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Ausgewählte Möglichkeiten des Forderungsmanagements

Titel: Ausgewählte Möglichkeiten des Forderungsmanagements

Studienarbeit , 2008 , 28 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: B.A. Julia Huber (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Studie des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen vom November 2006 ergab, dass sich die Zahlungsmoral der Kunden mittelständischer Unternehmen kontinuierlich verschlechtert. Dahingehend unterscheiden sich private und gewerbliche Kunden deutlich voneinander. Bei gewerblichen Kunden sind vor allem kurzfristige Liquiditätsengpässe, Zahlungsausfälle bei den eigenen Kunden und eine zu geringe Ausstattung mit Eigenkapital der Grund für nicht fristgerecht geleistete Zahlungen. Anders als bei gewerblichen Schuldnern spielt bei privaten Kunden Überschuldung und Arbeitslosigkeit eine große Rolle. So wird in den Insolvenzstatistiken des Statistischen Bundesamts deutlich, dass die Anzahl der Privatinsolvenzen zunimmt, wohingegen die Zahl der gewerbliche Konkurse derzeit (Stand Frühjahr 2007) weiterhin rückläufig ist. Viele Unternehmer setzen sich erst zu spät mit diesem Problem auseinander – erst dann wenn der Kunde bereits zahlungsunfähig oder unwillig ist. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass sich mittelständige Unternehmen ständig mit dem Thema der Zahlungsmoral seiner Kunden beschäftigen sollten. Zudem ist das Forderungsmanagement wesentliches Instrument der Liquiditätssicherung. Dabei sollten nicht nur klassische Instrumente genutzt, sondern auch neue Möglichkeiten berücksichtigt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Motive und Ziele des Forderungsmanagements

2.1 Begriff Forderungsmanagement

2.2 Zielsetzung

3 Klassische Instrumente des Forderungsmanagements

3.1 Bonitätsprüfung

3.1.1 Risikoanalyse

3.1.2 Risikobewertung

3.2 Handelskredite

3.2.1 Lieferantenkredit

3.2.2 Kundenkredit

3.3 Vertragsgestaltung

3.3.1 Zahlungsvereinbarung

3.3.2 Klauseln

4 Weiterführende Maßnahmen des Forderungsmanagements

4.1 Debitorenbuchhaltung

4.1.1 Schuldnerüberwachung

4.1.2 Mahnwesen

4.1.2.1 Außergerichtliches Mahnverfahren

4.1.2.2 Gerichtliches Mahnverfahren

4.2 Inkasso

4.2.1 Ablauf eines Dokumenteninkassos

4.2.2 Dokumente gegen Akzept

4.2.3 Dokumente gegen „Trust Receipt“

4.3 Akkreditiv

4.4 Factoring

4.4.1 Funktionen und Arten des Factoring

4.4.2 Kosten

4.5 Kreditversicherung

4.5.1 Arten

4.5.2 Kosten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten des Forderungsmanagements, um die Liquiditätssicherung in mittelständischen Unternehmen durch die Minimierung von Forderungsausfällen zu optimieren. Dabei wird analysiert, wie klassische und weiterführende Instrumente gezielt eingesetzt werden können, um die Qualität der Debitoren zu verbessern und das Zahlungsverhalten zu überwachen.

  • Methoden zur Bonitätsprüfung und Risikoanalyse
  • Gestaltung von Handelskrediten und Zahlungsbedingungen
  • Prozesse des außergerichtlichen und gerichtlichen Mahnwesens
  • Absicherung durch Inkasso, Akkreditive und Factoring
  • Strategien der Kreditversicherung als Risikomanagement

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Risikoanalyse

Die Risikoanalyse ist ein maßgebender Anteil an der Bonitätsprüfung. Um ein effektives Forderungsmanagement betreiben zu können, müssen bestehende Risiken im In- und Auslandsgeschäft des Unternehmens bekannt sein.

Infolgedessen muss eine Risikoidentifizierung stattfinden, um Spannungsfelder zu lokalisieren. Daher müssen Informationen über Geschäftspartner, Lieferanten und Abnehmer gewonnen werden. Hierzu werden relevante betriebswirtschaftliche Daten, welche sich auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des zu überprüfenden Unternehmens beziehen, benötigt. Dabei sind wirtschaftliche und länderspezifische Risiken ebenso wie Währungs- und Transportrisiken von erheblicher Bedeutung. Kundenspezifische (wirtschaftliche) Risiken sind insbesondere das Fabrikationsrisiko (ein nach den Wünschen des Kunden gefertigtes Produkt wird nicht abgenommen) und die Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit des Kunden. Forderungsausfälle durch Konkurs des Schuldners, erfolglose Zwangsvollstreckung und Zahlungseinstellung oder im Nichtzahlungsfall müssen daher abgesichert sein. Besonders bei Exportgeschäften müssen politische Risiken, wie zum Beispiel (z. B) außerordentliche Maßnahmen oder politische Ereignisse im Importland, welche die Zahlung verhindern und ein mögliches Währungs- und Transportrisiko berücksichtigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die verschlechterte Zahlungsmoral bei Kunden mittelständischer Unternehmen und unterstreicht die Notwendigkeit eines aktiven Forderungsmanagements zur Liquiditätssicherung.

2 Motive und Ziele des Forderungsmanagements: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Forderungsmanagements und erläutert dessen Zielsetzung hinsichtlich Rentabilität, Zahlungsfähigkeit und Bonitätssicherung.

3 Klassische Instrumente des Forderungsmanagements: Es werden die Grundlagen wie Bonitätsprüfung, Handelskredite und die strategische Vertragsgestaltung als primäre Sicherungsmechanismen vorgestellt.

4 Weiterführende Maßnahmen des Forderungsmanagements: Dieses Kapitel detailliert operative Instrumente wie Debitorenbuchhaltung, Mahnwesen, Inkasso, Akkreditive, Factoring und Kreditversicherungen zur professionellen Forderungsabsicherung.

Schlüsselwörter

Forderungsmanagement, Liquiditätssicherung, Bonitätsprüfung, Risikoanalyse, Mahnwesen, Inkasso, Handelskredit, Vertragsgestaltung, Akkreditiv, Factoring, Kreditversicherung, Zahlungsmoral, Forderungsausfall, Warenkreditversicherung, Debitoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt systematisch verschiedene Möglichkeiten des Forderungsmanagements, um Unternehmen vor Zahlungsausfällen zu schützen und ihre Liquidität zu wahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Risikoidentifikation bei Geschäftspartnern, die Gestaltung rechtssicherer Zahlungsbedingungen sowie den Einsatz von Instrumenten wie Mahnverfahren, Factoring und Kreditversicherungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch ein strukturiertes Forderungsmanagement die Rentabilität gesichert und die Existenz von Unternehmen aktiv durch die Vermeidung von Zahlungsausfällen gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse, kombiniert mit praktischen Ablaufschemata für Prozesse wie das Dokumenteninkasso, das Factoring und das gerichtliche Mahnverfahren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Kundenbonität, die vertragliche Gestaltung der Zahlungsmodalitäten sowie den Einsatz operativer Maßnahmen vom Mahnwesen bis zur komplexen Kreditabsicherung im In- und Ausland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Forderungsmanagement, Liquiditätssicherung, Bonitätsprüfung, Risikoanalyse, Mahnwesen, Factoring und Kreditversicherung.

Wie unterscheidet sich das echte vom unechten Factoring?

Beim echten Factoring übernimmt der Factor zusätzlich zur Dienstleistungs- und Finanzierungsfunktion auch die Delkrederefunktion (das Ausfallrisiko), während beim unechten Factoring das Risiko beim Unternehmen verbleibt.

Was besagt das Subsidiaritätsprinzip bei der Ausfuhrkreditversicherung?

Es besagt, dass staatliche Absicherung (Hermes-Deckung) nur dann greifen sollte, wenn entsprechende Funktionen nicht durch die Privatwirtschaft erbracht werden können.

Wann ist ein gerichtliches Mahnverfahren sinnvoll?

Es ist ein vereinfachtes, kosteneffizientes Verfahren, um ohne langwierige Gerichtsverhandlung einen vollstreckbaren Titel zu erlangen, sofern der Schuldner nicht widerspricht.

Welche Rolle spielt die Risikoanalyse in der Bonitätsprüfung?

Sie dient als Basis zur Identifizierung von Spannungsfeldern bei Geschäftspartnern und zur Klassifizierung in Risikogruppen, was wiederum über die Geschäftsbeziehung und den gewährten Kreditrahmen entscheidet.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ausgewählte Möglichkeiten des Forderungsmanagements
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Note
1,5
Autor
B.A. Julia Huber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V151342
ISBN (eBook)
9783640628902
ISBN (Buch)
9783640628957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Forderungen Forderungsmanagement Mahnwesen Inkasso Akkreditiv
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Julia Huber (Autor:in), 2008, Ausgewählte Möglichkeiten des Forderungsmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151342
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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