Kulturalisierung: Wie Interkulturalität Konflikte aufbaut anstatt sie zu lösen


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2010
27 Seiten

Leseprobe

Dieser Beitrag befasst sich mit einem in der europäischen Diskussion brennenden, hierzulande jedoch kaum beachteten Thema – dem vermeintlichen Scheitern von „Multikulturalität“ im Zusammenleben von „Einheimischen“ und muslimischen „Immigranten“. Seit einigen Jahren wächst deutlich die Tendenz, diesen pauschal kulturelle Inkompatibilität mit der europäischen Welt nachzusagen. Sie lehnten aus religiösen Gründen die säkulare Kultur der Aufnahmeländer ab, so heißt es, und zögen sich in eigene kulturelle Ghettos (sog. „Parallelgesellschaften“) zurück. Diese wiederum böten einen Nährboden für Kriminalität und schließlich sogar – als Folge eines in ihnen unkontrolliert wachsenden islamistischen Fundamentalismus - für Terrorismus. Der europäische „Multikulturalismus“, definiert als tolerante Anerkennung anderer Kulturen und ihres Rechtes auf freie Entfaltung, leiste dieser Entwicklung Vorschub. Wie der französische Essayist Pascal Bruckner schreibt, habe er eine „Mystik des Respekts vor dem Anderen“ (Bruckner 2007) geschaffen. Durch die Duldung „des Islam“ in diesen Subkulturen ziehe sich die „multikulturelle“ Gesellschaft ihre eigenen Feinde heran; sie zerstöre durch falsch verstandene „tödliche Toleranz“ (Lachmann 2006) ihre eigenen, konstitutiven Grundlagen[1].

Ohne Zweifel kann „Multikulturalität“ einen Zustand der Indifferenz signalisieren bei dem sich die Mehrheitsgesellschaft zwar gelegentlich mit der Folklore „anderer Kulturen“ schmückt[2], ihre Träger aber sozial, wirtschaftlich und politisch nachhaltig diskriminiert. Dieser Vorwurf ist in allen westeuropäischen Ländern nicht leicht von der Hand zu weisen. Allerdings wird in der Kritik der „Multikulturalität“ nun eine Dichotomie von scheinbar geschlossenen, säuberlich trennbaren „Kulturen“ postuliert, die reale politische oder soziale Problemstellungen negiert und diese einer nahezu vollständigen kontrastiven „Kulturalisierung“ (Bressan 2004) unterordnet. Je nach Betrachtungsweise stoßen diese „Kulturen“ dann aufeinander und/oder werden zu einem „interkulturellen Dialog“ aufgefordert. Es handelt sich dabei aber beidseitig um imaginäre Konstrukte, deren Künstlichkeit eine sachliche Auseinandersetzung gerade verhindert. Den Anstoß dazu liefert eine seit Jahren anhaltende Diskussion um den Wertekanon der europäischen Gemeinschaft. Eine kulturelle Identität, die Europäer aller sozialer Schichten der inzwischen 27 EU-Mitgliedstaaten einschließt, kann offenbar nur in Abgrenzung zu einem gedachten „Anderen“ gefunden werden. Dieses „Andere“ ist heute (wieder) zunehmend „der Islam“. Die Europär setzen damit eine eigenkulturelle Tradition fort, die „den Orient“ schon immer als Antithese des eigenen kulturellen Wesens imaginiert hat[3]. Dabei wird der Islam/Orient ungeachtet seiner internen Komplexität zu einer Chiffre all dessen, was „der Ozident“ (Europa) nicht ist oder nicht sein will; er wird zu einem bloßen Hilfskonstrukt einer gemeinsamen europäischen kulturellen Neudefinition.

Weder der „Orient“ noch der „Okzident“ existieren natürlich in dieser schlichten Eindeutigkeit. Es handelt sich um imaginierte idealtypische Konstrukte in einer Diskussion, die seit den neunziger Jahren wieder unheilvoll durch Samuel Huntingtons These vom „Kampf der Kulturen“ (Huntington 1996) befördert wird. Die paradigmatische Grundkonfiguration hat aber durchaus reale Konsequenzen. Sie geschieht auf Kosten derjenigen Europär, die Muslime sind, also vieler Immigranten. Ihnen wird eine „parallele Kultur“ zugeschrieben, die sie per se definitorisch ausgrenzt[4]. Tatsächlich reagieren viele von ihnen darauf auch mit einer Selbstwahrnehmung und Lebenspraxis, die ihre „Andersartigkeit“ betont, die so aber auch zur weiteren Verfestigung ihrer sozialen Randposition führt. Das „Eigene“ und das „Andere“ werden in diesem „interkulturellen Dialog“ wechselseitig buchstäblich herbeigeredet. Sie driften dann in dem Maße weiter auseinander, in dem jede Seite durch reaktive Selbstwahrnehmung[5] ein Bild der anderen „ anerkennt “, das sie sich erst selbst konstruiert hat. Der „Kampf der Kulturen“ wird dadurch zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Die derzeitige Kritik an der „Multikulturalität“ ist Teil dieses Mechanismus und beseitigt intellektuelle und moralische Hemmschwellen auf dem Weg zu dieser „Kulturkonfrontation“. In dieser Entwicklung liegt m.E. enormer politischer und sozialer Zündstoff, demgegenüber sich die oft beschworenen chinesisch-deutschen Kulturunterschiede als nachgerade nebensächlich ausnehmen werden. Sie müsste auch dazu aufrufen, den in Germanistik wie DaF-Didaktik heute so rituell wie oft gedankenlos verwendeten Begriff der „Interkulturalität“ kritisch zu hinterfragen.

Ein Diskurstopos entsteht: Der Islam als Antithese Europas

Im Rückblick der letzten zwanzig Jahre zeigt sich auch in Deutschland ein deutlicher Wandel hin zu einer konfrontativen Kulturalisierung Islam - Europa. In der öffentlichen Diskussion über die fremdenfeindlichen Angriffe auf Migranten in Hoyerswerda (1991), Rostock (1992) sowie Mölln und Solingen ging es noch hauptsächlich um die empörte Zurückweisung rechtsradikalen Gedankengutes[6]. Die pogromartigen Übergriffe hatten jedoch für die betroffenen türkisch-muslimischen Einwanderer durchaus schon eine frühe, von der Allgemeinheit nahezu unbeachtete Signalwirkung. Sie „wurden [...] zum Synonym des Rückzugs in die eigene Ethnie und der Abwendung von den Deutschen“ (Goldberg/Halm/Şen 2004:2). Parallel dazu konnten eben diese Migranten beobachten, wie auch in Deutschlands Nachbarländern rechtspopulistische Politiker erfolgreich mit „Überfremdungsängsten“ spielten, so z.B. Jörg Haider und die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), Christoph Blocher und die Schweizer Volkspartei (SVP), Pia Kjaersgaard und die Dänische Volkspartei (DF), der Vlaams Blok (Flämische Bewegung) in Belgien (2004 wegen verfassungsfeindlicher Ausländerhetze verboten, aber sofort als Vlaams Belang/Flämische Belange neu gegründet), Umberto Bossi und die Lega Norte, eine Regionalpartei in Norditalien, sowie in Frankreich Jean-Marie Le Pen und der Front National. Wählern dieser rechtsextremen Gruppierungen ist die Wut über eine angeblich volksferne liberale politische Klasse gemeinsam, die Angst vor einem Kontrollverlust infolge von Europäisierung und Globalisierung, vor dadurch drohender Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Symptomatisch ist für sie alle ein primitiver Nationalismus, der „Ausländer“ lediglich als Konkurrenten um knappe einhemische Resourcen jeder Art sieht. Der wachsende Einfluss solcher Haltungen auf die Politik, besonders in Dänemark und Frankreich, trug zweifellos zur weiteren Verunsicherung bei.

In der gleichen Periode begann sich jedoch auch das Erscheinungsbild der bis dahin eher diffusen „Fremdenfeindlichkeit“ zu wandeln. Den Anstoß gab die islamische Revolution im Iran 1979, gefolgt von der „Fatwa“ des Ayatollah Khomeini (14.2.1989), die zum Mord an dem britischen Schriftsteller Salman Rushdie aufrief. Beides wurde mit Recht als inkompatibel mit universalen, d.h. europäischen Menschenrechtsvorstellungen empfunden. Eine direkte Betroffenheit ergab sich für Europär schließlich durch die beginnende Welle des islamistischen Terrorismus. Das Al Qaida -Attentat auf das New Yorker World Trade Center am 11. September 2001 wie auch nachfolgende Anschläge etwa in Madrid und London[7] beruhten auf einer konfrontativen, manichäischen Weltsicht, die auf einer grundsätzlichen Unvereinbarkeit der „Kulturen“ besteht. Osama bin Laden und seine Epigonen bestätigten so scheinbar die 1996 erstmals veröffentlichten Huntington-Thesen zum „clash of civilizations“ und machten damit auch Religion zum konstitutiven kulturellen Merkmal. In der Reaktion auf diesen extremen „Okzidentalismus“ ist auch das europäische Bild des parasitären „Asylanten“ und „Wirtschaftsmigranten“ immer mehr einer Vorstellung eines unausweichlichen Kulturkonfliktes gewichen, der im wesentlichen vom Bild gewaltbereiter muslimischer Ausländer getragen wird.

Durch die assoziative Koppelung von terroristischer Gewalt mit einer bestimmten Religion hat sich ein neuer Rahmen („ frame[8] ) des europäischen Diskurses ergeben, innerhalb dessen die bloße Religionszugehörigkeit als Indiz latenter Gewaltbereitschaft interpretiert wird. Sie wird damit zu einem möglichst von der europäischen Gesellschaft fernzuhaltenden Fremdkörper. In diesem Rahmen entstehen weitere Assoziationsketten, in denen jede Form von Gewaltausübung als Kennzeichen der Religion und der auf ihr aufbauenden „Kultur“ erscheint: Wenn „der Islam“ Terror erlaubt, so ist ihm anscheinend auch jede andere gewaltsame Handlung zuzutrauen – und jede tatsächliche feststellbare Form der Gewaltausübung dient als „Beweis“ der Ausgangsthese. Darüber hinaus schwingt bei jedem Zeichen der Alltagskultur von Muslimen, das mit „Gewalt“ im weitesten Sinn in Verbindung gebracht werden kann, eine Anspielung auf deren für Europa bedrohlichste Form – den Terrorismus – stets mit. Dieser assoziative Mechanismus bestimmt seit einigen Jahren große Teile des öffentlichen Diskurses in Europa. 83% der Deutschen etwa denken heute beim Wort „Islam“ automatisch an „Terror“ (vgl. Lachmann 2006:274) und werden darin auch durch häufige Medienberichte aus den Nachbarländern immer wieder bestätigt[9].

Ein solches Framing führt ohne weiteres zu irrationalen, defamatorischen Unterstellungen, so etwa wenn die Vorsitzende der Dänischen Volkspartei Pia Kjaersgaard die „andere Kultur“ euopäischer Muslime pauschal in die Nähe von „Beirut mit Clan-Kriegen, Fememorden und Massenvergewaltigungen“ rückt (vgl. Arens 2002). Es steht für sie außer Frage, dass „das Vorkommen von Muslimen zu Massenvergewaltigungen [führt]“ und der Islam insgesamt unzivilisiert sei (ebd.). Die Anspielung auf unkontrollierte sexuelle Gewalt ist nur eine, wenn auch extrem demagogische Variante einer These genereller kultureller Inkompatibilität, die nun zunehmend auch von seriösen Beobachtern in ganz Europa behauptet wurde. So hielt etwa der frühere EU-Kommissar Frits Bolkestein den Islam für eine Religion, die den europäisch-aufklärerischen Werten – darunter der Gleichberechtigung der Frauen und dem Laizismus – unversöhnlich gegenüberstehe. Muslimische Immigration bedrohe deshalb Europa in seinem Kern als „Wertegemeinschaft“ (vgl. Buruma 2006:29). Im Framing dienen beide Aussagen bei aller Unterschiedlichkeit letztlich dem gleichen Ziel, nämlich der Konstruktion (oder Imagination) eines kulturellen Feindbildes des grundsätzlich „Anderen“.

Zur Verfestigung des Framing unter dem Stichwort „Gewalt“ haben vor allem Ereignisse in den Niederlanden beigetragen, die auch in Deutschland weithin beachtet wurden. Dort wurde am 6.5.2002 der holländische Rechtspopulist Pim Fortuyn auf spektakuläre Weise ermordet. Zwar war der Täter kein Muslim[10]. Fortuyn hatte aber vor allem mit ausländerfeindlichen Aussagen Aufsehen erregt und sprach wiederholt von einem bereits existierenden „kalten Krieg“ gegen den Islam[11], der durch das Bekenntnis zur „Multikulturalität“ aber bislang verschleiert worden sei. Der Islam, so Fortuyn, sei eine insgesamt „rückständige Kultur“ und verfolge Ziele, die mit europäischer Modernität nichts gemein hätten; er unterdrücke Frauen und verfolge Homosexualität. Damit stehe er im Gegensatz zu den historisch schwer erkämpften liberalen Grundauffassungen Europas[12]. Jeder Ausländer, der dies nicht akzeptiere, solle das Land verlassen. Fortuyn bezog sich auf reale soziale Konflikte in seiner Heimatstadt Rotterdam. Innerhalb des Framing aber werden diese Konflikte in eine Reihe mit grundsätzlichen kulturellen „Wertvorstellungen“ gestellt. Es kommt zu einer Verallgemeinerung der angeblichen Antriebsmotive spezifischer gewalttätiger Gruppierungen auf die „Kultur“ aller, die mit diesen Gruppen nur ein Merkmal teilen, das der Religion. Diese „Kulturalisierung“ hat Fortuyn wie auch andere Rechtspopulisten für weite Kreise in Europa wenigstens teilweise akzeptabel gemacht. Sie ermöglicht einen Schulterschluss zwischen eigentlich unvereinbaren Positionen: der Xenophobie sozial schwacher, für Rechtsextremismus empfänglicher Bevölkerungskreise mit der aufgeklärt-liberalen Elite, die „multikulturelle Toleranz“ bis dahin als eines ihrer vornehmsten politischen Ziele betrachtet hatte[13]. Erst in der Konstruktion des Feindbildes finden sie zusammen - jedoch nur so lange, als beide den gemeinsamen Gegner „Islam“ auf einer abstrakten Ebene der grundsätzlich mit dem „Eigenen“ unvereinbaren „anderen“ Kultur halten. Trotz seiner polemischen Pauschalverurteilung wurde Fortuyn in Rotterdam posthum ein Denkmal errichtet, das ihn bezeichnenderweise nun zum Bannerträger „westlicher“ Grundwerte verklärt. Es trägt die Inschrift „Loquendi libertatem custodiamus“ („Laßt uns die Freiheit der Rede schützen“)[14]. Seine 2002 gegründete Partei LPF (Lijst Pim Fortuyn) erreichte in Parlamentswahlen unmittelbar nach dem Mord eine spektakulär hohe Stimmenzahl[15].

Ebenfalls in den Niederlanden wurde am 2.11.2004 der Filmemacher Theo van Gogh von einem 26jährigen muslimischen Attentäter namens Mohammed Bouyeri auf offener Straße hingerichtet. Wie Pim Fortuyn, so hatte auch van Gogh Aufmerksamkeit durch extrem polemische, mit sexuellen Untertönen aufgeheizte Kritik am Islam erregt. Auch er hielt den Yorker Al Qaida -Anschlag für ein Symptom einer größeren Gefahr, die von allen Muslimen ausgehe. Sie hätten deshalb keinerlei Anspruch mehr auf „multikulturelle“ Toleranz (vgl. Gogh 2004[16] ). Einer marokkanisch-holländischen Kritikerin seiner islamfeindlichen Haltung hielt er sein „europäisches“ Recht auf freie Meinungsäusserung entgegen:

[...]


[1] In Deutschland verstärkt die Last der eigenen Vergangenheit diese Tendenz: „Die Deutschen“, so der libanesische Theologe Khalil Samir, „neigen zu einer Multikulti-Vorstellung, die weniger romantisch als wertindifferent ist – aus ihrer Hemmung heraus, sich kritisch gegenüber fremden Kulturen zu äußern. Statt sachlich, aber selbstbewusst aufzutreten, schweigen sie“ (Samir 2003).

[2] Beim weithin bekannten „Karneval der Kulturen“ in Berlin zum Beispiel, in Gastronomie und Musik – oder auch beim Errichten „chinesischer“ Parks in den Vorstädten der großen Metropolen.

[3] Darauf hat bereits Edward Said in seiner „Orientalismus“-Studie aus dem Jahr 1978 in aller Deutlichkeit hingewiesen; vgl. Said 2003. Zur historischen Genese s.a. Ballard 1996

[4] Dies findet auch umgekehrt statt, wenn radikalisierte Muslime “den Westen” dämonisieren; vgl. Buruma/Margalit 2004

[5] vgl. zu diesem Begriff Amartya Sen 2003

[6] Dies hat jedoch den Rechtsradikalismus keineswegs beseitigt. Im Jahr 2002 wurden laut Verfassungsschutzbericht 13.000 rechtsradikale Straftaten verübt, darunter 980 Gewaltdelikte; vgl. Goldberg/Halm/Şen 2004:5

[7] In Madrid verübten am 11. März 2004 10 islamistische Terroristen Bombenanschläge auf Vorortzüge, bei denen 191 Menschen starben und über 2000 weitere verletzt wurden. Drei Wochen später sprengten sich sieben der Attentäter und ihrer Helfer bei einer Polizeirazzia selbst in die Luft, unter ihnen der mutmaßliche Anführer Serhane Ben Abdelmajid Fakhet aus Tunesien. In London forderte am 7. Mai 2005 eine ähnliche Serie von Selbstmordattentaten 38 Tote und über 1000 Verletzte.

[8] Die Framing -Theorie in den Sozialwissenschaften besagt, dass im öffentlichen Diskurs verschiedene Problemdeutungen miteinander konkurrieren, die jeweils andere Aspekte einer als problematisch erkannten sozialen Realität betonen. Zur letztlichen Entscheidungsfindung werden bestimmte Deutungen bevorsugt, andere vernachlässigt. Vgl. dazu Robert M. Entman (1993). Framing. Toward Clarification of a Fractured Paradigm. In Journal of Communication 43, 1993, 51-58

[9] Solche Ansichten sind weder auf Europa noch auf bestimmte soziale Gruppen beschränkt. Bei einer Umfrage unter seinen Studenten im Frühjahr 2007 bekam ein arabischer Gastprofessor in Hong Kong zum Thema „Islam“ausschließlich Negativassoziationen zu hören: Blut, Gewalt, Krieg, Terror, Unterdrückung, Unfreiheit.

[10] sondern ein von „politischer Korrektheit“ erfüllter radikaler „Tierschützer“ namens Volkert van der Graaf; vgl. Buruma 2006:40ff.)

[11] Vgl. “Krawalle in Europa”, http://www.gew.de/01_2006_Krawalle_in_Europa.html, online 15.4.07

[12] „I have no desire to have to go through the emancipation of women and homosexuals all over again. There are many gay high school teachers who are afraid of revealing their identity because of Turkish and Moroccan boys in their classes. I find that scandalous. […] I don’t hate Islam. I find it a backward culture. [...] Wherever Islam rules, it’s simply ghastly. All that ambiguity. They’re a bit like those old Calvinists. Calvinists are always lying. Why? Because their moral principles are raised so high that it’s not humanly possible to live up to them. You see the same thing in Muslim culture. Now look at the Netherlands. Where could a candidate for a huge political movement such as my own be openly gay? I take pride in that. And I’d like to keep it that way. Interview mit der niederländischen Zeitung Volkskrant, 9.2.2002, zit. n. Buruma 2006:56f.

[13] Fortuyn selbst, als ehemaliger Dozent für marxistische Soziologie an der Universität Groningen, enstammt diesem Kreis.

[14] Vgl. Buruma 2006:45

[15] 17% bzw. 26 Parlamentssitze in Den Haag. Sie wurde damit vorübergehend (bis zur nächsten Wahl im darauf folgenden Jahr) zur zweitstärksten Partei der Niederland. Vgl. http://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/NiederlandeNet/Dossiers/10/wahlergebnisse.html

[16] Vgl. auch van Gogh’s Webseite „De gezonde Roker“ (Der gesunde Raucher). Deutsche Übersetzung: Welt Online, http://www.welt.de/print-welt/article351047/Im_Krieg_der_Ideen.html

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Kulturalisierung: Wie Interkulturalität Konflikte aufbaut anstatt sie zu lösen
Hochschule
Hong Kong Baptist University
Autor
Jahr
2010
Seiten
27
Katalognummer
V151396
ISBN (eBook)
9783640629756
ISBN (Buch)
9783640630028
Dateigröße
689 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kulturalisierung, Interkulturalität, Konflikte, Multikulturalität, Kulturkontrast, Europäische Identität, Islam und Europa, Islam in Deutschland, Türkische Migranten
Arbeit zitieren
Hans-Werner Hess (Autor), 2010, Kulturalisierung: Wie Interkulturalität Konflikte aufbaut anstatt sie zu lösen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151396

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