Das gegenwärtige Zeitalter der Transformation zieht einen derart schnellen Wandel auf dem Arbeitsmarkt nach sich, dass längerfristige Entwicklungen kaum noch planbar sind. Von Organisationen und den darin agierenden Menschen wird erwartet, sich dynamisch an diese Entwicklungen anzupassen. Dazu benötigen sie ein Set von zukünftig relevanten Fähigkeiten, den sogenannten "Future Skills". Zur Entwicklung dieser Kompetenzen sind kontinuierliche Anpassungsweiterbildungen unabdingbar.
Die vorliegende Arbeit hat die Konzeption eines virtuellen Bildungsangebotes für Lernbegleitende bei der Weiterbildungsinstitution WBS TRAINING AG zur Entwicklung ihrer Future Skills-Kompetenzen zum Ziel. Dazu werden die bildungswissenschaftlichen Bezüge dargelegt und anschließend die didaktische Konzeption des Bildungsangebotes beschrieben. Die Arbeit schließt mit einem zusammenfassenden Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Einordnung des Bildungsangebotes
2.1 Future Skills von Lernbegleitenden in der Weiterbildung
2.2 Selbstgesteuertes und soziales Lernen in der betrieblichen Weiterbildung
3 Didaktische Konzeption des Bildungsangebotes
3.1 Angebotsentwicklung: Future Skills-Werkstatt
3.1.1 Verwendungssituation
3.1.2 Zielgruppe und Bedarf
3.1.3 Lernziel und Qualifikation
3.1.4 Lerninhalte
3.1.5 Organisationsform, Methode
3.1.6 Lernmedien und -ort
3.2 Verlaufsplanung und Evaluation
4 Zusammenfassendes Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisch fundiertes Konzept für ein virtuelles Bildungsangebot mit dem Titel "Future Skills-Werkstatt" für die Lernbegleitenden der WBS TRAINING AG zu entwickeln. Dabei steht die Förderung transformativer Kompetenzen im Vordergrund, um die Lernbegleitenden bei den internen Transformationsprozessen und der Erstellung zukunftsfähiger Lernkonzepte zu unterstützen.
- Konzeption eines Blended-Learning-Angebots basierend auf dem Modell der Angebotsentwicklung nach Schlutz.
- Einsatz von Flipped-Classroom-Methoden zur Förderung des selbstgesteuerten und sozialen Lernens.
- Integration von Kompetenzerfassungsinstrumenten wie KODE®W zur individuellen Qualifizierung.
- Stärkung transformativer Kompetenzen als Schlüssel für den digitalen und gesellschaftlichen Wandel.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Verwendungssituation
Zunächst soll die Frage des „Wofür?“ (Schlutz, 2006, S. 79) beantwortet werden. Für die Teilnahme an Bildungsangeboten ist der Verwertungszweck bzw. die Verwertungssituation zentral, die sich auf „berufliche, persönliche als auch soziale Ziele“ (Reich-Claassen & von Hippel, 2018, S. 1411) beziehen kann. In Bezug auf das Bildungsangebot der vorliegenden Arbeit sind dies die in Kapitel 2.1 beschriebenen gesellschaftlichen Veränderungen bzw. Transformationsprozesse und konkret das im Unternehmen fachübergreifend angelegte Projekt „Transformation der Lernkonzepte“. Die Lernbegleitenden haben in diesem Projekt, neben den Digital Learning Manager:innen, die Aufgabe der Erstellung von Lernmaterialien für die selbstgesteuerten Lernphasen der Teilnehmenden. Flankiert wird diese Arbeit von den Fachbereichen „Campus“ (operative Durchführung), „DT“ (Digital Transformation), „PM“ (Produktmanagement) und „MM“ (Medienmanagement) in leitenden und steuernden Gremien. Die Verwendungssituation stellt daher die Verwertbarkeit der Kompetenzentwicklung im Sinne ihrer beruflichen Handlungskompetenz (vgl. Kap. 2.1) der Lernbegleitenden für das Großprojekt aber auch ihre Unterrichtsgestaltung (vgl. Kap. 2.1) dar. Die Bildungsbedürfnisse Erwachsener werden mitbedacht, da nur dann nachhaltiges Lernen stattfinden kann, wenn das Gelernte von den Lernenden als "sinnvoll, subjektiv bedeutsam und/oder praxisrelevant“ (Siebert, 2019, S. 75) wahrgenommen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Wandel und begründet die Notwendigkeit von Future Skills für Lernbegleitende bei der WBS TRAINING AG.
2 Theoretische Einordnung des Bildungsangebotes: Dieses Kapitel klärt zentrale Begriffe der Weiterbildung und ordnet das geplante Projekt lerntheoretisch in den Konstruktivismus und das selbstgesteuerte Lernen ein.
3 Didaktische Konzeption des Bildungsangebotes: Hier wird das konkrete Konzept der "Future Skills-Werkstatt" unter Anwendung des Schlutz-Modells detailliert geplant, inklusive Zielgruppenanalyse, Methodenwahl und Verlaufsplanung.
4 Zusammenfassendes Fazit: Das Fazit resümiert das entwickelte Konzept, weist auf Gelingensbedingungen sowie mögliche Grenzen hin und ordnet die Arbeit als Prototyp für künftige Bildungsangebote ein.
Schlüsselwörter
Future Skills, Erwachsenenbildung, WBS TRAINING AG, Lernbegleitende, Selbstgesteuertes Lernen, Transformation, Kompetenzorientierung, Didaktik, Digitaler Wandel, Blended Learning, transformative Kompetenzen, Personalentwicklung, Weiterbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein didaktisches Konzept für ein Weiterbildungsangebot für Lernbegleitende der WBS TRAINING AG, um deren Future Skills zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind selbstgesteuertes Lernen, der Wandel durch Transformation sowie die gezielte Vermittlung transformativer Kompetenzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Konzeption eines virtuellen Bildungsangebotes ("Future Skills-Werkstatt"), welches Lernenden ermöglicht, ihre berufliche Handlungskompetenz im Kontext von Future Skills auszubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Methodisch stützt sich die Arbeit auf das Modell der Angebotsentwicklung nach Schlutz sowie auf konstruktivistische Ansätze der Erwachsenenbildung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung der Begriffe und der detaillierten didaktischen Ausgestaltung der Lernmodule basierend auf den „W-Fragen“ der Angebotsplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Future Skills, Erwachsenenbildung, Transformation, Kompetenzorientierung und selbstgesteuertes Lernen sind die Kernbegriffe.
Warum ist das Instrument KODE®W für die Weiterbildung relevant?
KODE®W wird genutzt, um Lernenden eine fundierte Selbsteinschätzung ihrer individuellen Stärken in Bezug auf das Future-Skills-Modell zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die „Future Skills-Werkstatt“ für das Unternehmen?
Sie dient als internes Qualifizierungsangebot, um insbesondere das festangestellte Personal bei der Transformation von Lernkonzepten operativ zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Nadin Hecht (Autor:in), 2024, Ein theoretisch und didaktisch fundiertes Konzept für ein Bildungsprojekt in der Erwachsenenbildung. Future Skills-Werkstatt für Lernbegleitende, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1514798