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Soziale Arbeit mit Demenzpatienten. Handlungsfelder, Konzepte und interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Altenhilfe

Title: Soziale Arbeit mit Demenzpatienten. Handlungsfelder, Konzepte und interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Altenhilfe

Term Paper , 2024 , 40 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Health - Gerontology
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Diese Bachelorarbeit untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit in der Betreuung von Demenzpatienten und deren Angehörigen. Angesichts der steigenden Prävalenz altersbedingter Erkrankungen wie Demenz, wird die Relevanz einer sozialarbeiterischen Unterstützung für soziale Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität immer bedeutender.

Die Arbeit beleuchtet zunächst die Entwicklung der Sozialen Altenarbeit und analysiert gesellschaftliche sowie historische Faktoren, die den steigenden Bedarf in diesem Bereich verdeutlichen. Sie gibt einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild der Demenz, einschließlich Definition, Diagnose und nichtmedikamentöser Therapiemethoden. Wesentliche ethische und rechtliche Rahmenbedingungen für die Praxis der Sozialen Arbeit werden ebenfalls behandelt. Zudem stellt die Arbeit wichtige Konzepte wie Case Management und Lebensweltorientierung vor, die für den Umgang mit Demenzerkrankten und deren Angehörigen essenziell sind. Der Schwerpunkt liegt auf praktischen Handlungsfeldern und der interdisziplinären Zusammenarbeit, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und die soziale Versorgung weiterzuentwickeln.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bedeutung und Entwicklung der Sozialen (Alten-) Arbeit

3 Demenz

3.1 Definition

3.2 Epidemiologie

3.3 Formen der Demenz

3.4 Symptome der Demenz

3.5 Diagnose

3.6 Risikofaktoren

3.7 Therapie

3.7.1 Medikamentöse Therapie

3.7.2 Nichtmedikamentöse Behandlungsformen

3.8 Betreuungs- und Unterbringungsformen

4 Ethische und rechtliche Grundlagen

5 Theoretische Konzepte der Sozialen Arbeit

5.1 Case Management

5.2 Lebensweltorientierung nach Thiersch

5.3 Empowerment

5.4 Biographiearbeit

6 Ausgewählte Handlungsfelder der Sozialen Arbeit im Zusammenhang mit Demenzkranken und ihren Angehörigen

6.1 Koordination von Hilfen

6.2 Psychosoziale Beratung

6.3 Soziale Gruppenarbeit

6.4 Soziale Arbeit in der ambulanten & (teil-) stationären Altenhilfe

6.5 Klinische soziale Arbeit in der Geriatrie und Gerontopsychiatrie

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit in der Versorgung von Demenzkranken und deren Angehörigen im Kontext des demographischen Wandels. Das primäre Ziel ist es, genuin sozialarbeiterische Aufgabenbereiche und Handlungsfelder zu identifizieren, die zur Erhaltung der Lebensqualität, Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen beitragen.

  • Bedeutung und historische Entwicklung der Sozialen (Alten-)Arbeit
  • Medizinische und psychosoziale Grundlagen der Demenzerkrankungen
  • Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen in der Demenzversorgung
  • Theoretische Konzepte wie Case Management, Empowerment und Lebensweltorientierung
  • Praktische Handlungsfelder wie Beratung, Gruppenarbeit und Hilfe-Koordination

Auszug aus dem Buch

3.3 Formen der Demenz

Demenzerkrankungen sind in zwei Hauptkategorien unterteilt: Primäre Demenzen machen den Großteil, etwa 90 Prozent, aller Demenzfälle aus, während sekundäre Demenzen nur etwa 10 Prozent ausmachen. Primäre Demenzen haben ihre Ursache direkt in Veränderungen im Gehirn, während sekundäre Demenzen indirekt durch äußere Einflüsse wie Medikamente, Alkoholmissbrauch oder schädliche Umwelteinflüsse ausgelöst werden (Kastner, Schraut & Löbach, 2022, 39).

Unter den primären Demenzen sind neurodegenerative Demenzen besonders häufig. Diese entstehen durch den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn. Beispiele für neurodegenerative Demenzen sind die Alzheimer-Krankheit, die Frontotemporale Demenz, die Lewy-Körper-Demenz und die Parkinson-Demenz. Eine weitere Form primärer Demenzen ist die vaskuläre Demenz, die durch Störungen der Hirndurchblutung verursacht wird (Kastner, Schraut & Löbach, 2022, 39).

Die Alzheimer-Demenz ist die am häufigsten vorkommende Form und wird durch den progressiven Verlust von Nervenzellen im Gehirn verursacht. Ein charakteristisches Merkmal ist der frühe Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, insbesondere bei älteren Menschen. Die Frontotemporale Demenz betrifft hauptsächlich den Stirn- und Schläfenbereich des Gehirns und äußert sich vor allem in Veränderungen der Persönlichkeit und des sozialen Verhaltens (unter anderem Apathie, Enthemmung, Verlust von Empathie, zwanghaftes Verhalten, motorische Unruhe) sowie in Sprachproblemen. Viele Erkrankte wirken körperlich gesund. Die Lewy-Körper-Demenz ist durch das Vorhandensein von Lewy-Körperchen gekennzeichnet, die den Nervenzellabbau in der Hirnrinde verursachen. Typische Symptome sind optische Halluzinationen und motorische Störungen. Die Parkinson-Demenz tritt bei einer beträchtlichen Anzahl von Parkinson-Patienten/Patientinnen und äußert sich oft in einer begleitenden Demenz. Die vaskuläre Demenz wird durch Schädigungen des Hirngewebes aufgrund von Durchblutungsstörungen verursacht. Im Gegensatz zu den neurodegenerativen Demenzen entwickelt sich die vaskuläre Demenz schubweise und kommt oft plötzlich zum Ausbruch. Sekundäre Demenzen werden durch äußere Einflussfaktoren wie Medikamente oder Alkoholmissbrauch hervorgerufen. Ihre Behandlung ist individuell und bietet – im Gegensatz zu den primären Demenzen, die irreversibel sind - oft gute Heilungschancen (Hartje & Poeck, 2006, 427).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die wachsende Herausforderung der Versorgung von Demenzkranken durch den demographischen Wandel und Darstellung der Zielsetzung der Bachelorarbeit.

2 Bedeutung und Entwicklung der Sozialen (Alten-) Arbeit: Historische Entwicklung und wissenschaftliche Einordnung der Sozialen Arbeit vom reinen Pflegekontext hin zur professionellen, psychosozialen Unterstützung älterer Menschen.

3 Demenz: Umfassende medizinische und klinische Darstellung von Definition, Symptomatik, Diagnostik, Risikofaktoren sowie medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapieformen.

4 Ethische und rechtliche Grundlagen: Erörterung der ethischen Konfliktfelder und der rechtlichen Instrumente wie Vorsorgevollmachten und Betreuungsrecht zur Wahrung der Autonomie der Betroffenen.

5 Theoretische Konzepte der Sozialen Arbeit: Vorstellung zentraler Methoden wie Case Management, Lebensweltorientierung nach Thiersch, Empowerment und Biographiearbeit als theoretisches Fundament für die Praxis.

6 Ausgewählte Handlungsfelder der Sozialen Arbeit im Zusammenhang mit Demenzkranken und ihren Angehörigen: Detaillierte Analyse konkreter Arbeitsbereiche wie Hilfe-Koordination, psychosoziale Beratung, Gruppenarbeit und spezialisierte Betreuungsformen in verschiedenen Versorgungssettings.

7 Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und Ausblick auf die Notwendigkeit der Professionalisierung und interdisziplinären Zusammenarbeit.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Demenz, Altenhilfe, Case Management, Empowerment, Lebensweltorientierung, Biographiearbeit, Angehörigenunterstützung, psychosoziale Beratung, demographischer Wandel, Autonomie, soziale Teilhabe, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Gerontopsychiatrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spezifischen Aufgaben und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit im Kontext der Betreuung und Unterstützung von Menschen mit einer Demenzerkrankung sowie deren pflegenden Angehörigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Sozialen Arbeit (z.B. Empowerment, Biographiearbeit), die klinischen Aspekte der Demenz sowie die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen der Versorgung.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Ziel ist es, das Spektrum der genuin sozialarbeiterischen Aufgaben in diesem Bereich systematisch aufzuzeigen und Strategien für eine verbesserte Lebensqualität und soziale Teilhabe der Betroffenen darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender theoretischer Konzepte der Sozialen Arbeit in Anwendung auf das spezielle Setting der Gerontologie und Demenzversorgung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische fundierte Krankheitsdarstellung, eine Diskussion über rechtlich-ethische Grundlagen und eine detaillierte Ausarbeitung verschiedener Handlungsfelder wie Beratungsangebote und Hilfe-Koordination.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Soziale Arbeit, Demenz, Empowerment, Case Management, Lebensweltorientierung, Biographiearbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Welche Bedeutung hat das "Case Management" in diesem Kontext?

Case Management dient als zentrale Methode, um bei komplexen Problemlagen der Betroffenen die verschiedenen notwendigen Versorgungsleistungen effizient zu koordinieren und das Unterstützungsnetzwerk auszubauen.

Warum ist die "Biographiearbeit" bei Demenzpatienten so relevant?

Biographiearbeit hilft, die Identität und das Wohlbefinden der Erkrankten zu stärken, indem verschüttete Erinnerungen durch biografische Bezüge aktiviert werden, was oft sogar emotionale Sicherheit vermittelt, wenn konkrete Fakten des Alltags verloren gehen.

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Details

Title
Soziale Arbeit mit Demenzpatienten. Handlungsfelder, Konzepte und interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Altenhilfe
College
Fresenius University of Applied Sciences Frankfurt  (Gesundheit und Soziales)
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2024
Pages
40
Catalog Number
V1513267
ISBN (PDF)
9783389085462
ISBN (Book)
9783389085479
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Demenz Altenhilfe Demenzkranke Demenz Betreuung Konzepte Interdisziplinäre Zusammenarbeit Demenz Lebensqualität Demenzpatienten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2024, Soziale Arbeit mit Demenzpatienten. Handlungsfelder, Konzepte und interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Altenhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1513267
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