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Metakommunikation im interkulturellen Vergleich am Beispiel von deutschen und russischen Bachelorarbeiten

Titel: Metakommunikation im interkulturellen Vergleich am Beispiel von deutschen und russischen Bachelorarbeiten

Masterarbeit , 2024 , 108 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dimitrii Musinov (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da das wissenschaftliche Schreiben viele Herausforderungen mit sich bringt, die nicht nur im muttersprachlichen, sondern auch im fremdsprachlichen Kontext entstehen, untersucht die vorliegende Arbeit zehn deutsche und zehn russische Bachelorarbeiten, um einen Beitrag in dem Forschungsfeld der interkulturellen Wissenschaftskommunikation und der Didaktisierung der Vermittlung der Wissenschaftssprache im Bereich des Deutschen als Zweitsprache / Deutschen als Fremdsprache zu leisten. Bei der Analyse geht es um vier Gruppen metakommunikativer Äußerungen: die Identifizierung des Forschungsstandes, die Zielformulierung, die Darstellung der Forschungsergebnisse sowie die Textorganisation. Diese Metatexte werden hinsichtlich deren Frequenz und Verwendungszwecke analysiert. In der Arbeit wird davon ausgegangen, dass in den deutschen und russischen Bachelorarbeiten Diskrepanzen zu finden sind. In diesem Zusammenhang wirft sich die Frage auf, ob die vorhandenen Unterschiede einem individuellen Schreibstil zuzuordnen sind bzw. auf die kulturspezifischen, institutionellen Konventionen der Wissenschaftssprache bzw. der Wissenschaftscommunity des jeweiligen Landes zurückzuführen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Forschungsrelevanz auf dem Gebiet der interkulturellen Wissenschaftskommunikation

2 Kulturspezifik von Wissenschaftstexten

2.1 Interkulturelle Aspekte der schriftlichen Wissenschaftskommunikation

2.2 Vergleichende Studien im deutsch-russischen Sprachpaar

2.3 Metakommunikation in Texten wissenschaftlicher Diskurse

3 Metakommunikation in Texten wissenschaftlicher Diskurse

3.1 Begriff und Verwendungszweck

3.2 Textroutinen und ihre Merkmale

3.3 Metakommunikative Äußerungen und ihre Funktionen

4 Methodisches Vorgehen

4.1 Untersuchungsziel

4.2 Korpusauswahl

4.2.1 Das deutsche Korpus

4.2.2 Das russische Korpus

4.3 Methode der Datenerhebung

4.4 Methode der Datenanalyse

4.5 Bachelorarbeit als Textsorte

5 Analyse

5.1 Metakommunikative Formulierungen zur Identifizierung des Forschungsstandes

5.2 Metakommunikative Formulierungen zur Zielformulierung

5.3 Metakommunikative Formulierungen zur Darstellung der Forschungsergebnisse

5.4 Metakommunikative Formulierungen zur Textorganisation

5.5 Klassifikation metakommunikativer Äußerungen

6 Auswertung der Ergebnisse

7 Didaktisches Potenzial der Erkenntnisse für das Fach Wissenschaftssprache im DaZ-DaF-Kontext

8 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv den Gebrauch metakommunikativer Äußerungen in zehn deutschen und zehn russischen Bachelorarbeiten, um Diskrepanzen zwischen den Schreibkulturen aufzudecken, institutionelle Konventionen zu identifizieren und daraus didaktische Implikationen für das Fach Wissenschaftssprache im Kontext von Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache abzuleiten.

  • Vergleich der Häufigkeit und Funktionen metakommunikativer Äußerungen
  • Kontrastive Analyse der Metatexte in wissenschaftlichen Abschlussarbeiten
  • Einfluss institutioneller Kulturspezifika auf den Schreibstil
  • Didaktische Vermittlung wissenschaftlicher Schreibroutinen

Auszug aus dem Buch

3.2 Textroutinen und ihre Merkmale

Wie bereits erläutert, betrachtet diese Arbeit metakommunikative Äußerungen als Textroutinen in wissenschaftlichen Arbeiten, die den Leser beim Rezeptionsprozess begleiten. Je nach Textstelle dienen diese bestimmten Zwecken und sind polyfunktional (vgl. Rolek 2011: 140). Um den Begriff von Textroutinen und ihre Zwecke zu bestimmen und für den Rahmen dieser Arbeit einzugrenzen, werden im Folgenden sechs Merkmale für Textroutinen nach Feilke (2012) dargelegt:

1) Als Textroutinen werden textkonstituierende literale Prozeduren, die jeweils ein Gebrauchsschema und eine typisierte Ausdrucksform im Sinne einer indem-Relation koppeln, verstanden. Bei Textroutinen handelt es sich also nach dem ersten Merkmal um die Verbindung zwischen einem pragmatisch kontextualisierten Gebrauchsschema und texttypischen Kollokationen und Konstruktionen (vgl. ebd: 12).

In Anlehnung an Kühtz (2011) werden hierfür als Beispiele wissenschaftliche Ausdrücke, die ein Ziel in Form einer Sprechhandlung widerspiegeln, angebracht: „Einleiten“ – (z. B. Gegenstand der Untersuchung ist…), „Ziele festlegen“ – (z. B. im Rahmen dieser Arbeit soll…), „Schwepunkte setzen“ – (z. B. den Schwerpunkt legen auf…), „Definieren“ – (z. B. etwas auffassen als…), „Fotschungsstand und Entwicklung referieren“ – (z. B. Ausgangspunkt sein für…), „Forschungslücken aufzeigen“ – (z. B. - es wäre zu prüfen, ob…), „Fokussieren“ – (z. B. sich der Frage zuwenden), „Bezüge herstellen“ - (z. B. - in Anlehnung an…).“ (Kühtz 2011, zit. nach ebd: 12-13).

2) Bei Textroutinen geht es darüber hinaus um das Indizieren sozialer Typen von Sprachhandlungsmotiven. Die Entstehung der Textroutinen ist durch pragmatische Handlungsintentionen motiviert. Da die Wissenschaft einen großen Wert auf methodisches Vorgehen für wissenschaftlich legitimierte Erkenntnis legt, wird erwartet, zu explizieren, wie eine bestimmte Schlussfolgerung bzw. Erkenntnis entstanden ist. In diesem Zusammenhang agieren die Autoren metadiskursiv, indem sie beabsichtigen, ihr Texthandeln näher zu erläutern (vgl. ebd: 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Forschungsrelevanz auf dem Gebiet der interkulturellen Wissenschaftskommunikation: Einführung in die Bedeutung wissenschaftlicher Schreibkompetenz und die Herausforderungen für Studierende im interkulturellen Kontext.

2 Kulturspezifik von Wissenschaftstexten: Darstellung theoretischer Grundlagen zu interkulturellen Aspekten und bestehenden kontrastiven Studien.

3 Metakommunikation in Texten wissenschaftlicher Diskurse: Definition von Metakommunikation sowie Erläuterung der Textroutinen und Funktionen in der akademischen Kommunikation.

4 Methodisches Vorgehen: Beschreibung des Untersuchungsziels, der Korpusauswahl, der Datenerhebung sowie der Bachelorarbeit als spezifische Textsorte.

5 Analyse: Detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung metakommunikativer Formulierungen in den vier ausgewählten Kategorien.

6 Auswertung der Ergebnisse: Zusammenführung und Diskussion der quantitativen und qualitativen Ergebnisse der korpuslinguistischen Analyse.

7 Didaktisches Potenzial der Erkenntnisse für das Fach Wissenschaftssprache im DaZ-DaF-Kontext: Übertragung der Ergebnisse auf die Praxis des Sprachenunterrichts und Beratungsmöglichkeiten für Studierende mit russischer Herkunftssprache.

8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Reflexion über den weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Wissenschaftliches Schreiben, Metakommunikation, Interkulturelle Wissenschaftskommunikation, DaF, DaZ, Textroutinen, Sprachlehrforschung, Deutsch-russischer Sprachvergleich, Bachelorarbeit, Akademischer Diskurs, Kontrastive Linguistik, Schreibforschung, Diskurskompetenz, Wissenschaftssprache, Metatexte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie deutsche und russische Studierende metakommunikative Elemente in ihren Bachelorarbeiten verwenden, um den Lesefluss zu steuern und den Aufbau ihrer Texte zu verdeutlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die interkulturelle Wissenschaftskommunikation, der Vergleich von fachsprachlichen Konventionen zwischen den beiden Ländern und die Anwendung didaktischer Ansätze im DaZ/DaF-Bereich.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kontrastive Analyse metakommunikativer Formulierungsroutinen in deutschen und russischen Abschlussarbeiten, um kulturspezifische Unterschiede und institutionelle Schreibmuster zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine quantitativ-statistische sowie eine qualitative Methode kombiniert, um sowohl die Frequenz der verwendeten Metatexte zu erfassen als auch deren funktionale Verwendung in den Texten zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der manuellen Analyse der Korpora hinsichtlich vier spezifischer Kategorien: Forschungsstand, Zielformulierung, Forschungsergebnisse und Textorganisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wissenschaftliches Schreiben, Metakommunikation, Kulturspezifika, DaF/DaZ, Korpusanalyse und Textroutinen sind die wichtigsten Schlagworte.

Welche Auffälligkeiten zeigen sich im russischen Korpus?

Russische Arbeiten weisen oft stark klischierte, explizite Schreibmuster auf und folgen festen institutionellen Vorgaben für die Strukturierung, etwa bei der expliziten Nennung von Forschungsaufgaben.

Wie unterscheiden sich deutsche von russischen Studierenden bei der Textorganisation?

Deutsche Studierende nutzen eine größere Vielfalt an textorganisierenden Formulierungen und setzen diese flexibler ein, während russische Arbeiten eine höhere Einheitlichkeit und Formeltreue zeigen.

Ende der Leseprobe aus 108 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Metakommunikation im interkulturellen Vergleich am Beispiel von deutschen und russischen Bachelorarbeiten
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Institut für Interkulturelle Kommunikation)
Note
2,0
Autor
Dimitrii Musinov (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
108
Katalognummer
V1515014
ISBN (PDF)
9783389085820
ISBN (Buch)
9783389085837
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Metakommunikation Wissenschaftskommunikation Wissenschaftliches Schreiben Kulturspezifik von Wissenschaftstexten deutsch-russischer Sprachvergleich DaF DaZ
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dimitrii Musinov (Autor:in), 2024, Metakommunikation im interkulturellen Vergleich am Beispiel von deutschen und russischen Bachelorarbeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1515014
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Leseprobe aus  108  Seiten
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