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Die Entstehung der Menschheit im alten Orient. Ein Vergleich mesopotamischer und ägyptischer Mythologie

Titel: Die Entstehung der Menschheit im alten Orient. Ein Vergleich mesopotamischer und ägyptischer Mythologie

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marie Heinrich (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mythen sind ebenso mannigfaltig wie die Menschheit selbst. Sie sind in jedem Kulturraum omnipräsent und unterscheiden sich sowohl im Zeit-, als auch im Handlungsrahmen.
Die Mythologie ist ein Erbgut, welches uns Menschen Erklärungen für gewisse Dinge zu geben und somit die Geschichte der Menschheit und unser Dasein auf der Erde auf magische Art und Weise darzulegen scheint. Insbesondere im Kulturgebiet des alten Orients, zwischen Mesopotamien und dem alten Ägypten, besteht eine große, mythische Vielfalt, welche bis ins dritte Jahrtausend v. Chr. zurückgeht und bereits die Entstehung der Menschheit zur Sprache bringt. Eine dieser vielen Formen der Menschenschöpfung der Menschheit sollen im weiteren Verlauf dieser Arbeit thematisiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DEFINITION DES BEGRIFFES „MYTHOS“

3 KULTURRAUM „ALTER ORIENT“

3.1 MESOPOTAMIEN

3.1.1 AKKAD UND UR

3.1.2 BABYLON

3.2 ÄGYPTEN

4 SCHÖPFUNGSMYTHEN DER MENSCHHEIT

4.1 SCHÖPFUNGSMYTHEN IN MESOPOTAMIEN

4.2 SCHÖPFUNGSMYTHEN IM ALTEN ÄGYPTEN

5 GEGENÜBERSTELLUNG DER MYTHEN

6 FAZIT

7 BIBLIOGRAPHIE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, die Schöpfungsmythen der Menschheit im alten Orient, konkret in Mesopotamien und Ägypten, kritisch zu untersuchen und miteinander zu vergleichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den jeweiligen Schöpfungstheorien bestehen und wie die Rolle des Menschen sowie das Gottesbild in den verschiedenen kulturellen Kontexten ausgeprägt sind.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung von Mythos und dessen Funktion
  • Charakterisierung des Kulturraums „alter Orient“ und dessen historischer Kontext
  • Analyse spezifischer Schöpfungsmythen im mesopotamischen Raum
  • Untersuchung der Schöpfungserzählungen und Tempelkultur im alten Ägypten
  • Vergleichende Gegenüberstellung der mythologischen Motive und Weltbilder

Auszug aus dem Buch

Schöpfungsmythen in Mesopotamien

Über die Schöpfungsmythen in Mesopotamien kann man grundlegend sagen, dass insbesondere drei Texte existieren, welche akkadisch-babylonischer Abstammung sind und uns detaillierter die Ansicht über die Schöpfung der Mesopotamier aufklären. In dieser Arbeit wird nur einer dieser drei Mythen analysiert, da dies ansonsten den Rahmen der Arbeit enorm sprengen würde, dennoch sind alle nennenswert: Zum einen existiert der Mythos von Enki und Ninmach, der zugleich die älteste Quelle darstellt, gefolgt von dem Atramhasis-Epos, welcher als die akkadische Variante vom ersten Mythos angesehen wird und im Folgenden näher erläutert wird, der hingegen von Myhtos Enuma Elish aufgegriffen wird (Ekschmitt, 1993, S. 26).

Der Atramhasis-Epos ist eine Erzählung, welche vom Priester Atramhasis berichtet und lediglich die Menschenschöpfung und dazugehörige, wesentliche Fragen, wie beispielsweise Warum existieren Katastrophen? oder Weshalb müssen wir sterben? beinhaltet, denen auf 1245 Zeilen, gesplittet auf drei Tafeln nachgegangen wird (Pettinato, 1971, S. 15ff.). Letztendlich ist die Antwort immer dieselbe, nämlich, dass die Götter es eben so beschlossen haben (Pettinato, 1971, S. 20). Der Text selbst ist in einer babylonischen Abschrift aufzufinden, die möglicherweise bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, sich aber auf ein älteres Vorbild bezieht (s. ebda.). Diese Abfertigung widmet sich intensiv den Ereignissen in der Welt der Götter, die die menschliche Schöpfung erforderlich machten, um sich mit der Funktion der Schöpfung selbst und als Person auseinanderzusetzen (s.ebda.). Die erste der drei Tafeln umfasst das Thema der Arbeit, welche zu Beginn von beiden Göttergruppen, den Anunnaku- und Igigu-Göttern verrichtet wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung legt den geographischen und kulturellen Rahmen fest und führt in die Bedeutung von Mythen als Erklärungsmodelle für das menschliche Dasein ein.

2 DEFINITION DES BEGRIFFES „MYTHOS“: Dieses Kapitel grenzt den Begriff Mythos von der Sage oder Legende ab und erarbeitet dessen existenzielle Bedeutung für die menschliche Selbstverortung.

3 KULTURRAUM „ALTER ORIENT“: Der Abschnitt erläutert die historische und geographische Einordnung Mesopotamiens und Ägyptens unter Berücksichtigung ihrer ökologischen Lebensbedingungen.

3.1 MESOPOTAMIEN: Hier werden die klimatischen Faktoren des Zweistromlandes und die daraus resultierenden kulturellen und politischen Entwicklungen, unterteilt in Akkad/Ur und Babylon, beleuchtet.

3.1.1 AKKAD UND UR: Dieses Unterkapitel analysiert das politische und religiöse Klima während der Herrschaft von Sargon bis hin zur sumerischen Renaissance.

3.1.2 BABYLON: Die Ausführungen konzentrieren sich auf die politische Konsolidierung Babylons sowie die Aufwertung religiöser Zentren bis hin zu den Invasionen fremder Völker.

3.2 ÄGYPTEN: Das Kapitel beschreibt die essenzielle Rolle des Nils für die ägyptische Zivilisation und charakterisiert die ägyptische Religion sowie das Verständnis des Königtums.

4 SCHÖPFUNGSMYTHEN DER MENSCHHEIT: Es erfolgt eine theoretische Einführung in die Gattung der Schöpfungsmythen als ordnungsstiftende Erzählungen.

4.1 SCHÖPFUNGSMYTHEN IN MESOPOTAMIEN: Der Fokus liegt primär auf der detaillierten Betrachtung des Atramhasis-Epos und den Göttergruppen der Anunnaku und Igigu.

4.2 SCHÖPFUNGSMYTHEN IM ALTEN ÄGYPTEN: Hier werden die Quellen der Schöpfungsmythen aus unterschiedlichen Inschriften untersucht sowie der Töpfergott Chnum als zentrales Motiv hervorgehoben.

5 GEGENÜBERSTELLUNG DER MYTHEN: Dieser Teil vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der Menschenschöpfung und stellt die Rolle der Götter und deren handwerkliches Wirken gegenüber.

6 FAZIT: Das Fazit resümiert die Bedeutung der Mythen als kulturelles Erbe und weist auf ihre bleibende Relevanz für das menschliche Selbstverständnis hin.

7 BIBLIOGRAPHIE: Das Literaturverzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen und Sekundärliteratur zur Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Alter Orient, Mesopotamien, Ägypten, Schöpfungsmythos, Atramhasis-Epos, Chnum, Göttliche Schöpfung, Götterpantheon, Menschheitsursprung, Kulturgeschichte, Religionswissenschaft, Mythologie, Antike, Kult, Weltentstehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schöpfungsmythen im alten Orient, wobei sie einen vergleichenden Blick auf die Kulturen Mesopotamiens und Ägyptens wirft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Definition des Begriffs "Mythos", die geographische und klimatische Bedeutung der Lebensräume am Nil und zwischen Euphrat und Tigris sowie die jeweiligen Schöpfungserzählungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Schöpfungstheorien beider Regionen aufzuzeigen und insbesondere das Gottesbild sowie die Rolle des Menschen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Vergleichsanalyse unter Heranziehung von Primärquellen (Mythen) und relevanter fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kulturräume, die detaillierte Analyse spezifischer Schöpfungsmythen wie dem Atramhasis-Epos und die abschließende vergleichende Gegenüberstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Schöpfungsmythos, Mesopotamien, Ägypten, alter Orient, Atramhasis-Epos und Töpfergott.

Warum spielt die Figur des Töpfergottes in den Vergleichen eine so zentrale Rolle?

Das Motiv des Töpfers findet sich sowohl in Mesopotamien als auch in Ägypten wieder und dient als Brücke, um die göttliche Schöpfung als handwerklichen, fortlaufenden Akt zu verstehen.

Inwiefern unterscheiden sich die mesopotamischen und ägyptischen Götter in ihrem Charakter?

Während in Mesopotamien die Schöpfung oft mit Mühsal und göttlichem Konflikt verbunden ist, wird im alten Ägypten beispielsweise der Gott Chnum als fürsorglicher Töpfer dargestellt, der die Schöpfung als bewusste Tätigkeit vollzieht.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entstehung der Menschheit im alten Orient. Ein Vergleich mesopotamischer und ägyptischer Mythologie
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Romanisches Institut)
Veranstaltung
Kulturwissenschaften
Note
1,7
Autor
Marie Heinrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1513123
ISBN (PDF)
9783389080474
ISBN (Buch)
9783389080481
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kultur Menschhheit Entstehung Mythologie Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Heinrich (Autor:in), 2021, Die Entstehung der Menschheit im alten Orient. Ein Vergleich mesopotamischer und ägyptischer Mythologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1513123
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Leseprobe aus  17  Seiten
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