoren wie Investitionen, Innovation und Importe im Zentrum stehen.

4 Evaluierung des TRIPS-Abkommens: Abschließend erfolgt eine Bilanz, die aufzeigt, dass das Abkommen für Entwicklungsländer teils entwicklungshemmend wirkt, während es für Industrienationen institutionell vorteilhaft ist.

Schlüsselwörter

TRIPS-Abkommen, Welthandelsorganisation, geistiges Eigentum, Technologietransfer, Entwicklungsländer, Industrienationen, Patentschutz, Direktinvestitionen, Lizenzvereinbarungen, Innovation, Imitation, Wohlfahrtswirkungen, Medikamente, Monopolstellung, Reverse Engineering.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem TRIPS-Abkommen der WTO und bewertet dessen Auswirkungen auf den Schutz geistigen Eigentums im internationalen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind Technologietransfer, Innovationsanreize, ausländische Direktinvestitionen sowie die Auswirkungen auf den Handel und die soziale Wohlfahrt in verschiedenen Volkswirtschaften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob das TRIPS-Abkommen zu einer gerechten Wohlfahrtssteigerung für alle Beteiligten führt oder ob es gezielte Benachteiligungen für bestimmte Ländergruppen zur Folge hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Literaturrecherche durchgeführt, die auf wissenschaftlichen Studien und Gutachten basiert, um die ökonomischen Folgen des Abkommens herzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Auswirkungen des TRIPS-Abkommens auf Entwicklungsländer – unter anderem hinsichtlich Importen und Lizenzvergaben – und eine Untersuchung der Folgen für Industrienationen, insbesondere im Bereich der Innovationstätigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind TRIPS, geistiges Eigentum, Technologietransfer, Entwicklungsländer, Industrienationen, Patente und ökonomische Wohlfahrt.

Warum wird der Zugang zu Medikamenten als kritisches Problem genannt?

Durch den globalen Patentschutz steigen die Preise für Medikamente oft auf ein für Entwicklungsländer unfinanzierbares Niveau, was die Behandlung von Epidemien wie HIV/AIDS erschwert.

Welche Rolle spielt „Reverse Engineering“ für Entwicklungsländer?

„Reverse Engineering“ dient als Prozess des Lernens und Aufholens bei der technologischen Entwicklung, wird jedoch durch die strengen Vorgaben des TRIPS-Abkommens teilweise unterbunden.

Was schlägt die Arbeit für die Industrienationen vor?

Die Arbeit postuliert, dass Regierungen der Industrienationen Anreize setzen sollten, damit der Technologietransfer in die am wenigsten entwickelten Länder aktiv gefördert wird.

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Detalles

Título
Problemfall Geistiges Eigentum
Subtítulo
Evaluierung des Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights (TRIPS)
Universidad
University of Bayreuth
Calificación
1,7
Autor
Beate Neubauer (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
14
No. de catálogo
V151196
ISBN (Ebook)
9783640630325
ISBN (Libro)
9783640630608
Idioma
Alemán
Etiqueta
TRIPS Abkommen WTO Geistiges Eigentum Auswirkungen für Entwicklungsländer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Beate Neubauer (Autor), 2008, Problemfall Geistiges Eigentum , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151196
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