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Auslandsberichterstattung deutscher Medien über die islamische Welt

Untersuchung der Berichterstattung über die „islamische Welt“ in der regionalen und überregionalen Presse

Titel: Auslandsberichterstattung deutscher Medien über die islamische Welt

Hausarbeit , 2009 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Spöcker (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Das Thema `Islam` und die Darstellung der Muslime in den Medien gewannen in der Bundesrepublik nach den Anschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Center […] eine besondere Bedeutung […]. Da direkte Kontakte mit den Muslimen immer noch selten sind, werden die Medien […] immer wichtiger“ (Ates 2006: 151).

Wer sich vor diesem Hintergrund ein Bild der Berichterstattung deutscher Medien machen will, kann dafür bereits vorliegende Studien heranziehen. Hafez (2002) z.B. hat anhand von
quantitativen Daten die Konstruktion des Nahost- und Islambildes in vier großen deutschen Medienprodukten untersucht. Interessant ist jedoch auch, eine eigene Medienbeobachtung anzustellen. In einem Zeitraum von vier Wochen wurde untersucht, wie eine regionale und eine überregionale Zeitung über die „islamische Welt“ berichten. Hierfür wurden die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) als regionale und die Süddeutsche Zeitung (SZ) als
überregionale Zeitung ausgewählt.

Der Begriff „islamische Welt“ kann im Rahmen dieser Untersuchung nicht genau abgegrenzt werden. Auslandsnachrichten können nach Hafez (2005: 58) in verschiedene Kategorien eingeteilt werden wie z.B. „Home news abroad“. Diese Kategorie bedeutet, dass ausländisches Geschehen einen Bezug zum Inland hat. Hierbei zeigt sich, dass es oft Interdependenzen zwischen ausländischem und inländischem Geschehen gibt. Die strikte Definition, dass es sich beim Begriff der „islamischen Welt“ um reines Auslandsgeschehen
handeln müsse, erscheint also im Rahmen dieser Untersuchung als zu restriktiv und daher ungeeignet, um die Bandbreite der Berichterstattung angemessen zu erfassen.

Zuerst möchte ich einen Überblick über die Erhebungsmethode geben. Anschließend möchte ich die erfassten Meldungen und Artikel so kategorisieren, dass sie sich in die verschiedenen
Arten der Auslandsnachrichten einteilen lassen. In einem weiteren Schritt will ich anhand von jeweils zwei Meldungen zeigen, was meiner Ansicht nach typisch als auch untypisch für die Islamberichterstattung im Untersuchungszeitraum gewesen ist. Abschließend möchte ich die WAZ/SZ-Untersuchung mit ein paar ausgewählten Aussagen der Fachliteratur vergleichen. Im Anhang sind ausgewählte Artikel und die Untersuchungsergebnisse ausführlich aufgelistet.

Einschränkend muss jedoch angemerkt werden, dass im Rahmen dieser Hausarbeit Aussagen getroffen werden, die sich auf die Beobachtung der vierwöchigen Untersuchung beziehen.
Allgemeinere Aussagen bedürfen weiterer Untersuchungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erhebungsmethode

3. Beispiel

3.1 „Foreign news abroad“

3.2 „Foreign news at home“

3.3 „Home news abroad“

3.4 Nachrichten aus Deutschland

3.5 Sonderfälle

4. Typische Artikel

5. Untypische Artikel

6. Fazit: Vergleich mit der Fachliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auslandsberichterstattung deutscher Medien über die "islamische Welt" anhand einer vierwöchigen Medienbeobachtung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und der Süddeutschen Zeitung (SZ), um zu analysieren, wie Regionen mit muslimischer Bevölkerung in der regionalen und überregionalen Presse dargestellt werden.

  • Analyse der medialen Konstruktion des Nahost- und Islambildes
  • Kategorisierung von Auslandsberichterstattung nach Hafez
  • Vergleich von regionalen und überregionalen journalistischen Ansätzen
  • Identifikation von wiederkehrenden Nachrichtenmustern und Stereotypen
  • Vergleich der empirischen Beobachtungen mit bestehender wissenschaftlicher Fachliteratur

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Das Thema `Islam` und die Darstellung der Muslime in den Medien gewannen in der Bundesrepublik nach den Anschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Center […] eine besondere Bedeutung […]. Da direkte Kontakte mit den Muslimen immer noch selten sind, werden die Medien […] immer wichtiger“ (Ates 2006: 151).

Wer sich vor diesem Hintergrund ein Bild der Berichterstattung deutscher Medien machen will, kann dafür bereits vorliegende Studien heranziehen. Hafez (2002) z.B. hat anhand von quantitativen Daten die Konstruktion des Nahost- und Islambildes in vier großen deutschen Medienprodukten untersucht. Interessant ist jedoch auch, eine eigene Medienbeobachtung anzustellen. In einem Zeitraum von vier Wochen wurde untersucht, wie eine regionale und eine überregionale Zeitung über die „islamische Welt“ berichten. Hierfür wurden die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) als regionale und die Süddeutsche Zeitung (SZ) als überregionale Zeitung ausgewählt.

Der Begriff „islamische Welt“ kann im Rahmen dieser Untersuchung nicht genau abgegrenzt werden. Auslandsnachrichten können nach Hafez (2005: 58) in verschiedene Kategorien eingeteilt werden wie z.B. „Home news abroad“. Diese Kategorie bedeutet, dass ausländisches Geschehen einen Bezug zum Inland hat. Hierbei zeigt sich, dass es oft Interdependenzen zwischen ausländischem und inländischem Geschehen gibt. Die strikte Definition, dass es sich beim Begriff der „islamischen Welt“ um reines Auslandsgeschehen handeln müsse, erscheint also im Rahmen dieser Untersuchung als zu restriktiv und daher ungeeignet, um die Bandbreite der Berichterstattung angemessen zu erfassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz des Islambildes in deutschen Medien ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Untersuchung anhand zweier ausgewählter Zeitungen.

2. Erhebungsmethode: Hier wird der vierwöchige Untersuchungszeitraum sowie das Auswahlverfahren der relevanten Artikel aus WAZ und SZ beschrieben.

3. Beispiel: Dieses Kapitel kategorisiert die erfassten Nachrichten in verschiedene Nachrichtentypen wie „Foreign news abroad“ oder „Home news abroad“ und visualisiert die Verteilung der Berichterstattung.

4. Typische Artikel: Es werden wiederkehrende Muster in der Berichterstattung, insbesondere bei Terroranschlägen und militärischen Konflikten, aufgezeigt.

5. Untypische Artikel: Dieses Kapitel präsentiert Beispiele, die vom Standardmuster abweichen und eine differenziertere Sicht auf die untersuchten Regionen bieten.

6. Fazit: Vergleich mit der Fachliteratur: Die Ergebnisse der Medienbeobachtung werden mit theoretischen Erkenntnissen zu Themen wie „Negativismus“, „Feindseligkeit“ und „Fundamentalismus“ verknüpft.

Schlüsselwörter

Auslandsberichterstattung, Islam, Medienbeobachtung, WAZ, Süddeutsche Zeitung, Nahostkonflikt, Terrorismus, Nachrichtenwerte, Negativismus, Islamische Welt, Medienkritik, Fundamentalismus, Integrationsdebatte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der medialen Darstellung der "islamischen Welt" in deutschen Tageszeitungen nach den Ereignissen des 11. Septembers.

Welche Medien wurden für diese Untersuchung analysiert?

Der Autor untersuchte exemplarisch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) als regionales Medium und die Süddeutsche Zeitung (SZ) als überregionales Medium.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch eine eigene vierwöchige Medienbeobachtung zu prüfen, welche Bilder und Nachrichtenfaktoren bei der Berichterstattung über die islamische Welt dominieren und wie diese mit Fachliteratur korrespondieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative und qualitative Medienbeobachtung und Inhaltsanalyse über einen festgelegten Zeitraum von vier Wochen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert die Berichterstattung in verschiedene Kategorien (wie "Foreign news abroad" oder "Home news abroad"), identifiziert typische und untypische journalistische Muster und analysiert diese kritisch.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Auslandsberichterstattung, Islambild, Nachrichtenfaktoren, sowie die spezifischen Kategorien nach Kai Hafez.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung von regionalen und überregionalen Medien?

Die Untersuchung verdeutlicht, dass beide Medientypen ähnliche narrative Muster verwenden, wobei die Berichterstattung stark von Konfliktthemen und dem Nachrichtenfaktor "Negativismus" geprägt ist.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf das "Islam-Bild"?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Islam in den Medien häufig mit Gewalt, Fundamentalismus und Rückständigkeit assoziiert wird, was zu einem tendenziell negativen Gesamtbild beim Leser beiträgt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auslandsberichterstattung deutscher Medien über die islamische Welt
Untertitel
Untersuchung der Berichterstattung über die „islamische Welt“ in der regionalen und überregionalen Presse
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Institut für Journalistik)
Veranstaltung
Seminar Auslandsberichterstattung, Sommersemester 2009
Note
1,0
Autor
Christian Spöcker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V151467
ISBN (eBook)
9783640629251
ISBN (Buch)
9783640629398
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Journalistik Medienwissenschaften Islam Auslandsberichterstattung WAZ Süddeutsche Zeitung Medienauswertung Medienbeobachtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Spöcker (Autor:in), 2009, Auslandsberichterstattung deutscher Medien über die islamische Welt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151467
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Leseprobe aus  22  Seiten
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